Aktuelles

15.09.2014
51 Fragen hab ich noch!

Das völlige Versagen unserer Rechtsaufsicht (BMWi) und der skandalöse Umgang von IDW und den Big4 mit dem Wählerwillen haben nun endlich ein offizielles Nachspiel!

Die 51 Fragen, die vom BMWi oder der WPK bisher nicht oder gar wissentlich falsch beantwortet wurden, werden nun im Wege einer "Kleinen Anfrage" an die Bundesregierung gestellt (Drucksache 18/2486).

Innerhalb von 4 Wochen muss das BMWi offiziell gegenüber der Bundesregierung Stellung nehmen zum "APAK-Finanzskandal", zum (nichtigen) Jahresabschluss 2013 der WPK und zu weiteren interessanten Fragen bezüglich der Big4 und der Finanzmarktkrise.

Na, dann wünsch ich frohes Schaffen in Berlin und bin auf die Antworten sehr gespannt!

Übrigens: So etwas hat der Berufsstand bis heute auch noch nicht erlebt!

15.09.2014
Ein schlechter Tag für den Berufsstand

Wer glaubte, dass die Wahlrechtsänderung 2013 dafür sorgen würde, dass alle Gruppen künftig an der berufspolitischen Willensbildung teilnehmen werden, wurde eines Besseren belehrt!

Prof. Herzig bedankt sich brav und das IDW läßt die Presse vermelden, dass nun alle Gruppen des Berufsstandes in der WPK vertreten sind.

Big4 und das IDW haben "schwache Kandidaten/innen" durchgewinkt um nun die Abschlussprüferreform in ihrem Sinne ungestört zu vollenden.

Transparenz und kritische Diskussionen sind künftig unerwünscht! - alles Klar?

10.09.2014
Wahlanfechtung immer noch möglich

Die Anfechtung der Beiratswahl 2014 ist noch bis zum 03. Oktober 2014 möglich - einen Monat nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses in den WPK Mitteilungen 3/2014.

Dies sollte auch den "Superstrategen" der Big4 und des IDW bei der Vorstandswahlen am morgigen Donnerstag bewusst sein!?

Vielleicht sollte man sicherheitshalber Prof. Herzig nochmals konsultieren, wie das mit "seiner" Liste damals so gelaufen ist? Oder auch nochmals klären, wie beispielsweise das sensationelle Ergebnis der KPMG-Liste zustande kam?

Ich wünsche allen Beteiligten eine gute Hand und entsprechendes Verantwortungsbewusstsein.

10.09.2014
Heftige Reaktionen im Berufsstand

Meine Berichterstattung unter "Aktuelles" zieht immer weitere Kreise und führt zu überaus heftigen Reaktionen im Berufsstand.

Viele Kollegen/innen sind empört über die "schwache Berufsaufsicht" und befürchten nun eine völlig einseitige Umsetzung der anstehenden Reformen und eine weitere Bereinigung des Prüfermarktes.

Arrogantes und borniertes Verhalten von IDW und der WPK kann nur zu einer weiteren Eskalation führen. Die Beteiligten scheinen aber hierbei das "enorme Frustpotential" bei den Big4, dem IDW und in der Kammer zu unterschätzen.

So, dann gibt es noch meinen Tipp für die morgige Präsidentenwahl: Gerhard Ziegler.

Übrigens waren meine letzten Tipps immer richtig.

09.09.2014
Die Big4 gehen auf´s Ganze!

Glaubte man, dass Big4 und das IDW ("Herzig-Liste") den Ausgang der Beiratswahl 2014 als Wählerauftrag verstanden haben und bereit sind § 8 III der Satzung der WPK bei der Besetzung des Vorstandes zu beachten, so wurde man am gestrigen Tage schnell eines Besseren belehrt!

