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WP Watch

NR. 71 - APRIL 2017

 
1. business as usual? - Die Verunsicherung ist groß!
2. Martin Schulz und die Brüsseler Männerfreundschaft
3. PwC und das aggressive Steuerdumping
4. Das IDW und die "Steuerpolitische Entwicklung"
5. BT Italia - Der PwC-Bilanzskandal!
6. PwC und die "Dieselthematik"
7. wp.net-Beiräte gehen in Revision
8. Skandal: KPMG wurde vorab informiert!
9. Rödl und die Rechnungslegung des DFB
10. P+S Werften: Für KPMG wird es jetzt ganz eng!
11. IDW-Facharbeit "on demand"
12. PR1MUS spezial-Seminare
13. Grüße aus Köln!
1.

BUSINESS AS USUAL? - DIE VERUNSICHERUNG IST GROß!

 

Aus vielen Gesprächen mit Kollegen/innen kleiner und mittelgroßer Kanzleien gewinnt man zunehmend den Eindruck, dass eine tiefgründige Verunsicherung im Berufstand zu verspüren ist!

  • Facharbeit "auf Bestellung" für die Big4,
  • völlige Überregulierung des Berufsstandes,
  • Maßlosigkeit in Beaufsichtigung, Qualitätssicherung und peer review sowie eine
  • absolut undemokratische Willensbildung in der WPK

- all das lässt Verunsicherung erkennen.

Man hinterfragt das eigene Geschäftsmodell, kehrt u.U. dem prüfenden Beruf resigniert den Rücken und ist verbittert über fehlende Zukunftsperspektiven. Die Berufsqualifikation signalisiert oftmals nur noch, dass man der vermeintlich bessere Berater des Mandanten ist. Vom "Prüfungsgeschäft" haben sich bereits mehr als die Hälfte der Kollegen/innen verabschiedet.

Die Big4 dominieren das IDW, die Presse und die WPK. Sie suggerieren ihren Mandanten Big-Data, Vollprüfung und alle Beratungsleistungen "aus einer Hand", haben für alle Fragen bereits "Studien" vorliegend und biedern sich hemmungslos bei der Politik an.

Das "Feigenblatt" des freien Berufes (§ 1 II WPO) - Siegelführung, Vereidigung und strenges Berufsrecht - kann nicht ausreichen, dass die Big4 ihre "systemrelevante Funktion der wirtschaftsprüfenden Berufe in der Wirtschaftsordnung" nicht mehr wahrnehmen. - Lieber die Politik profitabel beraten!!!

   
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2.

MARTIN SCHULZ UND DIE BRÜSSELER MÄNNERFREUNDSCHAFT

 

Kanzlerkandidat Martin Schulz kämpft für Steuergerechtigkeit: es ist sein Wahlkampfthema.

In Brüssel blockierte er in den letzten Jahren die Aufklärung der Luxemburger Steueraffäre (LuxLeaks). Das half Jean-Claude Juncker, seinem guten Freund.

Martin Schulz wettert als SPD-Kanzlerkandidat:

  • „Wenn der kleine Bäckerladen anständig und selbstverständlich seine Steuern zahlt und dadurch unser Gemeinwesen finanziert, der globale Kaffeekonzern sich aber davor drückt und sein Geld in Steueroasen parkt, dann geht es nicht gerecht zu.“

Jetzt fehlt nur noch die Geschichte von der alleinerziehenden Krankenschwester in Leipzig oder dem Altenpfleger in Würselen - Bla, Bla, Bla ...

Attacken gegen Multis, die den Staat übertölpeln und ihre Steuern nicht zahlen – das gehört zum neuen Standardvokabular des Sozialdemokraten Schulz (61) im Bundestagswahlkampf.

Einer der SPD-Wahlslogans lautet:

  • "Glaubwürdigkeit ist seine größte Stärke!"

Doch Worte sind das eine, Taten etwas ganz Anderes:

In seiner vormaligen Rolle als Präsident des Europaparlaments hat sich der Politiker aus Würselen nicht gerade als Frontgrenadier beim Sturm auf verhasste Steueroasen hervorgetan.

Ganz im Gegenteil: Als es darum ging, den Skandal um extreme Steuerrabatte des Großherzogtums Luxemburg für Großkonzerne aufzudecken und einen Untersuchungsausschuss einzusetzen, war Schulz eher Hindernis als Hilfe, eher Verklärer als Aufklärer.

