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WP Watch

NR. 73 - JULI 2017

 
1. Big4, die Alleswisser!
2. Die neuen AAB sind mangelhaft!
3. Der Jahresabschluss der WPK 2016
4. Beiratssitzungen sind lediglich ein kostspieliges Theater!
5. Das IDW und die "Expedition Wirtschaft"
6. KPMG will Anwalts-AG werden
7. Skandalöse Blamage von WPK und IDW
8. "Video-Fortbildung" mit dem IDW
9. Der KPMG-PCAOB-Insider-Skandal
10. Prüfungsfachwirt
11. Fortbildungen bei PR1MUS
12. Grüße aus Köln!
1.

BIG4, DIE ALLESWISSER!

 

Ist Ihnen dies nicht auch schon aufgefallen? - Seit ca. zwei Jahren nehmen die Zahl von "Studien" der Big4 in den Medien explosionsartig zu. Zeitungsagenturen und Informationsdienste zitieren zunehmend aus solchen "Studien".

Mal geht es um

  • den Wert von Fußballvereinen,
  • drohende Altersarmut,
  • Gefahren der Cyberkriminalität,
  • das Ansehen der Deutschen Wirtschaft,
  • die Verweildauer von CEOs und CFOs im Amt sowie
  • den weltweiten Vergleich der Steuersätze und die
  • Folgen des Brexit ....

Die Big4 wissen einfach alles und drängen sich damit auffällig ins mediale Interesse.

Ganze Heerscharen von (Big4)Mitarbeitern müssen mittlerweile offensichtlich mit solch unproduktiven Recherchen beschäftigt sein, die von niemandem beauftragt und vergütet werden!

Interessant hierbei ist: Durch empirische Untersuchungen konnte mittlerweile bewiesen werden, dass über die Hälfte solcher Studien nicht einmal existieren bzw. die Ergebnisse mit fragwürdigen Methoden erarbeitet wurden.

Warum machen die Big4 das?

  • Man täuscht hierdurch Kompetenz, Aktualität und Wissen vor, an das sich die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger bitte erinnern sollten.

Also Wahrheitsgehalt und Seriosität sind nicht entscheidend. Es geht vielmehr um "Mediengeilheit" und Marketing!

Vielleicht sollte sich die WPK einmal um die Zulässigkeit solcher Tätigkeiten kümmern. Die berufstypischen Tätigkeiten sind abschließend in § 2 WPO aufgeführt! Dort ist vom "Zumüllen" der Medien durch Wirtschaftsprüfer nichts zu lesen.

   
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2.

DIE NEUEN AAB SIND MANGELHAFT!

 

Vierzehn Jahre wartete der Berufsstand auf die Neuauflage der "Allgemeinen Auftragsbedingungen ..." (AAB) durch die IDW Verlag GmbH.

Ende letzten Jahres war es dann endlich soweit: die neuen AAB (Stand 01.01.2017) erschienen und können seither zum teuren Staffelpreis bestellt werden.

Die Überarbeitung erfolgte viel zu spät, da die alten AAB (Stand 01.01.2002) schon lange nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften, den Anforderungen der Berufspraxis und der aktuellen Rechtsprechung entsprachen!!!

wpwatch hatte dies immer wieder bemängelt und auch zahlreiche Punkte angeregt, die unbedingt im Rahmen der Überarbeitung der AAB geregelt werden sollten. Hierzu gehörten u.a. der Versand von Prüfungsberichten im pdf-Format und Formulierungsvorschläge zum Haftungsausschluss bzw. -begrenzung.

Das vorliegende Ergebnis des IDW ist einfach nur enttäuschend:

  • die Haftungsbeschränkung (Punkt 9) entspricht nicht der aktuellen Rechtsprechung,
  • Formulierungsvorschläge zur Haftungsregelung mit Dritten (Punkt 1 Nr.2) fehlen gänzlich und
  • der Versand von Prüfungsberichten (pdf-Format) wurde nicht geregelt!

Landesverbände und größere Berufsgesellschaften rücken bereits von den AAB ab und empfehlen dringend Ergänzungen.

