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WP Watch

NR. 41 - DEZEMBER 2013

 
1. Der Hilferuf aus Berlin
2. Was wird aus der Berufsaufsicht?
3. Was ist eine "Aufwandsentschädigung"?
4. Mit jedem Newsletter wird die "Fallhöhe" größer!
5. Ein ganzer Berufsstand ist im Golffieber
6. Zeigen Sie endlich Flagge- werden Sie Mitglied bei wp.net!
7. Dr. Spindler, der "Haushaltsschreck" der WPK
8. Süß - die Kiddies vom IDW!
9. Currywurst vom Wirtschaftsprüfer
10. Die WPK antwortet auf Anfragen von Mitgliedern
11. Termine der PR1MUS Akademie 2014/2015
12. Neue Verlautbarungen von der APAK?
13. Besinnliche Adventszeit und Frohe Weihnachten!
1.

DER HILFERUF AUS BERLIN

 

Es war Montag, der 25.11.2013, als um 17:30 Uhr die "Sonderausgabe des WPK-Newsletters" bundesweit versandt wurde. Alle Berufsträger/innen erfuhren, dass sich der Vorstand der WPK "distanziert" und "Vorwürfe zurückweist".

Auf einmal waren alle in einem Boot: WPK, APAK, BMWi. wp.net und PR1MUS. Der Inhalt bestand vorwiegend aus "Wirrwarr" - und keiner wusste Bescheid!

Offensichtlich waren jedoch in den letzten Wochen solche "Ungeheuerlichkeiten" im Berufsstand passiert, dass Berlin "den Alarmknopf auslöste" und 20.000-fach "um Hilfe rief"!

Anzumerken ist vorweg grundsätzlich, dass wp.net nicht PR1MUS ist und umgekehrt. Insoweit ist die Erklärung der WPK wissentlich undifferenziert und ein "unangemessener Rundumschlag"! Ich bin überzeugtes wp.net-Mitglied und unterstütze den Verband, bin jedoch kein Organmitglied - weder in der WPK noch bei wp.net.

Man könnte mich vielleicht als "außerparlamentarische Opposition" bezeichnen!

Dieser Newsletter soll dazu beitragen, Hintergründe und Zusammenhänge aufzuzeigen und Anregung zur Besinnung in der Vorweihnachtszeit zu geben!

   
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2.

WAS WIRD AUS DER BERUFSAUFSICHT?

 

Das 6-seitige "Eckpunktepapier" der APAK vom 15.10.2013 können Sie selbst auf der homepage der APAK nachlesen. Die Presse berichtete am nächsten Tag sofort, dass die "Öffentliche Prüferaufsicht die Zügel in die Hand" nimmt. Gemeint ist, dass die APAK die gesamte Berufsaufsicht aus der WPK herauslösen möchte und zusätzlich auch die bisherige Zuständigkeit der Generalstaatsanwaltschaft Berlin übernimmt! Wegbereiter hierfür sind Herr Dr. Spindler, als BFH Präsident a.D. ein ausgewiesener Fachmann im Wirtschaftlichen Prüfungswesen, und der Vorstand der WPK, der offensichtlich frühzeitig Zustimmung signalisiert hatte.

Ob hierbei der Beirat der WPK übergangen wurde, ist z.Zt. Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen zwischen wp.net und der WPK. Eine große Mehrheit der wp.net-Beiräte sind der Auffassung, dass der Beirat übergangen wurde; die vorliegende Erwiderungsschrift auf die Klage der WPK belegt dies.

Dies muss man erklären:

Seitdem das IDW und die Big4 wissen, dass aufgrund der Einführung des Verhältnismäßigkeitswahlrechts im Juni 2013 nie mehr die "alten Verhältnisse" in Berlin einkehren werden und man die WPK für eigene Zwecke nicht mehr instrumentalisieren kann, möchte man das "Herzstück der Kammeraufgaben" herauslösen und die WPK in die Bedeutungslosigkeit stürzen.

Also entreißt man der WPK die Berufsaufsicht und siedelt diese künftig bei der APAK an. Die Gerichtsbarkeit in Berlin (Generalstaatsanwaltschaft) schaltet man dabei direkt auch aus. Somit können künftig auch schwere Vergehen im Berufsstand von der APAK hinter verschlossenen Türen abgehandelt werden. Wollte man nicht Transparenz schaffen?

