newsletter Nr. 34 - Dezember 2012

Themen des aktuellen Newsletters
01. Ein newsletter für unter den Weihnachtsbaum
02. Das Vertrauen in den Berufsstand
03. Preisverleihung: "GOLDENER PRÜFERHAKEN"
04. Der Traum vom Wissen über die Zukunft
05. Vorlage von Arbeitspapieren bei der WPK
06. Eine Ikone wird enttarnt: Die Deutsche Bank
07. Der milliardenschwere Golfbunker
08. Von Heckenschützen, Nörglern und Querulanten
09. Ein paar Hundert Mio. Bußgeld - na und???
10. Der "250-Minuten-Mann"
11. NEU: Werbung der WPK
12. Toll - dieses Toll Collect!
13. Wirtschaftsprüfung ist ein "Gewerbe"!?
14. Der Realitätsschock in der WPK
15. wp.net-Mitgliederversammlung 2012
16. Geschenkidee für Unentschlossene
17. Mitgliederbefragung durch die WPK
18. Der Überschuldungsbegriff wurde "entfristet"
19. Wer ist hier wohl Abschlussprüfer?
20. Weniger ist mehr!
21. Starten Sie gut in 2013! - bis bald!

01. Ein newsletter für unter den Weihnachtsbaum

Hier nun der 8. Newsletter in 2012 und gleichzeitig der letzte für dieses Jahr. Ein Jahr, das wieder wie im Flug verging!

2012 brachte dem Mittelstand endlich die skalierte Prüfung, die von Michael Gschrei bereits 2010 auf WPK-Veranstaltungen eingefordert wurde! Nach viel Vorarbeit folgte dann im Juni 2012 die Änderung der Berufssatzung und der Praxishinweis zur skalierten Prüfungsdurchführung durch die WPK.

Aus meiner berufspolitischen Sicht ist 2012 ein Jahr in dem leider die Enttäuschung überwiegt: Einerseits müssen die Big4 aufgrund ihrer millionenschweren Lobbyarbeit offensichtlich keinerlei "regulatorische Eingriffe" durch das Grünbuch aus Brüssel befürchten und andererseits kommt die "Mittelstandsidee" wegen destruktiver Kräfte in den eigenen Reihen nicht so recht voran.

Enttäuscht stellt man bei genauerem Hinsehen auch fest, dass so manches Testat wohl nicht hält, was es verspricht und bei börsennotierten "Vorzeige-Unternehmen" nach Gutsherrenart bilanziert wird! Wertebewusstsein und Ehrlichkeit bleiben hier ebenso auf der Strecke wie soziale Verantwortung und Vorbildfunktion. Anstelle dessen werden Lippenbekenntnisse "verkauft", Maulkörbe verhängt und "politische Lösungen" angestrebt.

Doch dazu später mehr!

02. Das Vertrauen in den Berufsstand

Mein geschäzter Kollege Peter Widera meldete am 15.11.2012 aus Hamburg:

Allen Aktivitäten des Berufsstandes zum Trotz - die Freie und Hansestadt Hamburg zieht die Konsequenzen aus dem in der Öffentlichkeit wahrgenommenen desolaten Bild der Wirtschaftsprüfer.

Für Einkommensbescheinigungen werden dort nur noch Bestätigungen von Steuerberatern akzeptiert! Bescheinigungen von Lohnbuchhaltern, Finanzberatern und (jetzt ganz tapfer sein) Wirtschaftsprüfern sind hingegen nicht ausreichend.

Uns begegnet hier ein bezeichnender Nachweis der tatsächlichen Wahrnehmung des Berufsstandes abseits aller Versuche, sich durch Aktivitäten im eigenen Saft als vertrauenswürdig darzustellen. Das interessiert keinen wirklich, solange ab und zu in der Presse lustige Jahresabschlüsse mit Milliarden-Differenzen wie bei FMS auftauchen.

Der Hinweis auf seiner Homepage (www.dwpv.de) wurde offensichtlich von der WPK am 12.12.2012 aufgegriffen.

Dank ihrer beeindruckenden Intervention bei den entsprechenden Behörden der Freien und Hansestadt Hamburg zeichnet sich ab, dass zukünftig auch Wirtschaftsprüfer als verlässliche Personen für Einkommensbestätigungen angesehen werden. Das Thema wird im Innenressort der Hansestadt abschließend besprochen werden.

Dem Bezirksamt Wandsbek wurde seitens der WPK mitgeteilt, dass man sich in diesem Zusammenhang gegen die Nennung von Lohnbuchhaltern und Finanzberatern in einem Atemzug mit Wirtschaftsprüfern entschieden verwahre. Die vorliegenden Vordrucke sind unverzüglich einzuziehen!!!

In einem Zwischenbescheid hat die zuständige Behörde mittlerweile anerkannt, dass es außer Frage stünde, dass die "Berufsgruppe der Wirtschaftsprüfer zu dem kompetenten Personenkreis rechne, die als verlässliche Personen Bescheinigungen erstellen können".

Es lag also nicht an der "Erwartungslücke", sondern lediglich daran, dass die zuständigen Herausgeber der fraglichen Bescheinigungsmuster wohl nicht genau wussten, was sie taten. Für diese waren Steuerberater wohl einfach die ihnen einzig bekannten Vertrauenspersonen. Die sind ja auch seltener in der Presse…

Beurteilung: Toller und wichtiger Einsatz der WPK für die "Ehre des Berufsstandes"! - Dieser wichtige berufspolitische Etappensieg sollte demnächst mehrseitig und bebildert im WPK Magazin besprochen werden.

