newsletter Nr. 30 - April 2012

Themen des aktuellen Newsletters
01. Reaktionen auf den letzten newsletter
02. Ermittlungen gegen PwC i.S. Telekom wurden eingestellt
03. Das IDW mißt Mitglieder mit zweierlei Maß
04. wp.net und die ausserordentliche Mitgliederversammlung
05. Die Schweineschlächter und PwC
06. Endspurt bei der Präsidentenwahl
07. Die PRIMUS AKADEMIE startet jetzt durch!
08. Skalierte Prüfung - bloß kein Etikettenschwindel!
09. Bei KPMG wurde im Vorstand einmal "durchgefegt"
10. Der Rücktritt vom Rücktritt
11. Rabatte, Rabatte, Rabatte...........auf alles!
12. Börsenzocker sind schlimmer als Psychopathen
13. Wie kommt das IDW nun an neue Mitglieder?
14. Ich möchte danach endlich wieder in Ruhe arbeiten ...

01. Reaktionen auf den letzten newsletter

Samstag, den 17.03.2012 ging der letzte newsletter raus (keine Überstunden mit Faktor 1,5 für mich :-) und zeigte schlagartig seine Wirkung. Etwa 70 Reaktionen noch am gleichen Wochenende und zu Beginn der folgenden Woche! - davon 95% (äußerst) positiv!

Und mindestens 50 Neuanmeldungen für den newsletter!

Ein Kollege verglich den newsletter mit einer "Boden-Boden-Rakete". 

Ich sag´s nochmal: Es war mir ein Bedürfnis, habe ich doch wp.net 5 Jahre lang maßgebend mit aufgebaut.

Hätte PRIMUS mit seinen Veranstaltungen und den newslettern nicht den "Treiber" gespielt, so säßen heute noch "andere Kollegen/innen" in Berlin!

02. Ermittlungen gegen PwC i.S. Telekom wurden eingestellt

Man glaubt es kaum: PwC soll nun doch rechtmäßiger Abschlussprüfer der Deutsche Telekom 2011 sein und aus der ganzen Angelegenheit (lädiert, aber letzlich ungeschoren) rauskommen. - Wohl eher ein "schlechter Witz"!

Die vom Finanzvorstand Timotheus Höttges auf der Schmalenbach-Tagung (unter prominenter Anwesenheit aus dem Berufsstand) in seinem Vortrag dargestellte lächerliche und rechtswidrige Wahl von PwC und die daraufin folgende kritische Berichterstattung in den Fachmedien sollen nun "Schall und Rauch" sein. Dann auch noch die wissentlich falsche Berichterstattung der Truppe um Prof. Pellens (Vorstand der Schmalenbach-Gesellschaft) in der KoR ...

Als ich die WPK, die APAK, den Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat der Telekom, die Generalstaatsanwaltschaft Berlin und die Corporate Governance Kommission aufforderte Stellung zu nehmen, war mir natürlich klar, dass ich "in ein politisches Wespennest gestochen hatte".

Dann folgten als Begründung der "Beteiligten" nur Vertuschen, Drohung, Hilflosigkeit und der Bezug auf die viel gepriesene "Verschwiegenheit".

Wo sind hier eigentlich die Berufsgrundsätze, das Aktiengesetz und der CGK geblieben?

Danke! - die Reputation des Berufsstandes ist weiter auf dem "Sinkflug"!

Mit der Verschwiegenheit scheint es jedoch nicht zum Besten zu stehen - wird mir doch "aus gut informierten Kreisen" bekannt, dass PwC erst ein "fettes teures Gutachten" der Elite des deutschen Gesellschaftsrechts bei der WPK vorlegen musste und dass Timotheus eine "Kopfwäsche" (seiner nicht vorhandenen Haare) erhielt und künftig solche Vorträge "aus der Praxis für die Praxis" nicht mehr halten wird.

