Prüfen mit Hilfe von Drohnen?

Mit seinen drei "fachlichen Hinweisen" vom 04.03., 25.03. und 08.04.2020 versucht das IDW, dem Berufsstand Hilfestellungen an die Hand zu geben, um mit Zweifelsfragen bei der Abschlussprüfung in "Corona-Zeiten" umzugehen.

In einer dreiseitigen Anlage zum Hinweis vom 08.04.2020 werden mögliche "Fernprüfungshandlungen" vorgestellt wie

  • Echtzeit-Bild-Übertragungen,
  • Videoaufzeichnungen oder auch 
  • WebMeetings.

Über allem steht natürlich der Grundsatz der "hinreichenden Sicherheit", denn ohne dem darf nicht testiert werden.

In einem Interview mit den finance-magazin am 22.04. konkretisiert der CEO des IDW e.V., indem er darauf hinweist, dass die "Technik hier zur Hilfe kommt":

„Die Inaugenscheinnahme kann auch beispielsweise durch Drohnen erfolgen. Dabei sollten die Prüfer jedoch darauf achten, dass sie die Bildübertragung selbst steuern können, um Täuschungsversuche auszuschließen." 

Schaut man sich die katastrophale Facharbeit zur Inventurbeobachtung des HFA aus 1990 einmal genauer an, so steht dort von alledem nichts! Prof. Naumann schafft es in Zeiten der Corona-Krise, gleichwohl ohne Mitwirkung des HFA, dem Berufsstand Regeln für aktuelle Fernprüfungshandlungen vorzugeben.

Merkt der HFA jetzt endlich, dass er die Facharbeit zur Inventuraufnahme und -überwachung seit über zwanzig Jahren verpennt hat?

Also habe ich als gewissenhaft tätiger WP sofort drei Dinge veranlasst:

  1. Drohnen-Führerschein bei TÜV beantragt,
  2. IDW um Empfehlung für den Kauf einer Voll-Profi-Drohne für WPs gebeten und
  3. Anfrage für eine Sondererlaubnis zum Freiflug durch die Flugaufsicht des Köln-Bonner-Flughafens.

Schauen wir mal, was daraus wird. :-)