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WP Watch

NR. 65 - MÄRZ 2016

 
1. Die Wellen schlagen wieder einmal hoch!
2. In eigener Sache: Serverproblem
3. APAReG - der Bundespräsident hat das Gesetz noch nicht unterschrieben
4. PwC, VW und der nette Staatssekretär Machnig vom BMWi
5. Angestellte Anwälte in WPK / APAK und IDW
6. Unternehmenskommunikation à la Rödl & Partner
7. Rödl und die (fehlenden) Umsatz-Millionen
8. Keine WP-Lehrgänge mehr beim IDW
9. Newsletter machen viel Arbeit
10. Die Berufsaufsicht und das HGB
11. WP-Examen: IDW darf Musterlösungen nicht veröffentlichen
12. Rolf aus Neukölln
13. Das andere Extrem
14. Fachforum Prüfungswesen 2016
15. Grüße aus Köln!
1.

DIE WELLEN SCHLAGEN WIEDER EINMAL HOCH!

 

Nach dem Januar-Newsletter und aufgrund diverser Meldungen auf www.wpwatch.de schlugen die Wellen wieder hoch. Diverse Recherchen von wpwatch und die prägnante Berichterstattung haben wieder Ihre Aufmerksamkeit gefunden. Es ist schon erstaunlich, wenn nicht gar beschämend, was im wirtschaftsprüfenden Beruf abläuft bzw. was eine Clique von Berufsvertretern glaubt, sich herausnehmen zu können.

Auswertungen unseres Statistik-Tools PIWIK zeigen mir immer genau an, welche Meldungen jeweils am meisten für Wirbel sorgten. Im Februar 2016 waren es eindeutig

  • unsere netten Berufsaufseher-Rechtsanwälte in WPK, APAK und IDW,
  • die rechtswidrige Vermögensbildung bei der WPK,
  • die Umsatzzahlen von Rödl & Partner,
  • das uneingeschränkte PwC-Testat bei VW und
  • das nicht unterschriebene APAReG.

Positive Reaktionen aus dem Berufsstand über wpwatch nehmen sprunghaft zu. Aufforderungen und Hinweise zu gezielten Recherchen und die Schaffung von Transparenz in der Berufspolitik beherrschen das Bild.

Es gibt noch vieles zu recherchieren!

   
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2.

IN EIGENER SACHE: SERVERPROBLEM

 

Sowohl der wpwatch-Newsletter als auch die Fachnachrichten plus werden monatlich tausendfach per email verschickt. Zunehmend kommt es in letzter Zeit dazu, dass Hunderte von Emails nicht zugestellt werden können, da sie als Spam angesehen werden.

Unsere IT-Dienstleister haben festgestellt, dass der von uns gemietete Server der Fa. Mittwald gerne wohl von Industriekunden zum Versand von Werbung benutzt wird, die oftmals als Spam erkannt wird.

Wenn Sie also den von Ihnen abonnierten wpwatch-Newsletter oder die Fachnachrichten plus nicht - wie gewohnt - regelmäßig erhalten, so möchte ich Sie bitten, sich diese auf unserer Homepage herunterzuladen. Störender wäre es für Sie, wenn wir die Versandaktionen wiederholen und die meisten von Ihnen die Email ein zweites Mal erhalten würden.

Unser IT-Dienstleister wird künftig andere Serverkapazitäten nutzen, so daß ich davon ausgehe, dass der Versand per Email künftig störungsfreier verlaufen wird.

Danke für Ihr Verständnis!

   
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3.

APAREG - DER BUNDESPRÄSIDENT HAT DAS GESETZ NOCH NICHT UNTERSCHRIEBEN

 

Das hatten sich die Strategen aus WPK, APAK, IDW und WPK wohl anders vorgestellt. Am 03.12.2015 hatte der Deutsche Bundestag das Abschlussprüferaufsichtsreformgesetz (APAReG) verabschiedet und am 18.12. hatte auch der Bundesrat das Gesetz "durchgewinkt".