Weiterhin erhielt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates der Telekom - Dr. Walter - "eine Lektion" aus Berlin! Die Reputation der Institution "Prüfungsausschuss" hat großen Schaden genommen, da der AR nach meiner Überzeugung (und nach der vieler Berufskollegen/innen) offensichtlich Hoheitsrechte - wie die Wahl des Abschlussprüfers - in die mitwirkenden Hände des zu kontrollierenden Vorstands abgegeben hatte. Dann hat Dr. Walter wohl seine Aufgabe auch nach Jahren (noch) nicht verstanden!

Ich empfehle allen Beteiligten als Lektüre die "Verordnung des Reichspräsidenten vom 19.09.1931" und einen guten Kommentar zu § 320 HGB. Danach denkt man vielleicht bezüglich der gesetzlichen systemrelevanten Aufgabe der prüfenden Berufe und deren "Redepflicht und Warnfunktion" ein wenig anders!

03. Das IDW mißt Mitglieder mit zweierlei Maß

Das IDW hat es mit seinem Verlag über Jahre und Jahrzehnte hin geschafft, uns seine (überteuerten) Formulare als unentbehrliche Arbeitshilfen zu verkaufen und diese gleichzeitig als "das Maß aller Dinge" anzupreisen. Ergebnis ist, dass der IDW-Verlag zwischen 2 und 3 Mio. € Gewinne p.a. macht (über deren Verwendung die Mitglieder NICHTS zu entscheiden haben!).

Ärgert man sich doch im "digitalen Arbeitsalltag" darüber, dass man Mandanten die Vollständigkeitserklärung als "Stephan-Lochner-Klappaltar" in Papierform präsentieren muss, wo dann auch noch die Hälfte der Angaben für den Mandanten irrelevant sind (also - streichen, streichen, streichen! - bis es passt).

Ich denke, dass man diese Formulare digitalisieren und für den jeweiligen Einzelfall (Rechtsform, Größe etc.) angepassen könne, und schon "lacht" einen das allenthalbene Copyright des IDW an.

Bei der Recherche stosse ich dann auf digitalisierte Formulare der Big Four, die bereits selbstverständlich mit dem IDW Lizenzverträge abgeschlossen haben und die Formulare digitalisiert nutzen (z.B. PwC Vertrags-Nr. 1200/0808b).

Fragt man dann beim IDW-Verlag konkret nach, so wird erklärt, dass man diese Formulare mit den Big Four "zunächst einmal testet" bevor sie dann dem Rest der Prüferwelt übergeben werden. Läßt man dann noch die Bemerkung los, dass dies doch wohl "ungeheuerlich" ist und dass man es im nächsten newsletter schreiben wird, so reagiert Klaus-Peter binnen 48 Stunden!

Im Mitgliederbereich "News exklusiv" vom 27.03.2012 liest man jetzt:

Der IDW Verlag plant, seine Formulare künftig auch in elektronischer Form anzubieten. Kunden können die Formulare online kaufen und bearbeiten. Der IDW Arbeitskreis "Vollständigkeitserklärungen" klärt zur Zeit inhaltliche Fragen bei den Vollständigkeitserklärungen und befasst sich mit den Anforderungen an die Funktionalität einer elektronischen Nutzung. Ab Herbst dieses Jahres finden Sie das Angebot über den Onlineshop im IDW Verlag.

Muß man wieder erst Beispiele für die permanente Bevorzugung der Big Four recherchieren, damit das IDW merkt, dass die Mehrzahl der Mitglieder aus kleinen und mittelgroßen Kanzleien kommt?!?

Vielleicht könnte ein neuer Verlag die Belange der Mehrzahl der Mitglieder besser abdecken?!? Warten Sie es ab!

04. wp.net und die ausserordentliche Mitgliederversammlung

Massive Enttäuschung bei Mitgliedern und Unterstützern aufgrund des desolaten Aussenauftritts und der internen Querelen verlangen nach Erklärungen und ggf. personellen Konsequenzen!

Der Satzung nach ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung (§ 8 Abs. 5) wohl die logische Konsequenz, da die Vereinsmitglieder ein Recht darauf haben zu erfahren, was sich in den letzten Monaten bei wp.net und auch in der WPK abgespielt hat!

Die jetzige Geschäftsführung versucht mit allen Mitteln, diese außerordentliche Mitgliederversammlung zu verhindern, da das Ergebnis einer solchen Versammlung nicht vorherzusehen ist; solche Versammlungen entwickeln oftmals eine "Eigendynamik".

