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WP Watch

NR. 86 - MÄRZ 2021

 
1. Es stimmt mich nachdenklich!
2. Rödl wird Wirecard-Sonderermittler
3. EY - Scheitern mit Ansage!
4. EY - Der Graf mobilisiert eine Rentnerband
5. Ex-Politiker als Lobbyisten der Big4
6. EY ohne fachliche Expertise im Finanzsektor?
7. Wo bleiben die weiteren Rücktritte?
8. Der nächste Bankenskandal - diesmal mit Ebner Stolz?
9. FISG - und alles wird (nicht) wieder gut?
10. PwC - die können einfach alles!!!
11. BDO bricht das Big4-Oligopol der DAX-30-Prüfer
12. Wann kommt endlich das Diesel-Gate-Gutachten von Kleeberg?
13. PwC - Wie der Bock zum Gärtner gemacht wird!
14. Eine gute Zeit für Sie!!

Es stimmt mich nachdenklich!

 

Es sind schon bewegte Zeiten, in denen wir leben. Damit meine ich nicht nur CORONA, sondern vielmehr das Aufgeschrecktsein unseres ganzen Berufsstandes, kopflose Hyperaktivität des IDW und eine überforderte und hypnotisierte Berufskammer.

Von der Politik und der Rechtsaufsicht des BMWi ganz zu schweigen.

Dies alles ist schon symptomatisch, wenn nicht gar entlarvend und darf nicht unkommentiert bleiben!

   
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Rödl wird Wirecard-Sonderermittler

 

Die Obleute des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zur Aufarbeitung des Wirecard Bilanzskandals haben am 03.02.2021 zur Auswertung der von EY vorgelegten Prüfungsdokumente Sonderermittler beauftragt. Deren Aufgabe wird es in den nächsten Wochen sein, Zehntausende von (elektronischen) Dokumenten aus den Jahren 2014 bis 2020 zu sichten. Es steht der Verdacht im Raum, dass EY die Abschlussprüfungen nicht ordnungsgemäß durchgeführt hat und deshalb den großangelegten Betrug nicht bemerkt hatte. Die beauftragten vier Berufsvertreter ("Experten") stammen allesamt aus dem Hause Rödl.

Über die ehrenwerte Nr. 5 des deutschen Prüfermarktes und den berufsfremden Quasi-Alleininhaber wurden an dieser Stelle bereits zahlreiche skandalöse Enthüllungen veröffentlicht.

Zu Sonderermittlern wurden folgende Berufsträger bestimmt:

  • WP/StB Martin Wambach, Köln, Geschäftsführender Partner im Hause Rödl, seit 2019 Mitglied im Vorstand des Lobbyvereins IDW,
  • Jan Henning Storbeck, Berlin,
  • Felix Haendel, München, und 
  • Stefan Mattner, Berlin.

Lässt man diese Besetzung des "Expertenteams" einmal auf sich wirken, so stellen sich alsbald einige interessante Fragen. 

Ist den Obleuten des PUA nicht bekannt,

  1. dass Kollege Wambach im Vorstand des Lobbyvereins IDW e.V. mit Prof. Naumann und Prof. Wollmert (EY) zusammenarbeitet, denen nachgesagt wird, die fehlerhafte Prüfungsdurchführung von EY vertuschen zu wollen?
  2. dass Kollege Wambach als Vorstandsmitglied des IDW e.V. nun in der Rolle eines "Sonderermittlers" die Arbeitspapiere seines zweitgrößten Beitragszahlers des IDW kritisch begutachten soll?
  3. dass Tochter Theresa Katharina des Kollegen Wambach bei EY München im Bereich Audit tätig ist, genau der EY-Niederlassung, die für die Wirecard-Prüfungen verantwortlich war? Wie sieht es denn hier mit der Besorgnis der Befangenheit und der Geheimhaltung von Berufsgeheimnissen aus?
  4. dass Kollege Felix Haendel erst seit 10 Monaten für Rödl München tätig ist und vorher bei EY München jahrelang gearbeitet hat? Wie ist das mit cooling-down und Besorgnis der Befangenheit? Ist evtl. bei ihm noch eine Rechnung mit dem alten Arbeitgeber EY offen?
  5. dass Kollege Stefan Mattner erst seit April 2020 bei Rödl im Bereich CM&AAS am Standort Berlin arbeitet und zuvor in einer "Nischen-Kanzlei" tätig war?
  6. dass "Experte" Storbeck Ende 2017 von der KPMG zu Rödl Berlin kam und zuvor bei der Deutschen Bilanzpolizei DPR tätig war. Dies ist jener privatwirtschaftliche Verein, dem die Bundesregierung wegen des Wirecard-Skandals die Zusammenarbeit gekündigt hat.
  7. dass Rödl & Partner seit Jahren die Berufsaufsicht des Berufsstandes "am Nasenring durch die Arena führt" und nach fast fünfjähriger Wartezeit es nicht geschafft hat, eine neue rechtswirksame Anerkennung als WPG zu erreichen? Rödl ist vielmehr ein völlig intransparentes "Familienversorgungswerk" in vollständiger Abhängigkeit von einem Nicht-Berufsträger!

