newsletter Nr. 32 - Juli 2012

Themen des aktuellen Newsletters
01. So - es ist wieder soweit!
02. Welche Ehre wird mir denn da zuteil?
03. wp.net ist für die Zukunft wieder gerüstet
04. E&Y - noch mal davongekommen?
05. Neues vom Zauberkünstler der KPMG?
06. Die WPK als Sprachrohr des IDW?
07. Wem gehören eigentlich die Big Four?
08. Eine neue Ära von Big Four Vorständen?
09. Wer führt eigentlich die WPK?
10. Ist Leipzig doch der "Nabel der Prüferwelt"?
11. Die "Drecksäcke" und der Libor
12. Die Kleinen rebellieren in der Kammer
13. Wissenschaft vom Feinsten - oder ?
14. Viele neue Dokumente im PRIMUS Downloadcenter
15. wp.net und der "Realitätsschock"
16. Wer finanziert eigentlich das IDW?
17. Eine Frage hab ich noch: Was unterscheidet VW von Daimler?
18. Peinliches Recruiting-Video von E&Y
19. Klaus-Peter "haut schon wieder einen raus"!
20. Noch ein Knaller zum Schluß
21. Das war´s mal wieder!

01. So - es ist wieder soweit!

Der Juni-Newsletter mußte leider ausfallen. Einerseits forderte der anstehende Sommerurlaub einen "erhöhten Schreibtischeinsatz". Andererseits machten die Umstände um wp.net mich traurig und wütend und forderten aktives Handeln!

Doch jetzt - nachdem die a.o. MV von wp.net "überstanden" und der Akku in der Toskana wieder aufgeladen werden konnte - geht es mit vollem Elan weiter.

Und es gibt vieles zu berichten. Wir leben nun einmal in "beschleunigter Zeit" - und dies verlangt, dass man seinen Radar richtig ausrichtet. Und bei allem muss man den "Faktor Mensch" berücksichtigen; dies haben insbesondere die letzten 9 Monate bei wp.net gezeigt!

Also - viel "Spaß" bei der Lektüre!

02. Welche Ehre wird mir denn da zuteil?

Dieser Newsletter ist mittlerweile gut etabliert und man wundert sich manchmal über seine Verbreitung.

Dass Wirtschaftsredaktionen um Interviewtermine bitten oder Hintergrundmaterial haben wollen - das kennen wir seit ca. 2 Jahren.

Wie mir mehrfach zugetragen wurde, ist der Newsletter mittlerweile auch Thema im neuen "IDW Treff" - selbst Naumann zitiert daraus und versucht sich damit zu profilieren. Mit dem IDW-Treff versucht man hyperaktiv, das Defizit der bis zur ao. MV eingeschlafenen Mitgliedertreffen von wp.net auszufüllen und die Zielgruppe der kleinen und mittelgroßen Kanzleien "einzufangen".

Auch dass der Newsletter im Vorstand und Beirat der WPK "Pflichtlektüre" ist, hatten wir bereits zur Kenntnis genommen. Berichterstattungen im Newsletter sind mittlerweile Anlass für eigene WPK-Ermittlungen. Ein Geschäftsführer der WPK hatte sich in der letzten Beiratsversammlung am 06.07.2012 sogar dazu hinreißen lassen, ganze 20 Minuten über mich und meine Newsletter "vom Leder zu ziehen"!

Selbst in wissenschaftlichen Aufsätzen wird der Newsletter mittlerweile zitiert und man beruft sich auf meine Recherchen und Analysen. So geschehen auf dem 8. Symposium in Potsdam zu "Theorie und Praxis der Wirtschaftsprüfung". Selbst in anschließenden Diskussionen ergreifen Redner das Wort und  erwidern dem Auditorium, "daß man Hildebrandt´s Newsletter lesen sollte".

Festzustellen bleibt, das die "Welt des Wirtschaftlichen Prüfungswesens" bunter geworden ist, seitdem es PRIMUS und meine Newsletter gibt! Beides bleibt Ihnen hoffentlich noch lange erhalten und belebt die Wirtschaftsprüfung auch weiterhin!

03. wp.net ist für die Zukunft wieder gerüstet

Nach dem "Desaster" mit der alten Geschäftsführung wurde wp.net nach der ao. MV unverzüglich neu aufgestellt.

Schauen Sie auf die neu gestaltete Website: http://www.wp.net-verband.de. Die Website ist viel besser strukturiert und wesentlich leichter im Handling.

Wir begrüßen den wieder ins Amt gewählten geschäftsführenden Vorstand Michael Gschrei. Zwischenzeitlich wurden die QS-Handbücher überarbeitet! Spezialseminare und Mitgliedertreffen für den Herbst sind organisiert; die Einladungen gehen alsbald an alle Kollegen/innen raus.

Ganz wichtig: Viele Arbeitskreise werden noch vor der Sommerpause initiiert. Damit wird auch hoffentlich bald Schluss sein mit "Monopol-Meinungen" im Berufsstand. 

wp.net wird wieder "Flagge zeigen"!