03. Preisverleihung: "GOLDENER PRÜFERHAKEN"

Ich habe mich entschlossen, künftig "besonders herausragende Leistungen im Wirtschaftlichen Prüfungswesen" mit der Verleihung des "GOLDENEN PRÜFERHAKEN" zu prämieren. Insbesondere liegt mir daran, Kollegen/innen auszuzeichnen, die durch herausragende Kenntnisse eine Vorbildfunktion für unseren Berufsnachwuchs haben.

Da es bereits entsprechende Preisverleihungen für "besondere Mandanten" (z.B. Entrepreneur des Jahres durch Ernst & Young) gibt und wir auch nicht pseudo-wissenschaftliche (Auftrags-)Arbeiten an Hochschulen auszeichnen wollen, haben wir uns entschlossen, ausschließlich Berufspraktiker zu würdigen, die ihr langjähriges professionelles fachliches Können bereits in der Praxis umgesetzt haben.

Ich habe mir die Auswahl für die anstehende Preisverleihung 2012 nicht leicht gemacht, gab es doch eine ganze Reihe von preiswürdigen Leistungen, die mir aufgefallen sind.

Obgleich die Big4 unter den TOP TEN mehrmals vertreten waren, ging der GOLDENE PRÜFERHAKEN 2012 an eine Hamburger Kollegin, die die "lyrische und poetische Leistung ihres Mandanten" bei der Abfassung des Lagebericht 2010 am 25.05.2011 mit dem "uneingeschränkten Bestätigungsvermerk (am goldenen Hosenband)" belohnt hatte.

Besonders hervorzuheben sind die ausgezeichneten Kenntnisse der Kollegin in der Facharbeit von IDW und DRSC (PS 350, DRS 5, 15 und 20). 

Auf der Homepage gibt die Kollegin als ihr "Steckenpferd" das Rechnungswesen an - das freut uns aber sehr! Bei näherer Betrachtung stellt sich schnell heraus, dass das Pferd wohl eher ein Esel ist!

Doch lesen Sie doch erst einmal selbst: Hartmann Lagebericht 2010.pdf

nochmals - "Die Tage werden länger und die ersten warmen Sonnenstrahlen umschmeicheln Körper und Seele. Der letzte Frost entweicht dem Boden. Die Vögel im Garten können den nahenden Frühling kaum noch erwarten, die ersten zarten Knospen entspringen dem Gehölz. Es ist also an der Zeit, den Lagebericht für das vergangene Jahr zu schreiben. ..."

Herrlich - da geht einem doch gleich das Prüferherz auf...

Hey, Hallo - geht´s noch !?

Aus Berlin war übrigens zu hören, dass sich die WPK wohl alsbald auch melden wird, um eine "besondere Auszeichnung" zu verleihen!!

Meine Bitte: Sollten auch Sie preisverdächtige Leistungen entdecken, bitte ich um einen kurzen Hinweis, denn ich werde diesen "Preis" künftig regelmäßig verleihen. Danke!

04. Der Traum vom Wissen über die Zukunft

Der Blick in die Zukunft ist eine unerfüllte Sehnsucht der Menschheit! Nicht nur die Troika sucht in Sachen Griechenland nach "belastbaren Aussagen", sondern auch Mandanten und Wirtschaftsprüfer suchen bei der Beurteilung von Fortführungs- und Fortbestehensprognosen nach Hinweisen auf die Zukunft.

Die Troika wüßte sicherlich ebenso gerne wie die "Zockerbanden", wie es in 2020 um Griechenland (und den Rest des Euro-Reiches) bestellt sein wird!?

Während die wissenschaftliche Zukunfstforschung bis heute keine nenenswerten Ergebnisse geliefert hat, verlangen berufsständische Beurteilungen von uns immer wieder außergewöhnliche Fähigkeiten! Doch wo liegt die Lösung: Glaskugel, Kaffeesatz oder wissenschaftliches Modell?

Vor wenigen Monaten verurteilte ein italienisches Provinzgericht sechs Vulkanologen und Seismologen erstinstanzlich zu Haftstrafen, weil sie vor einem Erdbeben nicht gewarnt hatte!? - Seit wann kann man Erdbeben voraussagen?

Wirtschaftsprüfer gelten als besonders befähigte Prognostiker, testieren sie doch im Rahmen von Abschlussprüfungen Going-concern-Prämissen, Chancen und Risiken im Lagebericht und vieles mehr mit "hinreichender Sicherheit" (IDW PS 201).

Im Beratungsgeschäft beurteilen Wirtschaftsprüfer (gegen üppige Honorare) die Zukunftsfähigkeit von Geschäftsmodellen. Im Falle der P+S-Werften hatten die beiden Marktführer im öffentlichen Auftrag ein positives Votum abgegeben, welches  sich danach als grottenfalsch erwies!

Aber gerade hier klafft die Erwartungslücke und kollidiert mit dem Geschäftsmodell der Big4. Mit der schlichten Aussage: "Wir können es nicht beurteilen!" läßt sich weder ein Bestätigungsvermerk gegenüber den Anteilseignern und der Öffentlichkeit erklären, geschweige denn ein teures Gutachten "verkaufen". - So ist es!

