Mit dem Banken-Stresstest eine "goldene Nase" verdienen

Der Stresstest der Banken sorgt offensichtlich für erheblichen Wirbel in Bankenkreisen.

Ende Oktober will die EZB die Ergebnisse der Überprüfung von 129 systemrelevanten Banken der Eurozone bekannt geben. Man rechnet damit, dass rd. 25% der gestressten Banken den Test nicht bestehen, u.a. 2 deutsche Landesbanken.

Für Unmut sorgt auch das unterschiedliche Vorgehen der nationalen Aufsichten. Die BaFin habe bspw. der bayerischen HypoVereinsbank 180 Prüfer ins Haus geschickt, während bei der italienischen Mutter Unicredito die italienische Finanzaufsicht lediglich 10 Prüfer vorsah.

Die Banken müssen die Prüfer selbst bezahlen, was dazu geführt haben soll, dass auf dem freien Markt Prüfer händeringend gesucht wurden. Also auch hier: Stress!

Nach vorliegenden Informationen arbeiten die Prüfer für 450 €/Std.! "Die verdienen sich goldene Nasen", heißt es in Bankenkreisen.

Häufig kämen "Jungspunde" frisch von der Uni, denen man erst einmal das Bankengeschäft erklären müsse, beklagt sich ein Betroffener.