newsletter Nr. 29 - März 2012 - aus aktuellem Anlass !

Themen des aktuellen Newsletters
01. Heute wird es kürzer - aber sicherlich heftiger
02. Unser Kammerpräsident tritt zurück
03. Fachforum Prüfungswesen I / 2012 - skalierte Prüfung
04. PRIMUS und wp-net gehen getrennte Wege
05. PRIMUS - 10% Rabatt für alle - auch wp-net-Mitglieder!
06. Wenn man gleichzeitig zwei Homepages hat
07. Wer wird denn nun neuer Kammerpräsident?
08. Und was wird nun aus wp-net?
09. Dieser newsletter geht 4.672 mal raus!

01. Heute wird es kürzer - aber sicherlich heftiger

In den letzten Tagen sind - wie Sie vielleicht bereits wissen - wichtige Entscheidungen in der WPK, bei PRIMUS und bei wp-net gefallen, über die ich Sie direkt informieren möchte.

PRIMUS kündigte am 02.03.2012 um 19.32 Uhr per email die Kooperation mit wp-net.

Michael Gschrei trat als Kammerpräsident am Freitag, den 09.03.2012, 10.30 Uhr, mit sofortiger Wirkung zurück.

Während wp-net-Vorstände mit uns noch "Krisengespräche" führen, haut der "Chef" von wp-net (Dr. JvW) am 17.03.2012 einen Mitgliederbrief heraus und gibt bekannt, dass die Kooperation mit PRIMUS "leider endet".

Dies und die Dutzenden von (meist nächtlichen) emails verlangen dringend nach Aufklärung.

Denn viele Wähler von wp-net und auch interessierte Kollegen/innen fragen sich heute: Wofür haben wir uns engagiert und was wird da "gespielt"?

02. Unser Kammerpräsident tritt zurück

Ich habe mit dem März-newsletter noch gewartet - denn manchmal habe ich so eine Ahnung!

Es gibt Momente im Leben, da fragt man sich, ob es sich lohnt "gegen Windmühlen" anzukämpfen. Irgendwann lassen dann die Kräfte nach - und man wägt die Chancen einer erfolgreichen und realistischen Umsetzung seiner Vorstellungen ab: Ziele, denen man sich verpflichtet fühlt - und für die man die letzten 10 Jahre gekämpft hat.

Vielleicht war es (doch) die "fehlende Gremienerfahrung" des Teams im WPK-Vorstand insgesamt? Ein "Kapitän" ohne Team ist ebensowenig erfolgreich wie ein Team, welches sich ständig "einen anderen Präsidenten wünscht". "Leider", so sagte Gschrei, "darf der WPK-Präsident kein Kapitän sein. Der Vorstand führt die Kammer und der Präsident setzt die Beschlüsse nur um".

Der Rücktritt von Michael Gschrei ist - wie FAZ und Börsenzeitung richtig vermuten - ausschließlich auf Streitereien und Intrigen zwischen dem Präsidenten, einem großen Teil der WPK-Vorstandsmitglieder und dem Beiratsvorsitzer zurückzuführen. Es eskalierte zu Beginn 2012 und erreichte Ende Februar einen Punkt, wo alle Mediationsversuche fehlschlugen.

Alle Beteiligten wussten aus langjähriger Erfahrung bei wp-net, dass Michael Gschrei manchmal kantig und auch eigensinnig ist - insofern hat er sich seit 2005 nicht geändert. Er ist ein "Macher" und wollte die Ziele schleunigst angehen und umsetzen, was ihm bei der skalierten Prüfung auch gelungen ist. Das hat manchen Eitelkeiten im neuen WPK-Vorstand nicht gefallen.

Nun ist der Weg frei und internes Konfliktpotential hoffentlich "beseitigt". Jetzt kann der verbleibende WPK-Vorstand zeigen wie man es (besser) macht. Man sollte jedoch wissen, dass die Erwartungshaltung der rd. 4.500 Wähler hierdurch nicht geringer wird.

Nach der Wahl ist vor der Wahl!

Michael Gschrei gebührt Dank für seine geleistete Arbeit und die von ihm angeschobenen Projekte "skalierte Prüfung" und "Gebührenordnung für die gesetzliche Abschlussprüfung".

