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WP Watch

NR. 60 - SEPTEMBER 2015

 
1. Die Wellen schlagen hoch!
2. Luxleaks-Informant für Sacharow-Preis nominiert
3. Wer prüft die "Big5" - für wie wenig Geld?
4. Das "Rundum-Sorglos-Paket" von der BDO
5. Dr. h.c. Spindlers Märchen von den Qualitätsverweigerern
6. KPMG / Deutsche Bank - (k)ein Fall für die GStA
7. Noch ein Job für Prof. Naumann
8. Die APAK-Truppe ist entlarvt
9. Wirtschaftsprüfer-Museum in Plauen
10. Sektenkultur
11. FACHFORUM II/2015 zum BilRUG
12. Schöne und sonnige Herbsttage!
1.

DIE WELLEN SCHLAGEN HOCH!

 

Die wohl wichtigste Reform in der Geschichte des Berufsstandes (APAReG) geht in ihre Schlussrunde. Der Ball liegt jetzt nicht mehr im BMWi, sondern im Parlament, da der Gesetzesentwurf vorliegt.

Es geht im Kern jedoch nicht (nur) um die Transformation der Abschlussprüferichtlinie (AP-RL), sondern um die Zukunft des freien Berufes des/der Wirtschaftsprüfer/in (§ 1 II WPO).

Die von den Big4 dominierten Gremien, insbesondere WPK / APAK / IDW und die "Mehrheitsbeschaffer" setzen alles daran, durch Überregulierung eine Fortsetzung der Marktbereinigung zu organisieren.

Unter dem Deckmantel eines "berufsrechtlichen Reformstaus" will die WPK Regelungen einführen, die NICHTS mit der AP-RL zu tun haben und einseitig in die Kammerstruktur eingreifen, obwohl für die Kammersatzung der Beirat zuständig ist.

   
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2.

LUXLEAKS-INFORMANT FÜR SACHAROW-PREIS NOMINIERT

 

2010 arbeitete Antoine Deltour, der Mann, der die Luxleaks-Affäre ins Rollen gebracht hat, in der Audit-Abteilung von PricewaterhouseCoopers (PwC) in Luxemburg. Im Laufe des Jahres spielte er mit dem Gedanken, bei seinem Arbeitgeber zu kündigen. Da er noch keine Idee für seine zukünftige berufliche Laufbahn hatte, kopierte er aus dem Computersystem von PwC „Ausbildungsdokumente“.

Bei seiner Suche stieß er auf ein Steuer-Ruling-Dossier, das er mitkopierte. Im Oktober reichte er seine Kündigung ein. Er postete 2011 einen Kommentar auf der Internetseite einer großen französischen Zeitung. Aufgrund dieses Kommentars meldete sich Monate später Edouard Perrin, Journalist bei France 2, bei ihm. Dieser recherchierte für eine Reportage über Steuerparadiese. Antoine Deltour übergab ihm eine Kopie der Dokumente, die er bei PwC mitgenommen hatte. Am 11. Mai 2012 strahlte France 2 eine Sendung aus, in denen die Steuerpraktiken in Luxemburg angeprangert wurden. PwC erkannte in der Sendung firmeneigene Dokumente und startete eine interne Untersuchung, um die undichte Stelle zu finden.

Bereits im Februar 2013 hatte die OECD erste Untersuchungsergebnisse zu Ausmaß und Funktionsweise der Gewinnverlagerung veröffentlicht. Im September nahm dann die EU Steuer-Rulings ins Visier und recherchierte selbst über aggressive Steuervermeidung internationaler Konzerne.

Mitte 2014 wurde Antoine Deltour in Luxemburg angezeigt. Ende April begannen Journalisten des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) mit der Sichtung der fast 28.000 Seiten vertraulicher Dokumente, die aus Beständen von PwC stammten. Am 15. Juli 2014 stimmte das Europäische Parlament für Jean-Claude Juncker als Präsident der EU-Kommission – der maßgeblich für die Steuer-Rulings verantwortlich gemacht wird. Anfang November publizierten Journalisten die Ergebnisse der Sichtung der Dokumente und ihrer Recherchen.