Was sollte denn da noch schiefgehen?

Seit nunmehr 10 Wochen liegt das Gesetz im Bundespräsidialamt und wird auf seine Verfassungsmäßigkeit und seine Übereinstimmung mit europarechtlichen Grundsätzen hin geprüft.

wp.net und PR1MUS hatten renommierte Gutachter gebeten, das APAReG daraufhin zu prüfen und dies gutachterlich festzustellen. Diese drei Gutachten wurden dem Bundespräsidenten vorgelegt.

Seither ruhen auch die Ausschreibungs- und Einstellungsverfahren für die Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS), da der Präsident der BAFA erst die Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten Joachim Gauck abwarten will.

Das Bundespräsidialamt soll zwischenzeitlich, so berichten zuverlässige Quellen in Berlin, Hintergrundgespräche mit dem Bundesverfassungsgericht führen, ob das Gesetz in dieser Form überhaupt unterschrieben werden kann.

Die "Drahtzieher" in Berlin (WPK, IDW, BMWi und APAK) werden zunehmend nervös! Glaubten Sie doch schon, dass eine 100%-Mehrheit aus Big4, "Herzig-Liste" (IDW) und deren "Mitläufer" im Vorstand der WPK ausreichen, um die Rechtsstaatlichkeit und das Demokratieprinzip im Berufsstand "aus den Angeln zu heben"!

Es bleibt spannend!

Aktuelle Infos gibt es hierzu immer wieder auf www.wpwatch.de.

   
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4.

PWC, VW UND DER NETTE STAATSSEKRETÄR MACHNIG VOM BMWI

 

Bei wpwatch hatte ich Ihnen bereits den "netten Herrn Schmidt" vom BMWi vorgestellt, der seinerzeit als Ministerialrat die "Vergütungen" für die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der APAK in Höhe von 1.500 €/> 4  Std. festlegte und es nicht versäumte, diesem Gremium auch gleich mehrere Jahre (gegen diese fette Vergütung) zu dienen. Wohl ein "Dankeschön" von Dr. h.c. Spindler und der Geschäftsführung der WPK an ihn.

Heute stelle ich Ihnen einen weiteren "netten Herrn" aus dem BMWi vor: keinen geringeren als den für die Berufsaufsicht der Wirtschaftsprüfer zuständigen Staatssekretär im BMWi, Herrn MdB Matthias Machnig.

Den Anlass zu dieser Recherche lieferte der Herr Staatssekretär gleich selbst, mit seinen im Auftrage der Bundesregierung (BMWi) an den Bundestagspräsidenten Prof. Lammert übermittelten Antworten auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKEN bzgl. des VW-Abgasskandals und der vermeintlichen Mitwirkung von PwC.

Die Antworten sind eine einzige "Nebelkerze"; völlig unqualifiziert und nichtssagend!

Doch schauen Sie einmal selbst in die Vita von Matthias Machnig.

Na, diese Vita hat es doch in sich - oder? Müntefering, Kanzler Schröder, Peer Steinbrück - Politik, Wirtschaft, Ruhestand, Wahlkampfmanager - allen hat er schon gedient!

Doch es gibt auch pikante Details:

Mit einem „blauen Auge“ kam Machnig in der so genannten WM-Ticket-Affäre gegen Ex-EnBW-Chef Utz Claassen davon. Das Verfahren gegen Machnig wurde gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 2.500 € eingestellt. In den Monaten nach der Einladung zur WM hatte der seinerzeitige Umweltstaatssekretär nämlich wichtige Gespräche mit den großen Energiekonzernen dieser Republik zu führen, darunter die EnBW.

Im September 2013 wurde bekannt, dass Machnig jahrelang Bezüge (erst Übergangsgeld, dann Ruhegehalt) aus seinem alten Amt als Staatssekretär im Bundesumweltministerium bezogen habezuzüglich zu seinem Ministergehalt von jährlich 147.000 €.

Das nennt man "Doppelverdiener"! Muss man als Minister auch nicht merken, dass einem hier auf dem privaten Girokonto "Gutes widerfährt"!?