Die Big4 "pfeifen" seit Jahren bereits auf die AAB des IDW-Verlag und nutzen diese lediglich noch als "Notnagel" nach ihren speziellen AAB und weiteren Regelungen.

Das IDW (Lobbyverein der Big4) ist dringend aufgefordert, tätig zu werden und eine überarbeitete Fassung vorzulegen!

   
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3.

DER JAHRESABSCHLUSS DER WPK 2016

 

Am morgigen Freitag, dem 30.06.2017, soll der Beirat den Jahresabschluss der WPK über das Haushaltsjahr 2016 feststellen. Der (wiederum) von der Franz Kesel & Partner OHG, München, geprüfte und uneingeschränkt testierte Jahresabschluss zeigt deutlich, dass die Zwangsmitglieder auf Basis einer Beitragsveranlagung "abkassiert" wurden, die nicht den Grundsätzen ordnungsmäßiger Haushaltsführung entspricht!

2016 hat die WPK wiederum Vermögen angehäuft und einen erheblichen Bilanzgewinn aufgebaut, obwohl das "Kostendeckungsprinzip" solche Haushaltsführung den öffentlichen Kammern ausdrücklich verbietet.

Hier nochmals der aktuelle Jahresabschluss:

Die WPK "erwirtschaftete" in 2016 demnach

  • 2,6 Mio.€ Jahresüberschuss,
  • thesauriert Gewinne und führt
  • Termingeldkonten von über 17 Mio.€!!!

Die Wirtschaftsprüfer schreiben hierzu nur lapidar: "Das Erfordernis einer geordneten Haushaltsführung unter Berücksichtigung des Kostendeckungsprinzips führt über Abschreibungen und Rückstellungszuführungen, die keine Liquiditätsabflüsse verursachen, zu einer jährlichen Erhöhung der Liquidität."

Dies ist ja wohl eine Frechheit, denn Rückstellungszuführungen gab es in 2016 ausweislich keine!

Die WPK hat bei der Beitragskalkulation ihrer Zwangsmitglieder keinerlei Risiko (§ 16 I, Nr.7 WPO)! Dies müsste doch zumindest vom Haushaltsausschuss festgestellt bzw. kritisiert worden sein.

Warum nicht? - Dort haben die Big4 gemeinsam mit der "Herzig-Liste" eine satte 80%-Mehrheit. Jetzt wissen Sie auch, warum die WPK zum "Sparverein" mutiert!

Bei der WPK wird das Kammerrecht mit Füßen getreten!

Die Kammerbeiträge müssen deutlich gesenkt werden! - Ansonsten sollten sich die Kammermitglieder bei der nächsten Beitragszahlung verweigern!

   
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4.

BEIRATSSITZUNGEN SIND LEDIGLICH EIN KOSTSPIELIGES THEATER!

 

Der Beirat der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) ist das "Parlament" des Berufsstandes. Dort sitzen die von den Mitgliedern im Juli 2014 über die Listenwahl gewählten 44 Kollegen/innen und sollen sich um die Belange des gesamten Berufsstandes kümmern.

Hierdurch sollte das Parlament ein Spiegelbild des Berufsstandes abbilden und die Interessen aller Berufsträger/innen repräsentieren. Dies ist dem Demokratieprinzip geschuldet.

Das Demokratieprinzip gilt jedoch offensichtlich nicht im Berufsstand der Wirtschaftsprüfer / vereidigten Buchprüfer!

Die von den Big4 und dem IDW (Herzig-Liste) organisierte Mehrheit der Beiräte schließt seit 2014 jedwede Opposition im Berufsstand (wp.net) von der berufspolitischen Willensbildung aus und verweigert auch Mitwirkung im Vorstand der WPK und seinen Ausschüssen.

Es ist eine Schande für einen so elitären freien Beruf, dass die berufspolitischen Trickser der Big4, der WPK und des IDW das Demokratieprinzip mit Füßen treten und 37% der Wählerstimmen (und damit der Kollegen/innen) ignorieren. So lässt sich der Berufsstand dauerhaft nicht befrieden!

Die Beiratssitzungen sind somit zur Farce geworden!

20 Kollegen/innen von wp.net sitzen dort und wissen bereits bei der Anreise nach Berlin, dass sie keine Mitwirkungsmöglichkeiten und letztlich keine Stimme haben.

