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NR. 74 - AUGUST 2017

 
1. IDW: KOMM IN D1E GÄNG3 - oder besser nicht!
2. Das IDW und das Chaos mit dem Bestätigungsvermerk 2017
3. Die Big4 und die Steuerparadiese
4. Mitgliederbefragung der WPK 2016
5. Beiratssitzungen der WPK - ein kostspieliges Theater!
6. Hilfeschrei: Berufsaufseher dringend gesucht!
7. Anton Schlecker und sein "Gutachter"
8. Kesel & Partner ist nicht mehr Abschlussprüfer
9. Rödls Schaulaufen bei LÜNENDONK
10. Das PR1MUS-Downloadcenter
11. Seminare und Zertifizierungslehrgang bei PR1MUS
12. Eine gute Zeit für Sie!!
1.

IDW: KOMM IN D1E GÄNG3 - ODER BESSER NICHT!

 

Bereits im letzten Newsletter hatte ich die neue Imagekampagne des IDW erwähnt, die vorab auf einer Tagung von Hochschullehrern in Düsseldorf vorgestellt wurde.

Nun haben alle IDW-Mitglieder den bunten 12-seitigen Prospekt

  • EXP3D1TION W1RT5CH4FT - Die Zukunft der Wirtschaftsprüfung -

per Post erhalten.

Hierin erfahren wir,

  • dass "engagierter Nachwuchs nicht vom Himmel fällt",
  • "uns in Kürze der Nachwuchs ausgehen könnte" und
  • wir "der demografischen Entwicklung die Stirn bieten sollten"!

Na, das sind doch knackige Ansagen!

Doch zunächst noch einmal zur Erinnerung:

2013 startete das IDW (Lobbyverein der Big4) eine Imagekampagne für 9 Mio. € (!) und ließ u.a. jahrelang ICE-Bahnhöfe und Flughäfen plakatieren, Trailer im Vorprogramm der Kinos laufen und zehntausende Geschenktüten an Studenten verteilen. Finanziert wird die Kampagne bis heute durch eine jährliche Sonder-Umlage der IDW-Mitglieder.

Gebracht hat diese Kampagne NICHTS!!!

Also startet man eine neue Runde:

Jetzt sollen sich Studenten auf einer speziellen Website des IDW registrieren lassen, werden dann mit einer PR4KT1C4RD ausgestattet und an IDW-Mitglieder-Kanzleien vermittelt, die Praktikumsplätze zur Verfügung stellen.

Eine Frage hab ich noch: Was ist der Unterschied zur Praktikumsbörse der WPK?

Wer eine PR4KT1C4RD hat, der hat direkten Zugang zu den Mitgliedern des Lobbyvereins. Anders gesagt: Man muss also Mitglied des IDW (und Beitragszahler) sein (oder bleiben), damit man umgekehrt Zugang zu den PR4KT1C4RD-Inhabern hat.

Ein durchsichtiges IDW-Geschäftsmodell in einem seit Jahren stagnierenden Prüfungsmarkt!

Was wird es bringen?

Seit Jahren wird die Diskussion um die Zukunft des Berufsstandes nicht ehrlich geführt. Geschäftsführer und Vorstände der WPK sind hierbei ebenso Handlanger der Big4 wie auch die Vertreter des IDW!

   
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2.

DAS IDW UND DAS CHAOS MIT DEM BESTÄTIGUNGSVERMERK 2017

 

Sie erinnern:

Der Gesetzgeber (Berufspolitik, IDW & Big4) will das Formeltestat abschaffen, unterschiedliche Vermerke für PIE - und NON PIE-Mandate einführen und den Bestätigungsvermerk (BSV) ellenlang  ausweiten.

Über Absichten und Hintergründe kann nur spekuliert werden. Das Thema beschäftigt uns seit nunmehr einem Jahr und scheint nun zur Farce zu geraten.

Der HFA des IDW hatte am 16.12.2016 den EPS 400 n.F. (uneingeschränkter BSV) verabschiedet und bis zum 30.04.2017 zur Diskussion gestellt. Dieser Prüfungsstandard soll Bestandteil der neuen 400er-Reihe von Prüfungsstandards werden.

