Aktuelles

09.09.2014
Die Big4 gehen auf´s Ganze!

Glaubte man, dass Big4 und das IDW ("Herzig-Liste") den Ausgang der Beiratswahl 2014 als Wählerauftrag verstanden haben und bereit sind § 8 III der Satzung der WPK bei der Besetzung des Vorstandes zu beachten, so wurde man am gestrigen Tage schnell eines Besseren belehrt!

Die Vertreter der Big4 (Prof. Schruff, Prof. Pfitzer u.a.) und der "Herzig-Liste" (Gerhard Ziegler) haben, wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, auf dem informellen Treffen am gestrigen Tage bei der Rechtsaufsicht (BMWi) klar zu erkennen gegeben, dass man wp.net-Vertreter nicht in den Vorstand der WPK wählen wird!

wp.net hat mit großem Abstand die meisten Stimmen erhalten! Dieser klare Wählerauftrag  interessiert das IDW und die Big4 überhaupt nicht. An einem demokratischen Neuanfang ist man offensichtlich nicht interessiert und riskiert weitere Unruhe im Berufsstand.

Es scheint eine spannende Legislaturperiode zu werden! Warten wir gespannt auf das Ergebnis der konstituierenden Sitzung am Donnerstag.

02.09.2014
"Persilscheine" des BMWi?

Immer wenn es bei aufgedeckten Unregelmäßigkeiten "eng" wird für WPK, IDW und APAK ist es von Vorteil, dass man in Berlin gut vernetzt ist.

Dies bedeutet, dass man selbst flugs an die Rechtsaufsicht (BMWi) herantritt und sich einen "Persilschein" für geübte Handhabungen, Gesetzesauslegungen etc. geben läßt.

Sind die APAK-Vergütungen in der Kritik, helfen schnell IDW und WPK mit "Pressemitteilungen", die dann noch schnell an die Presse durchgereicht werden, und das BMWi ist auch nicht zögerlich und teilt gleich einmal mit, dass alles "o.k." sei!? Aktiviert die WPK einen Spartenverlust als "sonstiger Vermögensgegenstand", so glauben 27 Beiratsmitglieder, dass dies "gesetzesmäßig" sei und die Rechtsaufsicht sieht keinerlei Beanstandungen.

Schauen wir doch einmal, wer sich wann einen "Persilschein" beim BMWi geholt hat, damit die APAK-Zahlungen trotz meiner Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin schön weiter gezahlt werden!?

22.08.2014
Komische Stimmungslage in der Kammer

Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen und die Aufdeckungen durch PR1MUS zeigen doch überraschende Reaktionen bei WPK, APAK, IDW und dem BMWi.

Hetze gegen wp.net und PR1MUS durch Repräsentanten des Berufstandes und gezielte verunglimpfende Pressearbeit, Untätigkeit unserer Vorstände und Rechtsaufsicht gegen überhöhte APAK-Zahlungen und die Feststellung "manipulierter" Jahresabschlüsse sind sicherlich keine vertrauensbildenden Maßnahmen, um wieder Ruhe im Berufstand einkehren zu lassen.

In Berlin und Düsseldorf sollte man vielmehr einmal darüber nachdenken, wieviel Frustpotential man im Berufsstand und bei den Angestellten der WPK in den letzten Jahrzehnten geschaffen hat. Durch die jetzt aufgedeckten Machenschaften unserer Repräsentanten und Aufseher entlädt sich dieses Frustpotential - eine ganz normale Reaktion!

Für Heuchelei, Selbstbeweihräucherung und Intransparenz gibt es hier keinen Platz mehr!

Anstatt über ihre Organhaftung nachzudenken, fordern Vorstände untereinander jetzt gar eine "Aufarbeitung des Kammer-Leak". Das klingt wie ein Hilferuf: "Gebt uns die alten Zeiten zurück!"

Typische Erscheinung in der Postdemokratie: Der Überbringer schlechter Nachrichten (PR1MUS) ist der Täter, nicht die Handelnden!?

15.08.2014
Spaltung des Berufsstands?

Prof. Dr. Hansrudi Lenz untersucht in der KoR 6/2014 (S. 313 ff.) die Marktstrukturen und Institutionen (IDW + WPK) des Berufsstands hinsichtlich einer Spaltung in Big4 & Co. und kleinere bzw. mittelgroße Kanzleien.

Er kommt hierbei u.a. zu dem Ergebnis, dass die Strukturen des Marktes auch deutlich die Machtverhältnisse innerhalb des IDW (und der WPK) beeinflussen.