Na, dann kann man den Herrn Staatsekretär doch wenigstens anweisen, dass er in seiner Zuständigkeit  absolut nichtssagende und lächerliche Antworten auf eine parlamentarische Anfrage gibt. Diese "Nebelkerze" passt doch gut zu dieser exzellenten Vita des Herrn Staatssekretär, der ohnehin für vieles gut ist und offensichtlich nichts mehr zu verlieren hat!

WPK, APAS und IDW können dieses Machnig-Papier zumindest jetzt dazu nutzen, um dem Rest der Prüferwelt mitzuteilen, dass die Fragen zur Mitwisserschaft von PwC im VW-Abgasskandal alle bereits vom BMWi vollständig und qualifiziert beantwortet wurden und sich daraus berufsaufsichtsrechtlich kein Anfangsverdacht gegen PwC ergeben würde. Somit wird es auch kein Ermittlungsverfahren und auch keine Einschaltung der GStA Berlin geben! Dann nennt man dieses Papier "Persilschein"!

PwC ist damit (scheinbar) reingewaschen!

   
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5.

ANGESTELLTE ANWÄLTE IN WPK / APAK UND IDW

 

In der Führungsriege der WPK arbeiten neun Anwälte, die den Berufstitel "RA" führen. Sieben weitere Juristen mit Berufstitel "RA" sind als Referenten tätig. Bei der APAK arbeiten vier Anwälte, die den Berufstitel "RA" führen. Auch das IDW hat in der Geschäftsführung eine "Rechtsanwältin".

Dem Berufsrecht der Rechtsanwälte folgend, müssten diese 21 Berufsaufseher, Referatsleiter und Geschäftsführer freiberuflich tätig sein.

Ich habe dies recherchiert und die Frage gestellt: Wie gewissenhaft nehmen es die fest angestellten "Berufsaufseher" und die Führungsriege von WPK/APAK eigentlich bei der Beachtung ihrer eigenen berufsrechtlichen Vorschriften?

Diese Frage ist erlaubt, denn die Kammervertreter haben schließlich eine Vorbildfunktion.

Die Recherche brachte "interessante" Ergebnisse. Doch schauen Sie selbst!

37 km vom Sitz der WPK/APAK entfernt liegt Königs Wusterhausen. Die Liegenschaft "Chausseestraße 55" gehört sicherlich nicht zu den renommierten Lagen für Rechtsanwälte, beherbergt jedoch gleich sechs Anwaltskanzleien unter einem Dach.

Dies muss ja wohl einen besonderen Grund haben, zumal es hierbei weitere "Auffälligkeiten" gibt. Doch auch die übrigen Anwälte und StB in WPK/APAK und IDW haben sich mit freiberuflicher Tätigkeit in ingesamt sechs Bundesländern "organisiert".

Wie kann der Generalsekretär der APAK, die gem. § 66a I WPO die Aufsicht über die WPK führt, unter dem gleichen Dach mit der Führungsriege der WPK eine "Kanzlei" unterhalten? Nennt man dies dann auch "Aufsicht über die WPK"?

Die Recherche betrifft unsere Berufsaufseher, die bei Wirtschaftsprüfern und vereidigten Buchprüfern gerne Verfehlungen feststellen, Beanstandungen und Hinweise aussprechen oder gar Rügen (mit Geldauflage) erteilen.

Viele Fragen wurden bereits an wpwatch gerichtet und viele Mutmaßungen in den Raum gestellt:

  • Liegt es an der Sozialversicherungspflicht (BFA)?
  • Ist freiberufliche Tätigkeit in einer Behörde nicht genehmigungspflichtig?
  • Ist Werbung in diesem Falle eigentlich erlaubt?
  • Ist das in Königs Wusterhausen eine Sozietät oder eine Bürogemeinschaft?
  • Was sollen die Telefonnummern des IDW? u.v.m.

Deswegen dieser "Blick in den Spiegel"!