Ich kenne ihn gut genug um zu wissen, dass er seine Ziele weiter verfolgen wird. Insoweit werden wir sicherlich (bald wieder) von ihm hören. Schließlich hört das Leben nicht mit 60 auf, sondern "fängt mit 66 erst an" (frei nach Udo Jürgens).

Dem/Der neuen Präsidenten/in und dem verbleibenden WPK-Vorstand wünschen wir "Gutes Gelingen"!

03. Fachforum Prüfungswesen I / 2012 - skalierte Prüfung

Ein weiterer "Renner" - unsere Tournee im Fachforum Prüfungswesen I / 2012 zum Thema "Skalierte Abschlussprüfung" mit fast 1.000 Teilnehmern - auch aus dem deutschsprachigen Ausland, den Softwareanbietern und Mitarbeiter der WPK!

Eines der TOP-Themen 2012 / 2013 ist die Möglichkeit zur Skalierung bei der Prüfung "kleinerer Einheiten" nach den International Standards on Auditing (ISA).

Wir haben viel vorgearbeitet und zeigen alle Möglichkeiten und Grenzen der Skalierung auf. PRIMUS zeigt bereits erste Arbeitshilfen für die Berufspraxis.

Gleichzeitig versuchen das IDW und wp-net das "Copyright" auf die skalierte Prüfung zu erheben. Bei wp-net werden Fachausschüsse und Arbeitskreise gegründet und es werden (vielversprechende)  bundesweite workshops "mit Insidern" angekündigt. Mit Software-Anbietern gibt es gar einen Letter of Intend (LOI)! 

Softwareanbieter werben bereits auf ganzseitigen Anzeigen mit "skalierter Prüfung", obwohl der 35-seitige Praxishinweis der WPK noch nicht bekannt ist - ziemlich dreist und wohl eher ein "Etikettenschwindel"!

04. PRIMUS und wp-net gehen getrennte Wege

Wie sagt man so schön: Alles hat seine Zeit!

Primus hat wp-net die vergangenen Jahre erfolgreich unterstützt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: wp-net hat (noch) über 1.000 Mitglieder und die Wahl in Berlin sensationell gewonnen. Dies wird sich in der Geschichte des Berufsstandes nie mehr wiederholen!

Nun sitzt man nicht mehr auf der "Oppositionsbank", sondern ist auf einmal ganz wichtig.

Damit entwickeln die AufsteigerInnen auch neue Ideen:

  • In meinen newslettern gefällt der Ton nicht (mehr).
  • Meine Anmerkungen "schaden wp-net"!
  • Man sucht neue Kooperationspartner.
  • Man veranstaltet selbst Seminare - auch in Konkurrenz zu Primus.

Meine newsletter wollte mir schon mal einer verbieten: AKS (Abels Kallwass Stitz) - das war 2009 (mein Vertrag lief noch bis 2016). Das war damals auch schon vergeblich. 

Eine "Knalltüte" aus dem WPK-Vorstand brachte es gar auf den Nenner: "Hildebrandt  schadet wp-net".

Man glaubte tatsächlich, dass man künftig bei wp-net meine newsletter "korrigieren" könne und "dauerhaften Artenschutz" genieße - egal was man mache!

Ja, alles hat seine Zeit. In Köln sagt man dann: Und Tschüß!

Im übrigen habe ich nach der Kündigung der Kooperation auch meine Mitgliedschaft bei wp-net gekündigt. Ich erlaube mir gleichwohl auch künftig genau hinzusehen und meine Eindrücke zu kommentieren.

Ich verspreche: Ich bin voller Schaffenskraft und habe noch viele (berufspolitische) Ziele! 

05. PRIMUS - 10% Rabatt für alle - auch wp-net-Mitglieder!

Und jetzt noch eine gute Nachricht:

Künftig wird es zwar keinen 15 %-igen Sonderrabatt mehr auf die Seminargebühren für wp-net-Mitglieder geben!

Aber:

PRIMUS gewährt bis zum 31.12.2012 allen Seminarteilnehmern einen Sonderrabatt in Höhe von 10% auf die Seminargebühr.

Wir wollen an der Kündigung der Kooperationsvereinbarung mit wp-net nicht verdienen! Wir geben also die Rabatte nun an alle Seminarteilnehmer weiter - ist doch ein Wort - oder?

PRIMUS wird seine Erfolgsgeschichte fortsetzen und ist künftig noch gut für viele Überraschungen!

