Aktuelles

04.12.2017
Rödl und die Dissertation aus Bratislava

Rödl bringt es bei wpwatch bereits auf 28 Meldungen und belegt hierbei einen der ersten Ränge! Diese Serie scheint wohl noch lange nicht abzureißen, da neue Recherchen immer wieder erstaunliches Material zutage fördern!

Rödl scheint halt ein "besonderer Fall" zu sein!

wpwatch berichtete vor wenigen Tagen über das "Markenimperium der Familie Rödl" sowie die finanziellen Interessen der Familie Rödl an überzogenen Umsatzangaben.

Jetzt taucht eine Dissertation auf, die im Jahre 2009 an der "Comenius Universität Bratislava" (Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie) von einem Rechtsanwalt von Rödl & Partner eingereicht wurde.

Titel der Dissertation: "Starke Marken". (ISBN 978-3942109024; 176 A5-Seiten; 59,50 €)

Im Erzähl-Stil erfährt man zunächst auf den ersten 100 Seiten "Wissenschaftliches" über

  • "Markenpersönlichkeitsmodelle,
  • psychologische Wirkungsdimensionen,
  • Markenkommunikation und
  • Markenführung"

bevor es dann ab Kapital 18 (S. 101 ff.) um

  • "Professionelles Markenmanagement bei Rödl & Partner - Ursachen und konkrete Durchführung -"

geht.

Wenn auch dieses Werk gegen wesentliche Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens verstößt und von zweifelhaftem intellektuellem Niveau ist, enthält es doch weitere wichtige Informationen über die "starke Marke Rödl" und das Geschäftsmodell aus Nürnberg.

Demnach kümmerte sich Prof. Dr. Christian Rödl als "Leiter des Positionierungsprojektes" ab 2003 konsequent um eine optimale Positionierung der Marke "Rödl & Partner" (S. 122) und die "Veränderung der normalen Marke in Richtung einer Premiummarke" (S. 119). Vorkenntnisse zu diesem Thema brachte er aus seiner früheren Tätigkeit bei der US-amerikanischen Rechts- und Steuerberatungskanzlei BAKER MCKENZIE mit, die sich bereits in den 90er-Jahren intensiv mit dem Thema "Markenmanagement für professionelle Dienstleister" beschäftigt hatte (S. 104).

Dem "Markenteam" bei Rödl gehören übrigens "neben Prof. Rödl und den anderen fünf Partnern die Marketing-Leiterin, der Personalleiter und Matthias Simon, ein externer Markenberater", an (S. 106).

Wichtige Fragen, die sich der interessierte Leser zum Rödl'schen-Markenimperium stellt, bleiben in der "Dissertation" jedoch offen:

  • Wieso lagen 98% der Geschäftsanteile von Rödl & Partner allein in Händen von Dr. Bernd Rödl und bis heute noch in den Händen eines Nicht-WP's?
  • Wer profitiert finanziell an den Lizenzeinnahmen des familiären Markenimperiums?

Demnächst mehr bei wpwatch! - Seien Sie gespannt!

04.12.2017
Rödl hält nicht viel von Offenlegung!

Jeder, der vom Fach ist, weiß, dass Einzel- und Konzernabschlüsse (soweit keine Befreiungen greifen) bis zum Ablauf des nächstfolgenden Geschäftsjahres gemäß §§ 325 ff. HGB in Deutschland offenlegungspflichtig sind.

Dies sollte man eigentlich auch im Hause Rödl wissen. "Als Rechtsanwälte, Steuerberater, Unternehmens- und IT-Berater und Wirtschaftsprüfer sind wir an 108 eigenen Standorten in 50 Ländern vertreten. Unsere Mandanten vertrauen weltweit unseren 4.500 Kolleginnen und Kollegen." - so lautet es vollmundig in der hauseigenen Imagebroschüre.

Hoffentlich kommuniziert man die Offenlegungspflichten sowie die Rechtsfolgen ihrer Nichtbeachtung (§§ 334 f. HGB) wenigstens richtig gegenüber den Mandanten!?

Im Hause Rödl scheint man selbst von Offenlegung nicht viel zu halten!