Übrigens: Wenn Sie in Königs Wusterhausen einen Kanzleitermin wahrnehmen wollen und niemanden antreffen, probieren Sie einmal die leckeren Backwaren in der Bäckerei Gerald Grabarse! Gleich nebenan im  Haus! Zu empfehlen sind die Hefeteilchen und die belegten Brötchen. Sie können ja auch dort einmal nachfragen, wo sie Frau Rechtsanwältin Grabarse-Wilde finden!?

Echt lecker die Brötchen!

   
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6.

UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION À LA RÖDL & PARTNER

 

Im Januar-Newsletter hatte ich die Frage gestellt: "Wie groß ist Rödl wirklich?"

Bei sorgfältiger Recherche diverser Jahresabschlüsse der Rödl-Gesellschaften fiel auf, dass gegenüber LÜNENDONK offensichtlich jahrelang zu hohe Umsatzzahlen übermittelt wurden. Schlussendlich ist fraglich, ob Rödl & Partner überhaupt zu den TOP 10 in Deutschland zählt!?

Presseanfragen blieben sowohl von Rödl & Partner als auch von LÜNENDONK hierzu unbeantwortet.

Am 19.01.2016 - nach Veröffentlichung des Artikels - erhielt ich postwendend eine verunglimpfende Email aus der ersichtlich war, dass diese offensichtlich vom Rödl-Management an Rödl-Mitarbeiter verschickt worden war. Der Verfasser dieser Email zog es vor, unerkannt zu bleiben ("DieSimpsons").

Wenn man solch diffamierende Emails verschickt, muss man jedoch damit rechnen, dass dies auch Mitarbeitern  und Partnern im Hause zu weit geht. Schon bald wurde mir die besagte Schmäh-Email im Original zugeleitet:

„Von: Widow Thorsten
Gesendet: Dienstag, 19. Januar 2016 10:48
Betreff: wpwatch-Newsletter Januar 2016

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie Sie vielleicht gesehen haben, ist bei wpwatch.de ein überaus dilettantischer, fehlerbehafteter und – was noch schlimmer ist – pietätloser Artikel über Rödl & Partner erschienen. Dort geht es insbesondere darum, wie die Umsatzangaben zustande kommen, die wir jährlich an Lünendonk übermitteln. Der Autor, Herr Hildebrandt, bemüht sein fragiles Viertelwissen und kommt zu dem Schluss, dass wir die Angaben aufhübschen. Das ist grober Unfug. Für das Jahr 2014 haben wir Lünendonk z.B. einen Inlandsumsatz von 170 Millionen Euro gemeldet. Dieser Umsatz setzt sich zusammen aus den Umsätzen unserer deutschen Gesellschaften abzüglich Admin-Kosten und (geringfügiger) Fremdanteile.

Rödl & Partner ist immer um Transparenz bemüht. Uns liegt es fern ein Bild zu zeichnen, das nicht der Wahrheit entspricht. Bitte ignorieren Sie den wpwatch-Beitrag und damit auch die darin enthaltene geschmacklose Anspielung auf unseren Firmengründer Dr. Bernd Rödl.

Mit besten Grüßen
Thorsten Widow“

Der "nette Herr Widow" verantwortet übrigens weltweit die Unternehmenskommunikation von Rödl & Partner. Ist dies vielleicht die neue Form der Kommunikation im wirtschaftsprüfenden Beruf?

Dumm gelaufen!

   
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7.

RÖDL UND DIE (FEHLENDEN) UMSATZ-MILLIONEN

 

Die Reaktion des Chef-Kommunikators Widow verdeutlicht, dass es Rödl & Partner schwer fällt, transparente Finanzinformationen, selbst den Mitarbeitern gegenüber, preiszugeben.

Es wird in der Email ein Inlandsumsatz von 170 Mio.€ genannt, der an LÜNENDONK gemeldet wurde.