Die Vertreter der Big4 (Prof. Schruff, Prof. Pfitzer u.a.) und der "Herzig-Liste" (Gerhard Ziegler) haben, wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, auf dem informellen Treffen am gestrigen Tage bei der Rechtsaufsicht (BMWi) klar zu erkennen gegeben, dass man wp.net-Vertreter nicht in den Vorstand der WPK wählen wird!

wp.net hat mit großem Abstand die meisten Stimmen erhalten! Dieser klare Wählerauftrag  interessiert das IDW und die Big4 überhaupt nicht. An einem demokratischen Neuanfang ist man offensichtlich nicht interessiert und riskiert weitere Unruhe im Berufsstand.

Es scheint eine spannende Legislaturperiode zu werden! Warten wir gespannt auf das Ergebnis der konstituierenden Sitzung am Donnerstag.

02.09.2014
"Persilscheine" des BMWi?

Immer wenn es bei aufgedeckten Unregelmäßigkeiten "eng" wird für WPK, IDW und APAK ist es von Vorteil, dass man in Berlin gut vernetzt ist.

Dies bedeutet, dass man selbst flugs an die Rechtsaufsicht (BMWi) herantritt und sich einen "Persilschein" für geübte Handhabungen, Gesetzesauslegungen etc. geben läßt.

Sind die APAK-Vergütungen in der Kritik, helfen schnell IDW und WPK mit "Pressemitteilungen", die dann noch schnell an die Presse durchgereicht werden, und das BMWi ist auch nicht zögerlich und teilt gleich einmal mit, dass alles "o.k." sei!? Aktiviert die WPK einen Spartenverlust als "sonstiger Vermögensgegenstand", so glauben 27 Beiratsmitglieder, dass dies "gesetzesmäßig" sei und die Rechtsaufsicht sieht keinerlei Beanstandungen.

Schauen wir doch einmal, wer sich wann einen "Persilschein" beim BMWi geholt hat, damit die APAK-Zahlungen trotz meiner Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin schön weiter gezahlt werden!?

22.08.2014
Komische Stimmungslage in der Kammer

Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen und die Aufdeckungen durch PR1MUS zeigen doch überraschende Reaktionen bei WPK, APAK, IDW und dem BMWi.

Hetze gegen wp.net und PR1MUS durch Repräsentanten des Berufstandes und gezielte verunglimpfende Pressearbeit, Untätigkeit unserer Vorstände und Rechtsaufsicht gegen überhöhte APAK-Zahlungen und die Feststellung "manipulierter" Jahresabschlüsse sind sicherlich keine vertrauensbildenden Maßnahmen, um wieder Ruhe im Berufstand einkehren zu lassen.

In Berlin und Düsseldorf sollte man vielmehr einmal darüber nachdenken, wieviel Frustpotential man im Berufsstand und bei den Angestellten der WPK in den letzten Jahrzehnten geschaffen hat. Durch die jetzt aufgedeckten Machenschaften unserer Repräsentanten und Aufseher entlädt sich dieses Frustpotential - eine ganz normale Reaktion!

Für Heuchelei, Selbstbeweihräucherung und Intransparenz gibt es hier keinen Platz mehr!

Anstatt über ihre Organhaftung nachzudenken, fordern Vorstände untereinander jetzt gar eine "Aufarbeitung des Kammer-Leak". Das klingt wie ein Hilferuf: "Gebt uns die alten Zeiten zurück!"

Typische Erscheinung in der Postdemokratie: Der Überbringer schlechter Nachrichten (PR1MUS) ist der Täter, nicht die Handelnden!?

15.08.2014
Spaltung des Berufsstands?

Prof. Dr. Hansrudi Lenz untersucht in der KoR 6/2014 (S. 313 ff.) die Marktstrukturen und Institutionen (IDW + WPK) des Berufsstands hinsichtlich einer Spaltung in Big4 & Co. und kleinere bzw. mittelgroße Kanzleien.

Er kommt hierbei u.a. zu dem Ergebnis, dass die Strukturen des Marktes auch deutlich die Machtverhältnisse innerhalb des IDW (und der WPK) beeinflussen.