05. Vorlage von Arbeitspapieren bei der WPK

Im AKTUELLEN PRÜFUNGSWESEN haben wir des öfteren darauf hingewiesen, dass im Rahmen von Berufsaufsichtsverfahren (§§ 61a ff. WPO) auf Anfrage der WPK auch Arbeitspapiere vorgelegt werden müssen.

§ 62 II WPO gibt uns zwar unter bestimmten Voraussetzungen das Recht zur Auskunftsverweigerung, regelt jedoch gleichwohl eine Vorlagepflicht der Arbeitspapiere.

Dies wurde nun nochmals vom Verwaltungsgericht (VG) Berlin in einem Urteil vom 24.11.2011 (VG 16 K 313.10) bestätigt. Einen Berufungszulassungsantrag des Kollegen hat das zuständige OVG Berlin-Brandenburg abgewiesen und das VG-Urteil für rechtswirksam erklärt.

Vgl. hierzu auch WPK Magazin 3/2012, S. 63 sowie NWB WP Praxis 4/2012, S. 80.

06. Eine Ikone wird enttarnt: Die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ist im "freien Fall"!  Schlimmer kann es für die "Zocker AG" kaum noch kommen.

Man hat es geschafft, dass die "Ikone der deutschen Finanzwelt" als Synonym für Zinsmanipulation, Steuerhinterziehung, Umsatzsteuerbetrug, Falschbilanzierung, Prozessverlierer und politischer Dilletant entlarvt wird!

Hat sich da etwa Superstar Josef Ackermann rechtzeitig "vom Acker gemacht" und dem Traumduo Anshu Jain - genannt die "Gelddruckmaschine" - und dem unglücklichen "Netzwerkbetreiber" Jürgen Fitschen rechtzeitig das Ruder "in die Hand gedrückt"?

Etwas weniger aufgeregt und nicht im Fokus der Öffentlichkeit haben einige Fachleute in den vergangenen Monaten die Jahresabschlüsse der Deutsche Bank AG 2009 bis 2011 analysiert und kommen zu erstaunlichen Ergebnissen:

Die Deutsche Bank bilanziert seit Jahren ihre Personalaufwendungen im Bereich Investmentbanking offensichtlich in Milliarden-Größenordnung falsch! Dies belegen Studien, die vergleichende Analysen mit anderen Instituten vorgenommen haben. Bei genauerer Betrachtung liegt die Falschbilanzierung bei den "aufgeschobenen Personalaufwendungen" und beläuft sich auf mindestens 2 Mrd. € p.a.! Dies sind mehr als 40% des Jahresergebnisses!

In den über 500-seitigen Geschäftsberichten benennt die Bank dieses "Phänomen aufgeschobene Personalaufwendungen" selbst beim Namen, bilanziert jedoch wissentlich falsch und entgegen den maßgebenden Bilanzierungsvorschriften (§ 252 I Nr. 5 HGB - Periodenabgrenzung). Also - die ergebnisabhängigen Vergütungen der Investmentbanker werden erst dann bilanziert, wenn sie gezahlt werden! - obgleich diese einen eindeutigen schuldrechtlichen Anspruch haben! Dies nannt man: Rückstellung nach § 249 I HGB!

Klartext: Dies nennt man NICHTIGKEIT (§ 256 V AktG), die durch Klage beim AG Frankfurt festgestellt werden könnte - mit verheerenden Folgen!

Wen sollte dies interessieren? -  Die KPMG, die regelmäßig uneingeschränkt testiert hat? Die WPK und die APAK im Rahmen der Berufsaufsicht (§§ 64 ff. WPO)? Oder die BaFin als Aufsichtsbehörde? - Oder keinen! - weil: Wir reden hier von Ikonen und dem "Rest der Deutschland AG"!

Aufmerksamen Lesern der FAZ dürfte dieses "Phänomen" bereits seit dem 29.10.2012 bekannt sein, da an diesem Tage eine umfassende Analyse der Jahresabschlüsse der Deutsche Bank AG vom Institut fairresearch, Kronberg, veröffentlicht wurde.

Aus "gut informierten Kreisen" ist zu hören, dass u.a. auch deswegen z.Zt. bei der KPMG im Bereich Bankenprüfung "die Hütte qualmt" und sich die BaFin bereits eingeschaltet hat!

07. Der milliardenschwere Golfbunker

Bei Recherchen im eBanz stößt man immer wieder auf "sonderbare Dinge". Bei genauerer Betrachtung ergeben sich hier manchmal Inhalte in Abschlüssen, die man auch als Wirtschaftsprüfer bei erster Draufsicht nicht vermutet hätte.

So geschehen bei der Betriebsgesellschaft des Golfclub St. Leon Rot - einem der schönsten und teuersten Golfclubs - gelegen südlich von Heidelberg.

Da staunt man nicht schlecht, dass ein Golfclub Hunderte von Millionen Finanzanlagevermögen in Form von Firmenbeteiligungen und ein Fußballstadion besitzt, 80 Millionen  Verluste in 2010 macht und "richtig Kohle bunkert" (deshalb übrigens heißen die Sandlöcher auf Golfplätzen auch "Bunker").

