Deutsche Bank - Bilanzfälschung in Milliardengrößenordnung?

Die nächste Hiobsbotschaft für die Deutsche Bank!

Zwei Skandalbanken unter der gleichen Schmuddeldecke: Der Deutschen Bank wird vorgeworfen, Derivategeschäfte mit dem italienischen Geldhaus Monte dei Paschi verschleiert zu haben.

Für beide Institute kommen diese aktuellen Vorwürfe zur Unzeit:

Die krisengeplagte Deutsche Bank hat eine neue zusätzlicher Baustelle in Italien: In einer Anhörung der Finanzaufsicht BaFin kam heraus, dass Manager der Bank für Kunden der italienischen Bank Monte dei Paschi aus Siena in 2013 Transaktionen verschleiert haben sollen, bei denen Kredite, die nicht in den Büchern auftauchten, in Derivate umgewandelt wurden. Die Deutsche Bank habe durch diese Transaktionen geholfen, die Verluste von Monte dei Paschi zu verbergen.

103 Deals im Wert von 10,5 Milliarden Euro sollen die Manager der Deutschen Bank für 30 Kunden abgeschlossen haben.

Die Deutsche Bank habe in der Zeit von 2008 bis 2010 ähnliche Deals mit anderen Banken von Italien bis Indonesien getätigt, aber nicht korrekt verbucht. Das Derivategeschäft mit Siena sei unter dem Decknamen "Santorini" abgewickelt worden. Außerdem seien auch dann bei der Deutschen Bank keine Berichtigungen erfolgt, als 2012 eine Vorladung der US-Notenbank in Frankfurt einging.

Monte dei Paschi berichtigte seine Jahresabschlüsse bis 2015. Inzwischen ermittelt auch die Justiz.

Schon 2008 wurden ehemalige Manager der Deutschen Bank, darunter Michele Faissola und Ivor Dunbar, enge Mitarbeiter des damaligen Chefs Anshu Jain, von der Mailänder Staatsanwaltschaft wegen der Transaktionen mit Monte dei Paschi beschuldigt.

Die BaFin-Anhörung wurde im Januar 2014 von der Münchner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Peters, Schönberger & Partner im Auftrag der Finanzaufsicht durchgeführt.

Man gewinnt zunehmend den Eindruck, dass Vorstände und Aufsichtsräte mit dem größenwahnsinnigen Ausflug der Deutschen Bank ins Investmentgeschäft völlig überfordert waren. Die KPMG ("Skandalprüfer Ralf Bose", Chefinspektor der APAK und Vorsitzender der heutigen APAS!) muss sich wieder einmal den Vorwurf gefallen lassen, dass man offensichtlich nicht ordnungsgemäß geprüft habe.

Warum wird nicht bereits längst gegen Bose & Co. bzw. die Verantwortlichen bei KPMG ermittelt?

Die Big4 beaufsichtigen sich selbst - dies ist nach außen hin nicht mehr zu vermitteln!

Die Berufsaufsicht der WPK wird zunehmend unglaubwürdig und die Vorstände der Herzig-Liste trotten offensichtlich Gelhausen & Co. gedankenlos und machterfüllt hinterher!