Aktuelles

19.08.2014
EY und das uneingeschränkte Testat

Die BaFin hat festgestellt, dass der Konzernabschluss der SGL Carbon SE zum 31.12.2011 in erheblichem Umfang fehlerhaft ist. Dies geht aus einer aktuellen "Korrekturnachricht" der Gesellschaft hervor.

Umsatzerlöse und damit das Ergbnis wurden um 29,9 Mio.€ zu hoch ausgewiesen (Vorfakturierung) und Geschäftswerte wurden im Umfang von 72,5 Mio.€ nicht wertberichtigt.

Dies führt insgesamt zu Ergebniskorrekturen von über 100 Mio.€, was bei einem Konzernergebnis (vor Korrekturen) in Höhe von 73,2 Mio.€ sicherlich von "materiality" sein dürfte.

Der Konzernabschluss 2011 wurde von EY geprüft (Honorar 0,8 Mio.€) und am 29.02.2012 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk testiert.

Liegt es etwa an der Höhe des Honorars? Vielleicht hört die WPK bei EY mal nach!?

Dann noch viel "Spaß" bei den umfangreichen Änderungen.

Eine Frage hab ich noch: Wer zahlt das eigentlich?

19.08.2014
PwC muss 25 Mio. USD Strafe zahlen

PwC hat eingewilligt wegen eines geschönten Kunden-Geschäftsberichts eine Strafe in Höhe von 25 Mio. USD an den US-Bundesstaat New York zu zahlen. Der örtlichen PwC-Niederlassung wird darüber hinaus für 2 Jahre untersagt, bestimmte Beratungen mit Finanzinstituten abzuschließen.

PwC-Berater haben einer Bank geholfen, Namen von iranischen Kunden zu verschleiern sowie weitere Informationen über Geschäfte der Bank zu verfälschen, die gegen US-Sanktionen verstossen haben.

Deloitte musste 2013 wegen ähnlicher Delikte bereits 10 Mio. USD zahlen und erhielt eine "Geschäftssperre" von 1 Jahr!

Na, dann weiterhin "gute Geschäfte"!

17.07.2014
Lukrative Pleite der Stadtwerke Gera

Bereits im Frühjahr 2013 brannte es lichterloh im Stadtwerke-Konzern der Stadt Gera.

Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung sollten drei Gesellschaften Angebote für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes nach S6 abgeben. Doch wegen "Zeit im Verzug" vergibt  der eingesetzte Interimschef den Auftrag direkt an die Kollegen/innen von Ernst&Young (E&Y), die für 170.000 € binnen sieben Wochen ein Konzept vorlegen wollten.

Aus "Sicherheitsgründen" rechnete E&Y die Honorare wöchentlich ab.

Eine "Zusatzklausel" wird dem Auftraggeber allerdings zum Verhängnis, die vorsieht, dass "gewünschte Erweiterungen" gesondert abgerechnet werden.

Bis heute greifen die "schöpferischen Vorschläge" von E&Y, die ein Einsparpotential von 4,3 Mio.€ vorgerechnet hatten, nicht. Insider halten die Vorschläge für "völlig unbrauchbar"!

Mehrere Aufsichtsräte haben zwischenzeitlich Strafanzeige wegen Beihilfe zur Untreue erstattet.

Abgerechnet hat E&Y bis heute 1,01 Mio. €, wobei für die "Unterstützung des Vorstandes" allein 520.000 € abgerechnet wurden. Alle Reisezeiten rechnete E&Y zum vollen Stundensatz ab.

Der in zwei Zusatz-Verträgen vereinbarte Stundensatz in Höhe von 2.000 € wurde jedoch von E&Y nicht abgerechnet, da man sich darauf "einigte", dass dies ein Schreibfehler sei und man hierunter den Tagessatz "verstehe" :-)  Kann ja mal passieren!?

Übrigens war die Auskunft von E&Y gegenüber Journalisten, dass man sich zur Sache wegen Verschwiegenheit nicht äußern dürfe, kostenfrei!

07.07.2014
Der Bilanzverlust 2013 der ein Bilanzgewinn ist!

Die Bilanzierung von Ergebnisverwendung gehört schon zu den schwierigeren Fachfragen der Bilanzierung.

Der allen WPK-Mitgliedern zugesandte Jahresabschluss 2013 ist offensichtlich falsch (Die WPK 2013, Seite 45).

Der dort ausgewiesenen Bilanzverlust ist wohl ein Bilanzgewinn!

Das gilt auch dann, wenn ich auf der Alm bereits 3 Marillenschnäpse getrunken habe.

Ich hoffe nur, dass dieser Jahresabschluss 2013 nicht der ist, den der Beirat der WPK in seiner letzten Sitzung festgestellt hat!?

Aber vielleicht sollte die WPK mit der Änderung des Jahresabschlusses 2013 noch solange warten, bis geklärt ist, ob der Jahresabschluss wegen "Bilanzmanipulationen" nicht ohnehin gesetzwidrig ist (§ 256 AktG analog).

PR1MUS wird diese Frage klären lassen!

06.06.2014
Anhörung vor dem LG Düsseldorf i.S. Bilanzskandal

Das Urteil wird am 18.06.2014 vom Landgericht Düsseldorf verkündet. Wir werden dann über das Spruchergebnis unverzüglich berichten.

Wir sind mit der gestrigen Anhörung sehr zufrieden.