Nach seinen Berechnungen wird das IDW zu ca. 57% von den Big4 finanziert. Dies liegt an den umsatzabhängigen Beiträgen der IDW-Mitglieder und wird hier erstmals "wissenschaftlich" belegt.

Kennen Sie den Spruch: "Wer die Musik bezahlt bestimmt auch was gespielt wird!" ...

11.08.2014
Das IDW und das EDITORIAL

Offensichtlich scheint das IDW momentan ein massives Mitteilungsproblem zu haben.

Zunächst kam das Editorial im Heft 8/14 der Vereinszeitschrift des IDW (FN), welches im Überschwank der Freude nach Ausgang der Beiratswahl geschrieben wurde. Im Rückenwind der Big4 ist dies eine unzulässige Einmischung in die künftige Arbeit der Kammer und der Versuch einer Reglementierung.

Die Beiratsmitglieder und künftigen Vorstandsmitglieder sind unabhängig und eigenverantwortlich. Es bedarf keinerlei Vorgaben durch das IDW!

Im Editorial des Heftes 15/2014 der WPg rückt Dr. Haußer (Audit Partner der KPMG) unter der Überschrift "Tempora mutantur" die "Bedeutung" der IDW-Imagekampagne ins rechte Licht. Dort resümiert er u.a.:

..."Auch Wirtschaftsprüfer haben Nachwuchssorgen".

..."Aufmerksamkeit bei jungen Menschen zu erreichen ist ... eine echte Herausforderung".

Nach Insiderinformationen soll die Kampagne, die noch bis 2017 läuft, insgesamt 9 Mio. € kosten und wird von den IDW-Mitgliedern durch Sonderumlagen finanziert!

Qualifizierte junge Menschen stellen heute nicht nur die Frage "welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag Wirtschaftsprüfer (in Zeiten des ausufernden Finanzkapitalismus) noch leisten können.

Junge Menschen suchen zunehmend "sinnstiftende Tätigkeiten". Um dies für den Berufsstand zu vermitteln bedarf es erst einmal einer grundlegenden Transparenz, die dem Berufsstand offensichtlich fehlt und wohl auch nicht gewünscht ist!

23.07.2014
In Vorfreude - das "Editorial" des IDW in seiner nächsten Vereinszeitschrift

Es wird die Meinung vertreten, dass die Mehrheit für die Big4 und die Herzig-Liste bei der Beiratswahl 2014 durch "Wählertäuschung" und  Koalitionsabsprachen zustandekam - dies nehmen wir zur Kenntnis!

Prof. Naumann (IDW) "beflügelte" das Wahlergebnis offensichtlich so, dass er uns unter IDW-Aktuell am 18.7.2014 gleich das Editorial seiner Vereinszeitschrift (FN) für die August-Ausgabe vorstellt.

Bei genauerer Betrachtung ist dieses "Editorial" wohl eher eine Unverschämtheit und Geringschätzung des Berufsstandes.

Man habe an der Diskussion der letzten Monate nicht teilgenommen, da das "Niveau unwürdig und unangemessen" war!? ..."alle Befürchtungen wurden übertroffen" ...- so liest man.

Gleich werden der WPK auch konkrete Vorgaben für ihre Arbeit gemacht: "Die Gremien der WPK müssen ..." oder  "Wir haben ...  konkrete Massnahmen entwickelt: ..."

Möchte da vielleicht jemand insgeheim lieber Präsident der WPK sein?

Um es deutlich zu sagen:

Die WPK ist keine Lobbyvereinigung der Big4! Das IDW sollte sich aus der aktiven Kammerarbeit heraushalten - der Berufsstand findet schon seinen Weg!

Die miese Stimmung der letzten Monate wurde sicher durch gezielte Pressearbeit vom IDW (mit)insziniert und hat sich ja wohl beim Wahlergebnis der Herzig-Liste gut ausgezahlt!