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WP Watch

NR. 50 - JUBILÄUMSAUSGABE AUGUST 2014

 
1. Ein Facelift zum Jubiläum
2. Newsletter - ein kleiner Rückblick
3. Nachlese zur Beiratswahl
4. Linientreue der Big4-WP´s getestet?
5. Die Wahlverlierer
6. Die Rolle des IDW
7. Wahlanfechtung bleibt möglich
8. Die Rechtsaufsicht ist jetzt gefragt
9. Der APAK-Finanzskandal vor seiner Aufklärung?
10. Die WPK und ihr Jahresabschluss 2013
11. Das HANDELSBLATT berichtet
12. Lukrative Pleite bei den Stadtwerken Gera
13. Das BilRUG kommt
14. Thomas Middelhoff als Stuntman
15. Die PR1MUS-Akademie schult Ihre Mitarbeiter
16. Ihnen wünsche ich eine gute Zeit!
1.

EIN FACELIFT ZUM JUBILÄUM

 

Mit dem Newsletter Nr. 41 im Dezember 2013 hatten wir das Layout bereits deutlich geändert.

Das Facelift mit dieser Jubiläumsausgabe Nr. 50 ist nach Angaben unserer Agentur der "identity" geschuldet. Hiermit haben wir aber auch gleich die Gelegenheit genutzt, die uns von der FAZ verliehene Auszeichnung "Branchendienst für Wirtschaftsprüfer" aufzunehmen.

   
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2.

NEWSLETTER - EIN KLEINER RÜCKBLICK

 

Zum Jubiläum sei ein kurzer Rückblick gestattet.

Die Geschichte meines Newsletter begann im Juni 2006 mit einer 6-seitigen Ausgabe, wo erwartete Gesetzesänderungen erläutert wurden. Aber schon damals habe ich mir die Freiheit genommen, über den Lizenzentzug von PwC in Japan wegen aktiver Beteiligung an Bilanzmanipulationen und die Umgehung des Prüfverbots durch Umfimierung zu berichten.

Damals noch im Lehrgangswerk ABELS KALLWASS STITZ (AKS) habe ich mir auch erlaubt,  die Berufspolitik - seinerzeit ausschließlich von den Big4 geprägt - zunehmend kritisch zu betrachten und mit PR1MUS eigene Seminare anzubieten.

Anfang 2009 wollte man mir dann bei AKS "den Mund verbieten", weshalb ich im Mai 2009 dort außerordentlich kündigte und "meinen Hut nahm".

Jetzt war der Weg frei für PR1MUS!

Nun begann meine intensive Beschäftigung mit der Berufspolitik und dem "Treiben" der Big4. Eine Kooperation mit wp.net war die logische Folge, da hier die Schnittmenge berufspolitischer Ziele am größten war.

Ich habe mich jedoch (klugerweise) dazu entschlossen "außerparlamentarische Opposition" zu machen und die Berufspolitik kritisch zu kommentieren. Dies hat sich im Nachhinein als genialer Schachzug erwiesen, da ich hierdurch der Durchsetzung gemeinsamer Ziele effektiv  dienen konnte.

Heute erreicht die Auflage des PR1MUS-Newsletter die der führenden Fachzeitschrift des Berufsstandes (WPg) und wird nicht nur von Kollegen/innen, sondern auch bei den Big4, in Redaktionen, Ministerien etc. gelesen.

Freuen Sie sich auf die nächsten 50 Ausgaben!

   
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3.

NACHLESE ZUR BEIRATSWAHL

 

Will man das Wahlergebnis richtig verstehen, so lohnt ein Blick auf die genaue Stimmenverteilung:

Die 16 Beiratssitze von wp.net vereinen 97.006 Stimmen und somit 54,1 % aller Stimmen, die zu einem Beiratssitz geführt haben! Alle restlichen Beiräte kommen auf ihren sechs Listen lediglich auf 82.377 Stimmen (45,9%)! - Dies muss man als eindeutigen Wählerauftrag interpretieren.

Michael Gschrei erhält für sein überwältigendes Wahlergebnis (11.214 Stimmen) einen Beiratssitz, den es auf der Deloitte-Liste bereits für 892 Stimmen für den Kollegen Michael Niehues gab!