Hier haben die wp.net-Beiräte Anfragen und Eingaben bei der Rechtsaufsicht (BMWi) gemacht. Deshalb erschienen auf der Tagesordnung der letzten Beiratssitzung auch Misstrauensanträge gegen einzelne WP-Vorstandsmitglieder.

Die Zukunft des Berufsstands und der WPK sollen also (wieder einmal) von wenigen Berufsvertretern und "Funktionären" entschieden werden - am Beirat vorbei und offensichtlich betrieben durch "Strippenzieher".

   
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3.

WAS IST EINE "AUFWANDSENTSCHÄDIGUNG"?

 

Nach § 66a II 1 WPO besteht die APAK aus 6 bis 10 ehrenamtlichen Mitgliedern. Gemäß § 2 der Geschäftsordnung sind sich die APAK-Mitglieder "bewusst, ihre Aufgaben im Interesse der Öffentlichkeit, unabhängig und frei von Weisungen im Ehrenamt zu erfüllen".

In der Kommentierung zu § 66a WPO führt RA Tim Volkmann (Leiter des Sekretariats der APAK) in Tz 24 aus, dass "die Mitglieder ehrenamtlich, also unentgeltlich tätig sind."

Soweit die Gesetzeslage und die Kommentierung aus dem eigenen Haus der WPK!

Dies bedeutet also, dass die APAK-Mitglieder (neben dem Auslagenersatz) für ihre Tätigkeit lediglich eine Aufwandsentschädigung erhalten dürfen. Entschädigt  werden darf allerdings nicht die Arbeitsleistung. Für ehrenamtliche Tätigkeiten sieht der Gesetzgeber steuerliche Freibeträge in § 3 Nr. 26 EStG vor (vgl. auch EStR 3.12). Entsprechende Regelungen enthält auch die Bundesnebentätigkeitsverordnung (BNV). Das BVerwG hat hierzu bereits eindeutig geurteilt (BVerwG 2 B 92.11).

Eine Frage hab' ich noch: Warum bekommt ein Pensionär eine 3mal so hohe Aufwandsentschädigung (€ 1.500/Tag) wie ein berufstätiger WP im Beirat der WPK (€ 500/Tag)?

Am Rande der (chaotischen) Beiratssitzung am 22.11.2013 ließ ein vBP-Vorstandsmitglied gegenüber Beiratsmitgliedern verlauten, dass alle Mitglieder der APAK seit 2011 für ihre Tätigkeit eine erhöhte Tagespauschale von € 1.500 erhalten. Er wurde allerdings sofort vom Kammerpräsidenten ermahnt, dies sei "geheim" und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

Die Höhe der gezahlten Beträge macht wohl deutlich, dass hier "Vergütungen" und keine "Aufwandsentschädigungen" gezahlt werden - und das aus dem Haushalt der WPK, also aus unseren Beiträgen! Dies hat übrigens auch steuerliche Konsequenzen. Dies sollte ein BFH Präsident a.D. oder ein Professor für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung wohl wissen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen solcher Vergütungen fragen Sie Ihren Arzt oder Steuerberater.

Fragt man beim WPK Präsidenten nach, so erhält man keinerlei Antwort. Vielmehr "verfügt man meine Anfragen zur Ablage"! Konsultiert man den Haushaltsausschuss der WPK, so erfährt man, dass die APAK "kaum Informationen" vorlegt und auf das vom BMWi genehmigte Budget verweist.

Wohl eher eine Lachnummer! - Das sind unsere Mitgliedsbeiträge und wir haben verdammt noch mal das Recht zu erfahren, was damit geschieht! Die Kasse der WPK ist doch keine Dispositionsmasse der APAK! Die Finanzierung der APAK ist immer noch Gegenstand des WPK-Haushalts und der Wirtschaftsplanung (§ 60 II 2 WPO) und ist deshalb offenzulegen!

Tipp von mir: Vielleicht schaut man beim BMWi einmal in den Referentenentwurf des Abschlussprüferaufsichtsgesetzes vom 01.07.2004 (BMWi, VII A 4 - 12 94 30/7). Hier lässt sich klar erkennen, dass die dort ursprünglich vorgesehenen Vergütungen ("... anfallende Sitzungs- bzw. Tagegelder zur Entschädigung der ehrenamtlichen Mitglieder ... ) im weiteren Gesetzesentwurf gänzlich gestrichen wurden!