04. E&Y - noch mal davongekommen?

Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young kommen wegen der "Falschtestate" i.S. Lehman Brothers vielleicht noch einmal davon. Die US-Börsenaufsicht SEC will die Ermittlungen gegen die US-Investmentbank Lehman Brothers ggf. einstellen. Damit dürfte auch das Verfahren gegen Ernst & Young im Sande verlaufen.

Bereits im Newsletter Nr. 20 (Pkt.07) hatte ich über die Ermittlungen berichtet. E&Y hatte die Bilanzen von Lehman Brothers vor ihrer spektakulären Pleite 2009 uneingeschränkt testiert, obgleich sie "geschönt" waren. Der Verleih von Wertpapieren gegen Bargeld im Umfang von mehr als 50 Mrd. $ wurde als Verkauf gebucht (sog. "Repo 105 Transaktionen"). Hierdurch wurde der Eindruck erweckt, dass die Bank über eine deutlich bessere Bilanzstruktur verfügte, als es tatsächlich der Fall war. Diesen Bilanztrick kennen wir bereits vom US-Energiehändler ENRON aus dem Jahre 2001!

Neue gesetzliche Bestimmungen haben diese "Grauzone der Bilanzierung" mittlerweile ausgeschaltet.

Ernst & Young wurde im Dezember 2010 von der New Yorker Staatsanwaltschaft wegen Beihilfe zum Bilanzbetrug verklagt. Bis heute fordert die Staatsanwaltschaft von E&Y die Honorare der letzten Jahre in Höhe von über 150 Mio. $ zurück.

Sollte das Verfahren tatsächlich (gegen Geldstrafe) eingestellt werden, so ist sicherlich bis nach Deutschland der Aufschrei der Earnies zu hören: "Wir sind noch einmal davongekommen!"

Für Sachkundige bleibt wohl eher nur Frust - die Big Four packt offensichtlich keiner an! 

05. Neues vom Zauberkünstler der KPMG?

Im Newsletter Nr. 28 (Pkt.05) hatte ich ausführlich darüber berichtet, wie die KPMG versuchte, einen Mitarbeiter wegen seines Hobbys als Zauberer & Bauchredner sowie seiner Dissertation „Vom Umgang mit Vorschriften im Büroalltag“ rauszuwerfen.

Kündigungsgrund waren wohl weniger die Künste als seine Dissertation. Diese beschäftigte sich damit, wie sich Mitarbeiter der KPMG zu Regelwerken positionieren bzw. welche Regelverletzungen begangen werden. Eine Auftragsarbeit mit deren Ergebnissen man wohl nicht gerechnet hatte! Eine Posse!  

Der Newsletter sowie Pressebeiträge haben nicht nur bei der KPMG heftig eingeschlagen. Ich wurde deswegen immer wieder gefragt: Was ist denn aus Dr. Alpar Fendo geworden? - Also habe ich weiter recherchiert. 

Nachdem die KPMG gegen Dr. Fendo alle Prozesse verloren hatte, versuchte man ihn abzuservieren. Der klagte jedoch auf Basis der Ergebnisse des LAG Urteils weiter und forderte seine Rechte ein.

Das Gericht stellt zum einen fest, dass er als Manager weder nach KSchG noch nach BetrVG  leitender Angestellter(!) ist und zum anderen, dass die Tantiemen nicht - wie von der KPMG behauptet - nach einer einheitlichen Methode berechnet werden. Die Tantiemen werden vielmehr frei und willkürlich, sozusagen nach "Nasenfaktor", vergeben.

Der Zauberer erwirkte einen Vollstreckungstitel. Und was das bedeutet braucht man wohl hier an dieser Stelle nicht weiter auszuführen.  

Peinlich ist nur, dass die „Star-Juristen der KPMG“ auch diesen Prozess (Urteil vom 23.05.2012) verloren haben! 

Jetzt arbeitet Dottore wieder in seinem stillen Kämmerchen in Berlin, sozusagen "unter Quarantäne". Man versucht, ihn „mürbe“ zu machen. Eine Methodik die wohl auch bei anderen Mitarbeitern der KPMG schon erfolgreich erprobt wurde. 

Selbst Mandanten der KPMG zeigen sich irritiert ob der unprofessionellen internen Handhabung dieser Angelegenheit. Erst fördern (Promotionsvertrag), dann feuern (und damit kläglich scheitern) und letztlich tot schweigen. Offensichtlich kein vorbildliches Verhalten für einen „Branchenprimus“. Von vielen seiner Kollegen erhält Dr. Fendo nicht nur für seine Dissertation, sondern auch für seine konsequente Haltung (teilweise verdeckten) Zuspruch, die ihn dafür bewundern, dass er „sein Ding komplett durchzieht“ und damit Zivil Courage im Büroalltag zeigt! 

Die professionellen Personalmanager produzieren Kosten und keine Ergebnisse. Von Ernsthaftigkeit, respektvollem Umgang, geschweige denn einer fairen Wiedereingliederung nach verlorenen Prozessen und Verurteilungen kann wohl kaum die Rede sein. 

Nach dem bisherigen Presseecho hat selbst der WDR, so ist zu hören, Kontakt zur Pressestelle der KPMG aufgenommen.  

