Der geheimnisvolle Dr. Gelhausen

Seine Omnipräsenz vor und hinter den Kulissen des Berufsstandes, insbesondere die in seiner Person vereinte Ämterhäufung ist schon bemerkenswert!

Vize-Präsident der WPK, Ehrenmitglied des IDW e.V., Vorsitzender der Vorstandsabteilung Berufsaufsicht (VOBA), Vorstand der WPK, ehemals Vorstand und heutiges Aufsichtsratsmitglied von PwC, langjähriges Mitglied diverser Fachausschüsse des IDW .....

Er ist wohl damit eine der gewichtigsten Stimmen in Berufstand und Berufspolitik - sicherlich auch ein "Strippenzieher" und Lobbyist der Big4.

Das öffentliche Berufsregister der WPK offenbart, dass Dr. Gelhausen seit dem 01.08.2013 "in eigener Praxis" im Tower 185 von PwC tätig ist und gleichzeitig "Geschäftsführer der Ruhr-Revisions GmbH WPG" ist.

Diese Gesellschaft gehört den beiden PwC-Vorständen Prof. Winkeljohann und Kämpfer jeweils hälftig ("Konsortium Ruhr-Revision") und hat neben Dr. Gelhausen (*1952) noch zwei weitere Geschäftsführer aus dem Hause PwC.

Nach vorliegenden Auskünften ist jedoch eine "Ausländische Muttergesellschaft" Eigentümerin mit einer Bankverbindung in Essen. Die kleine KapG besitzt im Wesentlichen nur ein Treuhandvermögen in Höhe von fast 27 Mio. €, welches als Darlehen an PwC ausgegeben wurde.

Themenwechsel:

Im Zusammenhang mit der Person Dr. Gelhausen darf auch nochmals die Frage gestellt werden, warum gegen PwC nicht wegen des VW-Abgasskandals ermittelt wird bzw. die Angelegenheit noch nicht an die Generalstaatsanwaltschaft Berlin weitergegeben wurde.

Folgt man der aktuellen Presse, so verdichtet sich doch zunehmend der Verdacht, dass PwC zum Zeitpunkt der uneingeschränkten Testaterteilung am 18.02.2015 (VW Jahresabschluss zum 31.12.2014) bereits vom Abgasskandal wusste.

Dies dürfte strafrechtlich relevant sein und hätte verheerende Folgen für PwC. Dies müsste doch längst auch die Berufsaufsicht interessieren.

Richtig, der Vorsitzende der VOBA ist doch Dr. Gelhausen.

Denkt sich PwC doch: Gut, dass es Dr. Gelhausen in diesen Positionen gibt.