Übrigens - noch ein Hinweis: Es ist jetzt Aufgabe unserer Geschäftsführer und Vorstände, unrechtmäßig gezahlte "Vergütungen" an die Mitglieder der APAK für die Jahre 2005 bis 2013 (geschätzte € 2,5 Mio.) zurückzufordern. Ansonsten droht vielleicht Organhaftung!

   
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4.

MIT JEDEM NEWSLETTER WIRD DIE "FALLHÖHE" GRÖßER!

 

Die Sache wäre doch so einfach! - Einfach soll es aber offensichtlich nicht sein!

Aber wie heißt es doch so schön: Der Fisch stinkt vom Kopf her.

Es geht - immer noch, und dies schon seit 11 Monaten - um die Causa Dr. Beul.

  1. Vorschlag: Dr. Beul legt eine beglaubigte Kopie seines italienischen Berufsexamens vor und weist damit nach, dass er ein EU-Diplom erworben hat.
  2. Vorschlag: Der Kammerpräsident verlangt von der Prüfungsstelle Akteneinsicht. Dann könnte sich der Kammerpräsident davon überzeugen, dass ein EU-Diplom vorliegt und die verkürzte Eignungsprüfung für den deutschen WP zu Recht durchgeführt worden ist.
  3. Vorschlag: Ein Präsidiums- oder Vorstandsmitglied verlangt diese Akteneinsicht von der Prüfungsstelle.

All das will man nicht oder macht es nicht!

Über die Gründe kann man rätseln. Vielmehr lässt man Gefälligkeitsbescheinigungen in der Prüfungsstelle erstellen und Einstweilige Verfügungen von "Staranwälten" beantragen!?

BMWi und APAK fühlen sich offensichtlich nicht zuständig!

Nun ist die Sache rechtshängig und es wird der Tag kommen, dass ein Vorsitzender Richter das "Diplom" sehen will, welches zur vereinfachten Eignungsprüfung in Deutschland führte.

Wie sagte mir kürzlich ein Vorstandsmitglied einer großen Berufsgesellschaft: "Das ist ein heißes Pokerspiel und man muss wissen, dass mit jedem Newsletter die Fallhöhe für die Beteiligten größer wird".

Ich hoffe, dass der Rechtsstaat letztlich die Wahrheit zutage fördern wird.

   
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5.

EIN GANZER BERUFSSTAND IST IM GOLFFIEBER

 

Sind Sie auch schon vom Golffieber infiziert?

Schließlich fanden soeben die Ausscheidungen für die bundesdeutsche Büro-Golfmeisterschaft im Berufsstand statt. Man spricht schon von einem "Megatrend" im Berufsstand! Insider befürchten sogar Einbußen bei der Prüfungsqualität für die anstehende Prüfungssaison, wenn künftig mehr eingelocht anstatt abgehakt wird. Der Hauptfachausschuss (HFA) soll dem Vernehmen nach an einer entsprechenden Verlautbarung (IDW PS 4711) sitzen, um als Standardsetter des Reglement berufsüblich festzuschreiben.

Diese Golfmeisterschaft ist Teil der € 9 Mio. teuren Imagekampagne des IDW um den Berufsnachwuchs zu rekrutieren und für unseren Beruf zu begeistern. Das Finale findet Anfang 2014 in Düsseldorf im IDW-Haus statt und dem Sieger winkt ein Bachelor-Studium im Wert von € 27.000. Weitere Preise gibt es nicht.

Jetzt mal Klartext:

Die Kampagne geht bis Ende 2017 und wird durch Umlagen auf unsere Mitgliedsbeiträge finanziert. Von den über 3.000 Kanzleien in Deutschland haben 6 Büros mitgemacht - keine Big4 und kein Netzwerk! Die Begeisterung im Berufsstand war so groß, dass gerade einmal 0,2 % ihre Flure zum "Einlochen" frei gemacht haben.

Da müssen sich wohl einige unserer Superstrategen in Düsseldorf beim "Versenken unserer Mitgliedsbeiträge" knapp verhauen haben.

Erst eine bundesweite Plakatieraktion die keiner versteht und jetzt bundesweites Einlochen für zwei Dutzend Elftklässler! - Gratuliere!

   
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6.

ZEIGEN SIE ENDLICH FLAGGE- WERDEN SIE MITGLIED BEI WP.NET!

 

Die momentane Situation im Berufsstand zeigt, dass es auch für die nächste Legislaturperiode wichtig sein wird, dass der Mittelstand über wp.net eine starke Stimme in Berlin bekommen muss! "Nur gemeinam sind wir stark!" - hat der wp.net-Vorstand seine aktuelle Broschüre 2014 getauft.