04.06.2014
Die WPK wird vom LG Düsseldorf angehört

Am morgigen Donnerstag um 11.30 Uhr muss die WPK beim LG Düsseldorf im Rahmen einer Anhörung die "Bilanzmanipulation" im Jahresabschluss 2013 durch Vorlage von Unterlagen erläutern.

Die WPK hatte einen Spartenverlust der APAK in Höhe von 583.091,25 € als Vermögensgegenstand aktiviert und damit diesen Verlust "ausgebucht"!

Der Abschlussprüfer hatte gleichwohl uneingeschränkt testiert und der Beirat hatte mit Mehrheit (27:20) den Jahresabschluss als rechtswirksam festgestellt.

Ich werde Sie über die morgige Anhörung informieren!

24.05.2014
WPK muss den "Bilanzskandal" jetzt vor Gericht erklären

APAK und WPK sind offensichtlich im "Abmahnwahn" und versuchen jedwede kritische Berichterstattung durch Beantragung  "einstweiliger Verfügungen" bei den Gerichten kostenpflichtig untersagen zu lassen.

Bezüglich der "Bilanztrickserei" von WPK und APAK mit der sensationellen Aktivierung des Spartenverlusts der APAK von 583.091,25 € als sonstiger Vermögensgegnstand (vgl. AKTUELLES vom 8./12./17.05) hat die WPK beim Landgericht im Düsseldorf im Rundumschlag gegen beide PR1MUS-Gesellschaften und gegen drei Geschäftsführer ein "einstweiliges Verfügungsverfahren" angestrengt.

Offensichtlich kam aber auch dem Vorsitzenden Richter der Buchungssatz "komisch" vor, denn er hat die Parteien auf den 03.06.2014 ins Landgericht geladen und der WPK aufgegeben

".. zum Buchungssatz ... vorzutragen bzw. die Buchungsunterlagen, die sich mit diesem Betrag befassen, vorzulegen."

Ich bin gespannt auf die fachlichen Ausführungen hochrangiger Vertreter unserer Berufskammer!

12.05.2014
Die APAK und der Bilanzskandal der Kammer

Mit dem Ausweis des Spartenfehlbetrags der APAK von 583.091,25 € als sonstiger Vermögensgegenstand beseitigt der Vorstand der WPK bei der Aufstellung des Jahresabschlusses 2013 einen "Spartenfehlbetrag" der APAK im Handstreich.

Die umlagenfinanzierten Sonderuntersuchungen der APAK bei § 319a-HGB-Mandanten führten - wieder mal - zu einem erheblichen Verlust. Die von der APAK berechneten Umlagen decken bei weitem nicht die Aufwendungen.

Nun hat man diesen "Spartenverlust" einfach weggebucht. Ein klarer Verstoß gegen das Realisationsprinzip und eine dreiste Bilanzmanipulation. Oder haben die Vorstände den Buchungssatz selber nicht verstanden!? Wer kam denn auf diese Idee?

Kein Wunder, dass zwei Mitglieder des Haushaltsausschusses diese unverantwortliche "Bilanztrickserei" nicht verantworten wollten und die Rechtsaufsicht (BMWi) informiert haben. Es ist wohl auch nicht damit zu rechnen, dass der Beirat der WPK den Jahresabschluss 2013 am Donnerstag feststellen wird!

So macht man Skandalgeschichte!

Ergebnis ist, dass der Kammerpräsident am Muttertag viele, viele Emails schreiben mußte und es nicht schafft, diesen Buchungssatz zu erklären. - Geht auch nicht!

11.05.2014
Die Verantwortlichen für den APAK-Finanzskandal

Wenn auch die moralische Verantwortung für die überhöhten "Aufwandsentschädigungen" bei Dr. h.c. Spindler und Prof. Marten liegen, so tragen jedoch das BMWi und die WPK-Vorstände die juristische Verantwortung.

Es geht um Untreue und Staatshaftung für den Teil der Vergütung, der seit 2005 das Ausmaß der "Ehrenamtlichkeit" übersteigt!

Dies belegt ein in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten!

Deshalb der klammheimliche "Reparaturversuch" des BMWi auf seiner Homepage.

Die APAK-Mitglieder trifft jedoch nicht nur die moralische Verantwortung. - Sie wissen seit Monaten bereits, dass sie die WPK ungesetzlich und übermäßig abkassieren (lassen)!

05.05.2014
APAK läßt jetzt kassieren!

Dr. h.c. Spindler, Prof. Marten & Co. werden weiterhin exorbitante "Aufwandsentschädigungen" für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der APAK bekommen.

Doch nachdem man sich durch Aufdeckung des APAK-Finanzskandals "die Finger verbrannt hatte", läßt man ab 01.01.2014 ein Berliner Anwaltsbüro treuhänderisch kassieren. Die Kanzlei Probandt (Rechtsanwälte und Notare) übernimmt den Dienst nach einem von der APAK genau festgelegten "Verfahrensablauf", der PR1MUS vorliegt.

Sekretär RA Volkmann läßt unsere Kammer mit Schreiben vom 20.02.2014 wissen, dass man " ...bis Ende kommender Woche zunächst 50.000 Euro ... (für) bis heute aufgelaufene Abrechnungen zu überweisen hat."

Süffisant mein man in dem Schreiben: "Dieses Konto müsste nun von der WPK mit regelmäßigen Abschlagzahlungen bedient werden."

Danke! - dann wissen wir jetzt Bescheid!