Deltour wurde im Dezember 2014 von der Luxemburger Justiz angeklagt, wegen Diebstahls, Geheimnisverrats, Eindringen in Computersysteme und Geldwäsche. Er riskiert fünf bis zehn Jahre Haft. Auch gegen den französischen Journalisten Edouard Perrin wurde in Luxemburg Anklage erhoben. Ihm wird von der Justiz vorgeworfen, an der unrechtmäßigen Beschaffung von Dokumenten von PwC in Luxemburg beteiligt gewesen zu sein.

Das EU-Parlament teilt mit, dass es insgesamt sechs Kandidaten für den angesehenen Sacharow-Preis 2015 gibt. Der Gewinner wird im Oktober 2015 bekannt gegeben.

   
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3.

WER PRÜFT DIE "BIG5" - FÜR WIE WENIG GELD?

 

Auch Dienstleistungen des Wirtschaftsprüfers unterliegen seit geraumer Zeit dem Regulativ des Geldes: Soll heißen, dass der Wettbewerb oftmals über den Preis ausgetragen wird und Abschlussprüfungen mittlerweile zu austauschbaren Dienstleistungen verkommen.

Eine Korrelation zwischen Prüfungsqualität und Honorar wird seitens WPK / APAK und den Big4 kategorisch geleugnet; Prüfungsqualität sei niemals abhängig von dem vereinbarten Honorar!?

Die Chance zur Schaffung einer "qualitätssichernden  Entgeltregelung" hat der Berufsstand 2014 wohl endgültig vertan.

Die "Big5" interessiert dies herzlich wenig, da sie ohnenhin seit Jahren bereits ihr Prüfungsgeschäft durch das weitaus lukrativere Beratungsgeschäft "quersubventionieren" und der Umsatzanteil des Prüfungsgeschäfts nachhaltig im Sinkflug begriffen ist.

In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage:

Zu welchen Honoraren lassen sich eigentlich die "Big5" der Branche von wem prüfen?

Die Großen der Branche sind als große Kapitalgesellschaften verpflichtet, die von ihnen an ihre Abschlussprüfer gezahlten Honorare offenzulegen (§§ 325 I i.V. 285 Nr. 17 HGB).

Schauen Sie doch einmal auf folgende Übersicht.

Die beiden Marktführer PwC und KPMG lassen ihr milliardenschweres Prüfungsgeschäft für etwa den gleichen Preis (330.000€/339.000€) von Mittelständlern prüfen.- Zufall? PwC zahlte seinen Prüfern jedoch gegenüber dem Vorjahr ein um 24% höheres Prüfungshonorar!?

Das Beratungsgeschäft von PwC (ehemals Booz, dann Strategy &) prüft der schärfste Wettbewerber KPMG (!) für nur 106.000 €, rechnet jedoch für die steuerliche Beratung nach Übernahme 2014 nochmals 69.000 € ab.

Dass PwC seine cashcow "strategy" vom größten Wettbewerber am Markt prüfen läßt, nennt man "Wolf im Schafspelz"!

Die Nr. 3 im Markt (EY) läßt die BDO für einen "Hungerlohn" prüfen. RBS kassiert bei der Prüfung der annähernd gleichgroßen KPMG mehr als das Dreifache!

Deloitte zahlt in Relation zu den beiden Marktführern PwC und KPMG ein vergleichsweise üppiges Honorar an die Düsseldorfer Kanzlei Dr. Glade, König und Partner.

BDO zahlt für die Prüfung ihres Jahresabschlusses an den Hamburger Einzel-WP Reiner Inzelmann (Dunstkreis Schomerus) annähernd das gleiche Honorar, was man selbst bei der Prüfung des sechmal größeren Konkurrenten EY bekommt!? Dies nennt man "Geldwechsel"!

Ist doch interessant, oder?

Fazit: In der Brache zahlt man sich wohl noch "angemessene" Honorare. Prostituieren läßt man sich offenbar erst von potentiellen Mandaten bei Ausschreibungen oder Drohungen von Mandatswechseln.

Die BDO spielt im Kreise der "Big5" aber offensichtlich eine seltsame Rolle!?

Übrigens:

Die WPK zahlt an ihren Abschlussprüfer Dr. Fritz Kesel & Partner OHG, München,  33.975 €. Die Aufwendungen für die Aufstellung des Abschlusses (durch wen?) schlagen nochmals mit 25.000 € zu Buche.

