Nächste Klatsche für PwC

Wie am 01.03.2017 bereits bei wpwatch berichtet, wollte PwC Schweiz ihren Pensionären durch ein "Modell flexibler Altersrenten" die Pensionen kürzen, um "mehr Generationengerechtigkeit" im Sinne finanzieller Nachhaltigkeit zu schaffen.

Hört sich doch zunächst einmal sozial und gerecht an!?

Die Stiftungsaufsicht des Kantons Zürich wollte dies jedoch nicht zulassen, da es dafür keine gesetzliche Grundlage gebe. Daraufhin klagte PwC beim Bundesverwaltungsgericht und unterlag erwartungsgemäß.

PwC wollte dieses Urteil jedoch nicht hinnehmen, ging in Revision und klagte in letzter Instanz vor dem Bundesgericht.

Hier wurde nun das Urteil der Vorinstanz vollinhaltlich bestätigt (9c_234/2017) - eine volle Klatsche für die Super-Strategen und Sparfüchse von PwC!

Das Bundesgericht hob in seiner Urteilsbegründung die Planungssicherheit der PwC-Pensionäre hervor, deren Rente man je nach Wirtschaftslage im Nachhinein nicht einfach kürzen dürfe. Eine Kürzung der Pensionen ohne nachgewiesenes Finanzloch in der PwC-Pensionskasse sei unzulässig - so die höchsten Richter.

Kürzungen seien grundsätzlich halt nur zulässig, wenn sie gesetzlich vorgesehen seien. Also ist hier, wenn überhaupt, die Politik gefordert.

Man wollte es seitens PwC wohl einfach mal versuchen und appelliert heuchlerisch an die "Generationengerechtigkeit". Hiermit wollte man wohl die schaffenden Mitarbeitern "motivieren" und den altgedienten Pensionären ("alte Säcke") auf diesem Wege sagen, was man von ihnen als Kostenfaktor im Nachhinein halte!?