Für den promovierten Zauberer hat das ganze jedoch einen „Vorteil“: Er hatte wohl noch nie so viel Muße, während der Arbeitszeit, in seinem "Kabuff", mit Tricks zu wirbeln und  seine Fingerfertigkeiten zu schulen - bei vollem Gehalt zu mehr Professionalität beim Zaubern. 

Künstler von hoher Professionalität hat die KPMG ja genügend - in den eigenen Reihen! Der „Oberzauberer“ der KPMG zum Beispiel hatte im Editorial der WPg 5/2008 zugegeben, dass schon vor der Finanzmarktkrise die Bankbilanzen "mangelhaft transparente Finanzprodukte" enthielten, diese aber offensichtlich und „auf magische Weise“ uneingeschränkt testiert wurden. Tja, was wünscht man Zauberern in solch einer Situation? Ich sag‘s ihnen: Gut Trick! 

Es ist wohl schon eher ein Stück Arroganz und Borniertheit, was sich da die „Star-Juristen“ bzw. die „Oberen Herren“ der KPMG hier erlauben. Ich habe bisher immer gedacht, das wichtigste Kapital in unserer Dienstleistungsbranche ist das „Humankapital der Mitarbeiter“.  

Wenn die „Hängepartie“ noch länger andauert, würde ich Dottore empfehlen ein weiteres Buch zu schreiben (wenn er es nicht schon längst tut). Der Titel könnte z.B. heißen: „KPMG Inside - Mein Weg auf´s Abstellgleis“. Dies sollte man dann zur Pflichtlektüre für alle Mandanten oder Hochschulabsolventen, machen die sich bewerben wollen. 

Hallo - geht‘s noch???

06. Die WPK als Sprachrohr des IDW?

Auf der Internetseite der WPK wird am 06.06.2012 auf die Veröffentlichung des IDW PS 730 (Prüfung der Rechnungslegung von Gebietskörperschaften die nach Art und Umfang einer Abschlussprüfung gemäß §§ 317 ff. HGB entspricht) wortgleich mit der IDW-eigenen Ankündigung hingewiesen.

Dann wurde am 16.07.2012 gleich noch "einer nachgelegt": "Zur Offenlegung von Risiken bei Spanien-Engagements". Sind dies nun "Kammerverlautbarungen"?

Wie müssen wir das jetzt verstehen? Wird eine IDW-Verlautbarung, die nur Mitgliedern via "Vereinszeitschrift Fachnachrichten" kostenfrei zur Verfügung steht, von der WPK als allgemein verbindlich erklärt?

Ist dies etwa ein neuer Schulterschluss zwischen WPK und IDW trotz Palastrevolution? Oder zeigt die WPK nun ihre "fachliche Untergebenheit" gegenüber dem IDW?

Wie auch immer, hier nun die wichtigste Weisheit aus dieser Ankündigung:

"Mit der Verlautbarung wird klargestellt, dass an eine derartige Abschlussprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer der gleiche Qualitätsmaßstab anzulegen ist, wie er für handelsrechtliche Abschlussprüfungen vorgegeben ist".

"Gut, dass das einmal gesagt wurde!" - schreibt mein lieber Kollege Hans-Peter Widera auf seiner Homepage des DWPV (Deutscher Wirtschaftsprüfer Verein) - www.dwpv.de. Es lohnt sich immer wieder einmal dort reinzuschauen!

07. Wem gehören eigentlich die Big Four?

Blicken Sie da noch durch?

Von Studienkollegen hört man, dass sich an der Eigentümerstruktur der Big Four in den letzten Jahren einiges geändert hätte. Beispielsweise soll es künftig gar keine echten Partner mehr geben!?

Welche gesellschaftsrechtliche Gestaltung hat man gewählt (Genossenschaft schweizerischen Rechts etc.)?

Wie sicher sind wir, dass keine Berufsfremden Anteile (d.h. Einflußnahme) bei den Big Four halten?

Fest steht: Wir leben heute im Zeitalter der Transparenz - alles kommt ohnehin irgentwann raus! Wie wäre es mit ein wenig Transparenz auf Seiten der Big Four?

Wissen eigentlich die Abschlussprüfer der Big Four, wem "der Laden" jeweils gehört?

08. Eine neue Ära von Big Four Vorständen?

Wächst da eine neue Art der Big Four Vorstände heran??

KPMG - Kollege Becker kümmert sich "einen Dreck" um das Grünbuch und die Diskussion um das Beratungsverbot - und kauft stattdessen BrainNet, um im Beratungsgeschäft dem "Rest der Prüferwelt eine Nase zu drehen". Den Namen BrainNet kennen Sie bereits aus dem Skandal um die EBS (European Business School) und deren Präsidenten Jahn. Übrigens hatte die KPMG doch erst im Mai 2002 ihre Beratungssparte "KPMG Consulting AG (KCA) an Unisys verkauft!?

Dann wird der halbe Vorstand "rausgeschmissen" und die "Serviceleistungen" werden in einem neuen (hocheffizienten) Servicecenter in Leipzig zentralisiert. Vorher wurden bereits Dienstleistungen systematisch nach Tschechien ausgelagert.

