Das Hommel-Gutachten - wie geht´s jetzt weiter?

Mein Verfahren gegen die WPK wegen Zahlung gesetzwidriger Vergütungen an die APAK-Mitglieder und wegen Nichtigkeit des Jahresabschlusses 2013 ist noch anhängig (VG 22 K 143.14).

Die WPK läßt keine Gelegenheit aus, dass von ihr beauftragte 76-seitige (Partei-)Gutachten von Herrn Prof. Dr. Michael Hommel wie eine Monstranz durch die Arena zu tragen und den Eindruck zu erwecken, damit "sei der Fall gelaufen".

Auf der Homepage der WPK ist das "Gutachten" seit dem 10. März 2015 für den Rest der Welt hinterlegt. Vorab wurden bereits alle Vorstände und Beiräte umfassend informiert.

Die Kammer ließ seinerzeit verlauten: "Das Gutachten liegt nun vor und bestätigt die Zulässigkeit der Aktivierung. Einzelheiten sind dem nachfolgend zur Verfügung stehenden Gutachten zu entnehmen."

Eine Vielzahl von Zuschriften aus dem Berufsstand attestiert Prof. Hommel jedoch eine völlig inakzeptable Interpretation von Bilanzierungsgrundsätzen und -vorschriften und kommt zu einem völlig anderen Ergebnis.

Selbst im Lagebericht 2014 der WPK (Anlage zum WPK Magazin 3/2015, S. 7) verweist man auf die Zulässigkeit der Aktivierung eines Ausgleichspostens aufgrund des vorliegenden Gutachtens.

Und jetzt mal Klartext:

Das von der WPK beauftragte Gutachten wurde noch nicht in das Verfahren eingebracht!; es wurde meinen Anwälten bis heute nicht bekannt gemacht. Das Gericht hat bis heute keine diesbezügliche Information an meine prozessleitenden Anwälte gegeben. Noch nicht einmal ein erster Termin zur mündlichen Verhandlung wurde bisher festgesetzt.

Dem Gericht liegen vielmehr mehrere Rügen meiner Anwälte bezüglich "der von der WPK unterdrückten Akten" vor.

Zwei Fragen hab ich noch:

  • Wie teuer war für die Zwangsmitglieder der Kammer eigentlich dieses "Gutachten"?
  • Wieso legt die WPK nicht zügig alle geforderten Akten bei Gericht auf den Tisch?