Das VG Berlin wird wohl in wenigen Wochen über die Rechtswirksamkeit des Jahresabschlusses der WPK 2014 (Spartenausgleichsfehlbetrag) urteilen.

   
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4.

DAS "RUNDUM-SORGLOS-PAKET" VON DER BDO

 

Eine der wesentlichen Änderungen bei der Neuregelung der Finanzanlagenvermittlung (FinVermV) ist die Prüfungspflicht. Zum Jahresende 2014 mussten alle Vermittler mit einer Erlaubnis nach § 34f GewO erstmals ihre Prüfberichte 2013 bei der zuständigen Behörde einreichen.

Es geht um immerhin rd. 40.000 Vermittler, also um ein durchaus lukratives Geschäft!?

Das BMWi rechnete seinerzeit mit rd. 1.200 € je Prüfung. Nach Auskünften von Maklerpools liegen die tatsächlichen Prüfungskosten jedoch nur zwischen 350 € und 700 € / Prüfung.

Der Hamburger Maklerpool NETFONDS bietet angeschlossenen Maklern Unterstützung für die Wirtschaftsprüfung.

„Spezielles Augenmerk haben wir auf die laufenden Kosten für die jährliche Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer für Makler und Finanzvertriebe gelegt und Angebote verhandelt, die extrem attraktiv sind“, sagt Martin Steinmeyer, Vorstand der Netfonds AG.

„Investiert haben wir unter anderem in ein revisionssicheres Archivsystem. Unsere Partner können die Dokumentationen eigenständig im Archiv hinterlegen, und der Wirtschaftsprüfer BDO kann direkt auf die Dokumente zugreifen“, erläutert Steinmeyer. In Zusammenarbeit mit BDO wird der ab dem 1. Januar 2013 notwendige jährliche Prüfbericht schon ab 348 Euro p.a. für die angeschlossenen Berater erstellt."

Allein auf dieser Schiene hat BDO bereits mehr als 500 Netfonds-Vermittler akquiriert (Umsatz für BDO rd. 235.000 €).

Die Maklerpools, die mit BDO einen "Rundum-Sorglos-Vertrag" abgeschlossen haben, zögern auch nicht, im Internet die Werbetrommel für die BDO medienwirksam zu rühren.

Vorstand Steinmeyer weiß gar zu berichten, dass Makler, die ihren bisherigen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beauftragt hätten, "in diversen Fällen Probleme bekommen hätten. Manche Prüfer seien schlichtweg überfordert gewesen!"

Na, das sieht doch ganz danach aus, dass bei den nächsten Honorarverhandlungen von BDO mit den Maklerpools "wegen der Mengendegression noch erheblich Luft drin ist." - Oder?

Eine Frage hab ich noch: Ist das u.a. der Grund, warum man den BDO-Mitarbeitern bereits auf der Weihnachtsfeier 2014 mitteilen ließ, dass mit Gehaltssteigerung in 2015 nicht zu rechnen ist?

   
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5.

DR. H.C. SPINDLERS MÄRCHEN VON DEN QUALITÄTSVERWEIGERERN

 

Dr. h.c. Spindler erklärt der Politik im Rahmen seiner Lobbyarbeit für die Big4 gerne, dass sich kleine und mittelgroße Kanzleien vehement gegen weitere Qualitätsanforderungen zu Wehr setzen würden, obwohl die Richtlinie dies fordere. So berichten gut informierte Kreise aus Berlin. Hierbei zitiere Dr. h.c. Spindler gerne auch aus Sitzungsprotokollen des Beirates.

Dieses "Spindler-Märchen von den gestiegenen Anforderungen" durch die AP-RL wird von der Politik schnell übernommen und leider nicht hinterfragt.

Der Gesetzgeber (BMWi) hat dies anscheinend im Gesetzesentwurf zum Anlass genommen, die Qualitätskontrollprüfer (reviewer) künftig durch die APAS überwachen zu lassen. Jedenfalls fordert die APAK in ihrem Jahresbericht 2014 massive Verschärfungen.