Ist der von Rödl & Partner durchzuführende Sonderauftrag evtl. auch als Bestätigung des eingeschlagenen Kuschelkurses mit den Big4 zu verstehen? Immerhin wird die Frage der Anerkennung von Rödl/Sebalder auch von den Vertretern der Big4 in Berlin entschieden. Die Big4 Vertreter bei IDW und WPK hätten sicherlich ihre Freude, wenn nichts Relevantes in der Sonderermittlung zu Tage gefördert würde.

Kennen Sie den Spruch: Eine Hand wäscht die andere? Auch die (augenscheinliche) Aufarbeitung eines solch bedeutenden Skandals unseres Berufsstandes kann also wiederum ein Skandal sein!!!

Das Rödl-Sonderermittler-Team scheint ein bunt zusammengewürfelter Haufen zu sein. Von Spezialisten mit ausgewiesener und im Markt bekannter Fachabteilungsexpertise (Prüfungsansätze & Forensik) weit und breit keine Spur. Rödl kuschelt jetzt mit der Big4-Elite, fühlt sich schon dem Prüferhimmel nahe und hofft auf berufsrechtliche Milde in Berlin. 

Und noch ein Knaller zum Schluß:

Die Obfrau des PUA, Frau Cansel Kiziltepe (SPD) sagte vor wenigen Tagen in einem Interview:

  • „Die Obleute des Ausschusses haben sich am 03.03.2021 für die Kanzlei Rödl entschieden ... Auf Grund der Eile konnte vorab nicht die Unabhängigkeit gegenüber den Big4 vollumfänglich geklärt werden. Es wurde jedoch darauf bestanden, dass die Unabhängigkeit von Rödl nachgewiesen werden muss. Ich werde mir mögliche Verbindungen von dem Sonderermittlerteam und EY bzw. den Big4 genau anschauen und gegebenenfalls auch thematisieren. Es wäre jedenfalls eine verpasste Chance für die Aufklärung, wenn sich die benannten Sonderermittler als befangen erweisen.“

Tipp an die Obleute des PUA: Eine Unabhängigkeit der Rödl-Clique gibt es wohl nur in der eigenen Rödl-Traumwelt! Rödl ist wegen "Besorgnis der Befangenheit" abzulehnen. Man schaue sich nur den Rödl-Häuptling Martin Wambach einmal genauer an!

Eine Frage hab ich noch: Wer hatte Rödl eigentlich vorgeschlagen?

   
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EY - Scheitern mit Ansage!

 

Die ersten Mandatsverschiebungen im DAX aufgrund der gesetzlich eingeführten externen Rotation, neue lockere Führungskultur durch den neuen Deutschland-CEO Hubert Barth und die im Berufsstand und in der Wirtschaft als überdrüssig empfundene Großmannssucht von PwC und KPMG, begleitet von diversen Skandalen im In- und Ausland. Das war die Situation in 2015/2016, als Graf Waldersee das Zepter an seinen Nachfolger übergab, zum Angriff auf neue DAX-Mandate blies und sich in den Aufsichtsrat verabschiedete! Er gab die Losung raus, dass man binnen weniger Jahre die DAX-Mandate von drei auf (mindestens) sechs verdoppeln werde.- Und: Der Weg war frei -  für EY!

Deutsche Bank, Commerzbank, Beiersdorf, Münchener Rück, Volkswagen sowie MTU Aero Engines und ab 2021 die Deutsche Telekom u.a. - das wärs ja wohl gewesen und man hätte sich unter den Big4 überzeugend als Nr. 2 des Marktes präsentiert! 

Flankierend setzt man Prof. Dr. Peter Wollmert als Lobbyist in den IDW-Vorstand und protegiert Dr. Christian Orth - gleichzeitig Mitglied des WPK-Vorstands und obersten Qualitätssicherer im Haus EY - zum Chef-Lobbyisten. Er war es, der dann auch - zum Frust aller Mitglieder des PUA -  bei seiner Befragung eine nichtssagende Einführungsvorlesung präsentierte ("Audit for beginners"). Damit wissen die Politiker jetzt zumindest, was sie vom Berufsstand erwarten können.