Nach seinen Berechnungen wird das IDW zu ca. 57% von den Big4 finanziert. Dies liegt an den umsatzabhängigen Beiträgen der IDW-Mitglieder und wird hier erstmals "wissenschaftlich" belegt.

Kennen Sie den Spruch: "Wer die Musik bezahlt bestimmt auch was gespielt wird!" ...

11.08.2014
Das IDW und das EDITORIAL

Offensichtlich scheint das IDW momentan ein massives Mitteilungsproblem zu haben.

Zunächst kam das Editorial im Heft 8/14 der Vereinszeitschrift des IDW (FN), welches im Überschwank der Freude nach Ausgang der Beiratswahl geschrieben wurde. Im Rückenwind der Big4 ist dies eine unzulässige Einmischung in die künftige Arbeit der Kammer und der Versuch einer Reglementierung.

Die Beiratsmitglieder und künftigen Vorstandsmitglieder sind unabhängig und eigenverantwortlich. Es bedarf keinerlei Vorgaben durch das IDW!

Im Editorial des Heftes 15/2014 der WPg rückt Dr. Haußer (Audit Partner der KPMG) unter der Überschrift "Tempora mutantur" die "Bedeutung" der IDW-Imagekampagne ins rechte Licht. Dort resümiert er u.a.:

..."Auch Wirtschaftsprüfer haben Nachwuchssorgen".

..."Aufmerksamkeit bei jungen Menschen zu erreichen ist ... eine echte Herausforderung".

Nach Insiderinformationen soll die Kampagne, die noch bis 2017 läuft, insgesamt 9 Mio. € kosten und wird von den IDW-Mitgliedern durch Sonderumlagen finanziert!

Qualifizierte junge Menschen stellen heute nicht nur die Frage "welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag Wirtschaftsprüfer (in Zeiten des ausufernden Finanzkapitalismus) noch leisten können.

Junge Menschen suchen zunehmend "sinnstiftende Tätigkeiten". Um dies für den Berufsstand zu vermitteln bedarf es erst einmal einer grundlegenden Transparenz, die dem Berufsstand offensichtlich fehlt und wohl auch nicht gewünscht ist!

23.07.2014
In Vorfreude - das "Editorial" des IDW in seiner nächsten Vereinszeitschrift

Es wird die Meinung vertreten, dass die Mehrheit für die Big4 und die Herzig-Liste bei der Beiratswahl 2014 durch "Wählertäuschung" und  Koalitionsabsprachen zustandekam - dies nehmen wir zur Kenntnis!

Prof. Naumann (IDW) "beflügelte" das Wahlergebnis offensichtlich so, dass er uns unter IDW-Aktuell am 18.7.2014 gleich das Editorial seiner Vereinszeitschrift (FN) für die August-Ausgabe vorstellt.

Bei genauerer Betrachtung ist dieses "Editorial" wohl eher eine Unverschämtheit und Geringschätzung des Berufsstandes.

Man habe an der Diskussion der letzten Monate nicht teilgenommen, da das "Niveau unwürdig und unangemessen" war!? ..."alle Befürchtungen wurden übertroffen" ...- so liest man.

Gleich werden der WPK auch konkrete Vorgaben für ihre Arbeit gemacht: "Die Gremien der WPK müssen ..." oder  "Wir haben ...  konkrete Massnahmen entwickelt: ..."

Möchte da vielleicht jemand insgeheim lieber Präsident der WPK sein?

Um es deutlich zu sagen:

Die WPK ist keine Lobbyvereinigung der Big4! Das IDW sollte sich aus der aktiven Kammerarbeit heraushalten - der Berufsstand findet schon seinen Weg!

Die miese Stimmung der letzten Monate wurde sicher durch gezielte Pressearbeit vom IDW (mit)insziniert und hat sich ja wohl beim Wahlergebnis der Herzig-Liste gut ausgezahlt!

24.06.2014
IDW und Big4 wollen das Formeltestat abschaffen - ein Marketingtrick!

Die Big4 müssen ihr angeschlagenes Image aufgrund der Finanzmarktkrise aufpolieren und wollen anstelle von "Formeltestaten" künftig "Individualtestate" erteilen. Man gibt vor, dass hierdurch die "Erwartungslücke" geschlossen werden und Transparenz hergestellt werden kann. - Zunächst soll dies nur für § 319a-Mandate gelten.