Rödl scheint auch die weltweiten, gruppeninternen Einnahmen aus dem Lizenzgeschäft (Rödl betreibt weltweit eigene Tochtergesellschaften) mit angegeben zu haben, denn Herr Widow sagt in seiner E-Mail, dass sämtliche Rödl Gesellschaften in Deutschland, also auch die Rödl International GmbH (Tochter der Sebalder WPG), die Beteiligungserträge und Lizenzeinnahmen vereinnahmt, in die Umsatzbetrachtung mit einbezogen wurden.

Zur Information: Die im In- und Ausland aktiven Tochtergesellschaften zahlen für die Nutzung der Marke Rödl & Partner Lizenzentgelte an Rödl Nürnberg. Dies ist steuerlich offensichtlich günstiger für Rödl Nürnberg als Gewinnausschüttungen zu kassieren.

Vergleicht LÜNENDONK dann nicht Äpfel mit Birnen? Rödl generiert somit auch Umsätze aus gruppeninternen Franchise-Einnahmen, während die anderen Marktteilnehmer dies nicht tun.

Es ist aus Sicht der einzufordernden Transparenz erforderlich auch mitzuteilen, in welchem Umfang gruppeninterne Umsätze bzw. Umsätze aus (weltweiten) Lizenzentgelten vereinnahmt werden, die selbstverständlich nach HGB in einem Konzernabschluss zu konsolidieren sind. Man nennt dies "Aufwands- und Ertragskonsolidierung" (§ 305 HGB)!

Klartext: LÜNENDONK sollte für das Ranking nur testierte Konzernabschlüsse zugrunde legen! Dann schauen wir doch demnächst einmal genau hin, wo Rödl & Partner im nächsten Ranking landen wird!?

Eine Frage hab ich noch: Oder hatte Bernd Rödl bereits vor 10 Jahren die Vision des Umsatzerlösbegriffs nach BilRUG vor Augen?

   
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8.

KEINE WP-LEHRGÄNGE MEHR BEIM IDW

 

Im neuen Tätigkeitsbericht 2014/2015 des IDW erstaunt eine nüchterne Nachricht auf Seite 43:

Das IDW hat die Durchführung von Studienlehrgängen zur Vorbereitung auf das WP-Examen eingestellt.

Als Begründung werden die "rückläufigen Teilnehmerzahlen" im WP-Examen wie auch die zunehmende Bedeutung der Masterstudiengänge nach § 8a WPO angeführt. Dies habe die IDW Akademie GmbH zum "Rückzug aus diesem Segment der Examensvorbereitung" bewogen!?

Frage: Welches "Segment" besetzt das IDW denn noch bei der WP-Vorbereitung?

Damit übernimmt AKS im schrumpfenden Markt der WP-Lehrgänge (vor econect) die "Marktführerschaft".

Die Strategie der Big4 ist es ohnehin, ihre Kandidaten durch die Masterstudiengänge nach § 8a WPO bei Prof. Wüstemann & Co. zu schleusen, denn dort hat man die "Sache im Griff" und bekanntlich über 90% Bestehensquote (!!!).

So kann man sich seine WPs nach Bedarf selber "backen".

   
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9.

NEWSLETTER MACHEN VIEL ARBEIT

 

In seinem Newsletter Februar 2016 kündigte Kollege Farr an, dass er wegen des "erhöhten Arbeitsaufwandes" künftig nur noch alle 4 Monate einen Newsletter schreiben wird.

Schade?

Bei genauerer Betrachtung sind die Newsletter des Kollegen Farr, die jeweils rd. 50 Seiten umfassen, Werbeprospekte für Seminare oder Wiedergaben von Inhalten auf der Homepage von WPK / IDW - bis auf die (teilweise schlüpfrigen) Schwabenwitze.

  • Kritisches Auseinandersetzen mit dem Berufsstand?
  • eigene Recherchen? oder
  • Schaffung von Transparenz?

Fehlanzeige!

Vor dem Hintergrund seiner wirtschaftlichen "Abhängigkeit" vom IDW und seiner loyalen Rolle als "Mehrheitsbeschaffer der Herzig-Liste" ist dies auch wohl kaum anders zu sehen.