Während kleine GmbHs wegen fehlender Offenlegung vom eBanz und auch vom Bundesamt der Justiz ständig belästigt werden, ist es bei Rödl möglich,

  • dass eine Rödl & Partner GmbH WPG StBG zwar in ihrem JA 31.12.2015 (letzter offengelegter JA) auf den Konzern eines Mutterunternehmens (MU) Sebalder Treuhandgesellschaft mbH WPG StBG im Anhang verweist,
  • aber der letzte veröffentlichte KA dieses MU auf den 31.12.2013 datiert (Testat vom 10.6.2016!; veröffentlicht am 23.11.2016!). Dieses MU hat den JA letztmals auf den 31.12.2012 veröffentlicht (für GmbH als MU ist keine Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB möglich)! - Interessant ist auch das Honorar des Konzern-AP in Höhe von T€ 46!?
  • Eine Rödl IT-Consulting GmbH (ebenfalls in den oben genannten KA einbezogen zusammen mit rd. 70 anderen Gesellschaften) hat letztmals einen JA 31.12.2011 veröffentlicht und danach auch keinerlei Hinweis mehr veröffentlicht.

An diesem Beispiel wird wieder einmal deutlich, dass etwas nicht funktioniert bei diesem Rechtssystem.

Anscheinend gibt es für unterschiedliche Größenklassen von Berufsgesellschaften sehr unterschiedliches Recht in Deutschland. In Nürnberg gilt vielleicht noch das "fränkische Landrecht"!?

Rödl ist und bleibt ein Fall für die Berufsaufsicht und das Bundesamt der Justiz!

24.11.2017
"Wirtschaftsprüfung mit Zukunft" - na, endlich!

Jetzt ist die Katze aus dem Sack:

Nach dem Desaster ständig sinkender Teilnehmerzahlen bei den Kammerversammlungen der WPK in 2016 / 2017 will uns der Vorstand der WPK mit einer einzigen gigantischen "Knaller-Kammerversammlung" am 20.04.2018 in den Bann ziehen und uns mit einem tollem (und teuren!) Programm nach Berlin locken!

  • „Wirtschaftsprüfung mit Zukunft“

lautet das verlockende Leitthema - na, wer hätte denn da etwas dagegen?

Und jetzt hören Sie mal ganz genau hin was die WPK offeriert:

  • "Informieren Sie sich über zukunftsorientierte Themen, die den Berufsstand derzeit fordern,
  • Bringen Sie sich in Workshops zur Digitalisierung und zur Nachfolgeplanung ein.
  • Gerne nehmen wir auch Ihr Workshop-Wunschthema auf. Schreiben Sie uns bis zum 10. Januar 2018 unter veranstaltungen@wpk.de, Betreff „Wunschthema Workshop“, damit wir bei entsprechendem Interesse etwas für Sie vorbereiten können.  
  • Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V., wird das Thema Digitalisierung aus Sicht der „Wirtschaft 4.0“ aufgreifen. (Klartext: Er hält wahrscheinlich noch einmal den gleichen Vortrag wie auf dem "IDW digital summit" am 17.10.2017 in Düsseldorf.)
  • Angefragt ist auch der/die zukünftige Bundesminister/in für Wirtschaft und Energie.
  • Am Vorabend, dem 19. April 2018, werden Sie bei einem Get Together Blau-Gelb in einer Top-Location die Gelegenheit zum Networking in entspannter Atmosphäre haben.
  • Bitte notieren Sie sich den 19./20. April 2018 schon heute für Ihr Wochenende in der Hauptstadt.
  • Eine persönliche Einladung mit den Einzelheiten erhalten Sie im Januar 2018".

Na, was sagen Sie denn jetzt?

Da kommt offensichtlich der Wolf im Schafspelz daher und will sich selber feiern.

Nach gesetzwidriger Überregulierung und schikanösem Umgang mit Reviewern und den Zwangsmitgliedern gibt man sich bei der WPK jetzt auffällig galant, geschmeidig und zukunftsweisend!?

Welche Traumtänzer im Vorstand der WPK glauben denn daran, dass Heerscharen von Kollegen/innen jetzt zu einem Wochenende mit der "geliebten WPK" nach Berlin aufbrechen und in einer "Top-Location" das "Networking" üben wollen!?

Dann feiert Euch mal schön selbst in Berlin - Geld ist ja genug in der Kasse!

