Lukrative Pleite der Stadtwerke Gera

Bereits im Frühjahr 2013 brannte es lichterloh im Stadtwerke-Konzern der Stadt Gera.

Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung sollten drei Gesellschaften Angebote für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes nach S6 abgeben. Doch wegen "Zeit im Verzug" vergibt  der eingesetzte Interimschef den Auftrag direkt an die Kollegen/innen von Ernst&Young (E&Y), die für 170.000 € binnen sieben Wochen ein Konzept vorlegen wollten.

Aus "Sicherheitsgründen" rechnete E&Y die Honorare wöchentlich ab.

Eine "Zusatzklausel" wird dem Auftraggeber allerdings zum Verhängnis, die vorsieht, dass "gewünschte Erweiterungen" gesondert abgerechnet werden.

Bis heute greifen die "schöpferischen Vorschläge" von E&Y, die ein Einsparpotential von 4,3 Mio.€ vorgerechnet hatten, nicht. Insider halten die Vorschläge für "völlig unbrauchbar"!

Mehrere Aufsichtsräte haben zwischenzeitlich Strafanzeige wegen Beihilfe zur Untreue erstattet.

Abgerechnet hat E&Y bis heute 1,01 Mio. €, wobei für die "Unterstützung des Vorstandes" allein 520.000 € abgerechnet wurden. Alle Reisezeiten rechnete E&Y zum vollen Stundensatz ab.

Der in zwei Zusatz-Verträgen vereinbarte Stundensatz in Höhe von 2.000 € wurde jedoch von E&Y nicht abgerechnet, da man sich darauf "einigte", dass dies ein Schreibfehler sei und man hierunter den Tagessatz "verstehe" :-)  Kann ja mal passieren!?

Übrigens war die Auskunft von E&Y gegenüber Journalisten, dass man sich zur Sache wegen Verschwiegenheit nicht äußern dürfe, kostenfrei!