Die Berufspolitik in Berlin zeigt, dass wir mit einem massiven und intelligenten Wahlkampf für die Beiratswahl im Juli 2014 rechnen müssen.

IDW, Big4 und der DBV werden in getrennten Listen antreten und am Ende des Tages eine starke Koalition im Beirat bilden. Wie sich der Steuerberaterverband darstellt, wissen wir noch nicht.

wp.net wird auf einsamem Posten "für die mittelständische Wirtschaftsprüfung und für eine freie WP-Kammer kämpfen und allein die mittelständische Berufspolitik vertreten.

Haben Sie etwa - ganz aktuell - vom Vorstand der WPK etwas gegen die "August-Aktion" von Prof. Naumann gehört, als er sich in der FAZ dafür aussprach, die Prüfungspflicht mittelgroßer Gesellschaften zu überdenken?

Für uns gilt es, die "schweigende Mehrheit" zu mobilisieren bzw. um das Vertrauen für eine 2. Chance zu bitten. Zu viel ist in der laufenden Legislaturperiode schief gelaufen. Es gilt, den Blick nach vorne zu richten und die (durchsichtige) Strategie von IDW und Big4 aufzudecken.

Die jetzigen Vorstände und auch die beiden Geschäftsführer werden versuchen, die Ziele von wp.net zu unterlaufen und uns mit "Grabenkämpfen" zu beschäftigen.

wp.net braucht unbedingt unsere Unterstützung! Werden Sie also Mitglied bei wp.net, denn am Mitgliedsbeitrag in Höhe von € 25 / Monat (vor Steuern) kann es nicht liegen. Sich stillschweigend vom Berufsstand zu verabschieden und das Prüfungswesen aufzugeben ist allemal keine Strategie.

   
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7.

DR. SPINDLER, DER "HAUSHALTSSCHRECK" DER WPK

 

Im Newsletter Nr. 36 hatte ich ausführlich über die Haushaltslage und den Jahresabschluss 2011 der WPK berichtet. In diesem Zusammenhang ging es auch um die Finanzen der APAK, deren Aufwendungen gemäß § 66a VII WPO von der Wirtschaftsprüferkammer zu tragen sind.

Eine "Spartenrechnung 2011" belegte, dass Dr. Spindler mit der APAK in 2011 ein Defizit in Höhe von € 2,27 Mio. erwirtschaftete, welches durch unsere Mitgliederbeiträge aufgebracht werden musste.

Neuere Zahlen vom Haushaltsausschuss der WPK belegen, dass die APAK für 2012 (ohne Sonderuntersuchungen) Aufwendungen in Höhe von € 1,42 Mio. tätigte, denen keine Einnahmen gegenüberstehen und die aus den Mitgliedsbeiträgen zu tragen sind.

Hier ist dringend angesagt, dass die APAK Transparenz zeigt und dem Haushaltsausschuss ordnungsgemäße Unterlagen vorlegt. Wie kann der Haushaltsausschuss dem Beirat einen Haushalt empfehlen, in dem die APAK keinerlei prüffähige Zahlen vorlegt? Ich will hier auch nicht der Frage nachgehen, wie der Abschlussprüfer der WPK die "Gesetzesmäßigkeit" des Jahresabschlusses feststellen kann, ohne qualifizierte Unterlagen vorgelegt zu bekommen.

Offensichtlich scheint man jetzt in Berlin bemerkt zu haben, dass dort in den letzten Jahren wohl einiges "schief gelaufen" ist, denn die APAK gibt in einer Erklärung anlässlich der Beiratssitzung der WPK vom 22.11.2013 bekannt, dass man künftig "den Wirtschaftsplan auch veröffentlichen" werde.

Also - geht doch! Ist doch ein Anfang! Wenn auch der Wirtschaftsplan noch keine ordnungsgemäßen Belege für tatsächliche Aufwendungen darstellt.

Allerdings sollten wir erst einmal die Vergangenheit aufarbeiten!

   
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8.

SÜß - DIE KIDDIES VOM IDW!

 

Der 95-seitige Tätigkeitsbericht des IDW 2012/2013 - wie gewohnt in bester 4-Farbdruck-Hochglanz-Qualität - sorgt für Aufmerksamkeit im gesamten Berufsstand. Hierbei geht es jedoch nicht so sehr um die Tatsache, dass dieser Bericht - wie immer - nichtssagend ist und in lediglich 5 Zeilen (!!!) die "Finanzen" des IDW-Konzerns erläutert.

