Zahlst Du noch oder verschiebst Du schon?

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist letztes Wochenende im Alter von 91 Jahren gestorben. In Erinnerung werden nicht nur seine grandiose unternehmerische Leistung beim Aufbau des weltweit größten Möbelherstellers und -verkäufers, sondern auch sein "gespaltenes Verhältnis" zur Steuergesetzgebung bleiben.

Kamprad lebte seit 1976 in der Schweiz, weil er nach eigenen Angaben die hohen Steuern in seiner Heimat nicht zahlen wollte. Erst 2013 kehrte er nach Schweden zurück.

IKEA ist ebenso wie PwC durch die Lux-Leaks-Affäre öffentlich ins Zwielicht geraten. Das Möbelunternehmen hatte es gemeinsam mit PwC in der Disziplin "Steuersparen" zu besonderer Meisterschaft gebracht.

Hier das Grob-Konzept für die Kür im aggressiven Steuerdumping.

Laut bei PwC enthüllten Dokumenten soll die Inter Ikea Holding etwa im Jahr 2010 aufgrund des PwC-Steuervorbescheids (tax ruling) ganze 48.000 Euro Steuern gezahlt haben - auf einen Gewinn von damals mehr als 2,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem unanständigen Steuersatz von 0,002 %.

Jetzt ist der liebe Ingvar ein für alle Mal im "tax heaven" und "forever tax free".