Höchstpersönlich testierte Kollege Becker in den Zeiten vor Ausbruch der Finanzmarktkrise die Bankenabschlüsse stets uneingeschränkt, klärte allerdings anschließend die Presse darüber auf, dass die strukturierten Produkte der Banken "mangelhaft transparent" gewesen seien. Inwieweit hier ohne Hinweis oder Zusatz testiert werden konnte wird nun die Berufsaufsicht zu klären haben.

PWC - Winkeljohann erfindet für den "Rest der Branche" den Begriff der Prüferboutique und verlagert zwecks Effizienzsteigerung "Standardprüfungsleistungen" ins (billigere) Ausland.

Was unterscheidet solche Vorstände eigentlich noch von Industrie- oder Dienstleistungsvorständen?

Na dann mal weiter so! Gratuliere!

Das nennt man wohl eher instinktlos. Und das sind die Vorbilder für die nächste WP-Generation?

09. Wer führt eigentlich die WPK?

Die Frage mag auf den ersten Blick verwundern, ist doch alles in der WPO und in der Geschäftsordnung der WPK geregelt. Doch bei weiterem Nachdenken und vor dem Hintergrund der Erfahrungen der letzten 9 Monate kommen doch vielleicht Zweifel auf.

Der Präsident führt das aus, was der 11-köpfige Vorstand (8 WP´s und 3 vBP´s) beschließt.

Doch - wer bestimmt eigentlich, was der Vorstand der WPK will?

Das Wahlprogramm (von wp.net), für das man einmal gewählt wurde?

Oder das, was die (vom Ex-Präsidenten der WPK gut versorgten) beiden Geschäftsführer vorschlagen bzw. steuern? Oder das, wozu Sie als Dank für Ihre 5-Jahresverträge wem auch immer gegenüber verpflichtet sind?

Nein, nein - keine neue Verschwörungstheorie! Nur ein Apell an alle Verantwortlichen in Vorstand und Beirat sich darüber klarzuwerden, wofür sie im Juli 2011 gewählt wurden.

Gilt das Wahlversprechen von wp.net eigentlich noch für diejenigen, die in Organfunktion bei der WPK sind, aber gleichzeitig wp.net "den Rücken kehren"?

Ich sag mir: Nach der Wahl ist vor der Wahl! - Und die ist bekanntlich im Juli 2014.

10. Ist Leipzig doch der "Nabel der Prüferwelt"?

Nach der "Palastrevolution" bei der WPK im letzten Jahr machte die neue Geschäftsführung von wp.net eine "Geschäftsstelle II" in Leipzig (König Albert Haus!) auf. Stell ich mir die Frage: Wo war eigentlich die Geschäftsstelle I ? 

Also - maßgebend ist das Vereinsregister! Offiziell hat es wohl nie eine Geschäftsstelle in Leipzig gegeben. 

Gleich fragte ich mich: Ist Leipzig jetzt etwa der neue Nabel der Wirtschaftsprüferwelt? (Die lieben Kollegen/innen aus Sachsen mögen mir dies bitte verzeihen!)

wp.net schließt sofort nach der ao. MV die "Geschäftstelle" im König-Albert Haus und die Vize-Präsidentin verläßt kopfüber wp.net zum Jahresende.

Aber dafür kommt die KPMG mit einem neuen Servicecenter (bis zu 300 neue Stellen) nach Leipzig. Na - das ist doch was!

Da könnte man sich ja auch gleich bewerben!? Vielleicht passt da ja was zusammen?

11. Die "Drecksäcke" und der Libor

Meine geschätzten Lehrgangs- und Seminarteilnehmer kennen seit Jahren meine "flotte Lippe" und auch meine Titulierung von Bankern (insbesondere Investmentbankern, Zockern und anderen "Knalltüten") als Drecksäcke.

Wir reden von den "ehrbaren Repräsentanten unseres Finanzsystems", denen wir in den letzten Jahren so viel "zu verdanken" haben!

Ein erheblicher Teil dieser Repräsentanten fällt bei mir in die Kategorie der "Drecksäcke"!

Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle, dass unser Berufsstand mit der "Branche des Finanzgewerbes" die höchsten Prüfungs- und (insbesondere!) Beratungsumsätze macht!

Und dies gefällt! - und sollte bitte auch so bleiben. Deshalb halten sich die Repräsentanten von IDW und WPK (durchsetzt von den Big Four!) auch mit kritischen Anmerkungen zum aktuellen Geschehen betont zurück.

Reichte es nicht, dass diese "Casinobetreiber" ganze Volkswirtschaften verzockt und in den Abgrund gewettet haben, so kommt jetzt heraus, dass 10 - 14 Großbanken den Interbanken-Zinssatz Libor jahrelang systematisch zum Schaden von Verbrauchern und Kommunen manipuliert haben! - Ein Gangsterstück! - Der Skandal der Skandale!

Damit dürfte das Vertrauen in die Banken weltweit auf einem Tiefstpunkt angekommen sein. Angerichtet hat man einen "Multimilliardenschaden" bei Kommunen, Unternehmen und Verbrauchern!