Bei schnell wachsenden Organisationen stellt sich häufig die Frage, ob die Strukturen und Kontrollmechanismen, die Qualität der Prüfungsarbeit  und die qualitätssichernden Maßnahmen mit dem Wachstum Schritt halten. Dies ist bei EY offensichtlich krachend gescheitert - auch wenn IDW, WPK und Günstlinge des Berufsstandes dies gerne anders sehen und verlauten lassen. Auch EY ist dem Geschäftsmodell auf dem Leim gegangen, dass das Prüfungsgeschäft als "Türöffnergeschäft" betrieben werden kann und der Spaß am Geschäft erst bei lukrativen Beratungsaufträgen in Wirtschaft und Politik beginnt.

Prüfung ist und bleibt eben ein Amt und keine mindere Disziplin, die man in einer "Professional Service Firm" so nebenher erledigen kann.

   
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EY - Der Graf mobilisiert eine Rentnerband

 

Nach mehrtägigen Beratungen hat der AR-Vorsitzende von EY-Deutschland, Georg Graf Waldersee, Anfang Februar 2021 eine Neubesetzung der deutschen Geschäftsführung und den Rücktritt des bisherigen CEO Hubert Barth bekanntgegeben.

Der Ex-Bundesfinanzminister und früherer bayerischer Ministerpräsident Theo Waigel (81) soll nun den durch den Wirecard-Skandal in Öffentlichkeit und Politik angeschlagenen Ruf des Prüfkonzerns EY retten. Eine "unabhängige Expertenkommission" unter Waigels Vorsitz soll die Vorgänge rund um den Wirecard-Skandal aufarbeiten und die Umsetzung eines neueren hausinternen Qualitätsprogramms ("Trust in Quality"-Programms) überwachen.

Seine Stellvertreterin wird die Ex-Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (67), die seinerzeit 2016 maßgeblich an der Reform der Abschlussprüferaufsicht beteiligt war

Weiteres Mitglied im Gremium ist Dr. Hans Michael Gaul (70), der u.a. langjähriger Vorsitzender des Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat der Siemens AG war.

Das Experten-Gremium soll sich dreimal im Jahr treffen und EY "durch innovative Denkansätze bei der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und der Optimierung des Marktauftritts" beraten.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Georg Graf Waldersee, stellt abschließend fest: 

"EY ist sich des Vertrauensverlustes bewusst, der durch den Fall Wirecard entstanden ist. Es ist oberste Priorität von EY, zur Aufklärung des Falles Wirecard beizutragen und verloren gegangenes Vertrauen wieder herzustellen. Deshalb arbeitet EY intensiv an Maßnahmen und Initiativen, um das Vertrauen in die Qualität der Prüfung zu stärken."

EY hat die Kollegin Karen Leah Somes (WP/StB/CPA) als Managing Partner bei EY EUROPE LLP für den Bereich Wirtschaftsprüfung mit der Verantwortung für das umfassende "Trust in Quality"-Programm betraut. Sie ist seit mehr als 25 Jahren bei EY tätig.

Und jetzt mal Klartext:

Sie glauben doch nicht allen Ernstes, dass Waigel & Co. etwas an der Tatsache ändern können, dass sich die Big4

  • durch massive Einflussnahme in IDW, WPK und APAS selbst kontrollieren,
  • der Politik ungefragte Ratschläge geben und
  • eine dringend notwendige Berufsreform blockieren.

Es geht um Lobbyarbeit und Strippenziehen auf höchster politischer Ebene um ein hochprofitables aber krankes Geschäftsmodell der Big4 am Leben zu halten. Nichts gegen die "Rentnerband" - aber glauben die Senioren denn tatsächlich, dass sie die Prüfungsqualität steigern können, die Inspektionen der APAS bissiger und den durch die KfQK festgelegten Stichprobenumfang bei den Reviews erhöhen könnten?

Dann müsste ich Sie fragen, wovon Sie Nachts eigentlich träumen!

   
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Ex-Politiker als Lobbyisten der Big4

 

Wenn Sie sich jetzt über die "Rentnerband" aufgeregt haben, drehen Sie jetzt mal wieder runter! - Glauben Sie etwa, dass das bei den anderen Big4 anders läuft?

Im Beirat von Deloitte sitzen beispielsweise auch einige bekannte ehemalige Spitzenpolitiker

  • wie der frühere Innenminister Otto Schily (89),
  • Grünenpolitiker Rezzo Schlauch (73),
  • die Medienunternehmerin Liz Mohn (79),
  • der Aufsichtsratsvorsitzende der Otto-Group, Michael Otto (77) und als Nachwuchskraft im zarten Alter von nur 61 Jahren
  • der frühere Bundesaußen- und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Also, auch eine Rentnerband! In einem solchen Gremium kommt man also regelmäßig mal wieder "vor die Türe", kann - vor oder nach dem Mittagsschlaf -  "Strippen ziehen", die schmale Rente kräftig aufstocken und sich von den Big4 verwöhnen lassen. - Schließlich hatte man sie ja auch jahrzehntelang mit lukrativen Beraterverträgen gefüttert!