Der neue BSV soll für Rechnungslegungsjahre 2017 ff. gelten und Ende 2017 vom HFA verabschiedet werden.

Im Unterschied zu den Anforderungen des bisherigen IDW PS 400 (Stand: 28.11.2014) sieht der EPS 400 n.F. vor, dass der Abschlussprüfer sein Prüfungsurteil über die Prüfung des Lageberichts (§ 317 II HGB) in einen gesonderten zweiten Abschnitt des BSV aufzunehmen hat (Zweiteilung des BSV).

Erst jetzt scheint man beim IDW bemerkt zu haben, dass dies nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht und das BMJ sicherlich nicht wegen dem Irrweg des HFA das HGB ändern wird. In § 322 I, S. 1 HGB heißt es nämlich:

  • "Der Abschlussprüfer hat das Ergebnis der Prüfung in einem BSV ... zusammenzufassen."

Am 27.07.2017 verschickte der Vorstandssprecher des IDW, Prof. Naumann, überraschenderweise ein eineinhalbseitiges Schreiben über das idw_infocenter und erklärt dem Berufsstand das Malheur:

"Aufgrund von Stellungnahmen zum Entwurf und zahlreichen Gesprächen ... überdenkt der HFA die bisher vorgeschlagene zweigeteilte Struktur. Als Ergebnis dieser Überlegungen soll nunmehr ein alternativer Ansatz im Sinne einer Zusammenführung der Prüfungsurteile ... verfolgt und im Dezember 2017 ... veröffentlicht werden.  ... Bereits im September 2017 soll zur rechtzeitigen Vorbereitung (v.a. für die Abschlussprüfungen für 2017) ein Beispiel für die künftige Struktur des Bestätigungsvermerks veröffentlicht werden.

IDW PS 400 n.F. ... ist erstmals für die ab dem Jahr 2019 zu erteilenden Bestätigungsvermerke ... anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Während des Übergangszeitraums ist für die Abschlussprüfung von Unternehmen, die keine PIE darstellen, auch eine Anwendung des bisherigen IDW PS 400 möglich. Bis zum Inkrafttreten des zu verabschiedenden IDW PS 400 besteht aus Praktikabilitätsgründen auch die Möglichkeit, Bestätigungsvermerke nach dem veröffentlichten IDW EPS 400 zu erteilen."

So, alles klar???

Diese Eierei des IDW nennt man Murks! Der Öffentlichkeit und den Mandanten ist dies nicht mehr zu vermitteln!

   
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3.

DIE BIG4 UND DIE STEUERPARADIESE

 

Wer einmal Steuern in Milliarden-Größenordnung durch "aggressives Steuerdumping" oder Steuerhinterziehung am Fiskus vorbei schleusen möchte, kommt an den Big4 nicht vorbei!

Die Big4 wissen am besten, wie man Steuergesetze international gegeneinander ausspielt, wie Konzerne Milliarden kreativ hin- und herschieben können, um ihre Steuerschuld beim Fiskus möglichst gegen Null zu rechnen.

Oftmals haben die "Steuerexperten" der Big4 selbst als Gutachter oder Lobbyisten an der jeweiligen Gesetzgebung mitgewirkt.

Ein Knaller ist, dass Veröffentlichungen wie die Luxemburg-Leaks oder Panama Papers, die in den vergangenen Jahren die Steuertricks multinationaler Konzerne öffentlich machten, daran kaum etwas geändert haben.

Eine aktuelle Studie zeigt, wie undurchschaubar die Big4 selbst aufgebaut sind. Diese intransparenten Strukturen ermöglichen es demzufolge erst, mit zweifelhaften Steuertricks Milliarden zu verstecken.

Alle Big4 unterhalten zahlreiche Büros in Steueroasen und Offshore-Zentren - und beschäftigen im Verhältnis zu Bevölkerungszahl und Wirtschaftsleistung ausgerechnet dort am meisten Mitarbeiter. Die Big4 kaufen jährlich Hunderte von Offshore-Gesellschaften, die sie für international agierende Mandanten aufrüsten und dann beim Steuernsparen einsetzen!

Im Schnitt arbeiten etwa zehn Prozent der weltweiten Angestellten der Big4 in Steueroasen und an Offshore-Finanzplätzen!