Auf Seite 116 der Gesetzesbegründung zum APAReG heißt es hierzu wörtlich:

"Um die Qualität von Prüfungen für Qualitätskontrolle und auch die öffentliche Wahrnehmung und die Glaubwürdigkeit des Qualitätskontrollverfahrens zu erhöhen, sollen die Prüfer für Qualitätskontrolle hinsichtlich ihrer Kontrolltätigkeit nach § 57a zukünftig gemäß Absatz 4 Satz 5 durch die Abschlussprüferaufsichtsstelle beaufsichtigt werden. ... Dies stellt auch die Einhaltung der mit der überarbeiteten Abschlussprüferrichtlinie gestiegenen Anforderungen an die Prüfer für Qualitätskontrolle sicher."

Das ist eindeutig falsch!

Die AP-RL stellt keine erhöhten Anforderungen an die Prüfer für Qualitätskontrolle. Die Anforderungen im neuen Art. 29 II a) AP-RL entsprechen wortgleich denen in Art. 29 I d) AP-RL und sind nicht geändert worden!!!

Kleine und mittelgroße Kanzleien werden von Dr. h.c. Spindler als "Qualitätsverweigerer" an den Pranger gestellt für etwas, was die AP-RL an keiner Stelle fordert.

Dies ist dreist und muss von der Politik durchschaut werden!

Die Qualitätsverweigerer sitzen vielmehr in WPK, APAK und bei den Big4, denn dort hat man durch massive Lobbyarbeit (fast) alle Qualitätsverbesserungen für die Prüfung von § 319a-Mandaten, die das Grünbuch einst vorsah, verhindert!

   
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6.

KPMG / DEUTSCHE BANK - (K)EIN FALL FÜR DIE GSTA

 

7.000 gerichtsanhängige Verfahren, Straf- und Bußgelder in Milliarden-Größenordnung, "bandenmäßige Steuerhinterziehung", Kursmanipulationen, Verstöße gegen das Russland-Embargo durch wahnwitzige Geldwäsche und vieles andere mehr! - alles das ist die DEUTSCHE BANK - das Vorzeigemandat der KPMG.

Selbst wenn das OLG Frankfurt milliardenschwere Bilanzierungsfehler feststellt und millionenschwere Strafzahlungen an Börsenaufsichten festgesetzt werden, sieht die WPK immer noch keinen Anlass ein berufsaufsichtsrechtliches Verfahren einzuleiten oder den Fall an die GStA Berlin abzugeben. Von der APAK als letztverantwortlicher Fachaufsicht über WPK und den Berufsstand ist garnichts zu hören.

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat zwischenzeitlich öffentlich mitgeteilt, dass u.a. die Bücher der Deutschen Bank mindestens in der Zeit vom 1.10.2008 bis 31.03.2009 "wesentlich fehlerhaft" waren. Die Konzernabschlüsse 2008 und 2009 der Deutschen Bank wurden dennoch durch den heutigen APAK-Leiter der Abteilung SU (vormals KPMG) mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Alleine die SEC-Strafe für diese Falschbilanzierung betrug 55 Mio. USD.

Weiß man jedoch, dass der Chef-Inspektor der APAK, Ralf Bose ("Skandalprüfer"), die fraglichen Jahresabschlüsse der Deutsche Bank allesamt uneingeschränkt testiert hatte, so dürfen WPK und APAK in der Sache wegen Besorgnis der Befangenheit nicht tätig werden. Dies bedeutet, dass der Fall direkt an die GStA abzugeben wäre.

Hierauf habe ich die WPK durch diverse Eingaben seit Januar 2015 hingewiesen und die Einleitung eines Verfahrens bzw. Abgabe desselben an die GStA Berlin aufgefordert.

Nach monatelanger Korrespondenz (Verzögerungstaktik) schreibt die WPK am 26.06.2015 schlussendlich, dass sie "die Angelegenheit als erledigt ansieht", nachdem die KPMG der Kammer eine "vollziehbare und plausible Stellungnahme" vorgelegt habe.

Also noch einmal: Milliardenschwere Betrügereien, Falschbilanzierung und ein mangelhaftes IKS bei der Bank sind weder für die Berufsaufsicht (WPK), noch für die Fachaufsicht der WPK (APAK) Anlass bei der KPMG einmal nachzuschauen, ob hier ordnungsgemäß geprüft wurde!?

Am 06.08.2015 hatte ich bereits die Einschätzung eines kompetenten Insiders bei wpwatch unter AKTUELLES abgedruckt:

"Was Sie heute in Sachen Deutsche Bank mitgeteilt haben, ist äußerst brisant!

