Die nervige Selbstdarstellung der Big4

Es ist an Lächerlichkeit und Aufdringlichkeit kaum zu überbieten:

Die nervige mediale Aufdringlichkeit der Big4 durch tägliche Nachrichten, Gutachten, Expertisen, Voraussagen et..

Jeder noch so lächerlichen Meldung ist zu entnehmen: Wir wissen bereits alles, sind für alles zuständig und fluten nach Belieben ungefragt und ohne Mandat die Medien, so dass uns mittlerweile jeder als "Alleswisser & Alleskönner" wahrnimmt.

Hier noch einige Beispiele der letzten Tage:

  • KPMG 19.01.2018: Was die Kader von Bayern, Real und Juventus kosten!
  • PwC 20.01.2018: Warum Chemie-Aktien jetzt ins Depot gehören.
  • Zum 21. Mal hat die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte ihre jährliche Studie "Football Money League" veröffentlicht.
  • Deloitte 23.01.2018: Leitenden Führungskräften und Behördenleitern aus der ganzen Welt fehlt Zuversicht in die Bereitschaft ihrer Organisationen, die Gelegenheiten der vierten industriellen Revolution (Industry 4.0) zu beeinflussen und zu nutzen.

Da stockt Ihnen ja wohl der Atem! Es ist doch wohl wichtig, dass die Big4 (und nur die Big4!) uns das einmal sagen! - Oder?

Die Berufsaufsicht (WPK, APAS) ist geradezu begeistert und applaudiert jeden Tag auf Neue über diese Wahrnehmung "berufstypischer Tätigkeiten"!!

Für die Mitarbeiter der Big4-Berufsgesellschaften (§§ 28 ff. WPO) bedeutet dies, dass Heerscharen von "unproduktiven" Redakteuren, Medienexperten, Branchen-Sachverständigen etc. von den produktiven Prüfern mit durchgefüttert werden müssen.

Prüfungs-Assistenten und Manager wissen dann doch wenigstens, warum sie in der Prüfungssaison eine 80-Stunden-Woche "kloppen" müssen und trotzdem 30% weniger als in einem vergleichbaren Industrie-Job verdienen.

Und jetzt nicht verquatschen, denn die Repräsentanten der Big4 (und damit des Berufsstandes) müssen jetzt flugs ins verschneite Davos - zum Weltwirtschaftsgeplaudere der Eliten!

Norbert hofft insgeheim dort vielleicht doch noch Donald zu begegnen ...