Fazit: Es ist das vielleicht größte Paradoxon der globalisierten Wirtschaft im 21. Jahrhundert. Ausgerechnet jene Firmen, die als "Prüfer" ein funktionierendes System garantieren sollen, bauen Konzernmanagern legale Taschenspielertricks, um Milliarden vor dem Staat zu verstecken.

   
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4.

MITGLIEDERBEFRAGUNG DER WPK 2016

 

Nach 2007 wurde von der WPK eine erneute "Mitgliederbefragung" beauftragt. Zwischen dem 23.08. und 28.09.2016 wurde bei einer telefonischen Befragung eine "Repräsentativauswahl" von 1.026 Kollegen/innen kontaktiert.

Die vollständige Auswertung der Befragung durch die Agentur MENTE>FACTUM, Bielefeld, liegt wpwatch vor.

Während der Vorstand der WPK auf der Beiratssitzung vom 30.06.2017 nur oberflächlich mitteilt, dass

  • das Ergebnis der Mitgliederbefragung in die Strategiediskussion WPK 2020 eingeht und
  • das Serviceangebot der WPK ausgebaut werden soll,

zeigen die Ergebnisse der Befragung bei genauerer Betrachtung doch ein ernüchterndes Bild:

  • 71% der Befragten hatten innerhalb der letzten 12 Monate überhaupt keinen Kontakt zur WPK,
  • 54% der Befragten sind die Beirats- und Vorstandsmitglieder der WPK unbekannt(!),
  • 64% kennen keine einzelnen Mitarbeiter der WPK namentlich und
  • dringendster Korrekturbedarf besteht nach Meinung der Befragten bei der Überwachung der Berufspflichten, der Durchführung der Qualitätskontrolle und der Vertretung der Mitgliederbelange.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen auch, dass

  • 83% der Kollegen/innen ehrenamtlich nicht bei der WPK mitarbeiten würden,
  • 85% nicht bei der WPK arbeiten möchten,
  • Qualitätskontrolle und die Zukunft des Berufsstandes die wichtigsten Fragen sind und
  • die meisten ihre Zukunft eher in der Steuerberatung als in der Prüfung sehen.

Insgesamt scheint den Zwangsmitgliedern die WPK eher ein notwendiges Übel und ein unbekanntes Wesen zu sein.

Ehrenamtler Dr. h.c. Spindler, Ex-KPMG-Skandalprüfer Ralf Bose, fragwürdige Haushaltspolitik und ständiges Beaufsichtigungsgehabe zeigen offensichtlich ihre Wirkung.

Welche Erkenntnisse wird man aus dieser (teuren) Befragung ziehen:

  • Die Big4 werden ihren undemokratischen Weg unbeeindruckt fortsetzen und
  • den Kollegen/innen wird die WPK wohl immer mehr "egal" werden!
   
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5.

BEIRATSSITZUNGEN DER WPK - EIN KOSTSPIELIGES THEATER!

 

Der Beirat der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) ist das "Parlament" des Berufsstandes. Dort sitzen die im Juli 2014 gewählten 44 Kollegen/innen und sollen sich um die Belange des gesamten Berufsstandes kümmern.

Hierdurch sollte das Parlament ein Spiegelbild des Berufsstandes abbilden und die Interessen aller Berufsträger/innen repräsentieren. Dies ist dem Demokratieprinzip geschuldet, gilt jedoch nicht im Berufsstand der Wirtschaftsprüfer / vereidigten Buchprüfer!

Die von den Big4 und dem IDW (Herzig-Liste) organisierte Mehrheit der Beiräte schließt seit 2014 37% der Stimmen im Berufsstand (wp.net) von der berufspolitischen Willensbildung aus und verweigert jegliche Mitwirkung im Vorstand der WPK und seinen Ausschüssen.

Es ist eine Schande für einen elitären freien Beruf, dass die berufspolitischen Trickser der Big4, der WPK und des IDW das Demokratieprinzip mit Füßen treten und 37% der Wählerstimmen (und damit der Kollegen/innen) ignorieren. So lässt sich der Berufsstand dauerhaft nicht befrieden!

Die Beiratssitzungen sind somit zu einer teuren Farce geworden!