Der Londoner Interbankenzins (Libor) und das europäische Pendant (Euribor) sind lt. Eigenwerbung des britischen Bankenverbandes die "wichtigste Zahl der Welt".

Mindestens 10 Großbanken sind im Visier der Fahnder. Barclays legt ein Geständnis ab und zahlt locker 500.000.000 $ Strafe. Die Deutsche Bank manipuliert mit und hofft wegen einer "Kronzeugenregelung" auf eine mildere (neunstellige) Strafe!?

Man kauft sich also wieder einmal frei - mit Geld aus der "Druckmaschine". Besser wäre es wohl, man würde solche Typen mal für einige Jahre aus dem Verkehr ziehen! - zur Ausnüchterung!

Wissen diese Typen eigentlich wie man "Berufsethik" schreibt?

Und all das in Zeiten der Euro- und Staatsschuldenkrise, "lahmender" Weltwirtschaft und weltweiter Vertrauenskrise.

Wer kann diese "durchgeknallten Casinobetreiber" und "geistigen Tiefflieger" des Börsenkapitalismus eigentlich noch stoppen?

Aber eins ist sicher: Mit dieser Branche verdienen Wirtschaftsprüfer weltweit am besten. Es wird sicherlich auch weiterhin regelmäßig uneingeschränkt testiert! 

12. Die Kleinen rebellieren in der Kammer

Nein, nein - nicht in der Wirtschaftsprüferkammer! Aber es geht auch um Berlin. Es geht um die IHK.

Also, der Reihe nach!

Die IHK ist bekanntlich das "wichtigste Wirtschaftsparlament" einer Region. Die Initiative ProKMU hat in Berlin den Einzug in die IHK geschafft und in ihrem Wahlkampf die Kammer frontal wegen "undemokratischer Strukturen" angegriffen, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benachteilt.

Die Initiative wurde hierbei vom "Bundesverband für freie Kammern" unterstützt, der sich insbesondere gegen die in Deutschland vorgeschriebene Pflichtmitgliedschaft ausspricht.

Kritisiert werden von ProKMU auch die Zustände in vielen Kammerbezirken, die durch eine "unglaubliche Selbstbedienermentalität" geprägt sind.

Nun denkt man in einer "demokratisch aufgemischten Vollversammlung" der IHK Berlin konkret über Änderungen des Wahlsystems nach und auch über die Frage, wie man den ungeliebten Einfluss des Dachverbandes DIHK begrenzen kann. 

Besonders geärgert hat die Initiative ProKMU, dass der Anstellungsvertrag des Geschäftsführers im tobenden Wahlkampf vom Präsidium (unüblicherweise) flux um 5 Jahre verlängert wurde. Offenbar hatte man Angst, dass der Geschäftsführer von der neuen Vollversammlung abgelehnt würde. 

Parallelen zur WPK und zu wp.net sind in diesem Sachverhalt wohl eher (nicht) zufällig. 

Vielleicht bräuchten wir auch einmal eine solche Rebellion der KMU bei unserer "Interessenvertretung" - dem IDW e.V.?

13. Wissenschaft vom Feinsten - oder ?

In einem "wissenschaftlichen Aufsatz" von Frau Prof. Dr. Annette G. Köhler in der IDW Hauszeitschrift (WPg 9/2012, S. 477) wird als Beitrag zur Objektivierung der Diskussion um die Zwangsrotation der Prüfer die Schlussfolgerung gezogen, "dass eine Rotationspflicht der Abschlussprüfer bei 319a HGB Mandaten dazu führe, dass die Konzentration im Prüfermarkt zunähme".

Statistisch wandern dann mehr Mandate und Umsatz an die Big Four als umgekehrt zu den kleineren Prüfeinheiten.

Diese Erkenntnis wurde auch mittels Power Point als feste Aussage in der laufenden Roadshow des IDW ("Treffpunkt IDW") an die Wand geworfen.

Toll, dann müssen ja alle anderen Prüfer dem IDW dankbar sein, dass es sich so vehement gegen die Prüferrotation im Rahmen der Grünbuch-Konsulatation zur Wehr setzt.

Abgeleitet wird diese "wissenschaftliche Schlussfolgerung" mittels gleichbleibender Wahrscheinlichkeiten des Wechsels (freiwillige = erzwungene) aus den beobachteten „freiwilligen“ Prüferwechseln der letzten Jahre. Mittels statistischen Hakenschlagens, u.a. Berücksichtigung nur von IFRS Konzernabschlüssen, Ausschluss von Abschlüssen der Banken, Versicherungen und Immobilienunternehmen, verbleibt für die Thesenbildung von einer Grundgesamtheit von rund 800 Mandanten eine untersuchte Anzahl von 242.

Eventuell könnte die Professorin das Ergebnis ja noch eindeutiger "gestalten", wenn in einer weiteren Untersuchung alle Unternehmen mit den Anfangsbuchstaben A - F ausgeschlossen würden.

Auf jeden Fall ein tolles Beispiel für wissenschaftliches Arbeiten im Wirtschaftlichen Prüfungswesen!