   
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EY ohne fachliche Expertise im Finanzsektor?

 

Es kommt knüppeldick für EY in Sachen Wirecard und die Sache ist wohl noch lange nicht ausgestanden.

Die BaFin teilte Anfang März mit, dass man "die Eignung des Abschlussprüfers EY im Finanzsektor" prüfe. Auf Nachfrage wurde mitgeteilt, dass man prüfe, "ob es angemessen ist, dass Ernst & Young (EY) die Bilanzen diverser Finanzkonzerne prüft".

Im Amtsdeutsch bedeutet dies: "Die BaFin untersucht derzeit, ob eine Prüfung der Abschlüsse der von ihr beaufsichtigten Unternehmen durch die Ernst & Young GmbH WPG dazu führt, dass die Erreichung des Prüfungszwecks gefährdet wird, und falls ja, ob eine Gefährdung durch bestimmte Maßnahmen seitens der Unternehmen ausgeschlossen werden kann."

Hintergrund ist hierbei auch, dass Finanzkonzerne ihre Prüfer der BaFin melden müssen und die BaFin diese auch ablehnen kann. Die "Überprüfung" durch die BaFin ist noch nicht abgeschlossen. Das Ergebnis wird mit Spannung erwartet.

Nach zahlreichen Mandatsverlusten hat EY derzeit noch das Prüfungsmandat Deutsche Bank.

Die Tochtergesellschaft DWS hatte das Mandatsverhältnis bereits gekündigt. Banken (z.B. Commerzbank), die Kredite an Wirecard ausgereicht hatten, bereiten momentan Klagen gegen EY vor.

   
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Wo bleiben die weiteren Rücktritte?

 

Olaf Scholz (SPD) möchte - unbefleckt - Kanzler werden und schickt nach langem Zögern bei der für ihn zuständigen BaFin gleich beide Führungsfiguren nach skandalösem Versagen in die Wüste. Peter Altmeier (CDU) zeigt sich darüber entrüstet, dass Deutschlands oberster Berufsaufseher Ralf Bose noch mit WIRECARD-Aktien zockte als seine APAS-Behörde bereits gegen EY und Wirecard ermittelte und beförderte ihn in den einstweiligen Ruhestand. Die Bundesregierung derweil kündigte den Vertrag mit der Deutschen Bilanzpolizei (DPR), dessen Präsident Prof. h.c. Ernst im Aufsichtsrat börsennotierter Unternehmen sitzt, die er als "oberster Polizist" kontrollieren soll. Großzügig kündigt der Prof. h.c. seinen Rücktritt schon mal für den 31.12.2021 an, dann kann man ja noch galant die Bezüge für 2021 komplett mit in den Ruhestand nehmen. - Jahrelang verdiente er jeweils mehr als 400.000 € an AR-Sitzungsgeldern p.a. als Bilanzpolizist bei den Unternehmen, die er gleichzeitig kontrollieren sollte. - Dies nennt man instinktlos und schmerzfrei!

Vielleicht hat er sich dies aber auch nur bei den Wirtschaftsprüfern abgeschaut, denn diese lassen sich ja auch von denen bezahlen, die sie mit kritischer Grundhaltung prüfen sollen!?

Zuvor war der Rücktritt des bisherigen EY-Deutschlandchefs Hubert Barth bekannt geworden. Künftig soll eine Doppelspitze aus dem Steuerrechtler Henrik Ahlers sowie dem Wirtschaftsprüfer Jean-Yves Jégourel die Geschäfte von EY in Deutschland führen. Der langjährige EY-Manager Hubert Barth werde künftig eine andere Aufgabe auf europäischer Ebene wahrnehmen, heißt es weiter.

Beobachtet man den Werdegang der Finanz- und Berufsaufsicht seit dem Supergau von Enron / Andersen & Co. in 2002, so ist dies insgesamt ein Scheitern mit Ansage: Die Big4 beeinflussen seit Jahrzehnten massiv jedwede Reform der Finanzaufsicht und des Berufsstandes. Lobbyisten in Politik, IDW und WPK sind einzig und alleine beauftragt, das Milliarden-Geschäftsmodell der Big4 zu befeuern. Gleichfalls gibt man der hilflosen Politik millionenschwere Beratung und unzulässige "Hilfe" bei der Gesetzgebung. Dreh- und Angelpunkt ist hierbei das IDW, welches als Lobbyverein par excellence diese Entwicklung zu verantworten hat! Ohne

  • einen glaubwürdigen Neuanfang beim IDW e.V.,
  • kategorischen Abgrenzung der Zuständigkeiten von WPK (Selbstverwaltung) und IDW sowie
  • einer grundlegenden Reform und Neuausrichtung des Berufsbildes

hat der Berufsstand seine systemrelevante Rolle in der Wirtschaftsordnung alsbald vollends verspielt!

