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WP Watch

NR. 68 - AUGUST 2016

 
1. Der Generalbevollmächtigte "Vorstand" der KPMG
2. McKinsey und die geheimen Milliarden
3. APAK-Aufräumarbeiten in der WPK-Bilanz
4. Steuerfrühstück beim bauStB Mittelbaden
5. KPMG - Chinesisch für Anfänger
6. Enthüllen verboten!
7. Ruf mich an!!!
8. Dr. Axhausen und das skandalöse KPMG-Gutachten
9. Elke König - Ehrung für Europas Bankenabwicklerin
10. Die Welt des IDW ist nicht unsere Welt
11. Haben Sie vielleicht etwas gehört?
12. www.primus-wissen.de ist am Start!
13. Noch ein Knaller: www.wer-prueft-wen.de
14. Fachforum II / 2016
15. PR1MUS Akademie im Herbst 2016
16. App "Wer wird WP-Experte?"
17. Grüße aus Köln!
1.

DER GENERALBEVOLLMÄCHTIGTE "VORSTAND" DER KPMG

 

Normalerweise erwartet man im Vorstand der Big4 nach den Regelungen der WPO nur Berufskollegen/innen mit entsprechender Qualifikation als Wirtschaftsprüfer/in.

Hatte der neue CEO Klaus Becker nicht erst vor vier Jahren kräftig im KPMG-Vorstand "aufgeräumt" und diesen von 23 auf nur 5 Personen reduziert und damit den meisten althergebrachten Vorständen den "Koffer vor die Türe gestellt"?

Bereits seit Jahren gehen die Big4 (wieder) ungehemmt auf Einkaufstour und erwerben ein Spezial-Beratungsunternehmen nach dem anderen. Man ahnt wohl bereits, dass das Prüfungsgeschäft kaum noch Zuwächse verspricht und eher zum "Türöffnergeschäft" für lukrativere Beratungsmandate taugt.

KPMG schnappte sich auf seiner Einkaufstour 2012 den Supply Chain Management Spezialisten BrainNet (300 Mitarbeiter, 14 Standorte) und übernahm auch gleich den Mitgründer und CEO Christian Rast. Man versprach ihm, dass er "Chef der neuen Einheit" werden solle.

Auf der Homepage von KPMG heißt es:

"Im Zuge des Mergers BrainNet / KPMG ist er seit 2012 Partner bei KPMG und etablierte dort das Global Center of Excellence for Strategic Sourcing & Procurement. Seit Oktober 2014 ist er Mitglied des Vorstands der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und verantwortlich für das Ressort „Solutions“."

Dumm nur, dass es nicht so einfach umzusetzen ist, Nichtberufsträger mal schnell zum "Vorstand" einer Big4 zu machen!?

Also lässt man sich was ganz besonderes einfallen:

Erst einmal macht man auf der Homepage unter den fünf WP-Vorständen eine schwarze Linie, führt dann Christian Rast als "Generalbevollmächtigten" auf und überschüttet ihn zusätzlich mit blumigen Titeln. Jetzt ist er dort auch "Officer" wie alle anderen Vorstände auch - nämlich "Chief Solutions Officer". - Also ist er quasi auch Wirtschaftsprüfer - oder?

Eine Frage hab ich noch: Hatte die WPK diese Frage berufsrechtlich entschieden? Oder hatte man KPMG vorweg bereits einen Persilschein ausgestellt?

   
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2.

MCKINSEY UND DIE GEHEIMEN MILLIARDEN

 

McKinsey unterhält ein globales Netz aus 9.000 Beratern und 25.000 ehemaligen Mitarbeitern - und wird langsam unheimlich. Die Berater-Alumni sitzen in den Schaltzentralen von Unternehmen und Politik, bewegen Milliarden und steuern ganze Volkswirtschaften. McKinsey ist überall: In den Vorständen internationaler Konzerne, auf Ministerposten, in Kulturorganisationen, Stiftungen. Weltweit haben es rund 7000 Ex-Meckies in höchste Führungspositionen geschafft; 200 leiten Firmen, die mehr als eine Milliarde Dollar im Jahr umsetzen.