Wäre da nicht noch ein Artikel derselben Autorin aus dem Jahre 2011 (BB, Heft 32,  VI), in dem herausgearbeitet wurde, dass die Big 4 Gesellschaften zwischen 2009 und 2010 per Saldo über dreißig 319a Mandate verloren haben; und das war im Sinne der Untersuchung „freiwillig“.

Haben wir von diesen "wissenschaftlichen Ergüssen" unserer Professoren nicht bereits genug gelesen? Oder wird hier "auf Bestellung" von IDW und den Big Four eine biedere Meinungsmache im Berufsstand betrieben?

Ich erinnere hier nur an die Bestellung von PwC zum Abschlussprüfer der Telekom und die "Mitwirkung" der Professoren Kämpfer und Pellens in der Zeitschrift KoR. Oder die "tolle" Auswertung von Prof. Böcking in der WPg zum Konsultationsverfahren der EU zum Grünbuch. 

Nein, was haben wir uns da gefreut!

14. Viele neue Dokumente im PRIMUS Downloadcenter

Exklusiv für unsere Seminarteilnehmer haben wir ein "Downloadcenter" eingerichtet, in dem über 100 Arbeitshilfen für die Berufspraxis eingestellt sind.

Das notwendige Passwort wurde bisher auf den Seminarrechnungen aufgedruckt, soll jedoch künftig den Teilnehmern per email zugeschickt werden.

Die Nutzung des Downloadcenters basiert auf Vertrauen; es handelt sich um geistiges Eigentum, welches urheberrechtlich geschützt ist. Dies sollte von allen Nutzern beachtet werden.

Ich werde das Downloadcenter in den nächsten Wochen konsequent zu einem "wp-forum" ausbauen und weitere praxisrelevante Arbeitshilfen und Musterberichte einstellen.

Mir schwebt auch vor, dass auch Sie die Möglichkeit haben sollten, Inhalte einzustellen, die zuvor von einem Redaktionsteam anonymisiert, geprüft (und ggf. überarbeitet) werden.

Ich brauche nicht zu betonen, dass mir an einer hohen Qualität gelegen ist und ich dieses wp-forum künftig dazu nutzen werde, Know How weiterzugeben - insbesondere an kleine und mittelgroße Kanzleien sowie nicht zuletzt an unseren Berufsnachwuchs.

Wir müssen uns gegenseitig helfen und Know How gegenseitig zur Verfügung stellen, damit wir insgesamt wettbewerbsfähiger und (noch) "besser" werden!

Packen wir es an!

15. wp.net und der "Realitätsschock"

Im Mai 2012 hat die WPK allen Vorständen und Beiräten einen "noch unredigierten", doch sehr interessanten Fachaufsatz eines Soziologieprofessors der Uni Bielefeld zur Kenntnis gegeben, der "über die Entwicklung der WPK im Jahr 2011" (Stichwort: Palastrevolution!) geforscht hat. Dieser Aufsatz soll demnächst im "Jahrbuch des Kammer- und Berufsrechts 2011" veröffentlicht werden.

Einige wenige Ausführungen des Soziologieprofessors zur "medial stark beachteten Palastrevolution" möchte ich Ihnen nicht  vorenthalten.

Nach dem sensationellen Wahlerfolg von wp.net stellt man schnell fest, dass "die Oppositionslogik eine andere ist, als die Mitregierungslogik". Soll heißen, dass man nach der Phase der Empörung und dauernden Mobilisierung der Mitglieder" nun bei der WPK mehr mit "Abwägung, Kompromissfindung etc." befasst ist.

"Nicht selten kommt es im "Erfolgsfall" ... zu erheblichen personellen und organisatorischen Turbulenzen". Richtig - das haben wir in der WPK (Rücktritte) und gerade auch auf der ao. MV von wp.net am 16.06. in Frankfurt (Abwahl) erlebt!

In diesem Zusammenhang spricht der Professor von einem "Realitätsschock", wo man "die Enge der tatsächlichen Handlungskorridore" - nach der Machtergreifung - erfährt.

Klingt doch sehr interessant - oder?

Oder will man mit dem professoralen Aufsatz eine weitere Legende zum Rücktritt des Ex-Kammerpräsidenten stricken, getreu dem Motto: Es ist nicht wichtig, was geschah, sondern wie die Geschichte erzählt wird!

Bin gespannt, wann und wo uns allen dieser Aufsatz in der Endfassung zugänglich sein wird?

16. Wer finanziert eigentlich das IDW?

Am 15.06.2012 durfte ich einem interessanten Vortrag von Prof. Hansrudi Lenz (Uni Würzburg) im Rahmen des 8. Symposium der Universität Potsdam zum Thema "Spaltung des Berufsstandes der Wirtschaftsprüfer" lauschen.

Prof. Lenz befasste sich hier auch mit der "Struktur des Berufsstandes..." und dem Einfluß der Big Four (sowie der "Second-Tier-Gesellschaften"; d.h. dem Verfolgerfeld der nächsten 10).

Einflußnahme erfolgt demnach u.a. über Beitragszahlungen zum IDW e.V. und die Besetzung der Gremien (Verwaltungsrat und HFA etc.).