Die "schlechtesten" wp.net Kandidaten hätten auf allen anderen Listen jeweils Spitzenplätze belegt, sind jedoch (leider) über die wp.net-Liste nicht mehr in den Beirat gekommen!

wp.net erhält sowohl über die Gschrei-Liste (WP), wie auch über die Eschbach-Liste (vBP) jeweils rd. ein Drittel der jeweiligen Beiratssitze. Somit müsste wp.net für die nächste Legislaturperiode 2014 - 2018 4 WP-Vorstandsposten und einen vBP-Vorstandsposten bei der WPK einnehmen können.

Entscheidend für den Ausgang der Wahl nach unserer Analyse war einerseits der "Trick" von Big4 und IDW (Herzig-Liste) mit jeweils eigener Liste zu kandidieren und bereits vorab eine Koalitionsabsprache zu treffen. Andererseits haben die Wahlaufrufe der Steuerberaterverbände (DStV) für die Herzig-Liste offensichtlich ihre Wirkung erreicht. Erstaunlich ist der "Zuspruch" der Big4 bei ihren Mitarbeitern.

Man sollte jetzt zur Kenntnis nehmen, dass sich wp.net endgültig in Berlin als starke Stimme  für kleine und mittelständische Kanzleien etabliert hat!

   
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4.

LINIENTREUE DER BIG4-WP´S GETESTET?

 

Warum sind die Big4 mit jeweils eigener Liste bei der Beiratswahl angetreten?

Kann man so die "Linientreue" der eigenen Mannschaft überprüfen?

Man vergleiche die Anzahl der angestellten WP-Kollegen/innen der Big4 (mal 45 Stimmen) und schaut auf das Wahlergebnis der jeweiligen Liste.

Hier das Ergebnis der Wahlbeteiligung: KPMG 97,8 %, E&Y 86,7 %, PwC 85,2 % und Deloitte 80,5 % !!!

Das ist ja wohl ein auffällig "traumhaftes Ergebnis", das man ansonsten nur bei Wahlen im früheren Ostblock oder Nordkorea kennt!?

Was die Mobilisierung der angestellten Kollegen/innen anbetrifft, hat KPMG-Frontman Prof. Schruff wohl "beste Arbeit geleistet".

Hoffen wir einmal, dass diese Stimmabgaben noch mit einer "freien und geheimen Wahl" in Einklang zu bringen sind!?

Übrigens: Prof. Schruff wäre auf der wp.net-Liste chancenlos auf Rang 32 gelandet - auf der KPMG-Liste ist er jedoch der "Superstar"!?

   
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5.

DIE WAHLVERLIERER

 

Die Verlierer der Beiratswahl 2014 vereinen sich insbesondere auf der Liste Barbara Hoffmann und auf der Liste Norbert Herzig.

Präsident Securs, Beiratsvorsitzer Dr. von Waldthausen und Ausschussvorsitzender Dr. Beul wurden ebenso "nach Hause geschickt", wie auch andere Ausschussmitglieder der vergangenen Legislaturperiode.

Erstaunlich gut haben sich die fünf Kolleginnen aus der 2011-Gschrei-Liste gezeigt. Alle fünf haben es wieder in den Beirat geschafft! Frau Prof. Dr. Kaiser, die nach 2008 und 2011 nun zum dritten Male auf der Gschrei-Liste kandidierte, erzielte prompt das beste Ergebnis der Kolleginnen (6.420 Stimmen!).

Die Herzig-Liste wurde zwar während des Wahlkampfs eindeutig als "Trojaner-Liste" entlarvt und von den Big4 verraten - jedoch wohl leider etwas zu spät.

Bei den 8 Initiatoren der Herzig-Liste schafften es nur 5 in den Beirat. Insbesondere den mindestens 5  DStV-Funktionären auf der Herzig-Liste, die nicht in den Beirat gewählt wurden, musste (wieder einmal) klar geworden sein, dass man sie anscheinend lediglich als "Stimmensammler" des IDW "mißbraucht" hat!?

Gespannt bin ich darauf, was aus den über die Herzig-Liste gewählten Beiräten bei der Besetzung der Vorstands- und Ausschussposten wird!?

Selbst talentierte Berufspolitiker wie Christian Witte (Vorstand der WPK und stv. Vorsitzender der Vorstandsabteilung Berufsaufsicht, Landeskammerpräsident NRW) verfehlten den Einzug in den Beirat.

Auch der Präsident des DStV, Herr Kollege Harald Elster verfehlte den Einzug in den Beirat. Dabei war er sicherlich einer der stärksten "Stimmenbeschaffer" der Herzig-Liste.