   
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10.

DIE BERUFSAUFSICHT UND DAS HGB

 

Zur Vorbereitung auf das FACHFORUM 2016 habe ich über 100 Schreiben der Berufsaufsicht der WPK im Rahmen ihrer BAnz-Durchsicht an Kollegen/innen ausgewertet. Ich wollte im Rahmen dieser empirischen Studie einfach wissen, welches die häufigsten Beanstandungen unserer Berufsaufseher sind.

Im Zuge der Studie kam ich zu folgender Erkenntnis:

  • Die Berufsaufseher arbeiten seit Jahren bereits mit "Textbausteinen",
  • der Kreis der beanstandeten Anhangsangaben ist überschaubar und
  • auch der Kreis der beanstandeten Lageberichte konzentriert sich auf relativ wenige Sachverhalte.

Überraschend war jedoch, dass die Berufsaufseher seit BilMoG 2010 veraltete Textbausteine verwenden, da die in den Schreiben verwendeten Zitate der Vorschriften dem Gesetzesstand vor BilMoG entsprechen.

Dies hat sich bisher wohl noch kein/e Kollege/in getraut der Berufsaufsicht zu sagen!?

Gehen wir mal davon aus, dass sich dies bei den Berufsaufsehern herumgesprochen hat und man hier das "Update" macht.

   
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11.

WP-EXAMEN: IDW DARF MUSTERLÖSUNGEN NICHT VERÖFFENTLICHEN

 

Examenskandidaten weisen das IDW vermehrt darauf hin, dass Lösungshinweise der Themensteller zu den Aufsichtsarbeiten im WP-Examen eine wertvolle Hilfe seien und diese bitte veröffentlicht werden sollten. Dies ist im StB-Examen gängige Praxis, wo auch fachkundige Autoren "Musterlösungen" herausgeben.

Das IDW weist in "IDW Life" (Januar 2016, S. 15) darauf hin, dass man gegenüber der Aufgaben- und Wider­spruchskommission bei der WPK angeregt habe, die Veröffentli­chung von Musterlösungen zu erörtern.

Die Prüfungsstelle der WPK teilte daraufhin dem IDW mit, es bei der bishe­rigen Praxis zu belassen und Lösungshinweise weiterhin nur den Korrektoren und Prüfern zur Verfügung zu stellen.

Das IDW schließt seinen Beitrag mit: "Wir bedauern, dass wir deshalb diese Serviceleistung für unsere Mitglieder und für Examenskandidaten nicht anbieten können".

Klartext:

  • Die Durchführung des Berufsexamens und die Herausgabe von Musterlösungen sind einzig und alleine Aufgabe der WPK (§§ 5 ff. WPO).
  • Es wäre nicht hinnehmbar, dass das IDW künftig Lösungshinweise nur seinen Mitgliedern(!) zur Verfügung stellt oder diese gar im IDW-Verlag für teures Geld verkauft.
  • Es ist ein Trauerspiel, dass man den (wenigen) Examenskandidaten (die es heute überhaupt noch gibt) keine Lösungshinweise bereits geschriebener Klausuren zur Verfügung stellt!

Jeder kann sich nun selbst Gedanken dazu machen, warum man in der von den Big4-dominierten WPK keine Musterlösungen und damit keine Transparenz schaffen will! Wer hat hier was zu verbergen?

   
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12.

ROLF AUS NEUKÖLLN

 

Ich habe in meinen Newslettern bereits öfter über "markante Persönlichkeiten des Berufsstandes" berichtet. Hierbei ging es jedoch oft um Milliardäre (Klinikbetreiber, Hotelliers etc.), Honorarkonsule, Reiter- und Richterpräsidenten.

Heute geht es um den WP-Kollegen Rolf. Er ließ sich von einer Berliner Zeitung interviewen und ablichten - damit sein Arbeitgeber ihn auch direkt wiedererkennt.

"Rolf, 64 Jahre alt, Wirtschaftsprüfer, investiert jeden Monat 2.200 € in Roulette und Automaten. Er gehört  zu den 50.000 Berlinern, die Tag für Tag ihr Leben verzocken.