Am 25.03.2012 schreibt Dr. JvW als geschäftsführender Vorstand von wp.net den "Mitgliederbrief 2012/08" und fordert die Mitglieder auf, per Antwortfax gegen die Durchführung einer a.o. MV zu votieren. Am Ende verabschiedet er sich bis zum 24.11.2012 zur ordentlichen Mitgliederversammlung, wo man auf Fragen eingehen wird! 

Dies ist wohl ein "Treppenwitz der Basisdemokratie"! Man will satzungsmäßige Rechte der Mitglieder mit einer Vorab-Einholung eines Gegenvotums unterlaufen!? - Eine Dreistigkeit!

wp.net sollte sich jetzt "befreien" und neu aufstellen. Zu enge personelle Verzahnungen zwischen WPK und wp.net sollte es nicht (mehr) geben. Hier muss ein Neuanfang her - und der gelingt nur mir einem hochmotivierten und unbelasteten neuen (verkleinerten) Vorstand bei wp.net.

Genauso wie der/die neue Präsident/in der WPK eine (unbelastete) Integrations-Persönlichkeit sein muss ("ein Gauck muß her!").

Und hier jetzt die "aktuelle Wasserstandsmeldung": Bereits 230 Mitglieder haben per 31.03.2012 die Durchführung einer a.o. MV verlangt - und diese wird durchgeführt!

Das genaue Quorum kennen die Initiatoren der a.o. MV nicht, weil Dr. JvW die Herausgabe der aktuellen Mitgliederliste immer noch verweigert. Der verbringt momentan lieber seine Zeit mit stundenlangen Telefonaten, um Kündigungen von Mitgliedern wieder rückgängig zu machen, merkt jedoch nicht, dass sich die Leute durch seine Anrufe "nur genervt" fühlen!

Wenn Sie sich als wp.net-Mitglied beteiligen wollen, so können Sie beigefügtes Antragsformular gerne noch vorab faxen und anschließend per Post zusenden! Auch Kollegen/innen, die bereits gekündigt haben können die Einberufung einer a.o. MV verlangen, da Ihre Kündigung erst zum Ende des Jahres rechtswirksam wird!

Ich sage ausdrücklich Danke für Ihr Engagement! Bitte machen Sie mit! - Wir sollten durch ein "sattes Votum" keinen Zweifel daran lassen, dass wir hinter der ursprünglichen Idee von wp.net stehen, jedoch jedweden "Tricksereien und Selbstherrlichkeiten" eine eindeutige Absage erteilen!

05. Die Schweineschlächter und PwC

Hatte man sich bei PwC doch so gefreut, dass man 2010 beim größten Schweineschlachtbetrieb Deutschlands (Tönnies) zum Prüfer der Holding (4,3 Mrd. € Umsatz) gewählt wurde, so ist man bereits für die Prüfung 2011 unerwünscht.

Hintergrund ist, dass Onkel Clemens nebenher noch bedeutende Wursthersteller-Betriebe besitzt, die ebenfalls von PwC beraten und geprüft werden. Neffe Robert hält PwC deshalb für befangen und hat der Wahl des Abschlussprüfers PwC nicht zugestimmt. Er will - per Gericht - einen anderen Prüfer.

Den bestimmt jetzt gemäß § 318 III HGB das Amtsgericht Gütersloh.

Das nennt man "Familienkrieg im Münsterland" oder auch "schnelle Prüferrotation".

Schweineschlächter schlachten also nicht nur Schweine (und zwar immer ziemlich genau nach nur 8 Monaten)!

Übrigens. Vielleicht könnte man den Big Four bei dieser Gelegenheit gleich einmal erklären, was §§ 43 ff WPO mit Unabhängigkeit und Unparteilichkeit des Abschlussprüfers meinen. Oder zählt dort nur noch die Anzahl der Mandate und der Umsatz? 