Sieht man sich das Präsidium des Golfclubs einmal an, dann "zündet es". - Dietmar Hopp - einer der Gründer von SAP, Präsident des Bundesligavereins TSG 1899 Hoffenheim mit dem besagten Fussballstadion in der "Dietmar-Hopp-Str.1". Insider behaupten, dass der Golfclub und das Stadion "sein zweites Zuhause" sind.

Aufgrund dieser (wahnwitzigen) Größe ist die Betriebsgesellschaft des renomierten Golfclubs prüfungspflichtig (§§ 316 ff. HGB). Abschlussprüfer ist die BDO Stuttgart (ohne Honorarangabe!), die alljährlich nur ein eingeschränktes Testat gibt.

Dietmar Hopp läßt die Wirtschaftsprüfer zwar vieles wissen, jedoch nicht alles. Vorhandene Gutachten über die Werthaltigkeit seiner Finanzanlagen legt er der BDO erst gar nicht vor - das nennt man "Prüfungshemmnis" nach IDW PS 400 und wird mit einer Einschränkung des Bestätigungsvermerks sanktioniert.

Bei annähernd 100 % Eigenkapitalquote "pellt sich Dietmar auf den Bestätigungsvermerk seines Golfbunkers ohnehin ein Ei"! Auf der Homepage führt Dietmar übrigens auch die Wirtschaftsprüfer von FALK als Sponsoren auf. Gut ist immer, dass man im Zweifel einen "Ersatz-WP von der Reservebank auf "das Grün" schicken kann!

08. Von Heckenschützen, Nörglern und Querulanten

Nachdem sich in den letzten 12 Monaten einige Vorstands- und Beiratsmitglieder der WPK "verselbständigt" haben und nicht mehr authentisch das Wahlprogramm von wp.net vertreten, war im Vorfeld der wp.net-MV in München mit weiteren Angriffen auf Michael Gschrei und meine Person zu rechnen.

Also kursierten wiederholt per Rundmail ungebetene "Thesenpapiere" des Kollegen Rückert, "berufspolitische Ergüsse" von Dr. Beul, "Drohungen" aus Quickborn (Hermanns von der Heide) und letzlich "feige anonyme emails" von "Franz Kafka". 

Alle emails hatten nur ein Ziel: Man wollte die MV von wp.net im Vorfeld stören und wohl einen (letzten) Versuch unternehmen den Verband zu "übernehmen".

Szenenwechsel: In 18 Monaten wird wieder gewählt - in 12 Monaten stehen die Beiratslisten (siehe Punkt 15) und der Wahlkampf läuft auf Hochtouren! - Können die (permanenten) Nörgler und Profilneurotiker - die ja teilweise sogar im Vorstand der WPK sitzen! - mir bitte einmal erklären, warum sie wiedergewählt werden wollen und was ihr Wahlprogramm 2014-2017 sein soll? Wie wollen sie den Wählern erklären, dass das Wahlprogramm 2011 in wesentlichen Teilen nicht umgesetzt wurde?

Mit Denunzieren, Wadentreten und Lamentieren hat noch keiner das Vertrauen des Berufsstandes gewonnen und einen Wahlsieg errungen!?

An die Adresse der Querulanten: Es ist doch so einfach!  Austreten und einen eigenen Verband gründen !

09. Ein paar Hundert Mio. Bußgeld - na und???

Das nervt schon ungemein:

Da werden von "renomierten" Banken weltweit Zinssätze manipuliert, Milliarden gewaschen, Steuern hinterzogen und betrogen, dubiose Finanzprodukte verhökert und Bilanzen manipuliert - und am Ende zahlt man halt "ein paar Hundert Millionen" an die Strafverfolgungsbehörden, um Untersuchungen einzustellen und zu verhindern!

Da werden hemmungslos Kartelle gebildet und die Deutsche Bahn um Hunderte von Millionen zu Lasten der Steuerzahler betrogen und man "verhandelt" mit dem Betrogenen und entsorgt Teile des Vorstandes mit Millionenabfindungen und -pensionen!

Da werden jahrelang dreckige Drogen- und zweifelhafte Oligarchengelder gewaschen, man wird erwischt und zahlt Bußgelder in Milliardengrößenordnung um möglichst schnell wieder aus der Medienberichterstattung zu verschwinden! So geschehen bei UBS, HSBC, Standard Bank etc..

Da installieren Telekom und Daimler dilettantisch ein LKW-Mautsystem, verursachen Milliardenschäden, werden zu Recht auf Schadensersatz verklagt und erpressen die Politik, da man in den Abschlüssen arroganterweise ohnehin keine Rückstellungen gebildet hatte. 

Welche Werte gelten hier eigentlich für die superschlauen Initiatoren, kenntnislosen Kontrollorgane und verantwortungslosen Entscheidungsträger?

Was wussten hier eigentlich die Wirtschaftsprüfer - oder bei wieviel Unkenntnis darf man noch testieren?

Anders gefragt: Wieviel Wirtschaftsprüfung will die Politik überhaupt?

Und all dies erklären Sie bitte Ihren Kindern, dem motivierten Berufsnachwuchs und dem ehrlichen Steuerbürger! Insbesondere erklären Sie bitte, nach welchen Werten es sich zu leben lohnt, warum nur "Dumme" erwischt werden und warum "Buße" immer in Geld gemessen wird.