Das ganze Theater klingt so ähnlich wie das Abtauchen mit dem IDW ins altehrwürdige Baden-Baden bei dramatisch sinkenden Teilnehmerzahlen - auch das hat sich doch längst überlebt!

Mit Realitätssinn hat beides nicht mehr viel gemein!

24.11.2017
Was wurde aus den 30 Ü-WPs?

wpwatch deckte im Frühjahr 2017 das skandalöse Übergangsexamen (vom vBP zum WP) auf und berichtete über Durchfallquoten von über 80%. - Ein Desaster für die Kammer und ein Fall für die Justiz!

Lächerliche (aber teure) Vorbereitungslehrgänge des IDW, unzulässige Themenstellungen, mutmaßlich falsche Musterlösungen und skandalöse Korrekturen ... - Eine Blamage für WPK, IDW und den gesamten Berufsstand!

Dann gehen die vBP-Übergangskandidaten in den Kampfmodus über, lassen sich durch exzellente Juristen aus Hamburg gemeinsam gegenüber der WPK vertreten und drohen erfolgreich mit langwierigen juristischen Auseinandersetzungen.

Dann folgen Einzelgespräche mit der WPK (Tüffers, Ziegler & Co.). Es wird unbedingte Verschwiegenheit (gegenüber wpwatch!) vereinbart und man hört dann NICHTS mehr.

Offensichtlich soll jetzt jedem der durchgefallenen Kandidaten/innen eine persönliche "goldene Brücke" gebaut werden um die Durchfallquote auf ein akzeptables Mass zu bringen.

Es geht nur noch um "Gesichtswahrung", Heimlichtuerei und skandalöse Lösung eines bereits bekannt gewordenen Skandals!

WPO, Prüfungsordnung, Geschäftsordnung der Prüfungs- und Aufgabenkommission ade - alles zählt nicht mehr! - So geht man in Berlin mit unangenehmen Problemen und Skandalen um!

Man kann nur vermuten, dass dies offensichtlich immer schon die gewohnte Umgangsform der Berufskammer war.

Willkommen in der Realität!

23.11.2017
Lünendonk: Falsches Spiel mit falschen Zahlen?

Seit dem 24. August 2017 ist die Lünendonk®-Studie 2017: "Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland" zum Preise von 2.200 € (+ USt) verfügbar. - Für 82 Seiten Text und ca. 150 Seiten Tabellarien ein stolzer Preis!

Auf der Lünendonk-Website verspricht man:

  • "Die Studie analysiert, wie sich die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland im Geschäftsjahr 2016 entwickelt haben, welche Restriktionen sie zurzeit und in Zukunft zu bewältigen haben sowie welche Entwicklungen sie prognostizieren. Neben den aktuellen Marktdaten werden auch Werte aus den Vorgängerstudien herangezogen, um Trends nachzeichnen zu können. Damit sorgt Lünendonk mit der bewährten sachlichen Analyse für Transparenz und Orientierung im Markt für Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften."

wpwatch hatte in der Vergangenheit mehrfach auf die Verwendung ungeprüften und widersprüchlichen Zahlenmaterials für diese Studien hingewiesen. Seitens Lünendonk gab es keinerlei Reaktion!

Insbesondere die widersprüchlichen Zahlen von Rödl & Partner und die damit verbundene irreführende Besetzung von Rang 6 im Feld der "Großen" des 13-Mrd. €-Marktes zeugen nicht von qualifizierter Recherche und Analyse!

Zwei Beispiele zeigen die Schwächen dieser "Studie" deutlich auf:

  • Seite 18: Wohl vor dem Hintergrund der wpwatch-Kritik versucht Lünendonk oberflächlich zu relativieren, indem von "Verschiebungen" am WP-Markt gesprochen wird!? Hier hätte es doch nur eines Abgleichs mit dem Unternehmensregister und anderen Veröffentlichungen bedurft um festzustellen, dass die von Rödl eingereichten Zahlen nicht stimmen können!
  • Seite 75/76: Auf zwei Seiten wird ein "Studienfazit" gezogen. Das zweiseitige Fazit ist durchzogen mit zahlreichen Rechtschreibfehlern sowie weiteren schweren sprachlichen sowie sprachlich-inhaltlichen Fehlern. Gewählte Plattitüden und Banalitäten ("WP Gesellschaften dürfen Kerngeschäft nicht vernachlässigen"; "Schere zwischen großen und kleinen Gesellschaften geht auseinander") werden als wichtige Studienerkenntnisse präsentiert!?