Rolf aus Neukölln bezeichnet sich als „nicht spielsüchtig“. Er investiert jedoch Unsummen und sagt, dass er sein geldfressendes „Hobby“ im Griff habe. 

Bevor er anfängt zu erzählen, nimmt Rolf einen tiefen Schluck aus der Schultheiss-Pulle.

„Ahhh! So Jungs“, fragt er die Reporter, „was wollt ihr wissen?“

„Es begann vor 15 Jahren. Ich war einsam. Eine Freundin von mir schleppte mich ins Europa-Center, zum Roulette. Binnen Sekunden war ich gefangen“, erklärt der 64-Jährige.

„Süchtig bin ich nicht. Spielen ist mein Hobby“. Das Geld verdient er als Wirtschaftsprüfer, knapp 4000 Euro bekommt er raus. Mehr als die Hälfte geht fürs Zocken drauf, manchmal fährt Rolf übers Wochenende in die Casinos von Wiesbaden, Hamburg oder dem belgischen Ostende. Hier gewann er vor Kurzem 12 000 Euro. „Mehr als 700 Euro pro Abend nehme ich nicht mit, lasse meine Kreditkarte im Hotel. Ich habe mich in der Gewalt. Ob ihr mir das glaubt oder nicht: In all den Jahren bin ich bei plus minus null. Das befriedigt mich.“

Also - wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Der Berufsstand hat von allem etwas und beinhaltet offensichtlich das gesamte soziale Spektrum.

Meine dringende Empfehlung an Rolf: Bitte immer Rücklagen für die WPK-Zwangsbeiträge und die Vermögensschadens-Haftpflchtversicherung bilden. Wenn Du diese Kohle auch noch verzockst, hält die Bestellung nicht mehr lange. Und das mit den Fotos geht garnicht! - Aber das sieht man in Berlin vielleicht lockerer.

   
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13.

DAS ANDERE EXTREM

 

Über das "Hobby" des Kollegen Rolf aus Neukölln können andere Kollegen sicherlich lächeln oder den Kopf schütteln.

Bereits zweimal habe ich im Newsletter über meinen verehrten Kollegen WP/StB/RA Bernhard große Broermann berichtet (Nrn. 36 + 52) - seines Zeichens Alleineigentümer des Klinikkonzerns ASKLEPIOS, Milliardär und bereits Eigentümer diverser 5-Sterne-Luxushotels. Zuletzt übernahm er in einem Bieterwettbewerb das traditionsreiche Hamburger Luxushotel Atlantic Kempinski "für einen höheren zweistelligen Millionenbetrag".

In der neuen FORBES-Liste der Milliardäre ist der agile 72-jährige mit einem geschätzten Vermögen von 3,9 Milliarden € die Nr. 10 in Deutschland und weltweit Nr. 351.

   
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14.

FACHFORUM PRÜFUNGSWESEN 2016

 

Fachforum I/2016 (März/April 2016)

PR1MUS hat für die Aufstellung von Anhängen und Lageberichten 2015 und 2016 (BilRUG) eine System von Textbausteinen und Beispielsammlungen entwickelt, die für Mandanten und Kollegen/innen gleichermaßen geeignet sind. Das System wird Ihnen helfen, dass bei Aufstellung, Prüfung und Offenlegung künftig keine unnötigen Fehler mehr passieren und keine Briefe von der Berufsaufsicht (WPK) über Beanstandungen kommen werden.

Fachforum II/2006 (Oktober 2016)

Erstellungs- und Prüfungsberichte 2015 und 2016 (BilRUG) mit Checklisten und Musterberichten.

   
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15.

GRÜßE AUS KÖLN!

 

Kollegiale Grüße aus Köln

Ihr

Dirk Hildebrandt

Herausgeber (ViSdP):

WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Str. 9
51149 Köln
Tel. 02203 / 98 00 20
E-Mail: hildebrandt@wpwatch.de

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