Sind sich die Verantwortlichen in Berlin eigentlich im Klaren darüber, welch desaströses Bild der  Berufspolitik hier der Öffentlichkeit vermittelt wird?

Lächerlich!

   
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6.

HILFESCHREI: BERUFSAUFSEHER DRINGEND GESUCHT!

 

wpwatch hatte bereits vor zwei Jahren die seinerzeitige "letztinstanzliche Fachaufsicht" des Berufsstandes (APAK) enttarnt und nachgewiesen, dass ihre 21 Inspektoren allesamt von den Big4 stammten. Auch die Führung der APAK durch den Ex-KPMG-Skandalprüfer Ralf Bose und die aufgedeckte beispiellose Plünderung der WPK-Kasse durch die "Ehrenamtler Dr. h.c. Spindler und Prof. Marten & Co." sorgten für Verärgerung im Berufsstand, einen massiven Vertrauensschaden unserer Kammer und ein bundesweites Presse-Echo.

Seither gilt: Die Big4 beaufsichtigen sich in Deutschland selbst und die Politik schaut dabei auch noch zu!

Am 17.06.2016 wurde die APAK per Gesetz aufgelöst und als APAS in das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) überführt.

Seither glänzt die von den Big4 dominierte "oberste Fachaufsicht" durch Intransparenz. Das Organigramm der BAFA ließ selbst ein Jahr nach Schaffung der APAS weder Zuständigkeiten noch die genaue Besetzung der Abteilungen erkennen.

Offensichtlich herrscht dort das blanke Personalchaos, denn aktuell sucht die APAS gleich sieben "Inspektoren"!!! - Das nennt man Alarmstufe ROT!

Schauen Sie doch einmal auf diese Stellenanzeigen bei monster.de!

Demnach sind der APAS bei der gesetzlichen Überleitung also ein Drittel aller Inspektoren abhandengekommen, haben mittlerweile wieder ihren Dienst quittiert oder wurden herausgemobbt!?

Dies kann wohl nicht (nur) an der miserablen Bezahlung bei der Bundesbehörde (Entgeltgruppe EG 14 TVöD) liegen, sondern hat sicherlich auch mit der skandalösen Besetzung (Ralf Bose) der Leitung, den "Raubzügen" der Ehrenamtler in der Vergangenheit und dem schlechten Ansehen in der Öffentlichkeit  zu tun!

Einstiegsgehalt: 3.967 €/mtl. Aber: "Die Zahlung eines außertariflichen Entgelts ist möglich." - Na, dann aber ran an den Speck!

Übrigens: Auch die WPK sucht ständig neue Mitarbeiter für einen Traumjob bei der hauseigenen Berufsaufsicht.

Eine Frage hab ich noch:

Werden die WPK und die Big4 momentan wegen akuter Personalnot gar nicht beaufsichtigt?

Die Beaufsichtigung der WPK durch die APAS findet ohnehin defacto nicht statt, da diese ja ebenfalls von den Big4 majorisiert wird!?

Mit Glaubwürdigkeit hat dies alles nichts mehr zu tun! Wie lange will die Politik hier noch zuschauen?

   
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7.

ANTON SCHLECKER UND SEIN "GUTACHTER"

 

Wir erinnern uns: Anton Schlecker (72), Ehingen, war mit rd. 25.000 Mitarbeitern einst der größte e.K. der Republik. Er herrschte über die Drogerie-Dynastie SCHLECKER. Im Januar 2012 kam die Insolvenz. Übrig blieben Forderungen der Gläubiger von knapp einer Milliarde Euro. Tochter Meike durfte seinerzeit vor laufender Kamera den bekannten Satz vermelden: "Es ist nichts mehr da!"

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat im April 2016 gegen Anton Schlecker sowie seine Ehefrau Christa und die beiden Kinder Lars und Meike Anklage wegen Insolvenzverschleppung und betrügerischem Bankrott erhoben. Es drohen bis zu 10 Jahre Haft. Der Prozess vor dem LG Stuttgart geht in die Schlußrunde.