Nach intensivem Studium der Studie kommt man relativ schnell zu einem ernüchternden Ergebnis:

Die "Studie" gleicht geradezu einem Offenbarungseid in Bezug auf Qualität und Aussagekraft der dort ausgeführten Erkenntnisse! Allein die Verwendung ungeprüften Zahlenmaterials der im Ranking miteinander buhlenden Marktteilnehmer lässt doch an der Seriosität und Qualität dieser Studie zweifeln.

23.11.2017
Das Markenimperium der Familie Rödl (2)

Nach den kernigen Aussagen von Prof. Christian Rödl im Finance Magazin bleiben doch etliche Fragen offen:

  • Wieso gibt es bei Rödl keinen (geprüften) Konzernabschluss? - Die Terminologie "Mutter- und Tochtergesellschaften" (§§ 290 ff. HGB) sind doch eindeutig ...
  • Wie kann ein Nicht-WP eigentlich (98%iger!) "Mehrheitsgesellschafter" einer "anerkannten Berufsgesellschaft" (WPG) sein? Bitte einmal §§ 28 ff. WPO lesen ....
  • Welches Interesse hat Familie Rödl selbst an überzogenen Umsatzzahlen? Antwort: Rein finanzielle Interessen! ...

Vom "Rechtsanwaltstag" der Rödl-Anwälte am 24./25. März 2017 in Bozen (Schloss Maretsch) liegt wpwatch die dort vorgestellte Rödl-Broschüre:

  • "Weltweit engagiert" - Die Marke "Rödl & Partner".

vor. Man höre und staune: Es geht um die "Marke Rödl & Partner"!

Eine Recherche des Deutschen Marken- und Patentregisters (https://www.dpma.de/marken/markenrecherche/index.html) fördert dann auch Erstaunliches zu Tage:

  • Vater Bernd Rödl ließ bereits für sich persönlich (!) in 2001 die Marken "Rödl e-novation" und "Rödl & Partner FITTNESS" als Wort- bzw. Individualmarke eintragen.
  • Im Jahr 2000 wurden für die "Rödl Equity Partner Beteiligungs GmbH & Co. KG" die Marken "Rödl & Partner" deutschland- und weltweit sowie "Roedl & Partner" deutschlandweit am Firmensitz (!) als Wortmarke eingetragen.
  • Sohnemann Prof. Rödl zog dann 2006, 2007 und 2014 nach und ließ für sich privat (!) die Wortmarken "Rödl" deutschland- und weltweit sowie "Roedl" deutschlandweit eintragen und schützen.

Insgesamt also acht eingetragene und geschützte Marken für drei Rechteinhaber. Sechs der 8 Marken gehören damit Mitgliedern der Familie Rödl persönlich.

Seit Anfang des Jahrhunderts verwertet Familie Rödl damit das "geistige Eigentum an der Idee und operativen Umsetzung des Geschäftsmodells" im Rahmen eines Markenlizenzmodells. Von jeder neuen Niederlassung im Ausland profitierte somit die Familie Rödl persönlich als Markenrechtsinhaber.

Damit dürfte das finanzielle Interesse von Familie Rödl an überzogenen Umsatzzahlen auf der Hand liegen. Dies bezeichnet man in der Spieltheorie als "opportunistisches Verhalten": Man kooperiert geschäftlich vor dem Hintergrund leerer Leistungsversprechen.

Es besteht also auf Seiten der Familie Rödl ein großes Interesse an gezauberter Größe, überhöhten Umsatzzahlen und sonstiger Effekthascherei zur Darstellung einer glänzenden Markenfassade, denn dies beeinflusst die Wahrnehmung potentieller Mandanten positiv.

Rödl & Partner gibt sich dabei gerne als "Familienunternehmen": Prof. Rödl ist nach eigenen Aussagen für die Mitarbeiter "jederzeit ansprechbar". Thorsten Widow ist als "Vertrauter der Familie" und "Markenverantwortlicher" dafür zuständig, dass den Mitarbeitern immer wieder die Propaganda der Rödl-Markenwelt überzeugend vorgepredigt wird.