Manchmal wirkte er in der "LuxLeaks"-Affäre sogar so, als ginge es ihm gar nicht um Steuerprofiteure, sondern vielmehr um Rückendeckung für seinen engen Freund, den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude-Juncker. - Halt um eine langjährige Männerfreundschaft!

Junkers war viele Jahre lang Finanzminister und Premier von Luxemburg und somit so etwas wie ein Spiritus Rector von großzügigen Steuervorbescheiden ("tax rulings"). Die in der Branche als "Sweetheart Deals" bekannten Steuerbescheide wurden von PwC exklusiv für internationale Konzerne ausgehandelt.

Vor diesem Hintergrund wirken die medienwirksamen Aufschreie des Kanzlerkandidaten zum Thema Steuergerechtigkeit eher wie Hohn und Spott!

   
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3.

PWC UND DAS AGGRESSIVE STEUERDUMPING

 

Am 4. Verhandlungstag des LuxLeaks-Berufungsprozesses ging es für PwC ums "Eingemachte".

Das war ein Knaller!

Bernard Colin, Anwalt des ehemaligen PwC-Angestellten Raphaël Halet erklärte, dass die von PwC ausgehandelten Tax Rulings allesamt illegal seien. Und dies sei PwC sehr wohl bekannt gewesen!

Im Einzelnen:

  • "Es war PwC, wo die Steuer-Vorbescheide in Luxemburg bis 2014 verfasst wurden"
  • Mittwochnachmittags hätten Leute vor dem Steueramt VI Schlange gestanden, um die kleinstmöglichen Steuersätze von bis zu 0,0015 Prozent zu bekommen.
  • «PwC förderte Steuerhinterziehung in einem unvorstellbaren industriellen Maßstab».

Die Zuhörer im Gesichtssaal bedachten diese Aussagen mit Applaus.

Den Gesichtern der Anwälte von PwC (Nebenkläger) waren demgegenüber nur Überheblichkeit, Arroganz und Hohn zu entnehmen - so sind sie halt, die Big4!

  • "Verheerend ist gar kein Ausdruck für das Desaster, vor dem PwC steht!" - so las man es in der renommierten Süddeutschen Zeitung (SZ).
  • Die Steuerminimierung von multinationalen Unternehmen gehört für PwC zum Tagesgeschäft.

Die Big4 haben ein weltumspannendes Netz aufgebaut, in dem sie ihre Kunden mit den komplizierten Konstrukten versorgen, mit denen sich bestehende Gesetze weltweit so ausnutzen lassen, dass die Kunden am Ende zig Milliarden Steuern sparen. Es ist ein hoch spezialisiertes Wissen, stets optimiert und an Gesetzesänderungen angepasst, in hausinternen Schulungen weitergegeben und kreativ erweitert.

Ein besonders harter Kritiker der Big4 ist Prem Sikka, Professor für Wirtschaftsprüfung (London). Er hält das Tun der Big 4 sogar für gefährlich und nennt sie nur die "Nadelstreifenmafia". Ihre Arbeit führe dazu, "dass normale Menschen höhere Steuern zahlen müssen, weil ihre Steuervermeidungsschemata große Konzerne und reiche Menschen entlasten". Die Prüfer sind in seinen Augen "eine Gefahr für die Gesellschaft".

In millionenschweren Imagekampagnen werben das IDW und die Big4 händeringend um den qualifizierten Berufsnachwuchs. In Flyern wird gefragt: Wissen Sie eigentlich, was ein Wirtschaftsprüfer macht?

Jetzt wissen die jungen Talente jedenfalls wieder mehr darüber, welch sinnstiftenden Tätigkeiten die Big4 u.a. nachgehen!

   
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4.

DAS IDW UND DIE "STEUERPOLITISCHE ENTWICKLUNG"

 

Schon oftmals habe ich mich gewundert, zu welchen Themen von den Big4 (ungefragt) Studien erarbeitet und in der Presse vorgestellt werden. - Wer gibt ihnen eigentlich das Recht zu solcher Form der "Meinungsbildung"?

Umso mehr erstaunt bin ich, dass das IDW in einem 18-seitigen "Positionspapier" zur

  • "Steuerpolitischen Entwicklung" Stellung nimmt.

Konkret geht es um eine (ungefragte) Positionierung bezüglich den

  • "Herausforderungen der kommenden Legislaturperiode".