Diskussionsbeiträge in den Sitzungen sind unerwünscht und werden vom "politischen Gegner" (Besserwisser) als Störmanöver verstanden. Anträge werden abgebügelt oder nicht ernsthaft diskutiert.

Funktionäre und "Mehrheitler" im Beirat sollten sich bei diesem Umgang mit dem Demokratieprinzip einmal vor Augen halten, welches Erscheinungsbild der Berufsstand hierdurch nach außen hin hat.

Dieses ausschließlich berufspolitisch motivierte Lavieren von WPK-Vorstand und Geschäftsführung ist dem Berufsstand geradezu unwürdig und geradezu lächerlich!

   
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5.

DAS IDW UND DIE "EXPEDITION WIRTSCHAFT"

 

Das IDW beglückt den Berufsstand bereits seit 2013 mit einer erfolglosen millionenschweren "Imagekampagne". Hierfür zahlen IDW-Mitglieder noch heute durch eine Sonderumlage beim Mitgliedsbeitrag.

Seinerzeit waren es bundesweite Plakat-Aktionen auf Flughäfen und ICE-Bahnhöfen, Trailer in Studenten-Kinos und Geschenktüten mit Kondomen und IDW-Markern für Studierende, mit denen das IDW auf die Nachwuchsprobleme des Berufstandes aufmerksam machte. - Gebracht hat es NICHTS!

Vor dem erlauchten Publikum des "7. Gesprächskreises Hochschule Wirtschaftsprüfung" hat nun eine neue Agentur ("Gute Botschafter - Spezialisten für Positionierungsdesign") eine neue "Kampagne zur Nachwuchsförderung" unter dem Titel "Expedition Wirtschaft" präsentiert.

Wieder einmal beauftragte der Lobbyverein der Big4 ohne Einschaltung seiner Mitglieder eine Agentur mit einer millionenschweren Kampagne und lässt Hochschullehrer über Wege der Nachwuchsförderung entscheiden.

In der neuen Kampagne geht es um

Ist doch faszinierend? - Oder? - Alles klar?

Die Höhe einer Sonderumlage zur Finanzierung dieser Kampagne wird man den Mitgliedern sicherlich rechtzeitig zur Beitragsveranlagung 2018 bekanntgeben.

Man muss kein Prophet sein, um diesem aberwitzigen Vorhaben des IDW genauso die Erfolglosigkeit vorauszusagen wie der Praktikumsbörse der WPK.

   
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6.

KPMG WILL ANWALTS-AG WERDEN

 

KPMG bleibt es zunächst verwehrt, künftig alle ihre Dienstleistungen unter dem Dach einer Anwalts-Aktiengesellschaft zu erbringen.

Am 07.06.2017 hat der Berliner Anwaltsgerichtshof (AGH) eine Klage zurückgestellt, mit der sich KPMG gegen eine Zurückweisung durch die örtliche Anwaltskammer gewehrt hatte.

Als Verkündungstermin ist nun der 20. Dezember 2017 angesetzt.

Hintergrund des KPMG-Ansinnens ist es,

  • „sämtliche wirtschaftsnahen Beratungsleistungen, einschließlich der Rechtsberatung, aus einer rechtlichen Einheit zu erbringen (One KPMG)".
  • Berufsrechtlich im Fokus steht damit das anwaltsspezifische Gesellschaftsrecht: Die Mehrheit der Gesellschafter einer Anwaltskanzlei muss aus Anwälten bestehen. Die Regelung verbietet es den Big4 bisher, ihre Anwaltsarme direkt in den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften anzusiedeln.

Diese Konstruktion führte bisher dazu, dass Leistungen der Wirtschaftsprüfer sowie der Steuer-, Unternehmens- und Rechtsberater nicht einheitlich gegenüber dem Mandanten abgerechnet werden können. Stattdessen ist für die Anwaltsgesellschaft eine eigene Rechnung fällig.

Auch die Gewinne der Anwaltsgesellschaften können nicht direkt an die WP-Mutter abgeführt werden, stattdessen bedarf es Hilfskonstruktionen, etwa über Overheadkosten für Miete oder IT-Support, die die WP-Mutter der Anwaltsgesellschaft berechnet.