22.11.2017
Das Markenimperium der Familie Rödl (1)

Im Finance-Magazin vom 04.09.2017 stellt Prof. Dr. Christian Rödl unter der Überschrift: "Netzwerke sind der falsche Weg" die Geschäftszahlen von Rödl & Partner für das Jahr 2016 mit einigen kernigen Sprüchen vor:

  • 386,1 Mio. € Gesamtumsatz,
  • sechstgrößte Beratungs- und WP-Gesellschaft Deutschlands,
  • Umsatzwachstum insgesamt 10%, im Prüfungsgeschäft 26%!
  • Rödl ist der am stärksten wachsende Next Ten,
  • 108 Standorte in 50 Ländern.

Gleichzeitig teilt Prof. Rödl gegen den Rest der Branche aus und stellt gleich einmal fest:

  • Rödl will Mandanten mit Auslandsstandorten überzeugen,
  • Kunden schätzen es, dass Rödl mit einer Muttergesellschaft in Deutschland und Tochtergesellschaften im Ausland organisiert ist,
  • Mandanten sind unzufrieden mit Netzwerken,
  • eigene Standorte im Ausland sind ein Riesenvorteil und
  • Rödl internationalisiert sich mit eigener Kraft.

Nach Studium dieses (Werbe-)Artikels im Finance-Magazin stellt man sich schon verdutzt die Frage, warum Rödl so vehement gegen weltweite Netzwerke der Konkurrenten argumentiert und die ausschließlichen Vorteile des internationalen Rödl-Konzerns herausstellt.

Ist der Nicht-WP Prof. Rödl ("Er kam 1999 ins Unternehmen und führt es als Mehrheitsgesellschafter seit dem Jahr 2011") hier als Geisterfahrer unterwegs oder hat dies etwa andere Hintergründe?

Die Antwort auf diese Frage liefert hier das "geistige Eigentum" am weltweiten Rödl'schen Markenlizenzmodell und der Schöpfung von privaten Lizenzentgelten durch die Familie Rödl als Markenrechteinhaber.

Und morgen geht die Geschichte weiter an dieser Stelle ...

22.11.2017
WPK-Newsletter: Unabhängigkeit des WP

Immer wieder beglückt uns der Präsident der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) mit aktuellen Kurz-Newslettern, in denen es um aktuelle und tiefgreifende Fragen des Berufsstandes geht.

In wenigen Stichworten werden auch Themen aufgezählt, über die in den WPK-Vorstandssitzungen diskutiert wurde. Die Kollegen/innen (Zwangsmitglieder) sollen dabei immer wieder das Gefühl bekommen, dass Sie vom Präsidenten persönlich bestens und umfänglich über die Interna der WPK  informiert werden!

Andererseits wird über internationale Entwicklungen grundlegender Themen des Berufsstandes berichtet.

Hier ein Beispiel aus dem letzten WPK-Newsletter:

  • "Der International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA) hat eine Umfrage zu Honoraren von Prüfungsgesellschaften gestartet. Es soll ermittelt werden, ob und gegebenenfalls wie die Höhe der Honorare die Einhaltung der allgemeinen Berufspflichten des Code of Ethics (Code) und die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers beeinträchtigen können.
  • Die Umfrage soll der von IESBA im Jahr 2016 eingesetzten Arbeitsgruppe "Gebühren" Erkenntnisse darüber liefern, ob Verbesserungen am Code oder sonstige Anwendungshinweise erforderlich sein könnten."

Diese wichtige Nachricht hat mich doch sehr beeindruckt und nachdenklich gestimmt!

Jetzt wird im "Code of Ethics" aber weltweit ein ganz heißes Eisen angepackt: Unabhängigkeit und Honorare.

Bla, bla, bla ...

Um es nochmals klar und deutlich zu sagen: Wirtschaftsprüfer sind nicht unabhängig, solange sie sich ohne qualitätssichernde Entgeltregelung vom Auftraggeber gesetzlicher Pflichtprüfungen bezahlen lassen müssen! - Alles andere ist Selbstbeweihräucherung!