Nein, vielmehr geht es um das sensationelle Bildmaterial. Lediglich Seite 9 des Berichts zeigt ein Foto mit Bezug zum Berufsstand - nämlich die beiden "Fahnenträger" Prof. Naumann und Kollegen Plath.

Aller anderen - geschätzten 30 - ganzseitigen Fotos wurden im Kindergarten aufgenommen! Keines der dort abgebildeten Kiddies ist nämlich älter als 5 Jahre.

Gleichwohl wurde - wohl im Rahmen der laufenden Imagekampagne - jeweils ein Bezug zum Berufsstand der Wirtschaftsprüfer konstruiert. Einfach putzig!

Erste Kollegen/innen fragten bereits, ob Prof. Naumann nun Enkelkinder habe und denen eine "Bühne" geben wollte.

Lesen Sie doch auch hierzu den nachdenklichen und witzigen Kommentar meines lieben Kollegen Peter Widera vom DWPV (Deutscher Wirtschaftsprüfer Verein) vom 29.10.2013 unter www.dwpv.de

   
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9.

CURRYWURST VOM WIRTSCHAFTSPRÜFER

 

Ich wusste es immer schon: Es gibt auch Alternativen zu unserem Beruf!

Immer wieder spüre ich in meinen Newsletter interessante Berufsträger/innen auf, über die es sich zu berichten lohnt. Mal sind es Milliardäre oder auch nur Politiker, die den Beruftsitel tragen.

Jetzt bin ich auf einen Ex-Kollegen gestoßen, der es nach dem Wirtschaftsprüfer "noch weit gebracht hat". André Wechsler, 42 Jahre jung, hatte bereits eine steile Karriere als WP bei Deloitte in den USA gemacht, als er wegen des miesen Betriebsklimas die Branche wechselte und Banker wurde. Aber auch dort fand er nicht die persönliche Erfüllung, weil er 20-Stunden-Schichten schieben und er sich immer wieder über seine Vorgesetzten ärgern musste.

Weil er in den USA bereits seit Jahren seine geliebte Currywurst vermisste, lag die Idee nahe: Er gründete 2009 in New York eine Currywurstbude!

Mittlerweile ist er Chef von 8 Mitarbeitern, baut gerade an einem Filialnetz und denkt auch an eine Produkterweiterung in Richtung Gulasch, Grünkohl und Sauerkraut nach.

Und die Moral von der Geschicht: Es gibt auch Alternativen zum WP-Beruf!

Oder: Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei!

   
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10.

DIE WPK ANTWORTET AUF ANFRAGEN VON MITGLIEDERN

 

Wie Sie wissen, kann ich die quartalmäßig erscheinenden WPK-Mitteilungen kaum erwarten. Immer wieder bin ich gerührt von den tollen Artikeln und Bildern in den Heften.

Im letzten Heft 3/2013 (S. 39) hat die Kammer mich doch überrascht. In der Rubrik "Mitglieder fragen - WPK antwortet" greift man "typische Fragen" auf: Man beantwortet diesmal die Frage nach den "Aufgaben der Prüfungsstelle".

Erstaunlich finde ich jedoch zweierlei:

Nie wurde bisher im WPK-Magazin über die "Prüfungsstelle" der WPK geschrieben, doch seitdem die Causa Dr. Beul auf dem Tisch liegt, ist helle Aufregung in der Kammer!

Das Redaktionszeichen "tü" verrät dann auch die Autorenschaft. RA Henning Tüffers selbst, also der Leiter der Prüfungsstelle, gibt der interessierten Leserschaft Auskunft.

Klingt wohl eher nach Rechtfertigung oder persönlicher Auslegung! Auch dies bedarf der juristischen Klärung - nämlich die Frage, ob RA Tüffers hätte prüfen müssen, ob Dr. Beul ein "Diplom" abgelegt hat oder ob er leichtfertig eine "Registrierung" als Nachweis zur Zulassung zur verkürzten Eignungsprüfung anerkennen durfte.

   
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11.

TERMINE DER PR1MUS AKADEMIE 2014/2015

 

Die neue homepage der PR1MUS AKADEMIE steht und die Vorbereitungen für die berufsbegleitende Ausbildung unserer qualifizierten Mitarbeiter für 2014 läuft auf vollen Touren.