Do´nt worry - The show must go on!!!

10. Der "250-Minuten-Mann"

Seit September 2011 im Amt, Vorsitzer des Beirates, Ex-Vorstand von wp.net und beheimatet in Berlin. Gleichzeitig mit Gastrecht ausgestattet für (fast) alle Aussschüsse und Vorstandsabteilungen der WPK und einer derer, die den Ex-Kammerpräsidenten "aus dem Amt gejagt" haben - Dr. Johannes von Waldthausen.

Seine allzeitige Präsenz bei der WPK wird vielfach beachtet und oft auch geschätzt. Auch die Beirats- und Ausschussmitglieder registrieren den häufigen Gast und wundern sich darüber, dass er in allen Angelegenheiten Sachkunde ausstrahlt.

Auffällig ist jedoch, dass seine Gastrolle jeweils nach ziemlich genau 250 Minuten endet und er sich zu einem anderen Ausschuss begibt oder seinem Kanzlei-Tagesgeschäft nachgeht. Böse Zungen behaupten, dass dies mit der Entgeltregelung der WPK für Ausschusssitzungen zusammenhänge. Neben dem Ersatz aller Auslagen gibt es für Ausschusssitzungen bis 4 Stunden 100 € und für längere Sitzungen 500 € - egal, ob diese 250 Minuten oder 7 Stunden dauern.

Höchste persönliche Effizienz erreicht man somit bereits nach 250 Minuten. Optimal insbesondere dann, wenn die Kammer quasi "vor der Haustüre" liegt.

Übrigens muss sich Dr. vW alsbald noch gegenüber wp.net für seine selbstgeschaffenen "Entgeltregelungen" im Vorstand rechtfertigen und mit nicht unerheblichen Rückforderungen des Vereins rechnen (vgl. Punkt 15).

Die (unbewältigte) Vergangenheit holt einen halt hin und wieder ein!

11. NEU: Werbung der WPK

Ich dachte immer, dass die WPK als Körperschaft des öffentlichen Rechts auf ihrer Internetseite keine Werbung für gewerbliche Seminarveranstalter machen sollte.

Dies scheint nicht mehr zu gelten: Am 13.12.2012 stellt sie einen farbigen zweiseitigen Flyer des Landesverbandes der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Brufe in Bayern e.V. (LSWB) "Aktuelle Abschlussprüfung 2013" ein.

Sollte man da nicht "gleiches Recht für alle" fordern? Auch PRIMUS hat schöne Flyer für die Programme "Aktuelles Prüfungswesen" und "Fachforum Prüfungswesen". Übrigens ist PRIMUS als einziger Seminarveranstalter als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (und nicht als gewerbliches Schulungsunternehmen!) von der WPK anerkannt - ein Grund mehr!

Also: Entweder - oder!

Der Grund liegt wohl eher darin, dass die Geschäftsführer der WPK dem LSWB "Danke" sagen wollen für die Beiratswahl 2011 - und vielleicht jetzt schon einmal Beihilfe leisten wollen für die anstehende Beiratswahl 2014?

12. Toll - dieses Toll Collect!

Die Toll Collect GmbH, Berlin wurde in 2002 gegründet und von der Bundesregierung beauftragt, ein System zur Einnahme der LKW-Maut aufzubauen, zu betreiben und abzurechnen. An diesem Gemeinschaftsunternehmen sind die Deutsche Telekom (45%), Daimler (45%) und die französische Coforoute (10%) beteiligt.

Im Juli 2002 erhielt das Konsortium den Zuschag, am 20.09.2002 - zwei Tage vor der Bundestagswahl! - wurde von Verkehrsminister Bodewig (SPD) der Vertrag unterzeichnet. Das System sollte ab 31.08.2003 laufen.

Doch es kam anders: Wegen technischer Probleme beim Probelauf, Rauswurf der Geschäftsführer etc. war das System erst am 01.01.2006 einsatzbereit.

Also klagt der Bund seit dem 29.07.2005 auf 5,1 Mrd. € Schadensersatz gegen das Konsortium (Konventionalstrafe und Einnahmeausfälle). Seit 2004 läuft bereits ein Schiedsverfahren.

Wie der aktuellen Presse zu entnehmen ist, laufen z.Zt. "Geheimverhandlungen" mit dem Ziel einer außergerichtlichen Einigung und einem Nachlass in Milliardenhöhe. Das Konsortium seinerseits droht mit Einstellung, Abbau und Verkauf der Anlagen. Hierdurch sieht sich der Bund genötigt, nach "Kompensationsmöglichkeiten" zu suchen und den Firmen entweder höhere Einnahmen aus dem System zuzubilligen oder "Forschungsbeihilfen" zu gewähren. Diskutiert wird in den letzten Tagen auch eine komplette Übernahme der Toll Collect GmbH durch den Bund.

Juristen warnen bereits vor "Kompensationen", da sie höchst anfechtbar sind und letztlich ohnehin den Steuerzahlen treffen werden.

Was läuft denn da hinter den Kulissen der DEUTSCHLAND AG?

Sie fragen: Was hat der Berufstand damit zu tun?

Na, dann suchen Sie bitte einmal die Milliardenrückstellung in den von PwC und E&Y uneingeschränkt testierten Jahresabschlüssen von Daimler und der Deutsche Telekom (www.ebanz.de). - Oder zeigen Sie mir die Risikoberichterstattung im Lagebericht, die eine "zutreffende Darstellung" gewährleistet. - Alles klar?