In zehn der 30 Dax-Vorstände sitzen ehemalige McKinsey-Berater, getreu McKinseys interner Maßgabe, "leaders for the outside" zu formen. "Unsere Alumni sind globale Anführer auf ökonomischem, sozialem und kulturellem Gebiet", protzt McKinsey.

Alle ein bis zwei Jahre gibt es Deutschland-Meetings mit über 1.000 Altgedienten und Aktiven - oft mit personifizierten GPS-Geräten. Man gibt den Namen ein und der Mini-Navigator findet den Gesprächspartner. Es kommt einem manchmal schon unheimlich vor und man glaubt, man sei in einer Sekte. Der Glaube an die eigene Überlegenheit verbindet.

Es reizt also ungemein, in die geheimen Machtzirkel vorzudringen und bspw. zu erfahren, was altgediente Berater mit ihren Einkommensmillionen machen oder wie die Pensionskasse wirtschaftet.

Vor wenigen Wochen enthüllten Journalisten der Financial Times die Existenz eines seit drei Jahrzehnten bestehenden und bisher nur Insidern bekannten Investmentzweigs von McKinsey.

Der Unternehmenszweig nennt sich "McKinsey Investment Office"(MIO). Weltweit sind dort mittlerweile 80 Mitarbeiter damit beschäftigt, Fonds in Höhe von insgesamt 8,37 Mrd. € zugunsten aktueller und ehemaliger Partner des Unternehmens zu verwalten. Etwa die Hälfte des verwalteten Geldes stammt von Partnern. Der Rest ist Geld vom McKinsey-Pensionsfonds.

Jährlich werden Profite von hunderten Millionen Euro erwirtschaftet!

McKinsey erklärte, MIO operiere absolut unabhängig von McKinseys Consulting-Geschäft. MIO wird von zwölf aktuellen und ehemaligen Partnern überwacht.  

Bedenklich dabei ist, dass McKinsey durch seine Nähe zu vielen Unternehmen kapitalmarktrelevante Informationen bekommt, bevor sie öffentlich werden. Die finanziellen Interessen der McKinsey-Partner wirken sich sicherlich auch auf die Beratung aus.

Nochmals Klartext: Berater und hochrangige Alumni aus dem weltweiten Netzwerk von McKinsey bunkern  Milliarden und scheffeln jährlich Hunderte von Millionen, wobei Kapitalanlage und Beratung "völlig unabhängig voneinander" arbeiten!? - Wer's glaubt ...

Eine Frage hab ich noch: Gibt es so etwas eigentlich auch bei den Big4?

Wo investieren diese eigentlich ihre Milliarden aus den Pensionskassen? Gibt es dort auch verborgene Investmentzweige?

   
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3.

APAK-AUFRÄUMARBEITEN IN DER WPK-BILANZ

 

Dr. h.c. Spindler hatte als Vorsitzender der APAK am 16.12.2015 vorzeitig seinen lukrativen "ehrenamtlichen" Job geschmissen. Sein "general secretary" durfte nach einer Auseinandersetzung in der WPK - ich berichtete - seinen Arbeitsplatz vorzeitig räumen und ward seither nicht mehr gesehen.

Die ehrenamtliche Truppe der APAK wurde per 17.06.2016 aufgelöst und die Inspektoren wechselten zur APAS.

Das WPK-Wirtschaftsjahr 2016 wird jedoch noch einige APAK-Spuren aufweisen und den Bilanzierenden bzw. dem neuen / alten Abschlussprüfer einige Rätsel aufgeben:

  • Wie rechnet man diese Spartenfehlbeträge (als Vermögensgegenstände) ab bzw. auseinander?
  • Wer vereinnahmt die § 319a-Umlagen bzw. rechnet diese noch mit wem ab?
  • Welche (verdeckten) Zahlungen sind noch nach dem 17.06.2016 zulasten der WPK geflossen?
  • Abrechnung des geheimen Treuhand-Kontos der Notar-Kanzlei Probandt, Berlin.
  • An wen wurden die wahnwitzigen Abfindungen in Höhe von 1.575.000 € zulasten der WPK wegen der Auflösung der APAK gezahlt?