06. Wenn man gleichzeitig zwei Homepages hat

Es ist schon erstaunlich - oder zeugt auch vielleicht von einem "inneren Zustand"? - da gibt es Institutionen, die sich auf einer neuen Homepage präsentieren und gleichzeitig noch "in einer alten Zeit" leben.

Schaut man beispielsweise auf die beiden homepages unseres Konkurrenzveranstalters Lösle Maudrich: www.loeslemaudrich.de und www.loeslemaudrich.com  so kann man sich jetzt noch für das aktuelle Seminarprogramm Herbst 2011 anmelden. Nimmt man jedoch eine andere homepage, so klappt auch die Anmeldung für (tatsächlich) aktuelle Veranstaltungen in 2012.

Will man bei wp-net Mitglied werden, so hat man ebenfalls zwei Optionen: Entweder www.wp-net.com oder www.wp.net-verband.de. Bei der einen Adresse in München "wohnt keiner mehr" und auf der neuen (und vielversprechenden) homepage in Leipzig landet man (nach wochenlanger telefonischen Enthaltsamkeit) beim neuen wp-net Vorstand (jetzt interimsweise auch WP-Kammerpräsidentin) - aber nur sofern man "Zuhause" ist, denn ansonsten "wohnt da ebenfalls keiner".

In beiden Fällen steckt wohl das Gleiche dahinter:

Lösle & Maudrich haben sich getrennt (was erst auf hartnäckige Anfrage den Kunden mitgeteilt wird!). Gleichwohl will man nach außen "bei Kunden und Teilnehmern" (unbemerkt) gemeinsam marschieren. Schließlich zählen Seminarteilnehmer, Wartungsverträge und der Geschäftserfolg.

Bei wp-net war der Übergang von Gschrei auf den neuen Vorstand wohl eher eine "Bruchlandung" als eine "gelungene Übernahme der Geschäfte". Ein selbst inszeniertes Chaos in Leipzig kann man wohl nicht dem Ex-Kammerpräsidenten anlasten!

Was lernen wir daraus?

Also, erst einmal die Vergangenheit bereinigen und sich darauf einigen, dass das "alte Erscheinungsbild" verschwindet!

Und dann bitte etwas mehr Transparenz, denn Wirtschaftsprüfer und Kunden sind schließlich keine "Dummerchen".

07. Wer wird denn nun neuer Kammerpräsident?

Dies ist die zur Zeit am meisten gestellte Frage. 

Nun beginnen Schachern, Verbünden, Verbrüdern und ähnliche "taktische Spielchen". Es werden (selbsternannte) Wunschkandidaten gehandelt und man versucht, Mehrheiten zu organisieren. Klingt alles sehr spannend!

"Hinter der Hecke rausgekommen" bzw. Ansprüche auf das Amt angemeldet haben bereits:

  • WPin/StBin Dipl.-Kffr. Katrin Fischer, Berlin (Landeskammerpräsidentin Berlin und Mitglied des Beirates) 
  • WP/StB/RA Dr. Carsten René Beul, Neuwied (Mitglied des Beirates und Vorstand bei wp-net)
  • WP/StB Dipl.-Kfm. Dr. Claus C. Securs, Düsseldorf
  • WP/StB Dipl.-Volkswirt Dr. Johannes von Waldthausen, Berlin (Geschäftsführender Vorstand von wp-net und Vorsitzer des Beirates) - er möchte unbedingt Beides!
  • WP Dipl.-Kfm Günther Rotteveel, Düsseldorf (Mitglied des Beirates)

.....

Das wird noch nicht "das Ende der Fahnenstange" sein und einige Kandidaten/innen werden wohl noch kurz vorher "aus den Löchern" kommen.

Von welchen Gedanken lassen sich die Bewerber leiten?

Aus der WPK eine wp-net-WPK zu machen? Das Optimum am wp-net-Wahlprogramm noch umzusetzen?

Vielleicht ist es auch die Kohle? - Aufwandsentschädigung (€ 7.500 p.M. für den Kammerpräsidenten) und Sitzungsgelder (€ 500 bei 4-stündigen Sitzungen) und/oder Geschäftsführergehälter etc. - soviel dürften zumindest einige der Kandidaten bisher in ihrem Berufsleben nicht verdient haben!?