Da freut man sich aber, dass das IDW Klartext redet. Die Forderungen sind eindeutig:

  • Beibehaltung der Abgeltungssteuer,
  • keine Einführung der Vermögensteuer.
  • (steuerliche) Förderung des Wirtschaftsstandortes Deutschland und
  • keine Anzeige von "Steuersparmodellen"!

Wie war das nochmal mit der "Unparteilichkeit" von Wirtschaftsprüfern gemäß § 43 WPO?

Herrn Dr. Schäuble und Frau Dr. Merkel stehen das IDW bzw. die Big4 für weitere Fragen stehen ihnen das IDW bzw. die Big4 (im Rahmen eines hochdotierten Beratervertrages) gerne zur Verfügung!

Dann kann das IDW doch gleich auch ein

  • "Positionspapier zur aktuellen Lage  auf der koreanischen Halbinsel"

vorstellen und künftig einen

  • Vorstands-Arbeitskreis "GERMANY first!!!"

einrichten, der die Befugnis hat, unmittelbar "IDW-Dekrete" zu erlassen.

   
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5.

BT ITALIA - DER PWC-BILANZSKANDAL!

 

Man war den Betrügern im eigenen Hause bereits seit längerem auf der Spur.

Bei BT Italia wurden über drei Jahre hinweg durch ein kompliziertes Geflecht von Falschbuchungen bei Umsätzen, Einkäufen, beim Factoring und bei Leasing-Transaktionen das Jahresergebnis um insgesamt 614 Mio. € zu hoch ausgewiesen. PwC hatte als langjähriger Abschlussprüfer von alledem nichts bemerkt!

Im Februar 2017 ging der Konzernvorstand endlich an die Presse und gab eine Gewinnwarnung raus, die dazu führte, dass die Aktie innerhalb weniger Stunden um 21% an Wert verlor.

Der langjährige Abschlussprüfer PwC hatten bereits im Jahre 2008 einen hausinternen Bilanzskandal nicht aufdecken können, wurden jedoch weiterhin als Prüfer mandatiert.

Nun ist die insgesamt 32-jährige Zusammenarbeit zwischen BT und PwC endgültig beendet. BT erwägt, im Klagewege Schadenersatzansprüche gegenüber PwC geltend zu machen.

Eine Frage hab ich noch:

Noch vor wenigen Monaten kündigte der deutsche CEO von PwC (Prof. Dr. Norbert Winkeljohann) doch in der Presse vollmundig Milliardeninvestitionen von PwC im Bereich Big Data an, damit man - als Vorreiter in der Branche - den Mandaten endlich "Vollprüfungen" anbieten kann!? Wie funktionierte denn in den letzten Jahren die Datenanalyse bei der Prüfung von BT Italia?

   
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6.

PWC UND DIE "DIESELTHEMATIK"

 

In Wolfsburg, Ingolstadt und bei PwC in Hannover wird statt von Abgasbetrug immer noch beschönigend von "Dieselthematik" gesprochen.

Dass die Betrüger im Volkswagen-Konzern sich immer noch erdreisten, den Skandal um den manipulierten Verbrauch ihrer Dieselmotoren beschönigend "Dieselthematik" zu nennen, zeigt in einem Wort, was in dem Unternehmen im Argen liegt. Offensichtlich kann keine Erschütterung und kein kriminelles Verhalten groß genug sein, damit einmal Besinnung einkehrt.

In Ingolstadt, auf der Jahrespressekonferenz von Audi, wurde das Sprachbild surreal:

Vor hundert Journalisten redet Audi-Chef Rupert Stadler über die Jahresbilanzzahlen und streifte die "Dieselthematik" so wortkarg wie möglich. Ein paar Räume weiter wühlten sich zur selben Zeit Ermittler der Staatsanwaltschaft durch Akten.

Es ist eine Durchsuchungsaktion, wie sie auffälliger nicht inszeniert werden könnte als am Tag der Jahrespressekonferenz.

Auch PwC vermeidet sehr genau jede Information über eine mögliche Mitwisserschaft zum Zeitpunkt der Testaterteilung (IDW PS 203 n.F.) am 18.02.2015.

Seitens der Berufsaufsicht der WPK und der APAS - Stillschweigen!

Vizepräsident Dr. Gelhausen (AR-Mitglied von PwC) verhindert offensichtlich als Vorsitzender der VOBA die Einleitung eines berufsaufsichtlichen Ermittlungsverfahren oder die Abgabe des "Falles" an die Staatsanwaltschaft.

