Die Big4-lastigkeit der APAK

Bekanntlich haben die meisten Inspektoren der APAK eine Big4-Vergangenheit. Das Leitungspersonal kommt von PwC und KPMG.

Sofern diese Kollegen/innen bei der Big4-Gesellschaft Partnerstatus hatten, dürften sie später von dort aus auch einen Teil ihrer Ruhegeldbezüge (Pensionen) erhalten.

Alle APAK-Mitarbeiter sind noch heute bei der WPK angestellt, da die APAK keine eigene Geschäftsfähigkeit hat und somit keine eigenen Angestellten haben kann.

Im Geheim-Memorandum stellen WPK und BMWi auf Seite 3 fest, dass die "Überleitung von Anstellungsverhältnissen bei der WPK auf die neue Aufsichtsbehörde" geplant sei. Man spricht im weiteren Verlauf des Papiers auch von "Tarifbindung" und "§ 613a-BGB-Modell" - als wären dies die einzigen Probleme.

Ich habe da eine andere Idee:

Vielleicht könnte man bei WPK und BMWi auch mal über "cooling-off" und "Unabhängigkeit" von Leitungspersonal und Inspektoren der APAK nachdenken. Oder auch die Angemessenheit von Bezügen in einer "Behörde"!?

Will man den Anforderungen (Art. 32 APRi) entsprechen, so müssen diese Personen "in einem unabhängigen und transparenten Verfahren ausgewählt" werden. Diese Personen müssen berufsstandsunabhängig sein. Dies gebietet bereits das europarechtliche Transparenzgebot! - so auch bereits die Stellungnahme von Prof. Hansrudi Lenz (Uni Würzburg) an das BMWi vom 20.02.2015.

Die APAK-Mitarbeiter müssten sich demnach bitte erst einmal bei der "Behörde" bewerben und sind auf Unabhängigkeit hin zu prüfen. In diesem Zusammenhang sind alle Beziehungen zu den früheren Arbeitgebern offenzulegen!