... Wenn die WPK kein Berufsaufsichtsverfahren einleitet, dann darf sie auch nicht die Arbeitspapiere und sonstige Akten anfordern. Sie kann dann höchstens die KPMG bitten, ihr mal ein paar selbst ausgewählte Arbeitspapiere zur Verfügung zu stellen!

Das bedeutet, dass die WPK es offenbar vermeiden wollte, gegen die KPMG zu ermitteln!

Der Anfangsverdacht ist jedoch im Falle Deutsche Bank zweifelsfrei gegeben. ... 

Alleine aufgrund der Tatsache, dass die SEC in den USA eine Strafe in Höhe von 55 Mio. USD verhängt hat, weil Derivate wesentlich falsch bilanziert sind, gibt es keine Zweifel an einem Anfangsverdacht.

Diese Vorgehensweise erweckt den Eindruck von Strafvereitelung! Hier hätte der BFH-Präsident a.D., Dr. h.c. Spindler, als Vorsitzender der APAK eingreifen müssen ...

Der Vorgang sollte der Generalstaatsanwaltschaft in jedem Falle angezeigt werden!"

   
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7.

NOCH EIN JOB FÜR PROF. NAUMANN

 

Sie kennen sicherlich auch die Omnipräsenz von "Alphatieren", die vor lauter Eitelkeit nicht genügend "Marken setzen" können, um auf sich aufmerksam zu machen.

Dies gilt auch für unseren Berufsstand: Der Honorarkonsul, Richter, Reiter- und Kammerpräsident der WPK, die Landespräsidentin von Berlin oder auch der "Sprecher des Vorstandes des IDW". Ein Titel, eine Auszeichnung oder ehrenamtliche Tätigkeit alleine reicht hier nicht, denn "Netzwerker" sind multifunktional!

Prof. Dr. Naumann wurde im Juni 2015 als neues Mitglied in der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" berufen. Er löst damit Dr. Gelhausen (Ex-Vorstand von PwC und neuer Vize-Präsident der WPK) ab, der nach 14-jähriger Zugehörigkeit nun Wichtigeres zu tun hat und die "Strippen" für die Big4 in der WPK zieht. Insider nennen ihn bereits den "heimlichen Präsidenten der WPK".

Prof. Naumann kann sicherlich demnächst den Big4 bei der Interpretation des DCGK behilflich sein, so dass auch im Falle der Deutsche Bank die Einhaltung der Entsprechenserklärung (§ 161 AktG) bestätigt und der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt werden kann (IDW PS 345, Tz. 21 f., 31). Berufsaufsichtsrechtliche Probleme von WPK und APAK wären hier ohnehin nicht zu erwarten!

   
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8.

DIE APAK-TRUPPE IST ENTLARVT

 

Das war ein Knaller! - Jahrelang hat die "Führungsclique der APAK" eine gezielte Personalpolitik betrieben und eine Inspektorentruppe formiert, die inzwischen ausschließlich Big4-Hintergrund hat.

Am 10.08.2015 veröffentlichte wpwatch sein Rechercheergebnis und zeigte die Big4-Vergangenheit aller WP-Inspektoren (5x PwC, 5x KPMG, 3x Deloitte und 2x EY). Weiterhin wies wpwatch darauf hin, dass das Organigramm auf der Homepage der APAK seit Wochen bereits fehlerhaft war.

Und schon (wieder) "brannte in Berlin der Baum"! - Leugnen half nicht mehr! Also musste man der Politik auf Seite 5 der Stellungnahme der WPK zum Gesetzesentwurf des APAReG vom 08.09.2015 eine Erklärung dafür geben, dass dies nun einmal so sei:

"An dieser Stelle müssen wir die zwar nur von einzelnen Personen vorgetragene, aber durch häufige Wiederholungen und starke Worte aufmerksamkeitsheischende Kritik kommentieren, die zu übernehmenden Sonderuntersucher hätten alle eine berufliche Vergangenheit bei den vier großen Prüfungsgesellschaften und seien daher „verbrannt“."

Also, jetzt wissen es doch alle:

wpwatch hat erfolgreich gearbeitet, für Transparenz gesorgt, Skandale aufgedeckt und massive Gesetzesverstöße angeprangert! Dies hat es in der Geschichte des Berufsstandes bisher so noch nicht gegeben.