Die 11. Große Strafkammer versucht die entscheidende Frage zu klären: Von welchem Zeitpunkt an war die Zahlungsunfähigkeit absehbar? Die Antwort darauf ist deshalb wichtig, weil nach diesem Zeitpunkt jeder Geldfluss auf private Konten eine Straftat sein könnte.

Jetzt kam die Stunde der Gutachter:

So diametral können angesehene Wirtschafts-Experten einander widersprechen. Michael Harz, 62, ist Diplom-Mathematiker, promovierter Betriebswirt und langjähriger forensischer Wirtschafts-Gutachter. Martin Jonas, 53, ist Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei Warth & Klein Grant Thornton AG, Düsseldorf. 

Aber bei der Frage, wann Schlecker die Zahlungsunfähigkeit drohte, da scheiden sich ihre Geister: "Nach meinem Dafürhalten drohte Ende 2009 die Zahlungsunfähigkeit", sagt Harz. Damit bestätigte er die Annahme der Staatsanwaltschaft, Anton Schlecker habe bereits Jahre vor der Insolvenz gewusst, dass der Zusammenbruch der einstmals größten Drogeriekette Europas bevorstehe. Schlecker wartete aber noch mehr als zwei Jahre, in denen sein Konzern jeweils dreistellige Millionen-Verluste schrieb. Erst dann ging er im Januar 2012 zum Insolvenzrichter.

Am Nachmittag nimmt Jonas auf dem Zeugenstuhl Platz und sagt etwas ganz anderes:

"Bis Spätsommer 2011 haben alle Beteiligten noch die überwiegende Chance gesehen, dass die Umstrukturierung Früchte tragen werde."

Honorarprofessor Jonas erstattete sein "Gutachten" im Auftrag des Angeklagten Anton Schlecker - der sich den Gutachterauftrag laut eigener Aussage von Jonas mehr als 100 000 Euro hat kosten lassen.

Es bleibt spannend in den restlichen sieben Prozesstagen (jeweils Montags) bis zum Urteil im Oktober. Insbesondere dürfte es spannend sein, welche Bedeutung der Vorsitzende Richter einem Partei-"Gutachten" eines Wirtschaftsprüfer schenkt!?

Und jetzt einmal Klartext:

Honorarprofessor Jonas müsste wissen, dass er als Wirtschaftsprüfer nicht Partei-"Gutachter" sein kann. Seine Unabhängigkeit (§ 43 I WPO) gebietet es, dass er seine "Ergüsse" (für über 100.000 € Honorar!!!) dann zumindest nicht "Gutachten" nennt (§ 28 I, II BS WP/vBP). Ansonsten sollte er doch einmal seinen Vorstandskollegen Joachim Riese fragen, der bis Ende 2016 Leiter der Kommission für Qualitätskontrolle bei der WPK war.

Vielleicht kann ihm dies die WPK auch einmal für künftige Gutachteraufträge deutlich machen!

   
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8.

KESEL & PARTNER IST NICHT MEHR ABSCHLUSSPRÜFER

 

Jahrelang prüften die Kollegen von Dr. Franz Kesel & Partner OHG, München, den Jahresabschluss der WPK.

Immer wieder erstaunten die Münchner Kollegen mit ihrer Fachexpertise. Die Bilanzierung von

  • Millionenzahlungen an Dr. h.c. Spindler, Prof. Marten als Ehrenamtler der APAK,
  • Aktivierung eines "Spartenfehlbetrages" (Verlustes) der APAK,
  • Beitragsermittlung unter Missachtung des Kostenumlageprinzips,
  • fehlende Eigenbeurteilung im Lagebericht und
  • eine "unzureichende Prüfung" wirtschaftlicher Haushaltsführung in der WPK

seien hier nur als Beispiele genannt.

Jetzt wurde den Prüfern aus München für die Jahresabschlussprüfung 2017 nicht mehr das Mandat erteilt. Der Beirat der WPK wählte die NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH WPG StBG, Hamburg, zum Abschlussprüfer.

   
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9.

RÖDLS SCHAULAUFEN BEI LÜNENDONK

 

LÜNENDONK beglückte vor wenigen Tagen die Branche und auch weitere interessierte Kreise mit den "Ranking-Listen 2017". Eine 247-seitige "Studie" über die Branchendaten des Jahres 2016 kann zum Preise von 2.200 € zzgl. USt erworben werden.