06. Endspurt bei der Präsidentenwahl

"High Noon" ist am Freitag, den 27. April 2012 in Berlin: Wahl eines neuen WP-Mitglieds des Kammervorstandes durch den Beirat und anschließend wird aus dem Kreis des WP-Vorstandes der/die neue Präsident/in gewählt. 

Ausser den bisher bekannten vier "Möchtegern-Kandidaten" (siehe letzter newsletter) ist bisher die "Integrationsfigur" noch nicht in Erscheinung getreten.

Wir brauchen jetzt weder einen "wp.net-Alleskönner", noch "Kandidaten mit unzureichender Berufs- und Gremienerfahrung"!

Was wir brauchen sind unverbrauchte integere Kandidaten/innen, die in die "Umsturzpläne" des Ex-Kammerpräsidenten" nicht verwickelt waren! Es geht um die restliche Legislaturperiode bis Juli 2014 - bis dahin müssen zielsicher und konstruktiv weitere deutliche Impulse für den vBP/WP-Mittelstand gesetzt werden. 

Mir ist übrigens (durch eine Vielzahl von Gesprächen) klar, dass große Teile des Beirats und einzelne Vorstandsmitglieder der WPK einen "excellenten Job" machen! Insofern will ich hier nicht "kollektiv abstrafen". Es gibt jedoch einige "Knallköppe", die offensichtlich mit ihrem "Ego" erhebliche Probleme haben!

07. Die PRIMUS AKADEMIE startet jetzt durch!

Nach drei sehr erfolgreichen Jahren (2008 - 2011) und einer halbjährigen Pause nimmt die PRIMUS AKADEMIE ab Herbst 2012 wieder "volle Fahrt" auf! Alle Seminare werden wieder angeboten!

Ich habe zwei tolle Kollegen als Partner gefunden, die die Berufsbegleitende Ausbildung unseres Berufsnachwuchses in der Akademie fortsetzen werden. Es ist nicht einfach Partner zu finden, die über profundes Wissen und excellente Dozentenerfahrung verfügen.

Somit hat sich das Warten für Sie gelohnt!

Das Konzept entspricht dem bisher bekannten Modulsystem und wird Ihnen alsbald mit neuen Broschüren auf unserer nächsten Tournee vorgestellt.

Da auch künftig die Teilnehmerzahl auf den Veranstaltungen begrenzt sein wird, können Sie uns bereits jetzt Reservierungen für die Module I - III in Nord- und Süddeutschland sowie NRW aufgeben. Wir werden Ihnen auch gerne auf Wunsch sobald als möglich die Anmeldeunterlagen zusenden.

Ich werde die Akademie weiterhin tatkräftig unterstützen und das neue Konzept begleiten.

Dies ist eine tolle Nachricht für unseren Berufsnachwuchs - diesem werden wir (wie bisher) Kompetenz und Berufserfahrung vermitteln!

08. Skalierte Prüfung - bloß kein Etikettenschwindel!

Wir waren auf Tournee mit dem FACHFORUM PRÜFUNGSWESEN I / 2012 und haben bundesweit vor fast 1.000 Teilnehmern die "Skalierte Abschlussprüfung" vorgestellt.

Die WPK hat zwischenzeitlich einen Entwurf des Praxishinweises verabschiedet, der am 23. März 2012 auf der Homepage der WPK als Entwurf vorgestellt wurde. Bis zum 04. Mai 2012 ist der Berufsstand zur Konsultation bzw. zu Eingaben aufgefordert und die Verabschiedung ist für Juni / Juli geplant. Man kann nur auf rege Beteiligung aus dem Berufsstand hoffen.

Der zuständige Mitarbeiter der WPK und Berufskollege WP Heiko Spang war Gast auf unserer Veranstaltung  FACHFORUM PRÜFUNGSWESEN am 28.03.2012 in Berlin und freut sich über ihre Eingaben zu dem Entwurf des Praxishinweises (Heiko.Spang@wpk.de).

Mit einer Selbstbindungserklärung der WPK wird die Möglichkeit der Skalierung bei der Abschlussprüfung auch berufsaufsichtsrechtlich Bestand haben.

Beobachtet man jedoch unsere Softwarehersteller für Prüfprogramme, so scheint  es hier wohl eher um Marktanteile und die Anzahl der Lizenzen zu gehen.

