Rödl und der nächste Peer Review

Aus dem Transparenzbericht 2019, S.15, der Rödl & Partner GmbH geht hervor, dass der nächste Peer Review im Hause Rödl bis zum 17. November 2020 durchgeführt sein muss. Die externe Qualitätskontrolle gemäß § 55b WPO unterliegt der Aufsicht der WPK und wird auch durch die entsprechenden Gremien der Qualitätskontrollkommission (QKK) und den Inspektoren der Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) gerne begleitet. Die letztinstanzliche Fachaufsicht liegt im Falle Rödl ohnehin bei der APAS. 

Bei der ganzen Trickserei im Hause Rödl um die Anerkennung als WPG dürfen sich für den (sicherlich schon auserkorenen) externen Qualitätskontrollprüfer ebenso wie für die Inspektoren der APAS interessante Fragestellungen ergeben. Bei dem Thema WPG-Anerkennung handelt es sich doch sicherlich auch um ein "bedeutsames Prüfungsrisiko", welches vor Beginn des reviews unter den Beteiligten zu klären wäre.

Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang auch folgende Feststellung:

Rödl läßt seinen Einzel- und Konzernabschluss seit Jahren von Frau Kollegin Ingeborg Balogh (BALOGH Revisions- und Treuhand GmbH, Nürnberg) testieren. Das Honorar für den Einzelabschluss beträgt nur 23,5 T€. Für den Konzernabschluss der Sebalder Treuhand GmbH zahlt Rödl der Kollegin immerhin 48 T€. Vergleichbar wäre dies etwa mit der Prüfung der BDO, wo der Kollege Rainer Inzelmann, Hamburg, immerhin mit 111 T€ plus 134 T€ ein mehr als dreifaches Honorar kassiert. - Merkwürdig!?

Dann wünschen wir den Berufsaufsehern der WPK, den Mitgliedern der QKK und der APAS schon mal viel Spaß bei ihren berufsrechtlichen Aufgaben und der Auswertung des Berichtes des "unabhängigen Reviewers".