VW's Demütigung durch den BGH

Es war einmal

  • ein deutscher Vorzeige-Konzern erster Güte,
  • Milliardärsfamilien Piech und Porsche mit jährlichen Milliardengewinnen Richtung Österreich und
  • Landesbeteiligung Niedersachsen mit unverschämter Lobbyarbeit (VDA) ohne Ende.

Vorgestern urteilte das höchste deutsche Gericht (BGH,  Az. VI ZR 252/19) über den millionenfachen Betrug der Trickser- und Täuscherelite aus Wolfsburg:

  • Das Verhalten des Konzerns war objektiv sittenwidrig!,
  • Das Kraftfahrt-Bundesamt wurde bewusst und gewollt systematisch und langjährig getäuscht - zur Gewinnmaximierung.
  • Gegenüber den Käufern war dies besonders verwerflich und mit der Sitten- und Rechtsordnung nicht zu vereinbaren.

Na, dann erst mal Glückwünsche an die Trickser und Betrüger von Wolfsburg! So ein Urteil muss man sich erst einmal "verdienen".

In den Knast muss wohl keiner der Verantwortlichen. Dazu hat man ja letzte Woche neun Millionen in den Ring geworfen ("Deal"). Aus den weltweiten Schadensersatz-Zahlungen von 30 Mrd. € werden jetzt wohl eher 40 Mrd. € - aber Geld ist ja genug da.

Ach so: Die Sozialisierung des Schadens fehlt noch! - Also verlangt der VDA hohe Kaufprämien für Neukäufe, Milliarden-Zuschüsse für die E-Mobilität und KfW-Kredite.

Sie fragen, wo die Wirtschaftsprüfer jetzt vorkommen? -

  • die werden demnächst wieder - mit niedrigstem cw-Wert - durch die Vorstandsetagen fliegen und möglichst keine kritischen Fragen stellen und
  • um millionenschwere Beratungsmandate und Sonderaufträge buhlen.

Was die Wirtschaftsprüfer von PwC wann wussten, wird ja das forensische Gutachten von Prof. h.c. Zwirner abschließend klären.

Das nennt man Unabhängigkeit, Gewissenhaftigkeit und Eigenverantwortlichkeit! - Seien Sie doch einfach "Sparingspartner" der Verantwortlichen.

Oder lebe ich in einer alten Welt?