Klartext: Der Praxishinweis der WPK ist gerade raus - und vorher schon gibt man in der Werbung den Hinweis, dass man "bereits skaliert" prüft.

Das nennt man Etikettenschwindel!

Sicherlich haben wir auch früher bereits "eine Form der Skalierung" angewendet, doch erst mit den ISA bekommen wir Skalierungsmöglichkeiten über die internationalen Prüfungsstandards, die Gesetzescharakter haben. Früher nannte man dies "Gewichtung von Prüffeldern", basierend auf den Berufsgrundsätzen und der Berufserfahrung.

Mit den ISA´s gibt es jetzt konkrete "Anwendungshinweise" innerhalb der ISA.

09. Bei KPMG wurde im Vorstand einmal "durchgefegt"

"Neue Besen kehren gut" sagt man im Volksmund.

So sagte sich wohl auch Kollege Klaus Becker. Seit Oktober 2011 ist der 45-jährige neuer Deutschland-Chef der KPMG - und haute nach nur 4 Monaten im Amt "gleich mal einen raus"!

Im Rahmen einer "Restrukturierung" verkleinert Becker den Vorstand von 15 auf 5 Personen! - d.h. 10 Vorstände der KPMG können bis September 2013 ihren Hut nehmen.

Die offizielle Begründung der "Kosteneinsparung" klingt da nicht sehr überzeugend, bekamen die 15 "Häuptlinge" doch gerade einmal 16,2 Mio.€ p.a., d.h. nur "1 Milliönchen pro Nase".

Wohl ist es eher das "Ende der Treuhand-Ära" oder die "Beseitigung des Muffs aus alten Zeiten" vermuten Insider.

Ich glaube, dass die verbleibenden 5 Häuptlinge für sich selber auf das bisherige Milliönchen noch "eine kleine Schüppe drauflegen" werden - oder? Würd ich auch machen - wäre ich doch der "Besen, der kehren müsste"! 

Becker muss jetzt so machem langjährigen Weggefährten mit (k)einer Träne im Auge sagen: "Und Tschüss!!"

Tip von mir: Schaut man sich die "Vorstandsflotte der KPMG" im letzten Transparenzbericht an, so ist die Staffel alphabetisch sortiert. Schaute man sich jedoch die aktuelle homepage an, so standen 5 Vorstände oben, dann kam ein Strich - und dann kamen die 10 "Auslaufmodelle". Bei dieser "Neu-Sortierung" hätte man doch vielleicht schon ahnen können, was der "flotte Klaus" im Schilde führte!? 

Vom "flotten Klaus" werden wir sicherlich alsbald auch aus der WPK hören, denn dort steht bei der Berufsaufsicht die Aufarbeitung der Finanzmarktkrise an. Klaus hat nämlich in der Presse erzählt, dass die "strukturierten Produkte" nur mangelhaft transparent gewesen seien - gleichwohl hat er aber für die KPMG die Bankabschlüsse uneingeschränkt testiert!

10. Der Rücktritt vom Rücktritt

Kollegin Corinna Ahrendt ist als gewählte Vize-Präsidentin der WPK z.Zt. wegen des Rücktritts von Michael Gschrei (bis zum 27.04.2012) als Vize-Präsidentin geschäftsführende Präsidentin der Kammer.

Gleichzeitig ist sie als (bezahlte) Geschäftsführerin (noch) Vorstand von wp.net im König-Albert-Haus in Leipzig. Sie hat für 2012 bereits die "gesamte Prüferwelt" zu Arbeitskreisen und zum "Kongress der mittelständischen Wirtschaftsprüfung" nach Sachsen geladen.

"Zufällig" am Tage meines letzten newsletters (17.03.2012) erklärte Corinna Ahrendt kurz nach 13.00 Uhr mehrfach Ihren "Rücktritt vom Vorstandsamt bei wp.net in der Hoffnung, dass der Vorstand nun wieder Frieden findet."

Sie schreibt an die anderen Vorstände, dass sie hofft "mit diesem Schritt eine außerordentliche Mitgliederversammlung bei wp.net verhindern" zu können!