Machen wir es kurz:

  • LÜNENDONK erkennt, dass die Big4 wieder schneller wachsen als der Rest der Branche,
  • Giersberg (FAZ) mahnt die Big4, dass sie vor lauter Beratung das Prüfungsgeschäft nicht vernachlässigen sollten,
  • Kammerpräsident Ziegler sieht in Deutschland einen "Kamineffekt" der dazu führt, dass immer mehr Mandate von kleinen zu größeren WP-Gesellschaften wechseln,
  • Andrea Bruckner (BDO) sieht wegen der externen Prüferrotation zunehmend Chancen für Beratungsmandate bei Dax-Konzernen,
  • KPMG ist wieder die Nr. 2 (vor EY) und
  • Rödl bleibt hinter BDO auf Rang 6, da man sich offensichtlich doch nicht traut, das von wpwatch  enttarnte "Rödl-Zahlen-Verwirrspiel" weiterzutreiben.

Wie belastbar die an LÜNENDONK gemeldeten Zahlen sind, die dort offensichtlich ungeprüft veröffentlicht werden, sei dahingestellt. Rödl ist hierbei mit seinen widersprüchlichen Zahlen ein warnendes Beispiel (www.wpwatch.de).

LÜNENDONK sollte künftig für sein Ranking nur noch testierte Abschlüsse der WPG´s zugrunde legen. Ansonsten sollte man diese teuren Listen einstampfen.

   
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10.

DAS PR1MUS-DOWNLOADCENTER

 

Seit 11 Jahren in Folge steigen die Teilnehmerzahlen bei PR1MUS.

Dies liegt nicht nur daran, dass wir die interessanteren Seminare durchführen und exzellente Skripten, Materialbände und praktische Arbeitshilfen zur Verfügung stellen.

Bereits seit Jahren gibt es das PR1MUS-Downloadcenter (www.primus-wissen.de), in welchem wir unseren Teilnehmern exklusiv und kostenlos über 550 Checklisten, Musterberichte und Arbeitshilfen für die Berufspraxis zur Verfügung stellen.

Tausende zufriedener Nutzer bestätigen uns jeden Monat darin, dass wir damit ein ausgezeichnetes Alleinstellungsmerkmal geschaffen haben.

Die 18 "FARR-Checklisten" kosten im IDW-Verlag pro Stück ca. 50 € oder können als CD für 798 € (!!!) erworben werden. - Dahinter steckt  ein durchsichtiges Geschäftsmodell des IDW (und eines einzelnen Kollegen).

   
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11.

SEMINARE UND ZERTIFIZIERUNGSLEHRGANG BEI PR1MUS

 

PR1MUS startet im Herbst 2017 wieder einige "PR1MUS spezial"-Seminare.

Insgesamt sind vier Seminare an jeweils unterschiedlichen Orten geplant. Themen sind:

  • Konzernrechnungslegung
  • IT-gestützte Jahresabschlussprüfung (Datenanalyse)
  • Bestimmung des Prüfungsumfangs und der -auswahl (Stichprobenverfahren)
  • IT-Systemprüfung bei KMU

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Informationen unter www.primus-fachseminare.de oder unserem Folder.

Im September 2017 startet - wie versprochen - der Zertifizierungslehrgang zum "PR1MUS Prüfungsfachwirt". Es ist erkennbar: Die WPK wird noch Jahre brauchen, um (nicht) "in die Gänge zu kommen"! Weitere Einzelheiten dazu gibt es unter www.primus-fachakademie.de.

Hier noch die Tagesordnungen für die beiden anstehenden aktuellen Veranstaltungsreihen:

   
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12.

EINE GUTE ZEIT FÜR SIE!!

 

Ihnen allen wünsche ich noch einige erholsame Sommertage und alles Gute!

Für uns geht es am Freitag erst einmal eine Woche aufs Fahrrad - beschaulich längs der Lahn radeln! Ich freue mich darauf.

Kollegiale Grüße aus Köln

Ihr

Dirk Hildebrandt

Herausgeber (ViSdP):

WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Str. 9
51149 Köln
Tel. 02203 / 98 00 20
E-Mail: hildebrandt@wpwatch.de

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