Gibt es einen klareren Fall einer Verbindlichkeitsrückstellung nach § 249 I HGB oder für eine Risikoberichterstattungspflicht nach § 289 I HGB?

Konkret: Dies nennt man wohl Nichtigkeit der festgestellten Abschlüsse !!!

Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass sich Klaus-Peter aus der Tersteegenstrasse einschaltet und der erstaunten Öffentlichkeit (im Auftrage von PwC und E&Y) die Richtigkeit der Bilanzierung und Lageberichterstattung erläutert oder die Berufsüblichkeit durch einen entsprechenden Prüfungsstandard seines HFA festschreibt.

Wo sind Redepflicht, Warnfunktion, gesetzlicher Auftrag, Unabhängigkeit und Eigenverantwortlichkeit des Berufstandes? Wo sind die DPR (Bilanzpolizei), die WPK und die APAK?

Hauptsache die "Geheimverhandlungen" finden genauso verschwiegen statt wie das von mir beantragte Berufsaufsichtsverfahren (§ 64 WPO)! Adieu Transparenz! Ein Witz!

Wenigstens der Berufsstand glaubt (noch) an sich! Na, dann glaubt wenigstens einer noch an unseren gesetzlichen Auftrag.

13. Wirtschaftsprüfung ist ein "Gewerbe"!?

Man muss manchmal schon genauer hinschauen und auch auf Feinheiten achten, um die Entwicklungen zu erkennen:

Während wir in Deutschland noch vom Wirtschaftsprüfer als "Freiberufler" sprechen (§ 1 II WPO), scheint dieser Traum in Brüssel bereits längst ausgeträumt zu sein!

In Richtlinien und Verordnungsentwürfen bezeichnet die EU-Kommission unsere WP-Tätigkeit bereits seit Jahren unverblümt als "Prüfungsgewerbe"! Deswegen brauchen wir uns über eine "Gewerbeaufsicht", die bei uns Wirtschaftsprüfern "APAK" heißt, nicht zu wundern!

So sehen dann auch die (zu erwartenden) Ergebnisse der "regulatorischen Eingriffe" durch das Grünbuch aus! Die Big4 und großen Netzwerke stellen sich als Dienstleistungskonzerne dar, denen es um Rendite, Marktmacht und "Wettbewerb" geht, während wir in Deutschland von der "systemrelevanten" Bedeutung der Wirtschaftsprüfer in unserer Wirtschaftsordnung und derem gesetzlichen Auftrag träumen.

Überschätzen wir nicht ständig die Bedeutung der wirtschaftsprüfenden Berufe für die Politik? Welche (wahre) Bedeutung haben eigentlich Redepflicht und Warnfunktion in unserer Wirtschaftsordnung und unserem politischen System?

Wieviel Interesse haben die Politiker (im Wahljahr), die Bedeutung des Berufsstandes und deren gesetzlichen Auftrag gesetzlich präziser zu fassen, für eine Marktordnung zu sorgen und die Wirtschaftsprüfer gegenüber den Kräften der Wirtschaft und des Geld- und Kapitalmarktes zu stärken?

Die Big4 gehen ungehemmt auf millionenschwere Einkaufstour bei Strategieberatungsunternehmen, um ihr Geschäftsmodell zu retten! Abschlussprüfungen verkommen zum "Tankstellengeschäft" und müssen durch lukrative Beratungsmandate quersubventioniert werden!

Das kann nicht die Zukunft des Berufsstandes sein!

14. Der Realitätsschock in der WPK

Im Newsletter Nr. 32 (Punkt 15) hatte ich darüber berichtet, dass man seitens der WPK das Phänomen des wp-net-Wahlerfolges im Juli 2011 und seine Folgen für die Berufs- und Kammerpolitik wissenschaftlich hat untersuchen lassen.

Hierzu wurde von der Geschäftsführung der WPK (in wessen Auftrag eigentlich?) ein honorarpflichtiger wissenschaftlicher Aufsatz bei einem Soziologieprofessor in Bielefeld in Auftrag gegeben. Ich hatte im Newsletter meiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass man diesen interessanten Aufsatz allen Mitgliedern der WPK (die diesen ja schließlich bezahlt haben!) öffentlich zugänglich macht.

Doch - Nichts(!) ist geschehen!

Passen vielleicht die Erkenntnisse nicht in die offizielle berufspolitische Diskussion? Oder wird hier nach Gutsherrenart entschieden?

Man weiß es nicht! - Da ich diesen Aufsatz für lesenswert halte - hier der Abdruck: Realitätsschock.pdf

Lektüre für die anstehenden langen Winterabende und gleichzeitig Aufarbeitung eines Phänomens, welches sich nie wiederholen wird. Gleichwohl arbeiten wir an dem nächsten Phänomen!

15. wp.net-Mitgliederversammlung 2012

Am 08.12.2012 fand die ordentliche Mitgliederversammlung 2012 von wp.net in München statt und über 60 Kollegen/innen kamen - weitere 250 waren über Vollmachten vertreten.

Nachdem bereits 14 Tage vor der MV erhebliche "Störfeuer" kamen (vgl. Punkt 8), rechnete man nach dem "chaotischen" Verlauf der a.o. MV vom 16.06.2012 auch jetzt wieder mit einer "aufgeheizten Stimmung".