   
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Der nächste Bankenskandal - diesmal mit Ebner Stolz?

 

Der Berufsstand und seine Institutionen sind noch völlig eingenommen vom milliardenschweren Wirecard-Bilanzskandal, Köpfe in Berufs- und Finanzaufsicht rollen, EY versucht sich demonstrativ neu zu erfinden und die Lobbyisten zünden eine Nebelkerze nach der anderen.

Da kommt auch schon das nächste Geschoss um die Ecke geflogen und man glaubt, dass man vom Bus gestreift wird. Die Presse schreibt:

  • Wie viel Wirecard steckt im Fall der Bremer Greensill Bank AG?
  • Der nächste Fall Wirecard? und
  • Die Wirtschaftsprüfer machen sich zur Lachnummer.

Die Akteure in diesem neuen Milliardenskandal:

  • Die BaFin schließt den Geschäftsbetrieb der Bremer Greensill Bank AG am 04.03.2021 und teilt mit, dass man "in einer forensischen Sonderprüfung festgestellt habe, dass die Bank nicht in der Lage ist, den Nachweis über die Existenz von bilanzierten Forderungen zu erbringen, die sie von der GFG Alliance Group angekauft hat." Die Finanzaufsicht stellt also das schiere Vorhandensein von Vermögenswerten infrage.
  • Der Prüfungsverband der privaten Banken hat seine 134 Mitglieder im Auge zu behalten, damit keines zu riskante Geschäfte eingeht. Die Mitglieder stehen bei einer Bankenpleite für einander ein und müssen den Bankkunden im Rahmen der Einlagensicherung ihr Geld ersetzen.
  • Der Kölner WP/StB Eberhard Kieser (69) gehörte seit 2017 zum Aufsichtsrat der Bank, sitzt auch im Aufsichtsrat der Essener National-Bank und gehörte bis 2014 ein Viertel Jahrhundert dem Vorstand des Prüfungsverbandes deutscher Banken an, der Anfang 2020 die BaFin auf massive Probleme bei der Bank hingewiesen hatte.
  • Ebner Stolz, Stuttgart, hatte den Jahresabschluss 2019 der Bank noch am 25.03.2020 uneingeschränkt testiert, obwohl bei der Finanzaufsicht die Probleme der Bank bekannt waren, und hierfür ein Honorar in Höhe von 410.000 € kassiert.

Bei genauerer Betrachtung zeigt der Greensill-Skandal ebenso wie der Wirecard-Skandal das Potential für einen abendfüllenden Krimi: 

Bereits der Vorgänger der Bank, die NordFinanz AG, wurde vom Prüferverband streng überwacht und das Geschäft von 2013 bis 2015 unter strenge Auflagen (Kuratel) gestellt. 2014 übernahm die britisch-australische Greensill-Gruppe, hinter der der australische Investmentbanker Lex Greensill steht, das Bremer Geldhaus und schoss frisches Kapital ein. Ab 2018 begann man bei der Bank dann plötzlich mit attraktiven Konditionen und über Zinsplattformen Kunden für Tages- und Festgeldanlagen anzuwerben. Schleierhaft bleibt, wie sich das Institut weitgehend unbehelligt von Aufsichtsrat, BaFin und Prüferverband mit privaten Kundeneinlagen in Milliardenhöhe vollsaugen konnte, um damit nebulöse Lieferkettenfinanzierungen zu refinanzieren. Damit wurden insbesondere Geschäfte der Muttergesellschaften in London und Australien finanziert.

In Deutschland griff Greensill ab 2019 im Segment "Reverse Factoring" richtig an und lieh Unternehmen Geld, wobei man als Sicherheiten deren Forderungen an Dritte übernahm. Insgesamt hatte Greensill 2020 rd. 143 Mrd. USD an Forderungen von mehr als 10 Mio. Kunden in 175 Ländern fakturiert und weitergeleitet.

Das Problem des Bankhauses war jedoch die Männerfreundschaft zwischen dem Kopf der indischen Unternehmerfamilie Gupta und dem umtriebigen Investmentbanker Lex Greensill. Es ging hierbei um den größten Korruptionsskandal Südafrikas mit der milliardenschweren Plünderung von Staatsbetrieben durch den seinerzeitigen Präsidenten Zuma und Familie Gupta. Abgesegnet und testiert wurde seinerzeit alles von KPMG, die nach Aufdeckung keinerlei öffentliche Aufträge mehr in Südafrika bekamen und zig Millionen an Schadenersatz zahlen mussten.

   
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FISG - und alles wird (nicht) wieder gut?