   
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6.

DIE ROLLE DES IDW

 

Zunächst wurde bekannt, dass die "Herzig-Liste" eine "Trojanerliste" ist und mit Herzig herzlich wenig zu tun hatte. Dann verriet Prof. Schruff (KPMG Listenführer) die "Herzig-Liste", indem er in einem Wahlaufruf die Koalitionsabsprache bekanntgab.

Bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses unter "IDW Aktuell 17.07.2014" fasst das IDW die 4 Listen der Big4 gleich mal zusammen und teilt mit, dass diese gemeinsam 14 Beiratssitze errungen haben!

Damit ist mir klar, dass die "Herzig-Liste" nur eine "Stimmensammlerliste" der Big4  war und damit dürfte auch die Wählertäuschung durch die "Herzig-Liste" belegt sein!

Prof. Naumann (IDW) "beflügelt" das Wahlergebnis offensichtlich so, dass er uns unter IDW-Aktuell am 18.7.2014 gleich das Editorial seiner Vereinszeitschrift (FN) für die August-Ausgabe vorstellt.

Bei genauerer Betrachtung ist dieses "Editorial" wohl eher eine Unverschämtheit und Geringschätzung des Berufsstandes.

Man habe an der Diskussion der letzten Monate nicht teilgenommen, da das "Niveau unwürdig und unangemessen" war!? Weiter liest man: ..."alle negativen Befürchtungen wurden übertroffen".

Prof. Naumann gibt ungefragt der WPK gleich auch konkrete Vorgaben für ihre künftige Arbeit mit auf den Weg: "Die Gremien der WPK müssen ..." oder  "Wir haben ...  konkrete Massnahmen entwickelt: ..."

Um es deutlich zu sagen:

Die WPK ist keine Lobbyvereinigung der Big4! Das IDW sollte sich aus der aktiven Kammerarbeit heraushalten - der Berufsstand findet schon seinen Weg! Wer sich nicht offen zur Wahl stellt, was das IDW aus gutem Grund nicht getan hat, braucht sich nach der Wahl auch nicht einzumischen!

Es gibt Grund zu der Annahme, dass die miese Stimmung der letzten Monate durch gezielte Pressearbeit vom IDW (mit)inszeniert wurde.

   
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7.

WAHLANFECHTUNG BLEIBT MÖGLICH

 

Um es deutlich zu sagen: Die Gefahr der Wahlanfechtung ist noch nicht gebannt!

Sicher sein kann man sich erst nach Ablauf der Anfechtungsfrist, einen Monat nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Mitteilungsblatt der WPK (§ 6 I der Wahlordnung).

PR1MUS ist bekannt, dass verschiedene Kollegen/innen konkret an Anfechtungsklagen arbeiten, da es neben der Wählertäuschung (Herzig-Liste) noch andere "Merkwürdigkeiten" gegeben hat.

Ein Blick auf die "Linientreue" der angestellten Big4-Kollegen/innen läßt einige Fragen offen.

Gehört zu einer Bekanntgabe des Wahlergebnisses nicht auch z.B. die Bekanntgabe der abgegebenen oder der ungültigen Stimmen?

Mein Tip an alle Strategen: Mit allen weiteren Dispositionen warten Sie lieber noch!

   
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8.

DIE RECHTSAUFSICHT IST JETZT GEFRAGT

 

Am 11.09.2014 fallen in Berlin die Würfel.

Dann nämlich ist die konstituierende Sitzung des neuen Beirates und es geht u.a. um die Wahl der Vorstände, des Präsidenten / der Präsidentin, des Präsidums und des Beiratsvorsitzers. Später wird noch die Besetzung der Ausschüsse hinzukommen.

Regularium hierfür ist die "Satzung der WPK KöR". Dort heißt es in § 8 III, S.1:

"Die Beiräte wählen in Kenntnis des Verhältnisses der im Beirat vertretenen Interessengruppen aus ihrer Mitte 13 Vorstandsmitglieder."

Es ist jetzt die Aufgabe des BMWi als Rechtsaufsicht darüber zu wachen, dass dieses Regularium auch eingehalten wird. Es kann z.B. nicht sein, dass die Big4 und die "Herzig-Beiräte" gemeinsam mit ihrer Mehrheit die Wahl von wp.net-Beiräte in Gremien (Vorstand der WPK, Präsidium, Beiratsvorsitzer oder einzelne Ausschüsse) verhindern werden!