Also, liebe Mitglieder des Haushaltsausschusses - aufgepasst!

Dr. h.c. Spindler dürfte am Ende seiner Bilderbuch-Karriere einige "Kratzer" mitbekommen haben. Sein "Soldat" (general secretary) hat sich verausgabt und ist letztlich gegenüber dem KPMG-Netzwerk ("Skandalprüfer Ralf Bose" & Co.) unterlegen.

Beide haben der WPK erheblichen Schaden zugefügt!

   
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4.

STEUERFRÜHSTÜCK BEIM BAUSTB MITTELBADEN

 

Kollege Alf Lösle kennen Sie vielleicht noch von seinen Fortbildungen im Berufstand "by LÖSLE.Lösungen".

Viele Handwerker in Baden lernten ihn zuletzt durch eine Massen-Postwurfsendung kennen, als er zum "Steuer-Frühstück Mittelbaden für Bau- und Handwerk" an gleich sechs Orten einlud.

Auf einer neuen Homepage (www.baustb.de) wirbt er mit flotten Sprüchen: "bauStB schleift das Steuerrecht, bis es für Sie passt!"

Kollegen/innen fragen sich, ob die WP-Fortbildung wegen des großen Ansturms beratungswilliger Bauhandwerker jetzt eher zur Nebensache wird?

   
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5.

KPMG - CHINESISCH FÜR ANFÄNGER

 

Die Kumpanei mit der Politik ist manchmal doch nicht so einfach - insbesondere dann, wenn man plötzlich zwischen den politischen Fronten steht. Dabei hätte die Sache so schön und diskret ablaufen können.

Der Verkauf des Flughafens Hahn hätte dem Land Rheinland-Pfalz rd. 13 Mio. € gebracht und KPMG erhält 6,25 Mio. € Honorar.

Ist doch gerecht geteilt - oder?

Doch jetzt ist die Blamage für die KPMG perfekt. Man hat nicht gemerkt, dass man einem Facebook-Yuppie aufgesessen ist, der allzu enge Jacketts trägt, einen chinesischen Konzern in den Himmel malte, einen Bernstein-Händler unterschreiben lässt und leider vergisst zu bezahlen. Hauptsache er erklärt bei Facebook bereits seit Monaten: "I´ve got the Hahn!"

Jetzt streitet man sich darüber, wessen Aufgabe es war, den Möchtegern-Investor zu hinterfragen und die gefälschte Bankgarantie der Bank of China abzufragen.

KPMG tritt also die Flucht nach vorne an, möchte etwas sagen, darf es aber nicht. Vielleicht hat man auch nur geschickt die Absicht medial platziert, weil man wusste, dass man nichts sagen darf (§ 43 I WPO)!?

Aber beruhigen Sie sich jetzt wieder: KPMG bleibt im Boot, ist weiterhin exzellent politisch vernetzt, wird sein Honorar nicht zurückzahlen müssen und bekommt mit Prof. Jonas (Warth & Klein) einen "Experten" an die Seite gestellt.

Ist Ihnen eigentlich schon einmal aufgefallen, dass Warth & Klein immer dann in Erscheinung tritt, wenn es für KPMG "eng" wird?

   
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6.

ENTHÜLLEN VERBOTEN!

 

Sie erinnern noch die Enthüllung der "tax rulings" internationaler Konzerne (LUXLEAKS) durch die beiden Ex-PwC-Mitarbeiter Antoine Deltour und Raphaël Halet und deren Verurteilung in Luxemburg. Hierüber hatte wpwatch mehrfach berichtet.

Der Bundestag wollte mit einer Gesetzesänderung Whistleblower wie Deltour und Halet besser schützen. So wurde § 4d Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz (FinDAG) geändert. Ab 02.07.2016 ist nun gesetzlich geregelt,

  • dass Mitarbeiter der Finanzbranche, die als Whistleblower Gesetzesverstöße der BaFin melden, weder arbeitsrechtlich noch strafrechtlich verantwortlich gemacht werden dürfen.

"Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften fallen bei der Prüfung von Abschlüssen nicht in den Anwendungsbereich des Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetzes", so die Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags.

Damit könnte ein Whistleblower aus dem Berufsstand auch künftig weiterhin strafrechtlich verfolgt werden. Ein Verstoß gegen die gesetzmäßige Verschwiegenheit (§ 43 I WPO) überwiegt somit die Aufdeckung von Straftaten des Arbeitgebers bzw. von Mandanten.

Kritiker warnten davor, dass die Bundesregierung Whistleblower damit unzureichend schützt, denn Mitarbeiter von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften besitzen eine wichtige Funktion im Kontrollsystem der Wirtschaft und verdienen daher staatlichen Schutz statt einer Strafanzeige wie beim LUXLEAKS-Prozess.

Man stelle sich nur vor, dass Manager der Big4 als Whistleblower darüber berichten würden bzw. Beweise vorlegen könnten, dass z.B.

  • PwC vom VW-Abgasskandal vor Testaterteilung am 18.02.2015 wusste,
  • das P+S-Gutachten der KPMG auf Wunsch der Politik "nachbearbeitet" wurde oder
  • der "Skandalprüfer" Ralf Bose (Ex-KPMG) von den milliardenschweren Steuerbetrügereien der Deutsche Bank wusste und diese "ausblendete"!?

Ginge das zu weit?

Haben sich die Lobbyisten aus dem Berufstand vielleicht gegen dieses whistleblowing "erfolgreich" gewehrt?

Die Big4 geben vor, dass sie jeweils "Meldesysteme" haben und Ombudsmänner / -frauen eingeschaltet haben, denen man sich anvertrauen sollte. Wie es mit der Karriere des Whistleblowers dann in der Big4-company weitergeht, kann man sich gut vorstellen ....

   
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7.

RUF MICH AN!!!

 

Wenn Wirtschaftsprüfer und deren Mitarbeiter als Whistleblower vor Strafverfolgung nicht geschützt sind, fragt man sich also, wem sich Mitarbeiter anvertrauen können, die Verfehlungen oder gar strafrechtlich relevantes Handeln von Kollegen oder Vorgesetzten festgestellt haben.

Hier das Beispiel von KPMG:

Auf der aktuellen Homepage der KPMG heißt es zunächst: "Die Integrität unserer Handlungen ist für unsere Arbeit oberste Maxime."

Weiter wird dann erklärt:

"Eine "Whistleblowing Hotline" ermöglicht die Anzeige von illegalem oder unethischem Handeln, wenn sich andere Kommunikationskanäle als wenig effektiv oder unangemessen erwiesen haben. Die Hotline kann von Angestellten, aber auch von Mandanten und anderen genutzt werden.

Whistleblowing ist heutzutage zu einem "festen Bestandteil der Prävention gegen Korruption, Kumpanei und jedwede Form der Wirtschaftskriminalität" geworden." 

Schaut man sich einmal auf der KPMG-Homepage genauer an, wer dort am anderen Ende der "Whistleblowing Hotline" sitzt, so stößt man auf

  • Frau Rechtsanwältin Margarete Gräfin von Galen

Da fällt mir doch etwas zu ein:

Sie hatte in 2011 im Auftrage der WPK ein 4-Seiten "Gutachten" geschrieben und die skandalösen 26-seitigen Arbeitsverträge unserer beiden WPK-Geschäftsführer mit ihren sensationellen Gehaltserhöhungen (incl. Pensionszusage) und 5-jährigem Kündigungsschutz geprüft und festgestellt, dass diese "o.k." seien!? Hierbei ging es um Bestechlichkeit und Vorteilsannahme, da der damalige Kammerpräsident Prof. Pfitzer trotz verlorener Beiratswahl noch flugs die tollen Verträge unterschrieben hatte.

Nun ist Frau Gräfin die Ombudsfrau der KPMG - welch ein "Zufall"!

Dann wünsche ich den KPMG-Mitarbeitern "viel Erfolg", wenn Sie sich Frau Gräfin anvertrauen.