Am gleichen Tag wird sie jedoch offensichtlich vom geschäftsführenden Vorstand Dr. JvW "ins Gebet genommen" und erklärt dann ihren Rücktritt vom Rücktritt.

O.K. - dann also nochmals zur Wiederholung aus dem WP-Lehrgang, Fach Wirtschaftsrecht, BGB Allgemeiner Teil: Die Kündigung ist die einzige einseitige Willensbekundung des BGB.

Einen "Rücktritt vom Rücktritt" kann es demnach nicht geben! Wer seinen Rücktritt erklärt hat und wieder ins Amt zurück will, muss durch die Gremien neu gewählt werden!

Eine Frage hab ich noch: Haben wir jetzt (noch) einen zweiten geschäftsführenden Vorstand bei wp.net - oder entscheidet dies Dr. JvW "nach "Gutsherrenart" alleine?!? 

11. Rabatte, Rabatte, Rabatte...........auf alles!

Nachdem PRIMUS die Branche 2006 "aufgemischt" und die Marktführerschaft übernommen hat, wird kopiert und nachgeahmt "was das Zeug hält". 

Seitdem Dr. Farr sich mit einer Kopie unseres Aktuellen Prüfungswesens (genannt: WP aktuell) an das IDW verkauft hat, gibt es dort 43,6 % für IDW-Mitglieder. Gemeint ist wohl eher: Werden Sie erst einmal (oder bleiben Sie bitte!) IDW-Mitglied, damit wir über die Mitgliedsbeiträge des e.V. das Sponsoring von Dr. Farr finanzieren können!?

Bei der Berufsbegleitenden Ausbildung der Assistenten/innen beim IDW gibt es 20% Treue-Rabatt! Gemeint ist wohl eher: Seitdem die PRIMUS AKADEMIE und AKS (Abels/Kallwass/Stitz) auf dem Markt unterwegs sind, "gehen uns die Teilnehmer laufen".

Dort gibt AKS übrigens (nur) 10% Rabatt, wenn "der Chef bei uns das WP-Examen gemacht hat". Klartext: Wie der Vater, so der Sohn!

Die Wiesbadener Versicherungsstelle wirbt neuerdings mit 10% Treue-Rabatt, wenn Sie dort "nicht laufen gehen"! - Warum eigentlich? Vielleicht weil immer weniger Berufsträger/innen bereit sind, dort die Haftpflichtfälle der Big Four zu finanzieren.

wp.net gibt bei den workshops zur skalierten Prüfung glatte 84,9 % Rabatt - Sie zahlen nur die Hotelpauschale! Dies gilt allerdings nur, wenn Sie wp-net-Mitglied sind oder "bis 5 Minuten vor der Veranstaltung noch werden"! Klartext: Wir suchen dringend Mitglieder!

Der neue Kooperationspartner von wp.net (also der künftige Primus-Nachfolger) gibt sicherlich (mindestens) 80% Rabatt - auf das Pausengetränk.

Also frei nach dem Motto: Das Leben ist eine Rabattschlacht!

Wann merkt man eigentlich, dass nicht die gewährten Rabatte zählen, sondern die Leistung und Inhalte, die man bekommt!?

12. Börsenzocker sind schlimmer als Psychopathen

Im vergangenen Monat konnte man in einer psychologischen Fachzeitschrift eine interessante Studie lesen, auf die mich ein Dortmunder Kollege aufmerksam machte.

Es ging um das Sozialverhalten von Wertpapierhändlern (Tradern), genauer um die Frage wie egoistisch und dennoch erfolgreich solche "Drecksäcke" sind. Die Studie sollte einen Beitrag dazu leisten, dass man sich das Verhalten der Börsenzocker in der Finanzmarktkrise wissenschaftlich erklären kann.

Diese werden nämlich bisweilen auch von klinischen Experten als egoistisch, gierig, übertrieben selbstsicher und wenig risikobewusst beschrieben. In der Öffentlichkeit haben sie oft den "Nimbus eines Superstars und sind enorm statusgläubig."