Dieses Projekt "Auditors Reporting" des IAASB wurde im Rekordtempo auf den Weg gebracht und wird mit großer Vehemenz von der deutschen Vertreterin, Frau Prof. Dr. A. Köhler, - mit Unterstüzuung der Big4 und des IDW - propagiert. Übrigens ist Frau Prof. Köhler in diesem Newsletter keine Unbekannte!

Hintergrund ist, dass sich die Big4 zulasten des Mittelstandes als (alleinige) "Markenprüfer" etablieren wollen. Es würde ein "Testatmarketing" der Prüfungsgesellschaften entstehen.

Ziel soll es letztlich sein auch den (deutschen) Prüfungsbericht abzuschaffen und die Prüfung mittelgroßer Mandanten zur Disposition zu stellen.

Dieser "IFAC-Wahnsinn" muss alsbald durch aktive mittelständische Berufspolitik beendet werden, zumal die EU bereits an einem eigenen Projekt sitzt.

Auch aus diesem Grunde ist die "Herzig-Liste" nicht wählbar! wp.net muss den "IFAC-Wahnsinn" stoppen!

22.05.2014
Anstatt Zunkunftsstrategie nur eine Zustandsbeschreibung

Naiver geht´s nimmer! - Nachwuchsgewinnung und -föderung als zentrales Thema!? - damit beglückte uns gestern die Initiative Gemeinsam für ALLE - Herzig-Liste mit einem Wahlaufruf.

Rückläufige Kandidatenzahlen im WP-Examen, demographischer Wandel, Wettbewerb um Talente ... - alles schon seit Jahren bekannt! Und ? -

Das IDW plakatiert ICE-Bahnhöfe, läßt Bürogolfturniere spielen und startet eine millionenschwere Imagekampagne zu der wir nie befragt wurden.

Wo sind die konstruktiven Vorschläge für die Zukunft? - NICHTS!

Wissen die Kollegen auf der "Friede, Freude, Eierkuchenliste" nicht, dass die Big4 sich ein Belegungsrecht von 90% an den Universitäten im Rahmen der Audit Xcellence Initiative  "gekauft" haben? Dort werden künftig die WP´s nach Bedarf "gebacken"!

Herr Prof. Herzig saß über ein Jahrzehnt im Aufsichtsrat von PwC und hätte etwas gegen die Auslagerung von Standard-Prüfungshandlungen ins Ausland machen können - warum hat er NICHTS unternommen?

17.05.2014
Das IDW und sein Wahlaufruf für die "Trojaner-Liste"!

Das IDW ruft in seiner Vereinszeitschrift (FN Nr. 5/2014, S. 305) alle IDW-Mitglieder zur Stimmabgabe für die "Herzig-Liste" auf.

Es geht um die Liste des "ehemaligen und langjährigen PwC-Aufsichtsratsmitgliedes Herzig", der selbst garnicht antritt. Mit seinem hervorragenden fachlichen Ruf erweist er dem IDW und den Big4 jedoch eine merkwürdige Gefälligkeit!

Das IDW hat erneut bewiesen, dass es lediglich die Interessen der Big4 vertritt und seine neutrale Position im Wahlkampf satzungswidrig verläßt!

Die "Herzig-Liste" ist die vom IDW gesteuerte "Trojaner-Liste" auf der Sie sowohl hochrangig vernetzte IDW-Organmitglieder, ehemalige PwC-Senior-Manager und am Prüfungswesen nicht interessierte Steuerberater/WP´s finden.

Dies sind gerade NICHT die Vertreter kleiner und mittelgroßer Kanzleien, die die weitere Marktbereinigung der Big4 verhindern werden!

16.05.2014
Golf-Finale des Berufsnachwuchses im IDW-Haus

Gestern war es endlich soweit! - Finale der bundesweiten Bürogolfmeisterschaft, die bereits seit Monaten über 7 Qualifikationsturniere läuft und Teil der millionenschweren Imagekampgne der IDW ist. Finanziert übrigens mit einer Sonderumlage auf die Mitgliedsbeiträge von allen IDW-Mitgliedern.

Auf Fluren, in Arbeitsräumen und Besprechungszimmern - überall wurde gegolft. Dem Berufsnachwuchs sollte einmal gezeigt werden, was Wirtschaftsprüfer so in ihren Büros tagsüber machen.

Nach zwei Stunden stand der Gewinner fest: der Paderborner Schüler Philipp-Niklas Rumpf.

Wir haben uns alle sehr gefreut! - Nachdem Paderborn nun auch noch in die 1. Bundesliga aufgestiegen ist freut Philipp-Niklas sich noch mehr!