Wenn es KPMG gelingen sollte, eine Rechtsanwaltsgesellschaft zu etablieren, die im Mehrheitsbesitz von Nicht-Anwälten – sprich: von WP/StB – steht, könnte das die bislang in Deutschland bekannte Struktur auf den Kopf stellen. Denn dann könnten KPMG & Co. auch ihre Kernleistungen WP/StB unter dem Dach einer (gemischten WP- und) Anwaltsgesellschaft erbringen.

Auch wäre es so möglich, ein einheitliches Vergütungssystem für alle Professionals unter einem Dach zu etablieren.

Die Chancen, sich am Ende gerichtlich durchzusetzen, stehen für KPMG gar nicht so schlecht.

   
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7.

SKANDALÖSE BLAMAGE VON WPK UND IDW

 

wpwatch hatte bereits seit Jahren die Vereidigten Buchprüfer davor gewarnt, dass sie lediglich von den Big4 und der Herzig-IDW-Liste als berufspolitisches Stimmvieh missbraucht werden und sich der Traum von der "erleichterten Übergangsprüfung" nicht erfüllen wird.

Der Deutsche Buchprüfer Verband (DBV) ließ sich vom IDW jahrelang (als Untermieter) unterjochen und versprach seinen (zahlenden) Mitgliedern das Märchen von der erleichterten Aufnahme in den WP-Berufsstand.

Die verantwortliche DBV-Geschäftsführerin (RA Dr. Daniela Kelm) wechselte noch rechtzeitig vor erstmaliger Durchführung des Übergangsexamens per 01.01.2016 in den geschäftsführenden IDW-Vorstand.

Das IDW führte alle 30 vBP-Übergangskandidaten vor der Prüfung noch am Kassenschalter vorbei und kassierte eine Teilnahmegebühr von 7.840 € je Kandidat für den "Vorbereitungs-Lehrgang".

Die Big4-dominierte WPK stellte mit ihrer Prüfungs- und Aufgaben-Kommission (RA Tüffers & Co.) die Themen für die drei abzulegenden Klausuren und organisierte die Klausurenkorrektur.

Jetzt stehen alle Beteiligte vor einem Scherbenhaufen und wahrscheinlich jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen!

  • Über 90% Durchfallquote und
  • mutmaßlich unzulässige Themenstellungen.

Das IDW hat alle Vorbereitungs-Lehrgänge bereits abgesagt!

Dieses "Übergangs-Examen" nach § 13a WPO ist für die WPK und das IDW eine Riesen-Blamage.

Der letzte vBP (und auch der DBV) muss jetzt endlich gemerkt haben, dass er offensichtlich im Big4-dominierten Berufsstand der Wirtschaftsprüfer unerwünscht ist.

Als Stimmvieh hat man seinen Zweck in der WPK erfüllt. Jetzt sind die Träume zerplatzt!

Hierbei handelt es sich nicht nur um einen "Betriebsunfall der WPK". Dies ist dreiste Böswilligkeit von WPK und IDW!

   
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8.

"VIDEO-FORTBILDUNG" MIT DEM IDW

 

Der "Fortbildungspreis 2016" ging letztes Jahr an das IDW.

Wie wpwatch berichtete (Meldung am 19.01.2016), reicht beim IDW ab 2016 das Anklicken eines Videos um einen Fortbildungsnachweis zu erhalten!

Diese Idee des IDW erschien der PR1MUS-Jury genial:

Einfach anklicken, anderen Tätigkeiten nachgehen (z.B. Autowaschanlage, Rasenmähen etc.) und anschließend den Fortbildungsnachweis nach § 5 II, S. 3 BS WP/vBP) kassieren!

In der Mitgliederzeitschrift "IDW life" (3/2017, S. 297) legt das IDW jetzt noch einmal nach und stellt einen neuen "Service" vor:

  • Sie können jetzt selbst überprüfen, wie viele Fortbildungszeiten Sie und Ihre Mitarbeiter über den Videoabruf bereits erworben haben.
  • Unter "Meine Buchungen" sind die von Ihnen im aktuellen Kalenderjahr abgerufenen Videos mit den "Fortbildungszeiten" aufgeführt.
  • Nach Ablauf des Kalenderjahres erhalten Sie automatisch einen Fortbildungsnachweis per E-Mail.