   
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8.

DR. AXHAUSEN UND DAS SKANDALÖSE KPMG-GUTACHTEN

 

Bekanntlich gingen 2012 die beiden Werftbetriebe P+S an der Ostsee in die Insolvenz, was das Bundesland  Mecklenburg-Vorpommern 270 Mio. € wegen Inanspruchnahme aus Bürgschaften und über 20 Mio. € an geleisteter Liquiditätshilfe kostete.

Grundlage für all diese Bürgschaften und Liquiditätshilfen an die beiden maroden Werftbetriebe war seinerzeit ein "Sanierungsgutachten" der KPMG aus dem Jahre 2009.

Dieses wurde später von zwei unabhängigen Sachverständigen als "extrem mangelhaft" bezeichnet, da es erhebliche Fehler aufwies und von einem völlig unrealistischen Firmenwert ausging.

Dr. Michael Axhausen, Chefgutachter der KPMG, wurde später als Verfasser des Gutachtens vor den Untersuchungsausschuss des Landtags in Schwerin zitiert und über das Gutachten befragt.

Jetzt kommt der Knaller:

Dort musste er kleinlaut zugeben, dass er das Gutachten auf politischen Druck hin "machbar" gemacht habe, da es um "eine ganze Masse Arbeitsplätze ging."

Was halten Sie denn davon? - Der Chef-Gutachter der KPMG macht ein Gutachten "machbar"!?

KPMG wird jetzt vom Insolvenzverwalter und den früheren Eigentümern auf 514 Mio. € Schadenersatz verklagt. Die Klage wurde zugelassen.

Nach Aussage namhafter Experten wird KPMG im Prozess ein juristisches Erdbeben erwarten.

Kollege Dr. Michael Axhausen gehört dem erweiterten Vorstand der "Gesellschaft für Restrukturierung - TMA Deutschland e.V.", Frankfurt, an. Hierbei handelt es sich um einen Berufsverband von Restrukturierungsexperten ("Berufsverband"), dem u.a. auch  PwC, EY, Linklaters, Morgan Stanley, Commerzbank, Freshfields ... angehören und der insbesondere der Akquise von Aufträgen (gerne auch aus der Politik) dient.

International gehören die Mitglieder der "Turnaround Management Association", Chicago, Illinois, USA an. Hört sich doch sehr kompetent an - oder?

Na, dann schauen wir erst einmal, wie KPMG im Prozess den Turnaround hinkriegt!?

   
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9.

ELKE KÖNIG - EHRUNG FÜR EUROPAS BANKENABWICKLERIN

 

Sie erinnern: Dr. Elke König war nach Stationen bei der KPMG und langjähriger Tätigkeit in der  Versicherungswirtschaft ab Januar 2012 Präsidentin der deutschen Finanzaufsichtsbehörde BaFin.

Nach dem Anwerben durch Schäuble zickte sie erst einmal rum und dann gab es einen kräftigen Aufschlag auf das magere BAT-Beamtensalär (+ 120.000 €) - man lebt ja schließlich nur einmal.

Im Dezember 2014 erfolgte dann der nächste Schritt auf der Karriereleiter und sie wurde zur ersten Exekutivdirektorin des neu gegründeten "Single Resolution Board" (SRB) in Brüssel ernannt. Dort ist sie zuständig für die europaweite Abwicklung nicht mehr lebensfähiger Großbanken.

Anfang 2016 erfuhr die Ex-Kollegin eine besondere Ehrung: Sie wurde Ehrenmitglied des "Hannover Center of Finance" (HCF). Ursprünglich aus Köln stammend, wohnt sie bereits seit Jahren in Hannover und düst von dort aus immer nach Brüssel.

Zu dieser Ehrung gratuliere ich ausdrücklich, kenne ich sie doch noch aus der Betreuung meiner Dipl.-Arbeit bei Prof. Sieben an der Uni Köln.

Das "Hannover Center of Finance" wurde übrigens 2008 gegründet.

Von wem? - Na, von der ortsansässigen Finanzindustrie und den Big4. Man beschäftigt sich dort insbesondere mit aktuellen Themen zur Bankenregulierung.