Die WPK verkennt hierbei offenbar, dass wpwatch mittlerweile ein Sprachrohr vieler Kollegen/innen geworden ist, die sich von ihrer Berufskammer verraten und verkauft fühlen! Wer 37% der Stimmen der Beiratswahl 2014 (wp.net-Liste WP Michael Gschrei) ignoriert und skandalös übergeht, muss mit starker Opposition rechnen.

Die Erklärung ist durchsichtig und dreist!

Wollen WPK, APAK und die "Mehrheitsbeschaffer" den Politikern tatsächlich klarmachen, dass die "Skandaltruppe" geeignet ist, künftig den gesamten Berufsstand zu beaufsichtigen!?

   
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9.

WIRTSCHAFTSPRÜFER-MUSEUM IN PLAUEN

 

Kollege Michael Köbrich hatte in 2011 eine tolle Idee, den Aufbau eines Wirtschaftsprüfer-Museums in den Räumen seiner Kanzlei in Plauen.

Seither sucht er Utensilien (Rechenmaschinen etc.) oder Fachliteratur (WP-Handbücher, ADS etc.), die an die Geschichte des Berufsstandes erinnern.

Bevor solche Dinge in Ihrer Kanzlei verstauben oder untergehen, können Sie diese vielleicht dem Museum zur Verfügung stellen, damit die beeindruckende Sammlung in Plauen noch vervollständigt werden kann.

Kollege Köbrich ist dankbar für jeden Beitrag zum weiteren Aufbau des Museums!

Sie erreichen ihn telefonisch unter: 03741 / 707226

Sollten Sie Ihre Wege vielleicht einmal ins schöne Vogtland führen, dann vereinbaren Sie doch einen kurzen Besuch dort (Marienstr. 16, 08527 Plauen).

Dem Kollegen herzlichen Dank für seine Initiative!

   
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10.

SEKTENKULTUR

 

Sie können es einfach nicht lassen!

Gemeint sind die Videos der Big4 auf youtube. Dort geht es um company-Hymnen, die von Assistenten/innen lustig gezwitschert werden und offensichtlich den Büroalltag der KPMG zeigen.

https://www.youtube.com/watch?v=Vk_J_2YVG5Y

Oder es geht um die Nervosität von Bewerbern im Einstellungsgespräch bei Deloitte, die sich plötzlich einem neunmalklugen 12-jährigen "Vorgesetzten" gegenüber sehen.

https://www.youtube.com/watch?v=lEHs7pJOA6k

Ich bin zwar witzig drauf, aber die message solcher Videos verschließt sich mir komplett. Kann man den Berufsnachwuchs nur noch auf diese Weise ansprechen?

Oder soll dies der Beweis dafür sein, dass man die Tätigkeit im Berufsstand nur noch so ertragen kann?

Ist dies gar der Grund dafür, dass sich die Zahl der Examenskandidaten in wenigen Jahren glatt halbiert hat?

Dann mal weiter so - mit der Sektenkultur der Big4.

   
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11.

FACHFORUM II/2015 ZUM BILRUG

 

Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ist verabschiedet und muss für die Rechnungslegung 2016 erstmals angewendet werden.

Nicht nur die Größenklassen, die Definition der Umsatzerlöse, die GuV und viele Anhangsangaben haben sich geändert. Es ergeben sich bereits Anpassungsprobleme für das Geschäftsjahr 2015.

Im Rahmen des FACHFORUM II/2015 (Praktikertag) wird sich PR1MUS im Oktober / November 2015 ganztägig mit allen relevanten Problemen zum BilRUG beschäftigen.

Arbeitshilfen und Checklisten werden Ihnen und Ihren Mandanten den Umstieg auf die neue Rechnungslegung erleichtern.

Hier geht es zum Tagungsprogramm und zur Anmeldung.

   
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12.

SCHÖNE UND SONNIGE HERBSTTAGE!

 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben noch einige sonnige Herbsttage!

Geniessen Sie die herrliche Herbstlandschaft, die Farben des Waldes oder auch eine Wanderung in den (Wein)-Bergen.

Kollegiale Grüße aus Köln

Ihr

Dirk Hildebrandt

Herausgeber (ViSdP):

WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Str. 9
51149 Köln
Tel. 02203 / 98 00 20
E-Mail: hildebrandt@wpwatch.de

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