Bei proportionaler Verteilung entsprechend der Beiratssitze müsste wp.net 4 WP-Vorstandsposten und einen vBP-Vorstandsposten erhalten.

Aus Berlin ist zu hören, dass die zuständige Ministerialbürokratie ihre Verantwortung erkannt hat und vorab mit den jeweiligen Listenführern sprechen wird.

Eine Frage hab ich noch: Mit welchem Listenführer der Herzig-Liste will Frau Dr. Hepperle denn reden? Etwa mit Prof. Naumann? Oder gar mit Prof. Herzig?

   
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9.

DER APAK-FINANZSKANDAL VOR SEINER AUFKLÄRUNG?

 

Bereits seit Mai 2014 wissen wir aufgrund eines beauftragten Rechtsgutachtens, dass die an die APAK-Mitglieder gezahlten "Aufwandsentschädigungen" keine gesetzliche Grundlage haben, also rechtswidrig sind.

Der (von wem auch immer) eingeschaltete Bundesrechnungshof (BRH) informierte mit Schreiben vom 19.05.2014 das BMWi über die "Sach- und Rechtslage" zu den "Leistungen an die Mitglieder der APAK".

Das BMWi lehnt jedoch (bisher) eine Veröffentlichung des Schreibens und eine Stellungnahme hierzu ab. Deshalb hatte ich mich entschlossen, dieses Dokument am 31.07.2014 bei PR1MUS Aktuelles in voller Länge zu veröffentlichen.

Es wäre spätestens jetzt an der Zeit, dass die diffamierenden Pressemeldungen von WPK, IDW und APAK zu dieser Thematik offiziell zurückgenommen werden und man sich für Schmähkritik und Abmahnungen gegenüber Beiräten, wp.net und PR1MUS entschuldigt!

Wie die Rechtsaufsicht des BMWi mit Staatssekretär Dr. Heitzer und auch Dr. Lücke im November 2013 der WPK und der APAK einen "Freibrief" ausstellen konnte, muss dringend BMWi intern aufgeklärt werden!

Auch der BRH kommt insgesamt zu dem Ergebnis, dass es bisher keinerlei Rechtsgrundlage für die Zahlungen an die APAK-Mitglieder gibt und die Ehrenamtlichkeit der üppigen Vergütungen fraglich ist.

Auch die Übertragung der Zahlungsabwicklung ab 01.01.2014 an ein Berliner Anwaltsbüro dürfte mangels Rechtsfähigkeit der APAK rechtswidrig sein.

Inwieweit die gezahlten Vergütungen bei den Empfängern oder im Wege der Organhaftung bei der WPK oder gar im Wege der Staatshaftung beim BMWi zurückzufordern sind, bleibt einer eingehenden juristischen Prüfung vorbehalten.

Hier ist das BMWi jetzt eindeutig in der Verantwortung.

Wer zieht eigentlich die "Fäden" im BMWi oder ist für jahrelange Desinformation verantwortlich?

   
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10.

DIE WPK UND IHR JAHRESABSCHLUSS 2013

 

Klappt es mit der Klage gegen PR1MUS in Sachen "Bilanzmanipulation" in Düsseldorf nicht (vgl. AKTUELLES vom 21.06.), so geht man trotz "Klatsche" dort in Revision und klagt gleich noch einmal in Berlin.

Offensichtlich versteht man in Berlin nicht, dass man PR1MUS nicht mundtot machen kann.

Insider berichten jüngst von einem "Scherbenhaufen" bei der WPK. Nach Innen sind die Mitarbeiter durch Verunglimpfungen von/durch Gremienmitglieder und den nebulösen "Abschied" von Dr. Schnepel verunsichert. Nach außen hat der Artikel im Handelsblatt vom 15.07. über "Bilanztricksereien" eingeschlagen "wie eine Bombe"!

Über die "Klagewut" der WPK gegen PR1MUS hatten wir bereits mehrfach berichtet.

Der scheidende WPK-Vorstand will noch mal "austeilen" und die Geschäftsführer führen auch aussichtslose Prozesse - denn man zahlt es ja ohnehin nicht und geht kein Risiko ein. Alles wird von Ihren  Mitgliedsbeiträgen gezahlt.

Also warten wir auf die Revision vor dem OLG Düsseldorf.

