Das Rödl-Zahlen-Verwirr-Spiel geht weiter

Auf der "Konferenz der deutschen Wirtschaftsprüfer" von Rödl & Partner am 19. Mai 2017 in Nürnberg präsentierte der geschäftsführende Gesellschafter WP/StB Martin Wambach die aktuellen Geschäftszahlen 2016 im vertrauten Kreis der Kollegen/innen.

Zuvor hatte der "weltweite Kommunikationsberater" Thorsten Widow bereits am 16. Mai 2017 auf der Rödl-Website die aktuellen Geschäftszahlen eingestellt und kommentiert.

Den Kollegen/innen präsentierte man auf Folien (Seite 4) die Umsatzentwicklung 2016 von Rödl & Partner im Geschäftsfeld Wirtschaftsprüfung "nach Lünendonk-Daten". Diese Daten werden üblicherweise von LÜNENDONK ungeprüft im Juli des Folgejahres in das Ranking der LÜNENDONK-Listen eingestellt. - Also bezieht man sich hier auf Daten, die man selbst meldet und die ungeprüft übernommen werden!?

Auf Folie 6 erläuterte Kollege Wambach die Umsatzerlöse 2016 im Geschäftsfeld Wirtschaftsprüfung der beiden größten Rödl-Gesellschaften (WP-GmbH und RASt-GmbH) mit EUR 119 Mio., während im Rödl-Transparenzbericht (Seite 26) ein Umsatz von EUR 202 Mio. aufgeführt wird.

Diese enorme Differenz von über EUR 80 Mio. ist durch WP-Umsätze übriger Rödl-Gesellschaften sicherlich nicht zu erklären.

Entgegen bisheriger Übung hat Rödl seine Geschäftszahlen 2016 bisher auch noch nicht im Rahmen der jährlichen Telefon-Pressekonferenz von Kommunikationsberater Widow erläutern lassen.

Vielleicht scheut man in Nürnberg eventuell auch kritische Fragen von Journalisten aufgrund der wpwatch-Berichterstattung.

Was treibt Rödl zu solch berufsunwürdigen Zahlen-Tricksereien? Will man sich nur an der BDO auf Rang 5 im LÜNENDONK-Ranking vorbeimogeln?

Es geht offensichtlich um mehr!