In Wolfsburg, Ingolstadt und bei PwC in Hannover hat man die Zugbrücken hochgezogen. Frei nach Pippi Langstrumpf: "Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt."

   
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7.

WP.NET-BEIRÄTE GEHEN IN REVISION

 

Bei der Beiratswahl im Juli 2014 hatte wp.net als stärkste Fraktion fast 40% aller Stimmen aus dem Berufsstand erhalten, wurde jedoch von der Koalition der Big4- und IDW-Herzig-Liste vollständig von der Vorstands- und Ausschussarbeit der WPK ausgeschlossen.

Dem Demokratieprinzip folgend sollte sich eigentlich in den Gremien der WPK auch der Wählerwille wiederspiegeln.

Deshalb hatten die wp.net-Beiräte vor dem Verwaltungsgericht Berlin geklagt und waren mit Urteil vom 21.03.2016 unterlegen. Auch die Revision vor dem OVG Berlin-Brandenburg blieb ohne Erfolg.

Gegen das Urteil des OVG  vom 19.01.2017 ziehen die klagenden 19 wp.net-Beiräte jetzt vor das BVG Leipzig und haben mit Datum vom 07.03.2017 Revision eingelegt.

   
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8.

SKANDAL: KPMG WURDE VORAB INFORMIERT!

 

KPMG USA hat seinen stellvertretenen Vorstand Scott Marcello sowie vier weitere Partner und Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung gefeuert! Auch ein leitender Mitarbeiter der Berufsaufsicht PCAOB wurde noch am gleichen Tage gefeuert.

Anfang Februar 2017 hatte ein Whistleblower von KPMG gemeldet, dass ein Mitarbeiter, der zuvor bei der  amerikanischen Berufsaufsicht PCAOB arbeitete, detaillierte Insider-Informationen über anstehende Inspektionen jeweils an KPMG weitergab.

Somit waren die Kollegen von KPMG bei den Inspektionen immer entspannt und bestens vorbereitet, da man bereits die geplante Stichprobe kannte. Auch die Vorgehensweise der PCAOB bei der internen Überprüfung war dann nicht mehr überraschend.

  • KPMG hatte in 2015 mit 38% die höchste "Beanstandungsquote der Big4 in Amerika!

Eine Frage hab ich noch:

  • Wäre ein solcher Skandal in Deutschland auch denkbar?

Antwort: Ja, selbstverständlich!

Die Inspektoren der APAS stammen doch alle von den Big4 (insbesondere KPMG). Einige haben vor der Verbeamtung bei der APAS jedoch ihr "Rückfahrticket" gelöst und sitzen jetzt wieder bei den Big4. - Natürlich telefoniert man gerne einmal mit früheren Arbeitskollegen und hört genau zu ...

Im Übrigen ist man den Big4 als früherem Arbeitgeber auch etwas "schuldig". Man erhält schließlich aus den Pensionskassen der Big4 doch irgendwann einmal erhebliche Teile der Altersbezüge!

   
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9.

RÖDL UND DIE RECHNUNGSLEGUNG DES DFB

 

wpwatch hatte in 2016 mehrmals über die Skandale des DFB berichtet. Aktuell gibt es wieder Neuigkeiten:

Dem DFB e.V. droht konkret die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für 2005 und damit eine Steuernachzahlung von rd. 25 Mio. €.

Im Rahmen des aktuell aufzustellenden Jahresabschlusses des DFB e.V. für den 31.12.2016 stellt sich jetzt wohl die pikante Frage der Bilanzierung einer Rückstellung für Steuernachzahlungen. Leisten könnte sich der DFB diese Summe, denn im erstmals veröffentlichten Jahresabschluss wird eine sagenhaft große Summe an liquiden Mitteln und Wertpapieren von 213 Mio. € (!!) ausgewiesen.

Aus dem Anhang des Jahresabschlusses wird überraschenderweise deutlich, dass der DFB gar nicht die handelsrechtlichen Grundsätze zur Rechnungslegung einer großen Kapitalgesellschaft befolgt. Laut DFB Anhang werden nur „die allgemeinen Grundsätze ordnungsgemäßer Rechnungslegung" angewendet. Die Bewertung im Jahresabschluss erfolge vielmehr „nach kaufmännischen Grundsätzen“.

Glaubt der DFB vor diesem Hintergrund wirklich bis heute, richtige und vollständige Jahresabschlüsse nach Treu und Glauben (true and fair view, § 264 II HGB) aufgestellt zu haben?