Die Big4 verhinderten im Herbst 2014 gezielt eine derartige Gebührenordnung, damit sie vor dem Hintergrund ihrer Marktmacht den Prüfungsmarkt bereinigen können. Die Dumpingpreise im Prüfungsgeschäft werden gezielt durch Quersubventionierung aus dem Beratungsgeschäft gesponsert!

Berufsaufsicht und die Politik schauen hierbei völlig desinteressiert zu.

Träumen wir weiter! - Einen internationalen Code of Ethics im Umfang von Hunderten von Seiten, an den sich ohnehin niemand hält, braucht keiner!

21.11.2017
Die Domiziladresse der WPK-Anwälte

In 2016 deckte wpwatch die Domiziladresse einer Anwaltsgemeinschaft im brandenburgischen Königs Wusterhausen auf, wo sieben Anwälte der WPK und der APAK in trauter Einigkeit ein gemeinsames Büro unterhielten. Es störte offensichtlich nicht, dass Anwälte der APAK (Aufsicht der WPK) mit den beaufsichtigten Abteilungsleitern der WPK unter gleicher Adresse "gemeinsame Sache machten".

Meine Seminar-Tournee führte mich letzte Woche wieder einmal nach Berlin. Also dachte ich mir, dass ich noch einmal in Königs Wusterhausen nach dem rechten schaue.

Die "Bürogemeinschaft der Rechtsanwälte" neben der Bäckerei der Familie Grabarse in der Chaussee Straße 55 (Top-Lage!) gibt es immer noch. Hier residieren nach wie vor:

  • RA Geithner (WPK, Referatsleiter Berufsrecht)
  • RA Dr. Uhlmann (WPK, Leiter Mitgliederabteilung)
  • RA Grabarse-Wilde (WPK, Referatsleiterin Allgemeine Berufsaufsicht)
  • RA Volkmann (Ex-Generalsekretär der APAK)
  • RA Thorn (WPK, Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit).

Lediglich der APAK-Rechtsanwalt Willems und WPK-Anwalt Teckemeyer haben die Bürogemeinschaft zwischenzeitlich verlassen.

Dass der Ex-"general-secretary" RA Tim Volkmann, der zwischenzeitlich bei EY als "Partner, EMEIA Public Policy and Regulatory Relations" angeheuert hat, noch heute in der Berufsaufseher-Bürogemeinschaft als Partner verblieben ist, wundert doch sehr. Offensichtlich als EY-Lobbyist unterwegs, hat er so wenigstens weiterhin den direkten Draht in die WPK!?

Wie sang der gestürzte Kaiser Franz Beckenbauer noch einmal bei seinem Plattendebüt:

"Gute Freunde kann niemand trennen, gute Freunde sind nie allein ...weil sie eines einander kennen: Füreinander da zu sein! ...

16.11.2017
Kammerversammlungen 2018 abgesagt!

 

Im Oktober 2017 gab der Vorstand der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) folgendes bekannt:

  • "In der Vergangenheit wurden jährlich sechs Kammerversammlungen an verschiedenen Orten durchgeführt. Aufgrund der Erfahrungen mit diesem Veranstaltungsformat hat der Vorstand beschlossen, dass 2018 lediglich eine zentrale Kammerversammlung am 20. April 2018 in Berlin stattfinden wird.
  • Der Vorstand traf Festlegungen zur inhaltlichen Ausgestaltung sowie zum Rahmenprogramm der Veranstaltung."

Das heißt doch im Klartext:

  • Es kommen neben den bestellten Claqueuren nur noch wenige Kollegen/innen - deswegen können wir es auch lassen! oder
  • Es läuft berufspolitisch in Berlin alles (undemokratisch) nach unserem Wunsch - warum sollten wir uns noch Fragen aus dem Berufsstand anhören?
  • Wir melden uns vor der Beiratswahl 2018 nur noch einmal, da bis dahin nichts mehr "anbrennen" kann! oder
  • Wir haben Wichtigeres zu tun, denn wir müssen für die Big4 die Marktbereinigung finalisieren und die Monstranz des Berufsstandes auf hohem Level "durchs Dorf" und in die Politik zu tragen!

Oder sagen Sie doch gleich:

Wir machen ohnehin, was wir wollen! Kritische Fragen und Opposition ist und bleibt unerwünscht!