In ihrer Dankesrede lobte sie dann auch brav: "Hannover ist eine tolle Stadt und schließlich solle man die Finanzthemen nicht nur Frankfurt überlassen."

Also nochmal: Die Europa-Bankenabwicklerin lässt sich von der Finanzindustrie und von den Big4 für ihre hoheitliche Aufgabe ehren und nimmt dankend an. So empfehlen sich die Big4 mit dieser Preisverleihung bei ihr schon jetzt für künftige millionenschwere Mandate zur europaweiten Bankenabwicklung!?

   
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10.

DIE WELT DES IDW IST NICHT UNSERE WELT

 

Alle 14 Tage warte ich gespannt auf den Briefträger, der mir die neue "WPg" bringt. Regelmäßig am 8. eines Monats gibt es noch "IDW Life" (ehemals: IDW Fachnachrichten) obendrauf.

Oftmals liegen beide Zeitschriften dann wochenlang auf meinem Nachttisch und warten auf Bearbeitung. Spannend finde ich insbesondere längere Beiträge, deren Thema ich noch nicht einmal verstanden habe, wo mindestens drei Kollegen/innen einer Big4 schreiben und auf jeder Seite mehr als 10 Fußnoten sind.

Zum Beispiel lese ich immer noch an der WPg-Ausgabe 14.2016:

  • Es dauerte doch recht lange, bis ich feststellte, dass das "EMIR-System" (S. 771 ff., PwC) nichts mit den Scheichtümern am Persischen Golf zu tun hat. Ich hatte mich vorschnell an den Spruch erinnert: "Sagt der Scheich zum Emir, komm steh auf, jetzt geh´n mir!"
  • Auch die "Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte bei Kreditinstituten" (S. 782 ff., alle Big4) habe ich noch nicht ganz verstanden, werde jedoch demnächst meinen Kundenberater bei der "Raiffeisenbank" dazu mal hören.
  • Die Ergebnisse des Lehrstuhls von Prof. Pellens haben mich fasziniert! Hier wird über die "Entwicklung leistungsorientierter Pensionsverpflichtungen in der Niedrigzinsphase" auf S. 792 ff. philosophiert. Insbesondere die Ergebnisse aus Süd-Spanien haben mich schockiert.

Ich bespreche solche praxisrelevanten Aufsätze unseres Lobby-Vereins der Big4 auch gerne mit meinen  mittelständischen Mandanten, die dies immer wieder fasziniert!

Ich finde, dass die WPg-Ausgaben immer spannender werden und sich die Verweildauer auf meinem Nachttisch hierdurch deutlich verlängert.

Die Website des IDW verblüfft mich auch immer wieder mit ihren praxisrelevanten Hinweisen für kleine und mittelgroße Kanzleien.

  • Zum Beispiel teilte das IDW am 22.07.2016 eine "Änderung der PCAOB Prüfungsstandards, PCAOB Release No. 2016-002" mit, dessen "Überarbeitung man befürwortet", sich aber gleichzeitig "kritisch zu dem Vorschlag äußert, den Standard AS 1205 nicht als Pendant zu ISA 600 beizubehalten".
  • Ich habe mich spontan dieser Meinung angeschlossen und in einem persönlichen Brief ans IDW zum Ausdruck gebracht, dass es ja so auch nicht ginge!!! - Wo kommen wir denn auch hin, wenn jeder macht, was er gerade möchte???

Spaß beiseite!

Solche Beiträge interessieren vielleicht 100 "Experten" der Big4. Insoweit sollte man die WPg vom Netz nehmen und zu einer "Clubzeitschrift" der Big4 machen.

Tipp von mir: Lesen Sie doch einmal die "WP Praxis" aus dem NWB-Verlag! - Diese Zeitschrift ist für Prüfungsmandate im Mittelstand wesentlich besser geeignet - und sogar verständlich.

   
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11.

HABEN SIE VIELLEICHT ETWAS GEHÖRT?

 

Manchmal stelle ich mir die Frage: Was ist eigentlich daraus geworden?