Spartenfehlbeträge der APAK sind halt keine Vermögensgegenstände (sui generis) sondern Verluste - und somit ist der vom Beirat festgestellte Jahresabschluss falsch und hätte nicht uneingeschränkt testiert und genehmigt werden dürfen!

   
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11.

DAS HANDELSBLATT BERICHTET

 

Das Handelsblatt berichtet in seiner Ausgabe (Seiten 1 und  24/25) am 15.07.2014 ausführlich über die "dreiste Bilanzmanipulation" der WPK im Jahresabschluss zum 31.12.2013, der vom Beirat mit 27 zu 20 Stimmen festgestellt wurde.

Der Artikel im HANDELSBLATT wurde erwartungsgemäß von der übrigen Presse auch schnell aufgegriffen (http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/19107-wirtschaftsprueferkammer-pfuscht-bei-eigener-bilanz).

Dort heißt es:

"Das Zentrum der Integrität von Bilanzzahlen, die deutsche WPK trickst SELBST bei der Erstellung des eigenen Jahresabschlusses 2013!"

Durch solch abenteuerliche Bilanzierung, Abschlussprüfung mit Testaterteilung und anschließender Feststellung durch die Mehrheit des Beirates wurde die Kammer beschädigt und der gesamten Berufsstand der Lächerlichkeit preisgegeben.

Wer kam eigentlich auf diesen tollen Buchungssatz mit dem Vermögensgegenstand "sui generis"?

Glaubt man tatsächlich in Berlin immer noch, dass ein "Vorstandsbeschluss" der WPK fundamentale Bilanzierungsgrundsätze "aushebeln" kann?

PR1MUS wird diese Angelegenheit weiter verfolgen und eine rechtliche Klärung herbeiführen.

Das Handelsblatt meint, dass "das Image der Zahlenmeister nun erheblich angekratzt" sein könnte und diese Bilanzierung der WPK "Schaden zufügen" kann.

   
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12.

LUKRATIVE PLEITE BEI DEN STADTWERKEN GERA

 

Lukrative Pleite der Stadtwerke Gera

Bereits im Frühjahr 2013 brannte es lichterloh im Stadtwerke-Konzern der Stadt Gera.

Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung sollten drei Gesellschaften Angebote für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes nach S6 abgeben. Doch wegen "Zeit im Verzug" vergibt  der eingesetzte Interimschef den Auftrag direkt an die Kollegen/innen von Ernst&Young (E&Y), die für 170.000 € binnen sieben Wochen ein Konzept vorlegen wollten.

Aus "Sicherheitsgründen" rechnete E&Y die Honorare wöchentlich ab.

Eine "Zusatzklausel" wird dem Auftraggeber allerdings zum Verhängnis, die vorsieht, dass "gewünschte Erweiterungen" gesondert abgerechnet werden.

Bis heute greifen die "schöpferischen Vorschläge" von E&Y, die ein Einsparpotential von 4,3 Mio.€ vorgerechnet hatten, nicht. Insider halten die Vorschläge für "völlig unbrauchbar"!

Mehrere Aufsichtsräte haben zwischenzeitlich Strafanzeige wegen Beihilfe zur Untreue erstattet.

Abgerechnet hat E&Y bis heute 1,01 Mio. €, wobei für die "Unterstützung des Vorstandes" allein 520.000 € abgerechnet wurden. Alle Reisezeiten rechnete E&Y zum vollen Stundensatz ab.

Der in zwei Zusatz-Verträgen vereinbarte Stundensatz in Höhe von 2.000 € wurde jedoch von E&Y nicht abgerechnet, da man sich darauf "einigte", dass dies ein Schreibfehler sei und man hierunter den Tagessatz "verstehe" :-)  Kann ja mal passieren!?

Übrigens war die Auskunft von E&Y gegenüber Journalisten, dass man sich zur Sache wegen Verschwiegenheit nicht äußern dürfe, kostenfrei!

   
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13.

DAS BILRUG KOMMT

 

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Bilanzrichtlinie 2013/34/EU (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz – BilRUG) veröffentlicht.


Der Entwurf dient der Umsetzung der vor einem Jahr in Kraft getretenen neuen EU-Bilanzrichtlinie, die die bisherigen 4. und 7. Richtlinien (78/660EWG und 83/349/EWG) ersetzt hat. Umsetzungsbedarf besteht dabei vor allem für die Rechnungslegung kleiner Kapitalgesellschaften. Zudem sollen die Schwellenwerte für die Abgrenzung kleiner und mittelgroßer Kapitalgesellschaften auf die in der Richtlinie maximal zulässige Höhe angepasst werden, um die Wirtschaft zu entlasten.