All dies vollzieht sich am Freitag, den 27. April 2012 - hinter verschlossenen Türen - in einer ausserordentlichen Beiratssitzung. Dort werden dann die 51 WPs und 14 vBPs zusammenkommen und wählen!

Danach wird sich der Rauch verziehen - und wir schreiben das nächste Kapitel unserer Berufsgeschichte. So - oder So!

Ich kann nur alle Beteiligten bitten, mit der Präsidentschaftswahl einen glaubwürdigen Neuanfang zu wagen!

Die WPK darf keine wp-net-Kammer werden. Dies würde dem gesamten Berufsstand schaden und die Glaubwürdigkeit des/der neuen Präsidenten/in von vornherein in Frage stellen. Es gilt § 57 WPO zu beachten: Die Belange des gesamten Berufsstands sind zu wahren. Sonst gibt es wieder böse Briefe von den Großen an die WPK und den Minister.

08. Und was wird nun aus wp-net?

Jetzt schiessen die Spekulationen "ins Kraut"!

Die vielen Kommentare von wp-net-Mitgliedern, die bei uns angekommen sind haben ein erhebliches Spektrum: Von "Sind die denn ganz durchgedreht?" bis "Das war´s wohl mit wp-net!".

Eins ist sicher:

Viele Mitglieder und auch die übrigen Vorstände von wp-net (neben Dr. JvW und C.A) werden den geschäftsführenden Vorstand kurzfristig auffordern, eine "außerordentliche Mitgliederversammlung" einzuberufen. Dort wird dann sicherlich "Klartext" gesprochen. 

"Lippenbekenntnisse" werden hier keinen Bestand mehr haben! Die Hintergründe des Rücktritts von Michael Gschrei sind schonungslos aufzudecken und den Mitgliedern mitzuteilen.

Die Reaktion auf den "Offenen Brief" von Kollegen Wöllecke war schon ein starkes Stück aus dem Tollhaus Ignoranz: Kurztext - "Wir kommentieren nicht" und "Wir sehen uns im November 2012 auf der Mitgliederversammlung"!??

Im letzten Mitgliederbrief von wp-net (Nr.2012/07 vom 15.03.2012) schreibt der geschäftsführende Vorstand , dass "sich wp-net vom Basislager auf dem Weg zum Gipfel befindet".

Sofern man jedoch bereits im Basislager einen "Höhenrausch" hat, wird´s wohl nichts mit dem weiteren Aufstieg!

Die entscheidende Frage wird sein, ob die wp-net-Mitglieder noch davon überzeugt werden können, dass wp-net überhaupt noch eine Zukunft hat!?

In dem ganzen Mitgliederbrief wird PRIMUS bzgl. "Aufstieg" nicht ein einziges Mal erwähnt. Wahrscheinlich haben wir das alles nur aus der Ferne beobachtet!?

Der Brief von Dr. vW beginnt übrigens mit der Feststellung, dass man "die Gründe für den Rücktritt als Kammerpräsident akzeptieren muss". Die Wahrheit ist jedoch, dass uns mindestens zwei "Umsturzpläne" der Vorstands-Führungsriege von wp-net und einigen Vorstandsmitgliedern der WPK bekannt sind. Dies nenn ich Heuchelei pur!

Dr. JvW selber erklärte mir, wann der von ihm geplante "showdown" stattfinden und dabei der "Kammerpräsident abgeschossen werden sollte"!

09. Dieser newsletter geht 4.672 mal raus!

Bei der Beiratswahl im Juli 2011 habe ich den "newsletter sehr erfolgreich eingesetzt".

Hätte ich dies (gemeinsam mit Michael Gschrei) nicht gemacht, so bräuchten sich die Beiräte und Vorstandsmitglieder in Berlin heute nicht "den Kopf zu machen"!

Ich habe lange gezögert, sehe jedoch auch für die momentane Situation keine bessere Möglichkeit.

Ich bin überzeugt, dass der newsletter seine Wirkung nicht verfehlen wird.

Sorry, dass ich Ihnen all dies zum lesen zumute - aber das musste sein!

Sie fragen nach meiner Befindlichkeit? - Ich bin sehr traurig!

 

Mit kollegialen Grüssen aus Köln!

 

Ihr

 

Dirk Hildebrandt

 

 
Impressum

Herausgeber

WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Str. 9
51149 Köln
Tel.: 02203 - 98002 - 0
E-Mail: info@wp-hildebrandt.de


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