 

Da muss man schon innehalten und ziemlich naiv sein, wenn man sieht, wie sich die Lobbyvertretung des Berufsstandes (IDW e.V.) 

  • die gesetzgeberischen Konsequenzen aus dem Wirecard-Skandal (FISG), somit
  • die Aufarbeitung des Systemversagens der Finanz- und Prüferaufsicht sowie
  • das Versagen der Wirtschaftsprüfer

vorstellt.

Am 27.01.2021 haut das IDW auf seiner Website die Meldung raus:

"Das FISG schadet der Qualität der Wirtschaftsprüfung 

In seiner Stellungnahme zum Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (RegE FISG) unterstützt das IDW das verfolgte Ziel, das Vertrauen in den deutschen Finanzmarkt dauerhaft zu stärken. Allerdings greift der RegE FISG massiv in die Geschäftsmodelle der Wirtschaftsprüfer ein mit der Folge, dass die Qualität der Abschlussprüfung sinken wird.

Das IDW bemängelt vor allem die vorgeschlagene deutliche Verschärfung der Haftung des Wirtschaftsprüfers. Dies resultiert aus der unverhältnismäßigen Ausweitung einer nicht versicherbaren und unbegrenzbaren Haftung des Abschlussprüfers bereits bei grober Fahrlässigkeit und aus der geplanten Absenkung des Verschuldensgrades für die Erteilung eines unrichtigen Bestätigungsvermerks von Vorsatz auf Leichtfertigkeit im Bereich der Strafvorschriften.

Nach Auffassung des IDW wird die Haftungsverschärfung die Konzentration im Prüfungsmarkt verstärken und vor allem kleinere und mittelständische Prüfungspraxen praktisch von der Durchführung von Abschlussprüfungen ausschließen. Nicht zuletzt führt die geplante Haftungsverschärfung zu einer Erhöhung der Versicherungsprämien verbunden mit im Ergebnis auch höheren Kosten der Wirtschaft.

Das IDW weist ferner darauf hin, dass diese Regulierungsmaßnahmen in der Folge die Möglichkeit, qualitativ gut ausgebildeten Berufsnachwuchs zu gewinnen, erheblich beeinträchtigen. Dies belastet die Qualität der Abschlussprüfung zusätzlich und schadet insofern dem Finanzplatz Deutschland."

Das ist ja wohl eine Frechheit und Unverschämtheit gegenüber den über 250.000 Aktionären!

Zunächst überlegt  man, ob dies tatsächlich das Resümée des Berufsstandes ist, der offensichtlich eine erhebliche Mitverantwortung an einem der größten Bilanzskandale der Nachkriegszeit hat und kläglich versagt hat.

Demut, Selbstkritik, kooperative Verbesserungsvorschläge etc. - alles Fehlanzeige!

Dann darf ich weiterdenken: Beim IDW und den Big4 ist man vielleicht noch froh, dass anstehende Gesetzesreformen im Berufsrecht der Wirtschaftsprüfer genau zu einem Zeitpunkt anstehen, wo die ganze Welt nur an CORONA denkt. Hier kann man bezüglich des Wirecard-Skandals trefflich mit Nebelkerzen werfen, ablenken, sich verweigern und Ablenkungsmanöver initiieren.

Der eigentlich Skandal ist, dass sich die Politik all dies vom Berufsstand bieten lässt!

   
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PwC - die können einfach alles!!!

 

Denkt man an die Big4, so assoziiert man damit oftmals: Marktkonzentration, milliardenschwere Geschäftsmodelle, Lobbyismus, Beeinflussung der Gesetzgebung, illegale Steuertricks, Politikberatung, Bilanzskandale etc. In der Presse titulierten investigative Journalisten sie sogar als "Staatsfeinde Nr. 1".

Ich nehme die Big4 jedoch auch wahr, wenn sie fast täglich zu allen Themen dieser Welt aufwändige "Studien" herausgeben, die Beratungsbedarfe wecken sollen, Angst verbreiten oder vorgeben, dass man sich halt um alles kümmert und zu allen Themen etwas zu sagen hat. Hierzu bedarf es einer ganzen Armada von "Wissenschaftlern". Bei genauerer Überprüfung ergibt sich jedoch oftmals, dass diese "Studien" einfach unseriös oder gar in den Bereich "Fake News" einzusortieren sind.

Nebenher kauft man monatlich Start-ups der IT- und Beratungsbranche, am liebsten im Dutzend. Damit einem ja nichts entgeht an Wachstumspotential und man alles unter Kontrolle behält.

Allen voran passt dieses Bild insbesondere auf PwC. Gemäß Website hat man sich dort die Aufgabe gegeben "Vertrauen in der Gesellschaft aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen." 

