Lobbyarbeit im Auftrage der Big4

Aus der Fülle des Recherchematerials, welches das MONITOR-Redaktionsteam gesichtet hatte, wurde ein besonderer Aspekt beleuchtet:

Eine Anwältin der WPK war offensichtlich als "Spionin" an die EU-Kommission entsandt und sollte dort wohl schon einmal Ausschau halten, was man in Brüssel so plant. Offensichtlich eine besondere Form von "Lobbyarbeit."

Darauf Herr Dr. h.c. Spindler als Vorsitzender der letztinstanzlichen Fachaufsicht APAK in MONITOR:

"Das ist kein Lobbyismus. Dies ist die fachliche Unterstützung eines Mitgliedstaates für die EU-Kommission, die ein großes Reformprojekt vor der Brust hat."

Also halten wir im aktuellen Zusammenhang doch einmal fest:

Der Ex-BFH-Präsident erklärt die Welt und leistet mit einer Rechtsanwältin der WPK fachliche Unterstützung der EU für die Wirtschaftsprüferreform. Dies nennt Prof. Lenz zurecht einen "Skandal"!

Die aktuelle „unabhängige“  Prüferaufsicht unter der Leitung von Dr. h.c. Spindler leistet also in Brüssel Lobbyarbeit für die Big4, trägt wohl damit auch dazu bei, dass qualitätssichernde Maßnahmen (z.B. Trennung von Beratung und Prüfung) aus der Verordnung entfernt wurden, schadet damit dem internationalen Ansehen der Prüferaufsicht, die unter dem Deckmantel der unabhängigen Bundesanstalt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ab Juni 2016 ihre Aufsichtsarbeit über ihre ehemaligen (und teilweise künftigen) Arbeitgeber mit den gleichen Mitarbeitern (ehemalige Big4-Wirtschaftsprüfer) fortsetzen soll.

Dies ist Lobbyarbeit gegen die ursprünglichen Ziele der EU-Kommission (Grünbuch) und gegen die Mehrheit des Berufsstandes!

Die Lobbyarbeit der Big4 in IDW, WPK, APAK und der Politik müssen weiter entlarvt werden.