Na, das ist doch ein toller Service!

Kurios an dieser Idee ist nur, dass das Betrachten bzw. Zuhören von Videos keine "Fortbildung" gemäß § 5 II BS WP/vBP ist!?

Hatte man nicht vor wenigen Monaten erst die Berufssatzung (BS) geändert? Warum hat man denn seinerzeit hier keine Klarstellung geschaffen?

Sollten Ihre Video-Fortbildungszeiten gemäß § 5 V BS WP/vBP also noch nicht ausreichen, so müssen Sie öfter klicken oder holen das in den Weihnachtsferien nach!?

Übrigens: All dies gilt natürlich nur, wenn Sie (noch) Mitglied beim Lobby-Verein der Big4 (IDW) sind.

Man kann diesen "Service" also auch als Hilfeschrei des IDW betrachten:

Verlass den Verein nicht, da wir Dir ansonsten keine Facharbeit mehr zukommen lassen (Mitgliederzeitschrift: IDW life) und Du Videofortbildung (mit Nachweis) nicht mehr so easy erhältst!

   
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9.

DER KPMG-PCAOB-INSIDER-SKANDAL

 

KPMG USA hat seinen stellvertretenen Vorstand Scott Marcello sowie vier weitere Partner und Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung gefeuert!

Anfang Februar 2017 hatte ein Whistleblower gemeldet, dass ein Mitarbeiter von KPMG, der zuvor bei der  amerikanischen Berufsaufsicht PCAOB arbeitete, Insider-Informationen über anstehende Inspektionen besorgte und jeweils an KPMG weitergab.

Somit war KPMG bei den Inspektionen jeweils entspannt und bestens vorbereitet, da man bereits den Anlass und die geplante Stichprobe kannte.

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC wurde über diesen Vorfall informiert. Für KPMG kann dies erhebliche Folgen haben!

Eine Frage hab ich noch:

  • Wäre ein solcher Skandal in Deutschland auch denkbar?

Die Inspektoren der APAS stammen doch alle von den Big4 (insbesondere KPMG). Einige haben vor der Verbeamtung bei der APAS jedoch ihr "Rückfahrticket" gelöst und sitzen jetzt wieder bei den Big4. - Natürlich telefoniert man gerne einmal mit früheren Arbeitskollegen und hört genau zu ...

Im Übrigen ist man den Big4 als früherem Arbeitgeber auch etwas "schuldig". Man erhält schließlich aus den Pensionskassen der Big4 doch irgendwann einmal erhebliche Teile der Altersbezüge!

Die Frage nach der Unabhängigkeit der Inspektoren der APAS war dann auch am 23.05.2017 Gegenstand einer "Kleinen Anfrage" . Die Antwort der Bundesregierung erfolgte durch Staatssekretär Rainer Baake (BMWi).

Staatssekretär Baake strapaziert die Leser hier durch Wiederholungen, lässt keine Sensibilisierung für Missbrauch und Umgehung erkennen und geht natürlich von der strikten Beachtung regulatorischer Vorgaben aus. Wo's konkret wird, glänzen seine Ghostwriter durch Ahnungslosigkeit.

Verfolgt man den Werdegang von Rainer Baake und seine Zuständigkeit im BMWi, so wird schnell klar, dass sein Metier vielmehr "Klima- und Energiefragen" sind. Die Beantwortung erfolgte also offensichtlich durch die Abteilung "Heiße Luft" im BMWi!

   
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10.

PRÜFUNGSFACHWIRT

 

Bereits seit über fünfzehn Jahren verlangt der Berufsstand die Einführung eines Fortbildungsberufes für qualifizierte Mitarbeiter.

Außer Lippenbekenntnissen der WPK geschah NICHTS! Mitglieder des WPK-Vorstandes zogen es lieber vor, in der "IFAC Education Commission" kluge Vorschläge für weltweite Fortbildungskonzepte zu machen, als konkrete Lehrgangs- und Zertifizierungsvorschläge für den deutschen Berufsstand zu erarbeiten.