PwC Austria ist jetzt mit Forschungsergebnissen zur "Visualisierung von Aerosolausbreitung" an die (erstaunte) Öffentlichkeit getreten und hat einen eigenen "Covid-19-Simulator" vorgestellt. Der von PwC entwickelte Simulator "basiert auf modernen agentenbasierten Simulationen" und dürfte die gesamte Forschung revolutionieren. Damit hat man sich dann sicherlich auch in diesem Segment der "Forschung" einen weltweiten Spitzenplatz gesichert!

Jetzt fehlen eigentlich nur noch die millionenschweren "Beratungsaufträge" aus Wirtschaft und Politik. Deshalb gibt man in dem (gesponserten) Artikel gleich auch den "Projektleiter und verantwortlichen Partner von PwC" Gerald Dipplinger an, der ansonsten im Audit-Bereich tätig ist. Ansonsten wenden Sie sich bitte an Barbara Lang aus dem Bereich "Corporate Communications".

Und schon überlegt man, ob man seine Meinung über die Big4 nicht schleunigst revidieren müsste!?

Aus gut informierten Kreisen ist zu hören, dass sich natürlich auch das IDW aktuell mit solchen Forschungen auseinandersetzt und hierzu

  • eine Gesetzesinitiative zur Änderung der WPO auf den Weg bringen wird,
  • einen "Think Tank" ins Leben gerufen hat,
  • eine wesentliche Ergänzung des QS-Handbuchs in Auftrag gegeben hat,
  • ein 144-seitiges "Knowledge Paper" herausgeben wird und
  • die WPK den Mitgliedern des Vorstandes einen Maulkorb verpasst hat.

Toll diese Big4 - ich bin stolz auf Euch! - Die können einfach alles!

   
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BDO bricht das Big4-Oligopol der DAX-30-Prüfer

 

Manchmal passieren Dinge, wo man sagt: Das kann doch nicht wahr sein! 

Die Presse meldete am 12.03.2021, dass BDO die Big4 "ausgestochen" habe und vom Prüfungsausschuss von SAP als Abschlussprüfer für 2023 vorgeschlagen wurde. Die Bestellung von BDO wird als reine Formsache betrachtet. Damit wäre es der ersten Next-Ten-Gesellschaft unserer Branche gelungen, in die ausschließliche Domäne der Big4, nämlich den DAX30-Markt, vorzudringen. SAP zahlt seinem bisherigen Abschlussprüfer KPMG momentan ein Prüfungshonorar von 10 Mio. € - also für BDO wäre dies ein kräftiger Schluck aus der Pulle.

Bei genauerer Betrachtung stellt man dann fest, dass sich BDO im Finale gegen Warth & Klein Grand Thronton (WKGT) und MAZARS im Rennen um das SAP-Mandat durchsetzen konnte. 

Frage: Wo waren denn die Big4 in diesem Rennen?

Antwort: Die Big4 haben an dem "Rennen" erst garnicht teilgenommen!

Lösung: EY ist wegen Wirecard nicht vermittelbar. KPMG muss rotieren. PwC und Deloitte haben jeweils hochdotierte Beraterverträge und haben auf Anfrage erst gar kein Angebot abgegeben.

Alles klar?

Jetzt müsste doch eigentlich die Politik wach werden! - 1931 wurde der Berusstand ins Leben gerufen und erhielt ein "Amt" mit systemrelevanter Funktion in der Wirtschaftsordnung. Weiterhin verlangt der Gesetzgeber die öffentliche Vereidigung und schreibt den Gebrauch eines Berufssiegels vor. - Das ist den Big4 piepegal; sie wollen gar kein "Amt" mehr, sondern lieber lukrative Beratungsmandate aus Politik und Wirtschaft. Cyberkriminalität, Digitalisierung, Lobbyismus, Steuerdumping und Politkberatung sind lukrativer und ohne Haftungsgefahren.

Wann merkt die Politik endlich, wie die Big4 ihr auf der Nase rumtanzen und sich aus dem Angebot einer Professional Service Firm nur noch die Pretiosen heraussuchen? - Dies überrascht mich überhaupt nicht.

Kann es nicht auch die Strategie der Big4 sein, durch dieses Verhalten "die Politik in Not zu bringen" und sich "unentbehrlich" zu machen? Oder gibt es zukünftig ggfs. auch große WPGs ohne angeschlossene Prüfungsabteilung - weil diese keine auskömmliche Rendite abwirft?

   
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Wann kommt endlich das Diesel-Gate-Gutachten von Kleeberg?