PwC zahlt demnach alleine mehr als 2,1 Mio. € p.a. Beitrag an das IDW. Die weiteren 3 Big Four überweisen zusammen weitere 4,23 Mio.€.

Der Haushalt des IDW umfasst (geschätzte) 15 Mio. € (inklusive der geschätzten 2 - 3 Mio. € Schattenhaushalt aus der Gewinnabführung der IDW Verlag GmbH), wobei der Verein jedoch völlig intransparent ist und weder Jahresabschlüsse, noch Wirtschaftspläne veröffentlicht! Nachfragen werden regelmäßig "abgebügelt" mit einem Hinweis darauf, dass "der Verwaltungsrat" als entscheidendes Gremium informiert sei.

Der Bericht des IDW an den Verwaltungsrat befasst sich lediglich auf einer halben Seite mit den Finanzen des IDW - geradezu lächerlich!

Demnach bestreiten die Big Four mit 6,33 Mio.€ rd. 50% des Haushalts des IDW (ohne Verlag)!

Das Verfolgerfeld der nächsten 10 Second-Tier-Gesellschaften zahlt demgegenüber nur 1,36 Mio.€ ans IDW und bestreitet damit keine 10 % des Haushaltes.

Wollen wir einmal darüber spekulieren, welche Wirkung Anrufe von Big Four Gesellschaften beim IDW haben, wenn man zu verstehen gibt, dass man sich vom IDW nicht mehr hinreichend vertreten fühlt und an einen Austritt aus dem Verein nachdenkt? - Nein, tun wir nicht!

Ich will Ihnen aber das Resümée von Prof. Lenz nicht vorenthalten:

"Insgesamt ist ein bedeutender Einfluss der Big4- und der Second-Tier-Gesellschaften im IDW festzustellen. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Einfluss und die sich hieraus ergebende unterschiedliche Zusammensetzung der Organe von IDW und WPK deutlich auf Stellungnahmen dieser Institutionen zu den EU-Regulierungsvorschlägen auswirken werden."

Alles Klar?

17. Eine Frage hab ich noch: Was unterscheidet VW von Daimler?

Nein, nein - ich möchte hier keine Diskussion über Spirit, Sportlichkeit, Fahrertypen oder Dienstwagenordnungen vom Zaun brechen.

Als Zahlenmensch und Wirtschaftsprüfer stelle ich mir ganz andere Fragen - oder verplausibilisiere gerne einmal (IDW PS 312).

VW hat mittlerweile 10 Automarken, macht weltweit knapp 160 Mrd. € Umsatz bei 10% Rendite nach Steuern und wird von PwC geprüft.

Daimler hat deutlich weniger Marken, macht (nur) 106,5 Mrd. € Umsatz, erzielt ein Konzernergebnis von 6 Mrd. € und wird von KPMG geprüft.

Beide Konzerne sind bekanntlich Globalplayer in ihrer Branche und haben vermutlich das gleiche Risikoprofil.

KPMG bekommt von Daimler für Abschlussprüfungen und "sonstige Bestätigungsleistungen" 45 Mio. € aus München. PwC erhält vom 1,5-fach größeren und komplexeren VW-Konzern (nur) 20 Mio. € aus Wolfsburg.

Also bekommt man für die Prüfung eines 50% größeren Konzern in derselben Branche nur die Hälfte des Honorars!?

Ist doch logisch - oder?

Alles klar? - Oder geht´s noch?

Oder liegt dies etwa daran, dass KPMG die Honorare der internationalen Schwestern und Brüder mitgezählt hat? Seit dem KPMG-Hartkopf-Rentrop-Fall sind wir ja auf (fast) alles vorbereitet!?

Vielleicht können sich unsere Professoren im Rahmen einer empirischen Studie einmal mit "Auffälligkeiten beim Honorarvergleich" beschäftigen und den Ursachen nachgehen!? - Ansonsten muss ich das (wieder) übernehmen!

Oder soll ich gleich die Frage stellen, was hier eigentlich - mit welcher Motivation auch immer (mit welcher Lobbyarbeit) bezahlt (oder abgegolten) wird?

Vielleicht sollte ich noch viel mehr Plausibilitätsbeurteilungen anstellen, um gemäß IDW PS 312 auf "Auffälligkeiten" zu stossen!?

18. Peinliches Recruiting-Video von E&Y

Wenn alles - wirklich alles! - total super ist, dann ist das total schrecklich. Solche Filme können leicht Menschen abschrecken, statt begeistern.

Einen solchen Effekt hat das Motivationsvideo von Ernst & Young, das schon seit Jahren auf YouTube zu sehen ist.

Ein früherer Mitarbeiter erzählt: "Ich hielt es für einen schlechten Scherz, aber das ist ernst gemeint. Später lernte ich Protagonisten aus dem Video persönlich kennen. Denen ist der Auftritt heute sehr peinlich."

Im Film singen Mitarbeiter der Big Four Wirtschaftsprüfungsgesellschaft das alte Gospel-Stück "Oh happy day", von einer Sängerin penetrant zum Mitträllern animiert.