Die Big4 sind an beruflichen Qualifizierungen von Mitarbeitern nicht interessiert.

PR1MUS hat deshalb in Zusammenarbeit mit Praktikern und unter akademischer Leitung ein vollständiges Konzept für einen Zertifizierungs-Lehrgang erarbeitet und dem Berufsstand bereits im Januar 2017 vorgestellt.

Die WPK forderte daraufhin am 03.05.2017 den Berufsstand auf, zu den „Überlegungen des Vorstandes der WPK“ über die „Schaffung eines Fortbildungsberufes“ bis zum 30. Juni 2017 Stellung zu nehmen.

Welche "Überlegungen" der Vorstand zu diesem Vorhaben jedoch hat, bleibt dem Berufsstand  verborgen - ein Witz!

Die WPK teilt in ihrer Aufforderung mit, dass die Schaffung eines Fortbildungsberufes (lediglich) eine „Forderung aus dem Bereich kleiner und mittlerer Praxen“ sei.

Damit wird von der WPK zum Ausdruck gebracht, dass dieses Vorhaben weder von den Big4 noch von den großen Berufsgesellschaften getragen wird, die momentan die berufspolitische Willensbildung in der WPK entscheiden.  

Hiermit wird der Eindruck erweckt, dass die WPK selbst nicht ernsthaft hinter der Einführung eines solchen Fortbildungsberufes steht und lediglich augenfälligen Aktionismus zeigt.

Die Erfahrungen mit der WPK zeigen, dass die Einführung eines "staatlich anerkannten Prüfungsfachwirts" ein jahreslanges Vorhaben sein wird. Mit einer Realisierung kann vor Ablauf von fünf Jahren sicherlich nicht gerechnet werden!

Im (noch geheimen?) "Konzeptpapier des Vorstandes" lassen sich die nächsten Schritte bereits ablesen:

  • Erlass einer Prüfungsordnung,
  • Errichtung von Prüfungsausschüssen,
  • Schaffung der Infrastruktur in den Geschäftsstellen,
  • Beratung des Beirates,
  • weitere Beratung mit außerberuflichen Institutionen,
  • Festlegung der Details der Lehrpläne ....

Bla, bla, bla ...

Dieses Verkomplizieren zeigt, dass sich bis heute kein Mitglied des WPK-Vorstandes ernsthaft mit diesem Vorhaben auseinandergesetzt hat.

Es geht offensichtlich der WPK und den Big4 jetzt um Verhinderung und Verzögerung, da man von PR1MUS aus dem Schlaf gerissen wurde!

Wir benötigen den Prüfungsfachwirt jetzt und nicht erst in ein paar Jahren!

Deshalb startet der Zertifizierungs-Lehrgang zum PR1MUS-Prüfungsfachwirt bei uns pünktlich im September 2017!

   
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11.

FORTBILDUNGEN BEI PR1MUS

 

PR1MUS startet im Herbst 2017 wieder einige "PR1MUS spezial"-Seminare.

Insgesamt sind vier Seminare geplant. Themen sind:

  • Konzernrechnungslegung
  • IT-gestützte Jahresabschlussprüfung (Datenanalyse)
  • Bestimmung des Prüfungsumfangs und der -auswahl (Stichprobenverfahren)
  • IT-Systemprüfung bei KMU

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Informationen unter www.primus-fachseminare.de oder unserem Folder.

Im September 2017 beginnt ebenfalls der Zertifizierungslehrgang zum "PR1MUS Prüfungsfachwirt". Weitere Einzelheiten dazu gibt es unter www.primus-fachakademie.de.

   
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12.

GRÜßE AUS KÖLN!

 

Ihnen allen wünsche ich weiterhin noch schöne sommerliche Tage und alles Gute!

Kollegiale Grüße aus Köln

Ihr

Dirk Hildebrandt

Herausgeber (ViSdP):

WP StB Dipl.-Kfm. Dirk Hildebrandt
Hohe Str. 9   51149 Köln
Tel. 02203 / 98 00 20
E-Mail: hildebrandt@wpwatch.de

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