Eine wichtige im Entwurf vorgesehene Neuerung ist die erstmalige Einführung von jährlichen Berichtspflichten bestimmter Unternehmen des Rohstoffsektors über ihre Zahlungen an staatliche Stellen, die in einem neuen Unterabschnitt im Dritten Buch des HGB geregelt werden sollen. Dabei wird vorgeschlagen, die Vorgaben der Bilanzrichtlinie 1:1 umzusetzen.

Ferner wird die Richtlinienumsetzung zum Anlass genommen, für sehr kleine Genossenschaften vergleichbare Erleichterungen wie für Kleinstkapitalgesellschaften einzuführen.

Schließlich sieht der Entwurf einige wenige Klarstellungen bzw. Verbesserungen bilanzrechtlicher Vorschriften vor.

   
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14.

THOMAS MIDDELHOFF ALS STUNTMAN

 

Seine Schulden liegen nach aktuellen Presseinformationen bei knapp 7 Millionen Euro.

Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff hat einem Gerichtsvollzieher in Essen seine Vermögensverhältnisse offenlegen müssen – und somit praktisch einen Offenbarungseid geleistet. Der Unternehmensberater Roland Berger hatte ihn dazu gezwungen, dem Middelhoff 6,8 Millionen Euro aus einem früheren Investment schuldet.

Nach dem Termin beim Gerichtsvollzieher flüchtete Middelhoff offenbar vor den Fragen eines wartenden Reporters. Der ehemalige Top-Manager kletterte aus einem rückwärtigen Büro-Fenster an einem Regenrohr entlang auf ein Garagendach, sprang aus 2,50 Metern Höhe in ein Parkrondell und verschwand.

Die Presse attestierte dem 61-jährigen: "Flink wie eine Katze übers Dach".

Über die Eskapaden von Middelhoff - Rotwein für 12.000 €/Flasche auf Mallorca auf Kosten von Arcandor etc. hatte PR1MUS bereits öfter berichtet.

Nach eigener Auffassung ist Middelhoff übrigens nicht "pleite", sondern seine "Liquidität ist blockiert"! Auch der Wohnsitzwechsel von Bielefeld ins mediterrane Saint Tropez ("wegen der frankophilen Neigung seiner Ehefrau") war rein zufällig bereits im letzten Jahr.

Wir erleben hier den (überfälligen) freien Fall eines Aushängeschildes des Finanzkapitalismus!

   
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15.

DIE PR1MUS-AKADEMIE SCHULT IHRE MITARBEITER

 

Das Schulungskonzept der PR1MUS-Akademie hat sich seit Jahren in der Praxis bewährt!

Hohe Vermittlungskompetenz und ein effektives Lernkonzept überzeugen unsere Teilnehmer immer wieder.

Die Akademie deckt den Nachschulungsbedarf von Bachelorabsolventen im Bereich Bilanzierung und Prüfung ebenso ab, wie die praxisorientierte Vorbereitung auf die konkrete Berufsarbeit.

Die Termine entnehmen Sie bitte unserer Homepage www.primus-fachakademie.de .

Lassen Sie sich von Frau Weimer oder Frau Klein gerne beraten (Tel. 02203 / 98 00 2-0).

   
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16.

IHNEN WÜNSCHE ICH EINE GUTE ZEIT!

 

Sie sehen, das wir auch nach der Beiratswahl in "bewegter Zeit" leben und gespannt sein dürfen, ob in Berlin ein Neuanfang gelingt.

Ich befürchte, dass die Verantwortlichen bei WPK, APAK und dem BMWi nicht genügend Rückgrat haben werden um entschlossen einen Neuanfang zu wagen.

Hier müssen "Köpfe rollen" und die Rechtsaufsicht muss beherzt das Ruder in die Hand nehmen.

PR1MUS wird die Geschehnisse beobachten und darüber aktuell berichten.

Ich werde mir - von wem auch immer - den Mund nicht verbieten lassen!

Ihnen wünsche ich noch einen schönen Spätsommer und eventuell noch schöne Urlaubstage!

   
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Herausgeber
WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Straße 9
51149 Köln
Tel. 02203 980 02 - 0
E-Mail: info@wp-hildebrandt.de

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