Gar nicht so leicht, bei dem Text. So wird die Zeile "Oh happy day when Jesus washed my sins away" umgedichtet in "Oh happy day when Ernst & Young showed me a better way".

Und ja: Ein bisschen wirkt die Gruppe dabei wie eine Sekte beim spirituellen Abgesang.

http://www.youtube.com/watch?v=MaIq9o1H1yo&feature=youtube_gdata_player

Ich habe mir das Video mittlerweile mehrmals angesehen. Die deutschen E&Y-Größen Graf Waldersee, Prof. Pfitzer und Prof. Oser konnte ich noch nicht finden.

19. Klaus-Peter "haut schon wieder einen raus"!

Schaut man in den IDW-Pressespiegel staunt man nicht schlecht!

Hatte ich mich in den Newslettern Nr. 26 (Pkt.10) und Nr. 23 (Pkt.16) bereits darüber echauffiert, dass Klaus-Peter in aller Öffentlichkeit - insbesondere für den höchst sensiblen Geld- und Kapitalmarkt, Bundesbank und das BMF (incl. der weltweiten Zockerelite) - die Meinung des Berufsstandes (?) zur Höhe der Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen vor der Presse ausbreitet, "haut er jetzt wieder einen raus".

Demnach erwartet das IDW "in den anstehenden Quartalsabschlüssen detaillierte Angaben zu den Engagements von Banken und Versicherungen in Spanien".

"Man gehe nicht davon aus, dass Anlagen in Spanien grundsätzlich abgeschrieben werden müssen". - Damit legt lt. Reuters "Der Verband die Richtschnur für eine einheitliche Bilanzierung in Deutschland"!

Jetzt mal langsam:

Wir sind vereidigt gem § 17 WPO auf eine unabhängige, eigenverantwortliche und gewissenhafte Berufsausübung. Oder gilt hier jetzt Kollektivzwang für alle Prüfer von Banken und Versicherungen?

Selbst Verlautbarungen des IDW e.V. ("Interessenvertretung des Berufstandes") sind rechtlich nicht verbindlich, sondern entsprechen lediglich einem Soll-Konzept der Berufsausübung!

Wieso greift das IDW schon wieder der "unabhängigen, gewissenhaften und eigenverantwortlichen" Beurteilung im Rahmen der Abschlussprüfung vor? Oder waren das nur die privaten Meinungen der beiden Vorstände Naumann und Feld? Haben diese "Meinungsäußerungen die Qualität einer Verlautbarungen? Wenn ja - wo ist die Verabschiedung durch den Bankenfachausschuss?

Haftet das IDW eigentlich für solche (fahrlässigen) Aussagen ihrer Vorstände?

Was sagt eigentlich die Berufsaufsicht zu solcher "Beugung der Berufsgrundsätze"? - Natürlich NICHTS, denn am 16.07.2012 übernahm man seitens der WPK den IDW-Hinweis zu den Spanien-Engagements.

Vielleicht liest man auch einmal die Anforderungen an eine detaillierte Risikoberichterstattung gemäß §§ 289, 315 HGB.

Meines Erachtens schießt das IDW hier wieder gehörig über das Ziel hinaus (vgl. satzungsmäßige Aufgaben) und will den Big Four nur eine "Richtschnur" (und damit Rückendeckung) für anstehende Testate geben. Doch dies gehört nicht in Pressekonferenzen, sondern ist Arbeit der Ausschüsse!

Oder hatten die Big Four diese Pressekonferenz bestellt und gesponsert?

Jetzt kann Klaus-Peter auch wieder meinen Newsletter im IDW-Treff hochhalten und darüber lamentieren, wie falsch ich mit meiner Einschätzung liege!?

20. Noch ein Knaller zum Schluß

Heute erfahre ich über den Steuerberaterverband, dass im Rechtsausschuss des EU-Parlaments die Abschaffung der Prüfungspflicht für mittelgroße Kapitalgesellschaften diskutiert wird. Sie finden auf der Seite des DStV auch deren Eingabe.

Da staunt man doch  nicht schlecht, womit sich Steuerberater beschäftigen!

Wo bleibt hier eigentlich die Unterrichtung der Mitglieder der WPK und des Beirats?

Oder steckt da etwa Absicht dahinter? 

Auch die Einführung der Prüfungspflicht der rund 140 gesetzlichen Krankenkassen ab dem 1.1.2012 ging an der WPK vorbei. 

Wir sind also gespannt, wann wir was von der WPK erfahren und wie man sich positioniert!?

21. Das war´s mal wieder!

Es hätte noch Vieles gegeben, über das es sich zu berichten gelohnt hätte.

Der Stoff für weitere Newsletter ist bereits gesichert!

Übrigens noch ein Hinweis: Man muss sich über meinen Newsletter nicht ärgern! Man kann ihn jederzeit abbestellen! Warum tun die Nörgler das nicht? Denn es werden immer mehr Leser!

Ihnen und Ihren Lieben wünsche ich erholsame Sommerferien und eine gute Zeit.

Bis bald

Ihr

Dirk Hildebrandt

 
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