Der bestellte Abschlussprüfer Rödl & Partner wird eine Nichtbilanzierung der fetten Steuerrückstellung bestimmt nicht mit einer Einschränkung des Prüfungsurteils beantworten. 

Welchen Wert hat dann ein derart verfasstes Prüfungsurteil des Abschlussprüfers für die Vereinsmitglieder des DFB und für die Öffentlichkeit?

   
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10.

P+S WERFTEN: FÜR KPMG WIRD ES JETZT GANZ ENG!

 

Wie bereits mehrfach bei wpwatch berichtet, wird KPMG vor dem Landgericht Hamburg von dem Insolvenzverwalter der P+S-Werften auf Schadenersatz in Höhe von 514 Mio. € verklagt.

KPMG attestierte den angeschlagenen Werftbetrieben in Stralsund und Wolgast 2009 und 2010 gutachterlich eine Sanierungsfähigkeit. - Am 29.08.2012 folgte dann eine gigantische Insolvenz. Der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass die IDW S 6-Gutachten falsch waren!

Nachdem beide Parteien eine von den drei Richterinnen bei der Prozesseröffnung empfohlene Mediation ablehnten, erfolgten erste "Hinweise" der Vorsitzenden Richterin Carola Klaassen:

  • man halte das erste KPMG-Gutachten ebenfalls für falsch und
  • ein Schadenersatzanspruch in dieser Höhe halte man für "kaum durchsetzbar"!

Fest steht, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern für Bürgschaften in Höhe von 271,1 Mio. € einstehen musste und Gläubiger auf Forderungen in Höhe von mehr als 1,2 Milliarden € sitzen blieben.

Das Gericht tagt wieder im September 2017, da auch noch weitere Gutachter beauftragt werden sollen.

Die Forderungen des Insolvenzverwalters scheinen also teilweise begründet. Für KPMG sieht es wohl eher nach einer "Klatsche" aus und man wird alles unternehmen, um aus den Schlagzeilen rauszukommen.

   
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11.

IDW-FACHARBEIT "ON DEMAND"

 

Änderungen in der Facharbeit des IDW, d.h. die Überarbeitung bereits bestehender Verlautbarungen oder der Entwurf neuer Standards, haben meist ihre Ursache in Gesetzesänderungen.

Damit soll eine "berufseinheitliche Meinung" gebildet werden. In Prüfungsfragen sollen einheitliche  "Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfungsdurchführung" hervorgebracht werden.

Im 27. Oktober 2016 wurde vom IDW ein überarbeiteter RS HFA 36 verabschiedet.

Auf der Website des IDW ebenso wie in Fachzeitschriften wurde berichtet, dass dem neuen IDW RS

  • ein erweitertes Verständnis des Begriffs Abschlussprüfung

zugrunde liegt.

Was damit wohl gemeint ist erschließt sich erst, wenn man konkrete Beispiele aus der Praxis analysiert.

Nehmen Sie das Beispiel von KPMG und Daimler Benz.

Sie sehen, dass durch Zuordnung eines erheblichen Teiles von Nichtprüfungsleistungen (NPL) zum "Abschlussprüferhonorar" erhebliches neues Potential für weitere Beratungsleistungen geschaffen wird.

Na, toll dieses IDW! - Facharbeit auf Bestellung der Big4!

   
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12.

PR1MUS SPEZIAL-SEMINARE

 

PR1MUS startet im Herbst 2017 wieder einige "PR1MUS spezial"-Seminare.

Insgesamt sind vier Seminare an jeweils unterschiedlichen Orten geplant. Themen sind:

  • Konzernrechnungslegung
  • IT-gestützte Jahresabschlussprüfung (Datenanalyse)
  • Bestimmung des Prüfungsumfangs und der -auswahl (Stichprobenverfahren)
  • IT-Systemprüfung bei KMU

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Informationen unter www.primus-fachseminare.de oder unserem Folder.

Im September 2017 startet ebenfalls der Zertifizierungslehrgang zum "PR1MUS Prüfungsfachwirt". Weitere Einzelheiten dazu gibt es unter www.primus-fachakademie.de.

   
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13.

GRÜßE AUS KÖLN!

 

Ihnen wünsche ich alles Gute und hoffentlich bald frühlingshafte Temperaturen!

Kollegiale Grüße aus Köln

Ihr

Dirk Hildebrandt

Herausgeber (ViSdP):

WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
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