Informieren Sie sich bitte unter www.primus-fachakademie.de

Unsere Kurse zeichnen sich u.a. aus durch:

  • Lernkontrollen
  • engagiertes gemeinsames lernen bis in die Abendstunden
  • Lernen auch am Samstag für ein lohnendes Ziel.

Wir sind in 5 Orten präsent und bieten auch Module für Konzernrechnungslegung und IFRS-Rechnungslegung an!

Ziel unserer Akademie ist es, dass wir in Abstimmung mit der WPK für unseren Berufsnachwuchs in kleinen und mittelgroßen Kanzleien ein neues zertifiziertes Berufsbild (Prüferfachwirt) anstreben.

PR1MUS ist eben anders - nämlich einzigartig!

Übrigens sind für Anfang Januar 2014 (Do, den 09.01. bis Sa, den 11.01.2014) noch wenige Plätze für das Modul III (Jahresabschlussprüfung II) in Nümbrecht / Nähe Köln frei! Bei Interesse bitte noch anmelden (Tel. 02203 / 980020; Frau Weimer oder Frau Klein).

   
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12.

NEUE VERLAUTBARUNGEN VON DER APAK?

 

Da staunte man nicht schlecht: Vor ca. 2 Wochen erschienen auf der homepage der APAK unter dem link "Publikationen" erstmals "Verlautbarungen". Und damit stand für mich fest: A new standardsetter was born!

Mit der "Verlautbarung 1/2013" zur Erteilung des Bestätigungsvermerks sollte wohl von Dr. Spindler & Co. ein bunter Reigen von Standards für die Berufsausübung im wirtschaftsprüfenden Beruf aufgemacht werden. Als hätte man mit 4 Loseblatt-Ordnern des IDW und des DRSC nicht schon genug zu tun!

Frage ich mich nach den Aufgaben und Zuständigkeiten der APAK, so hilft der WPO-Kommentar (2. Auflage, August 2013), wo es zu § 66a WPO in Tz 55 heißt: "Prüfungsstandards werden nicht durch die WPK sondern das IDW herausgegeben. Der Erlass fachlicher Regeln liegt damit auch außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der APAK." Diese Kommentierung schrieb kein geringerer als RA Tim Volkmann, der Leiter des Sekretariats der APAK, der insbesondere im "Schrifttum" auf Aufsätze von Prof. Marten und Dr. Beul verweist - alles klar???

Noch einmal zum mitdenken: Da gibt die APAK selbstherrlich eigene Verlautbarungen raus und

  • die Kommentierung durch den eigenen Sekretär
  • unter Berufung auf das Schrifttum eines verantwortlichen Organmitglieds

erfolgt diametral anders!? - Gratuliere!

Auf meine Hinweise reagiert weder die APAK noch die Rechtsaufsicht oder das Präsidium der WPK. Das BMWi ließ verlauten: Alles nicht zu beanstanden!

Dann meldet sich Prof. Naumann mit einem Brief am 18.10.2013, trägt seinerseits die Bedenken des IDW vor und schon macht Dr. Spindler mit Schreiben vom 18.11.2013 einen Rückzieher. Er lässt nun auf der homepage der APAK verlauten, dass die "Verlautbarungen der APAK" an die Wirtschaftsprüfer/innen unverbindlich seien.

Aha!

Ich gehe noch weiter: Die Verlautbarungen der APAK sind zu löschen. Sie können beim IDW als Anregung für künftige Facharbeit eingereicht werden - mehr nicht!

   
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13.

BESINNLICHE ADVENTSZEIT UND FROHE WEIHNACHTEN!

 

Verstehen Sie jetzt, warum ich über "meinen Beruf" manchmal nur traurig bin oder fast schon meinen Glauben an die Berufsvertretung und -aufsicht verloren habe?

Den Anfängen wehren und für Transparenz sorgen - das ist das Gebot der Stunde! Ich werde für den Berufsstand weiterhin kämpfen, für Transparenz eintreten, auch künftig "unbequeme Wege" gehen und der Wahrheit zum Recht verhelfen.

Da momentan noch umfangreiche Recherchen (mit überraschenden Ergebnissen) laufen, werde ich mich sicherlich vor Weihnachten noch einmal melden.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben eine besinnliche Weihnachtszeit sowie Gesundheit und Erfolg für 2014!

   
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Mit kollegialen Grüßen aus Köln
Ihr
Dirk Hildebrandt

 
 
 

Herausgeber
WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Straße 9
51149 Köln
Tel. 02203 980 02 - 0
E-Mail: info@wp-hildebrandt.de

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