  • Aus der 9 Mio. € schweren Imagekampagne des IDW (2014 bis 2017) - Was hat wurde erreicht? Oder wurde die Kohle nur "verbrannt?
  • Aus der Prüfung der 700.000 Asylanträgen für das BAMF durch Wirtschaftsprüfer (insbesondere der Big4)? - Oder ist das Ergebnis so blamabel, dass man darüber besser nicht mehr berichtet?
  • Wo ist der "Ex-general secretary" der APAK, RA Tim Volkmann, abgeblieben? Lt. den sozialen Netzwerken ist er immer noch bei der APAK, die es aber seit dem 17.06.2016 nicht mehr gibt.
   
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12.

WWW.PRIMUS-WISSEN.DE IST AM START!

 

Das PR1MUS-Download-Center hat seit Montag, den 01.08.2016, eine eigene Website.

Hier finden Sie jetzt als Seminarteilnehmer kostenlos in einem passwortgeschützten Bereich Checklisten, Musterberichte und weitere Arbeitshilfen für die Berufspraxis.

Die anwenderfreundliche Homepage führt Sie in wenigen Schritten zu dem von Ihnen gesuchten Dokument. Durch die optimierte Suchfunktion können Sie sich alle für Sie relevanten Dokumente anzeigen lassen.

Mittlerweile sind über 550 aktualisierte Dokumente hinterlegt, die unseren Seminarteilnehmern als pdf- oder word-Dokument kostenlos zur Verfügung stehen.

Ihre aktuellen Passwörter gelten weiter und wurden übernommen.

Übrigens: Dies ist mein Geschenk zum 10-jährigen Bestehen von PR1MUS an unsere Seminarteilnehmer/innen.

   
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13.

NOCH EIN KNALLER: WWW.WER-PRUEFT-WEN.DE

 

Zeitgleich mit www.primus-wissen.de geht eine weitere Website ans Netz: www.wer-prueft-wen.de.

LÜNENDONK gibt jedes Jahr seine überteuerten "Studien" des Wirtschaftsprüfermarktes in Deutschland raus. Mit kaum belastbaren Zahlen eifert man im Ranking, feiert sich selber und rechnet sich einen "12,5 Mrd. €-Markt" schön.

IDW und WPK geben sich ahnungslos! Beide sind an Transparenz des WP-Marktes offensichtlich nicht interessiert! Dabei leben wir doch im Zeitalter der Transparenz und alle Daten stehen zur Verfügung.

Es bedarf nur einer Idee, eines intelligenten Datenanalysten und vier Wochen Zeit. Fast alle Daten stehen im eBanz. Warum ist der eBanz nicht bereits selbst darauf gekommen? Oder gar die Chefstrategen von Lünendonk?

So entsteht binnen eines Monats eine neue Homepage, die nun für jedermann Transparenz schafft und regelmäßig aktualisiert wird:

  • Wer prüft wen?
  • Welche Honorare wurden gezahlt?
  • Wer ist aktiv in meiner Region im Prüfermarkt unterwegs?
  • Welcher Mandant wechselt wohin und zu welchem Honorar?

Hier entstand die größte Datenbank für den Wirtschaftsprüfermarkt in Deutschland!

Großer Dank gebührt hier Herrn CISA Michael Goldshteyn, einem branchenerfahrenen Datenanalysten, und seinem WPW-Team!!!

Übrigens wurde das IDW über das Vorhaben informiert. Eine endgültige Antwort hat das wer-prueft-wen-Team jedoch bis heute noch nicht erhalten. Ob es an den bürokratischen Strukturen oder an der Angst vor Innovationen und Transparenz liegt, vermag keiner zu sagen.

Das IDW verballert lieber seit Jahren Hunderttausende Euro an Mitgliedsbeiträgen mit dem Projekt "Wirtschaftsprüfung 2025" an der Uni Münster (wo Prof. Naumann zufällig einen Lehrauftrag hat).

   
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14.

FACHFORUM II / 2016

 

Im Fachforum Prüfungswesen II/2016 (Sept./Okt. 2016) werden die neuen Erstellungs- und Prüfungsberichte 2016 (nach BilRUG) - auch unter Berücksichtigung der ISA - vorgestellt (s. Vorschau).