 

Bei aller Spannung, zu welchen tiefgreifenden Erkenntnissen schlussendlich die Sonderermittler des "Rödl-Quartetts" in den WIRECARD-Arbeitspapieren von EY gelangen werden, sollte ein ebenso bedeutender Gutachten-Fall im Berufsstand nicht unerwähnt bleiben: Es geht um den durch Beschluss des OLG Celle bestätigten millionenschweren Sonderprüfungsauftrag bei VW wegen des weltweiten Dieselskandals. Diesen Auftrag erhielt Prof. h.c. Dr. Christian Zwirner von Kleeberg München. Ersatzprüfer wurde vorsorglich sein Kleeberg-Partner Karl Petersen, der im Vorstand der WPK sitzt.

Pikant ist das Gutachten insbesondere dadurch, dass das OLG Celle verfügt hat, dass das Gutachten öffentlich gemacht wird. Da ist man doch gespannt, was die "Star-Forensiker" aus dem Hause Kleeberg alles noch rausbekommen werden, was investigative Journalisten bisher nicht bereits öffentlich gemacht haben.

Wie Lobbyismus bei solchen Auftragsvergaben funktioniert und wie man mit den Institutionen des Berufsstandes (IDW, WPK) kuschelt, um sich in Szene zu setzen, wurde von mir bereits im Newsletter April 2020 (Nr. 82) ausführlich dargestellt.

Keine Big4-WPG wollte den Auftrag haben, da man hier nur verlieren kann! Egal was und wieviel der Sonderprüfer tatsächlich aufdeckt, er wird danach niemals mehr einen Prüfungsauftrag aus der Automobilindustrie bekommen.

Weil, so funktioniert Lobbyismus! Der VDA lässt grüßen!

   
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PwC - Wie der Bock zum Gärtner gemacht wird!

 

Erinnern Sie sich noch an LuxLeaks und die Whistleblower aus dem Hause PwC? Dieser Skandal erschütterte 2014 ganz Europa und belegte die infame Heuchelei der EU-Staaten im Wettbewerb um skandalöses Steuerdumping. Allen vor war der luxemburgische Kommissionspräsident Jean-Claude Junkers und die Steuertrickser von PwC.

PwC wurde dabei erwischt, dass man die Formulare für Steuerbescheide der luxemburgischen Steuerverwaltung bereits in der Büroschublade hatte, ausfüllte und dann im Minutentakt von der Steuerverwaltung unterzeichnen ließ. Bei PwC beschlagnahmte Dokumente belegen z.B., dass die Inter Ikea Holding etwa im Jahr 2010 aufgrund des PwC-Steuervorbescheids (tax ruling) ganze 48.000 Euro Steuern gezahlt hat - auf einen Gewinn von mehr als 2,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem sensationellen Steuersatz von 0,002 %. Für diese Art der Steuerberatung - oder besser: des Steuerbetrugs - kassierte PwC jeweils millionenschwere Honorare - insgesamt dürften es Hunderte Millionen Euro sein, die PwC international für diese Form der Steuerberatung kassiert hat.

Jetzt im Jahre 2021 traue ich meinen Augen nicht, wenn ich in der luxemburgischen Presse lesen muss, dass PwC von der Steuerverwaltung für fast eine Million Euro den Auftrag erhielt, ein System zu entwerfen, das

  • "Daten der Steuerverwaltung bündelt und eine Risikoanalyse ermöglicht. So sollen demnächst Kontrollen gezielter durchgeführt und Steuersünder gefunden werden."

Ziel des Projekts ist es, ein IT-System für das Risikomanagement der Steuerverwaltung zu entwickeln. PwC soll dazu Gespräche mit den Steuerbeamten führen und die verfügbaren Daten der Verwaltung analysieren. Das Konzept soll in einem Jahr stehen, erst dann erfolgt die Umsetzung. Der Auftrag geht über 932 T€, wie aus dem EU-Amtsblatt hervorgeht. Das PwC-Team umfasst sechs Mitarbeiter, davon ein Projektleiter sowie Datenanalysten und Datenwissenschaftler. Der Auftrag ist in vier Teile aufgeteilt, die alle an PwC gingen. Es gab zwei andere Bewerber. 

Also: Die Big4 sind hemmungslos und unethisch in der Steuer-Umgehungsberatung, werden dabei spektakulär erwischt, schütteln sich Jahre später kurz und werden dann noch vom Staat selbst beauftragt, Kontrollen in der Steuerverwaltung zu installieren um Steuersünder zu finden!? - Ein Schlag ins Gesicht für alle rechtschaffenden Bürger und Steuerzahler.

So sind sie halt - die Big4, ihre Lobbyisten und Elitisten!

   
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Eine gute Zeit für Sie!!

 

Ihnen und Ihren Lieben alles Gute.

Bleiben Sie negativ, denken aber bitte positiv!

Kollegiale Grüße aus Köln

Ihr

Dirk Hildebrandt

Herausgeber (ViSdP):

WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Str. 9   51149 Köln
Tel. 02203 / 98 00 20
E-Mail: hildebrandt@wpwatch.de

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