Zunächst musste Michael Gschrei (geschäftsführender Vorstand) den überraschenden Rücktritt von Stefan Mauer bekanntgeben, der am Vorabend seinen Entschluß per email mitteilte und krankheitsbedingt an der Sitzung nicht teilnahm. Für ihn übernahm Martin Conrad (ehrenamtlicher Vorstand) die Versammlungsleitung.

Kollegen Dr. Beul, Chales de Beaulieu und Hermanns von der Heide glänzten durch permanente Zwischenrufe und Anfeindungen gegenüber Herrn Gschrei und diskreditierten sich letztlich selbst. Nachdem sie ihren "Dienst getan hatten", zogen sie nach der Mittagspause ab und mussten feststellen, dass auch jetzt "ihre Übernahme" von wp.net kläglich gescheitert war!

Lächerlich ist es wohl auch, wenn Vorstandmitglieder der WPK, die bei wp.net gekündigt haben noch 3 Wochen vor Wirksamwerden ihrer Kündigung Satzungsänderungsanträge stellen und dann in der MV eine Satzungskommission mit grundlegenden Änderungen der Vereinssatzung verlangen (Chales de Beaulieu und Barbara Hoffmann)!?

Kollege Walter Kaldenbach aus Brühl/Köln wurde anstelle des zurückgetretenen Stefan Mauer zum weiteren ehrenamtlichen Vorstand für die restlichen drei Jahre gewählt.

Ernst Büchele trug seinen Kassenbericht für 2011 vor und berichtete über eine juristische Prüfung zweifelhafter Ausgaben durch den ehemaligen geschäftsführenden Vorstand Dr. J. von Waldthausen (Beiratsvorsitzer der WPK) in nicht unerheblicher Höhe. Der anwesende Kollege Mayer aus  Berlin erklärte sich bereit, hier zeitnah eine außergerichtliche Schlichtung zu versuchen. 

Nach der Mittagspause wurde endlich intensiv über die Durchsetzung der Berufspolitik bei der WPK und die weitere Ausrichtung von wp.net diskutiert.

Hier ging es insbesondere um die Positionierung von wp.net für die nächsten Beiratswahlen im Juli 2014

16. Geschenkidee für Unentschlossene

Immer das gleiche Problem: Was schenke ich einem Kollegen / einer Kollegin, der/die (meist) schon alles hat?

Auf der Suche nach etwas Ausgefallenem, aber gleichwohl berufstypischem machte uns ein befreundeter Kollege auf die Kollektion eines noblen Couturiers aufmerksam, der sich auf das Outfit elitärer aussterbender Berufsstände spezialisiert hat.

Doch schauen Sie selbst nach dieser ausgefallenen Geschenkidee für Kollegen/innen und Partner/innen. Insbesondere ist diese Kollektion geeignet - wenn man auch in der Freizeit nicht auf den Nimbus des Berufsstandes verzichten möchte. 

Lieferbare Größen: S bis XXXXL

Preis: $ 19,95 / Stück 

Lieferbar: Solange der Vorrat reicht, da die Hersteller-Hütte von C&A in Bangla Desh gerade abgefackelt ist.

17. Mitgliederbefragung durch die WPK

Ich hatte schon gedacht, mir würde es unter dem Weihnachtsbaum "voll langweilig". Doch die WPK versorgte mich noch rechtzeitig vor dem Fest mit 36 Seiten (!) Material zum geplanten Verhältniswahlrecht (Anhörung WPK) und setzt auch gleich noch die Eingabefrist auf den 31.01.2013! 

Wird also NICHTS mit einem "ruhigen Weihnachtsfest". Oder hat man die Frist absichtlich so gewählt, dass sich möglichst wenige dazu melden?

Mit dem Verhältniswahlrecht (VWR) soll das kommen, was wp.net 2010 bereits gefordert hat, aber damals nach Meinung von Ulrich und Pfitzer mit der Personenwahl nicht im Einklang stehen würde. Nach Einführung der Briefwahl ist das VWR nun doch mit der Personenwahl und der WPO vereinbar.

Das VWR 2012 ist aber nicht mehr  das Verhältniswahlrecht von 2010, sondern hat besondere Eigenheiten. Man sollte deshalb die Änderungen genau studieren, bevor man den Vorschlägen zustimmt.

Künftig wird kumuliert und panaschiert. Dies bedeutet, es gibt  wieder Listen und der Wähler kann sein Stimmenpotenzial (WP 2011: 51 Stimmen und 5 Ersatzmitglieder) auf mehrere Listen verteilen. Ersatzkandidaten gibt es nicht mehr.

Der Wähler kann bis zu drei Stimmen einem Kandidaten oder einer Kandidatin geben.

Der Beirat wird auf vier Jahre gewählt, die Vorstände nur auf zwei, mit der Option der Verlängerung.

Die Forderung von wp.net geht in die Richtung, dass die Kumulierung von drei Stimmen aus der Sicht der WPK-Struktur undemokratisch ist. Die Beiratswahl ist von der Transparenz der Kandidaten her nicht vergleichbar mit einer Kommunalwahl.