Die (neuen) gesetzlichen Regelungen des BilRUG werden anhand von Fallbeispielen dargestellt.

Sie erhalten unsere neuen Muster-Erstellungs- und Muster-Prüfungsberichte 2016 sowie zahlreiche Guidelines, Checklisten und Textbausteine.

Alle Unterlagen erhalten Sie bei uns auch als elektronische word-Dokumente!

Damit sind Sie für die Bilanzierungsfragen nach BilRUG und die Berichtssaison 2016 bestens gerüstet!

   
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15.

PR1MUS AKADEMIE IM HERBST 2016

 

Im Oktober findet das Seminar "Jahresabschlussprüfung III" der PR1MUS Akademie GmbH an zwei Orten, Köln (5. - 7. Oktober) sowie Bad Boll (19. - 21. Oktober), statt. Zielgruppe der PR1MUS Akademie sind qualifizierte Mitarbeiter kleiner und mittelgroßer Kanzleien.

Am ersten Tag stehen die Bilanzierung und Prüfung des Eigenkapitals, der latenten Steuern, der Pensionsrückstellungen sowie Besonderheiten der Prüfung eines Jahresabschlusses einer GmbH & Co. KG im Fokus. Die Prüfung des Anhangs sowie des Lageberichts sind die Schwerpunkte am zweiten Tag. Fragen zum Haftungsrecht des WP, zum Prüfungsbericht und die Prüfung der Ereignisse nach dem Abschlussstichtag sind u. a. Themen des dritten Tags.

Es werden den Teilnehmern Prüfungsprogramme und Checklisten zur Verfügung gestellt und vor allem auch aufgezeigt, wie damit in der Praxis unter Berücksichtigung von Effizienzaspekten gearbeitet werden sollte.

Weitere Infos unter http://www.primus-fachakademie.de/termine/termine-2016/.

   
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16.

APP "WER WIRD WP-EXPERTE?"

 

Die beliebte App „Wer wird WP-Experte?“ wurde an den aktuellen Rechtsstand aufgrund des AReG und des APAReG angepasst und mehr als 100 zusätzliche Fragen hinzugefügt. Diese kostenlose App wurde gemeinsam von den Herren Prof. Dr. Gerrit Brösel, WP/StB Dr. Christoph Freichel (PR1MUS Akademie) und Dipl.-Kfm. WP StB Dirk Hildebrandt (PR1MUS Seminare) in Zusammenarbeit mit dem NWB-Verlag entwickelt.

In der App können bis zu 15 Gewinnrunden gespielt werden. In jeder Runde müssen Fragen aus dem Bereich der Wirtschaftsprüfung durch Auswahl aus jeweils vier Antwortmöglichkeiten gelöst werden. Der Schwierigkeitsgrad steigt mit jeder Runde. Wir haben den Schwierigkeitsgrad in der neuen Version erhöht!

Durch die App „Wer wird WP-Experte?“ haben Sie die Möglichkeit, Fragen zum Wirtschaftlichen Prüfungswesen kompakt und an jedem Ort auf dem Smartphone bzw. Tablet trainieren zu können.

Das Spielvergnügen ist ab jetzt für alle Interessierten für Android-Nutzer über den „Google Play Store“ und für iPhone/iPad-Nutzer über den „AppStore“ kostenfrei abrufbar!

Also: Viel Spaß beim spielerischen LERNEN!

   
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17.

GRÜßE AUS KÖLN!

 

Ich hatte Ihnen doch versprochen, dass 2016 mein kreativstes Jahr werden wird!

Und jetzt geht es am Mittwoch erst einmal mit lieben Freunden auf eine einwöchige Fahrradtour längs der Mosel.

Tschüss!

Kollegiale Grüße aus Köln

Ihr

Dirk Hildebrandt

Herausgeber (ViSdP):

WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Str. 9
51149 Köln
Tel. 02203 / 98 00 20
E-Mail: hildebrandt@wpwatch.de

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