Philosophen stellen dieses Verhalten heutzutage vor den Hintergrund eines egoistischen Individualismus. - Das Streben nach persönlichem Erfolg und Wohlergehen haben in unserer Gesellschaft alle moralischen Werte und Rücksichtnahmen auf das Allgemeinwohl verdrängt! Demnach gibt es "einfach kein größeres Gut als persönliches Glück"!

Hervorstechende Merkmale von Psychopathen sind demgegenüber ein "durchgängig asoziales, egoistisches Verhalten und ein auffälliger Mangel an Reue und Schuldgefühl."

Nun haben amerikanische Wissenschaftler mit einer Gruppe von 28 professionellen Tradern und einer Gruppe von Psychopathen "Kooperations- und Wettbewerbsspiele" veranstaltet ("Prisoner´s Dilemma Game") und haben beide Gruppen hinsichtlich ihres Sozialverhaltens und des Erfolgs ihres Handels genau beobachtet.

Die Befürchtungen der Wissenschaftler wurden im Ergebnis noch übertroffen: Die Trader erwiesen sich als noch egoistischer, rücksichtsloser und destruktiver als die Psychopathen.

Und was die "Erträge ihres Handels" (in €) anbetrifft schnitten die "Drecksäcke" noch schlechter ab als die "Durchgeknallten"!

Also - ein weiterer Beleg dafür, warum ich Trader und Investmentbanker in meinen Vorträgen immer nur "Drecksäcke" nenne!

13. Wie kommt das IDW nun an neue Mitglieder?

Früher war es so, dass man bei der Bestellung zum vBP/WP gleich jemanden vom IDW zur Seite hatte, der einen "im Club" begrüßte. Soll heißen, dass man dort automatisch per Mitgliedsantrag in den Verein "gelotst" wurde.

Damit hat der Ex-WPK-Präsident noch als wp.net-Vorstand 2010 Schluss gemacht, da das IDW bei der Bestellung von Berufsträgern/innen (hoheitlicher Akt!) nichts zu suchen hat. Denn wp.net wollte auch dabei sein, dies wiederum wollten die anderen nicht. Dann wurden die Verbände ganz ausgesperrt!

Gleichwohl bekam das IDW in der Vergangenheit die Daten der neu bestellten Kollegen/innen von der WPK unverzüglich geliefert. Hallo!, Wie sieht es eigentlich mit Datenschutz aus? Gleiches Recht hätten dann nämlich auch wp-net und andere Verbände.

Damit ist jedoch jetzt auch Schluss! Denn dazu ist die Kammer nicht befugt!

Ergebnis: Das IDW muss jetzt den Berufsnachwuchs durch Leistungen überzeugen und Mitglieder aktiv werben! Schauen wir also einmal, wie sich die Mitgliederzahl des IDW künftig entwickeln wird.

14. Ich möchte danach endlich wieder in Ruhe arbeiten ...

Jetzt reicht es mir langsam!

Ich möchte nicht mehr jeden Tag den email-Informationen aus stundenlangen Telefonkonferenzen ("Telko") nachlaufen oder nächtliche emails mit den "letzten Informationen" lesen......

Ich möchte alsbald - sofern die Verhältnisse in der WPK und bei wp-net geregelt sind - wieder recherchieren, tolle Seminare konzipieren, Arbeitshilfen vorbereiten, ein wp-forum einrichten etc.. - das, was mir riesig Spaß macht!

Und - das muss sein - hin und wieder einen newsletter "raushauen"!

Hoffen wir das Beste!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben eine gute Zeit und ein frohes Osterfest!

Für mich geht es jetzt erst einmal einige Tage mit der ganzen Sippe (mit Anhang) auf "Deutschlands längste Sandbank" - Insel Juist. Dort gibt es nahes Beisammensein, stundenlange Strandspaziergänge, "Abhängen" und daraus Kraft tanken und neue Pläne schmieden! - Ich freue mich riesig darauf und bin voller Tatendrang! 

Bis bald - mit kollegialem Gruß

Ihr 

Dirk Hildebrandt

 
Impressum

Herausgeber

WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Str. 9
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Tel.: 02203 - 98002 - 0
E-Mail: info@wp-hildebrandt.de


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