Wer kennt schon all die 51 Kandidaten, die zu wählen sind. Nur dann würde es Sinn machen, dass diejenige, die von der Führung nicht unterstützt werden, sich durch persönlichen Wahlkampf nach vorne kumulieren könnten.

Ziel muss es sein, dass der gesamte (nach Prof. Hansrudi Lenz "gespaltene") Berufsstand in der WPK vertreten ist. Die anteilige Vertretung darf sich aber nicht nur auf den Beirat beziehen, sondern muss in allen Gremien wirksam werden. Der reine Beiratssitz degradiert die Person zum Statisten, dann kann der Beirat auch zu Hause bleiben. Die „Musik“ spielt in den Ausschüssen und im Vorstand. Diese gremienlosen Beiräte fühlen sich auch unter der „neuen Demokratie“ als Beschlüsseabnicker mißbraucht.

Ich denke, dass wp.net die Mitglieder alsbald noch umfassender aufklären wird, damit sich jeder an der Konsultation beteiligen kann.

18. Der Überschuldungsbegriff wurde "entfristet"

Seit geraumer Zeit wurde bereits erwartet, dass der bis zum 31.12.2013 zeitlich befristete Überschuldungsbegriff nach Art. 5 FMStG verlängert wird, da wir ansonsten in der 2013´er Prüfungssaison mit den 2012´er Abschlüssen (going concern) ein Problem bekommen würden.

Dann hätte man nämlich ab dem 01.01.2014 wieder vom alten Überschuldungsbegriff nach IDW FAR 1/1991 ausgehen müssen, was ein Testat von Abschlüssen, die unter der Annahme der Fortführungsprämisse aufgestellt wurden ggf. schwierig gemacht hätte.

Doch es kam anders: Am 09.12.2012 hat der Deutsche Bundestag durch Beschluss den Überschuldungsbegriff "entfristet".

Somit gilt nun (zeitlich unbegrenzt), dass bei positiver Fortbestehensprognose keine Insolvenzantragspflicht wegen Überschuldung (§ 19 II InsO) gegeben ist.

19. Wer ist hier wohl Abschlussprüfer?

Ein aufmerksamer Kollege schickte uns beiliegendes Foto mit den folgenden 3 Fragen zur "fachlichen Konsultation" gemäß VO 1/2006, Tz. 98 ff. :

1. Wer ist hier wohl Abschlussprüfer?

2. Darf man die Kündigung von Mietverträgen an die Mandatskündigung knüpfen?

3. Darf man Mietraten und Prüferhonorare verrechnen? Wenn ja - wie wird gebucht?

Übrigens: Das nennt man Unabhängigkeit des Abschlussprüfers! Oder ist dies etwa auch Gegenstand des Sparprogramms der KPMG?

20. Weniger ist mehr!

Meine Lese-Empfehlungen stoßen offensichtlich auf ein breites Echo! Ich möchte zwar keinen Literatur-Newsletter herausgeben, gibt es doch gleichwohl ein "Leben neben dem Beruf". Darf ich Ihnen auch diesmal für die langen Winterabende meine Lektüre-Empfehlungen geben?

Mein Lieblingsthema 2012 war: Die neue Bescheidenheit! 

Catharina Anderud, Weniger ist mehr -Zurück zum eigenen Maß, 2011, ISBN 978-3942-848169, 233 Seiten - mein Lieblingsbuch!

Michael Korth, Die Kunst der Bescheidenheit - Wie wenig man zum glücklichen Leben wirklich braucht, ISBN 978-3-548-744278, 175 Seiten

John Naish, Genug - Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen, 299 Seiten, ISBN 978-3-404-66436-8.

Rainer Otte, Wenn weniger mehr ist, Philospphie der Bescheidenheit, 178 Seiten, ISBN 978-3-938880-52-4. - macht nachdenklich!

Alexander von Schönburg, Die Kunst des stilvollen Verarmens, gebunden, ISBN 387134 520-2, 239 Seiten - zum Schmunzeln!

21. Starten Sie gut in 2013! - bis bald!

Man hatte auch in diesem Jahr das Gefühl, das das Jahr an einem vorbeiflog.

PRIMUS hat seine 26. Quartals-Tournee erfolgreich beendet und wächst stetig seit fast 7 Jahren - für Ihr Vertrauen und Ihre Treue: HERZLICHEN DANK!!!

Für 2013 haben wir uns viel vorgenommen - wp-Fachverlag, primus-online, Reaktivierung der PRIMUS AKADEMIE - und noch mehr Serviceleistungen für Sie!

Freuen Sie sich darauf!

Voraussetzung hierfür ist Gesundheit! Denn damit fängt alles an!

Nach 25-jähriger Repetitor- und Referenttätigkeit sind meine Stimmbänder hin und müssen im Januar "runderneuert" werden. Mein Professor aus der Kölner HNO-Klinik gibt Entwarnung und sagt - das kriegen wir schon wieder hin!

Ihnen und Ihren Lieben wünsche ich eine ruhige Weihnachtszeit, alles Gute für das kommende Jahr, Gesundheit und Erfolg!

Bis bald

Ihr

Dirk Hildebrandt

und das gesamte PRIMUS TEAM

 
Impressum

Herausgeber

WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Str. 9
51149 Köln
Tel.: 02203 - 98002 - 0
E-Mail: info@wp-hildebrandt.de


Wenn Sie diesen Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie bitte hier.